Vortrag von Stefan Schwarzer: „Zu viel Wasser Zu wenig Wasser. Wie Böden, Vegetation und Landwirtschaft unsere Gemeinden schützen können“ anlässlich des 1. BürgerForums Zukunftlandschaft im Deggenhauser Tal, 27.2.2026 Zwei Seiten einer Medaille – das zu viel und das zu wenig an Wasser, Überflutungen und Dürren. Das betrifft direkt die Landwirtschaft, auch die Waldwirtschaft und dann letzten Endes auch die Wasserwirtschaft. Und damit uns alle. Betroffene Landwirt:innen, reduzierte Ernten, sterbende Wälder, Schäden in den Kommunen, austrocknende
Die Zerstörung von Ökosystemen wird Nahrungsmittelknappheit, Instabilität und Massenmigration verstärken – die Auswirkungen sind bereits spürbar. Der weltweite Angriff auf die Natur bedroht die nationale Sicherheit des Vereinigten Königreichs, warnen Geheimdienstchefs der Regierung. Ein zunehmend wahrscheinlicher Zusammenbruch lebenswichtiger natürlicher Systeme würde Massenmigration, Nahrungsmittelknappheit, steigende Preise und globale Instabilität nach sich ziehen. Besonders gefährdet seien die Lebensmittelversorgungssysteme. Laut einem Bericