Die Anforderungen an Landwirte im 21. Jahrhundert sind groß. Bodenfruchtbarkeit aufbauen, Ökosysteme regenerieren, Biodiversität erhöhen, Wasserhaushalte erhalten, gesunde und nahrhafte Lebensmittel erzeugen – und all dies ökonomisch rentabel. Die Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“ richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Ab dem 18.02.2021 teilen 10 Praktiker in 10 Webinaren à 90 Minuten ihre Erfahrungen mit
Wow, endlich… Was lange dauert… oder so. Gestern war die Agroforstwirtschaft Debatte im Bundestag. Abstimmung mit großer Mehrheit: „Die Koalitionsfraktionen wollen […] die Agroforstwirtschaft fördern und dabei die Produktivität, Klimaresilienz und Biodiversität steigern. Demnach sollen durch die Bundesregierung Leistungen von Agroforstsystemen honoriert werden, indem die Förderfähigkeit von Agroforstsystemen noch in der aktuellen Förderperiode der derzeitigen Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) ermöglicht werden soll. Außerdem sollen Agroforstsysteme als pflanzenbauliches Werkzeug der Ackerbaustrategie anerkannt werden.“ (Infodienst Dt.
Unser nun schon 5. Symposium »Aufbauende Landwirtschaft« wird vom 29.-31.1.2021 online statt finden. Auch als Online-Symposium haben wir nicht nur spannende und inspirierende Vorträge für Euch, sondern wollen mit Euch, wie gehabt, in den Austausch gehen und Zeit für Begegnung integrieren. Wir laden Euch ein, mit uns in diesem neuen Rahmen zu experimentieren. Wir haben die Agenda verändert, so dass wir uns etwas fokussierter treffen können. Aber weiterhin bieten wir eine Vielfalt an Blickwinkeln an,
Nun ist es klar: Das Symposium »Aufbauende Landwirtschaft« wird vom 29. – 31.01.2021 als Online-Event statt finden. Was auf der einen Seite traurig ist, da das Symposium sehr stark von der Begegnung und dem Austausch vor Ort lebt, so bietet es auf der anderen Seite natürlich die Gelegenheit, dass mehr Interessierte für weniger Geld dran teilnehmen können. Wir arbeiten an einem Update der Agenda, da wir Euch nicht zumuten wollen, das ganze Wochenende vor dem
Dass die Ressourcen aufbauende Landwirtschaft irgendwie mein Thema ist, das wisst ihr ja mittlerweile. Und natürlich dreht sich da viel um den Boden. Was mich gerade dabei besonders fasziniert ist die Frage, wie unser Mikrobiom des Darms (also die Biodiversität der Mikroorganismen) unsere Gesundheit, unsere Psyche, unser Wohlergehen beeinflusst – und wie dieses mit dem Mikrobiom des Bodens direkt oder indirekt zusammen hängt. Beide Themen für sich – Mikrobiom des Darms und Mikrobiom des Bodens
Interessanter Artikel aus den USA zu den beiden Themen: Zwischenfrüchte & Einfluss auf das Klima. Spannend, nicht nur die Erkenntnis dass eine ständige Bodenbedeckung Kohlenstoff im Boden speichert, Nährstoffe hält und bildet, Wasser bindet. Das sind schon genug Gründe, um Zwischenfrüchte anzubauen. Aber eben auch die Erkenntnis, dass diese flächige Bedeckung von Vegetation zu mehr Feuchtigkeit in der Luft und damit zu mehr Niederschlag führt.
Na, sogar der Internationaler Währungsfonds schlägt »nachhaltige« Töne an, und beschreibt die Notwendigkeit einer Veränderung unserer Lebensmittelproduktionssysteme. Na, dann mal los: zum Beispiel dass Projekte und Länder in dieser Umstellung auch entsprechend unterstützt werden!
Ich beschäftige mich gerade sehr viel mit dem kleinen Wasserzyklus, d.h. der Verdunstung von Wasser über v.a. Vegetation und Boden, und inwieweit dies zum einen für den regionalen Niederschlag essentiell ist, aber auch gleichzeitig für eine Abkühlung in bodennahen Schichten wie aber auch in der Atmosphäre führt. Bald hoffentlich mehr dazu. Aber dieses kleine Video gibt einen guten Einblick in Hinsicht auf die Frage, wie Prozesse verstärkt werden können – in die Richtung zu mehr
Heute ist Weltbodentag. Lasst uns sorgsam mit ihm umgehen und für ihn Sorge tragen. Denn, was in ihm passiert ist nicht nur wichtig für unser Überleben; es ist so richtig spannend und faszinierend. Ich jedenfalls kriege nicht genug über das unglaubliche Leben und den dort statt findenden Prozessen zu lesen. Passend dazu hat die FAO ein neues Werk, »The state of knowledge of soil biodiversity«, zur Biodiversität des Bodenlebens herausgegeben, mit vielen Infos und tollen
Was ist die landwirtschaftliche Arbeit wirklich wert? // Mit der Regionalwert-Leistungsrechnung sind Geldwerte für soziale, ökologische und regionalökonomische Leistungen für jeden landwirtschaftlichen Betrieb jetzt unkompliziert darstellbar Welch große Rolle die Landwirtschaft für den Schutz der Lebensgrundlagen und für die Gesellschaft spielt, ist ausreichend erforscht und bekannt. Was bisher fehlt, ist eine praktikable Methode, mit der die Leistungen der landwirtschaftlichen Betriebe für nachhaltiges Wirtschaften bewertet und monetarisiert werden können. Mit der neu entwickelten Regionalwert-Leistungsrechnung werden soziale,
»Wir stehen drauf« produziert eine schöne Serie an kleinen Videos, die Einblick geben wie Landwirtschaft Teil der Lösung sein kann. Dafür touren Svenja Nette und Malte Cegiolka durch Deutschland um innovative Praktikerinnen zu porträtieren. Dieses Mal: Schloss Tempelhof, und ja, mit mir, Stefan Schwarzer, um einen Einblick in die Vielfalt der Themen zu geben, mit denen wir uns und ich mich beschäftige.
Agrarheute stellt in einem Artikel die regenerative Landwirtschaft vor. Mehr informativ, als bewertend, ein wenig skeptisch, aber doch offen bleibend. Immerhin, ein wichtiger Schritt hinzu mehr Aufmerksamkeit.
CO2- oder Humuszertifikate sind gerade in Mode. Wäre ja auch schön, wenn da zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden können. Jedoch, so einfach ist die Sache nicht. Humus lässt sich nicht ganz so einfach aufbauen. Ist nicht unendlich aufbaubar, und umso schwieriger erhöhbar, je höher der Gehalt ist. Der Boden findet durch ständige Auf- und Abbauprozesse sein eigenes Gleichgewicht, wenn nicht mehr ständig aufgebaut wird. Humus kann wieder durch »falsche« Maßnahmen deutlich schneller ab-
Die Mikrofarming-Konzepte sind auf kleiner Fläche sehr produktiv und widerlegen das bisher gültige landwirtschaftspolitische Paradigma „Wachse oder weiche“. Sie sind ökonomisch rentabel, ökologisch wertvoll und sozial wertschätzend und bieten durch ihre geringen Investitionskosten gerade für junge Menschen einen guten Einstieg in die Landwirtschaft. Die Konferenz bietet eine Plattform für alle aktiven und interessierten Menschen im Bereich des Market Gardening, des biointensiven Gemüsebaus und weiterer Konzepte kleinstrukturierter Formen der Landwirtschaft (Mikrofarming). Im Fokus stehen Vorträge und
Heute Abend gibt’s ein super spannendes, und in Deutschland noch sehr selten umgesetztes Thema: das Mobgrazing (was meist in Verbindung mit dem Holistisches Weidemanagement umgesetzt wird). Manuel Winter hat auf mehreren Reisen verschiedenste Betriebe in Kanada, USA, Australien, Südamerika und anderen Ländern besuchte und teils dort mitgearbeitet. Hier hat er bemerkt, wie schnell Flächen durch falsche Beweidung degradieren können. Aber auch in Europa können wir durch besseres Management unsere Böden schonen, nachhaltiger wirtschaften und gleichzeitig
Spannender Artikel über einen Ressourcen aufbauenden Landwirt: »Unsere Böden sind heruntergewirtschaftet. Wer gutes Futter und gesunde Lebensmittel will, muss sie neu beleben. Das geht.« Christian Melzl sagt: »Seit zehn Jahren habe ich keinen Mineraldünger oder Pflanzenschutzmittel mehr verwendet. Es bildet sich ein neues System im Boden, ein feines Zusammenspiel der Organismen.« Und auf genau dieses gilt es zu achten und zu fördern.
Bisher verursachen vor allem tauende Permafrostböden massiven CO₂-Ausstoß in die Atmosphäre. Eine neue Studie zeigt: Bei einem weiteren globalen Temperaturanstieg könnte auch heimisches Erdreich gigantische Mengen Treibhausgas freisetzen. Nach Berechnungen eines Forscherteams würde eine globale Erwärmung um 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter dazu führen, dass etwa 230 Milliarden Tonnen Kohlenstoff aus den Böden der Welt freigesetzt werden. Das entspricht der vierfachen Menge an CO₂, wie der Gesamtausstoß Chinas in den vergangenen 100 Jahren. Dies
Weil Ökosysteme vor dem Zusammenbruch stehen, plädieren die Nationale Akademie der Wissenschaften und andere Einrichtungen in ihrer Stellungnahme »Biodiversität und Management von Agrarlandschaften« mit deutlichen Worten für ein Umdenken in der Landwirtschaft. So heißt es: »Die Situation ist dramatisch, der Handlungsbedarf akut.« Die Lage sei so ernst, dass es ein »Weiter so« nicht geben könne, sagt Katrin Böhning-Gaese, die als Co-Vorsitzende die Arbeit an dem Papier mit geleitet hat.
Bin selbst kein Fan der großen Photovoltaik-Anlagen, die man so am Rande der Autobahnen sieht. Aber in der Kombi mit Landwirtschaft wird die Fläche zumindest mal funktioneller genutzt. Hier hatte ich schon mal von einem Projekt am Bodensee berichtet. »Im Rahmen der Agrophotovoltaik entsteht derzeit in Österreich die größte PV-Anlage und dient Schafen zur Weide. Standort dafür ist eine ehemalige Schotterdeponie in Wien. Energieversorger Wien Energie hat damit den Traunsteiner Projektentwickler Maxsolar beauftragt. Wie Max
Schöner Artikel (auf englisch) von Jean-Martin Fortier, dem Vorreiter der Marktgarten-Bewegung. Die Zukunft der Landwirtschaft wird von den Menschen kommen, nicht von der Technologie – von einer neuen Generation von Landwirten, die sich kleinräumige, ökologische, nahrhafte Anbautechniken zu eigen machen. Ich bezeichne mich gerne als professionellen „Regenwurm-Lebensraumbauer“, denn je mehr Regenwürmer ich sehe, das weiß ich, desto lebendiger und fruchtbarer ist mein Land.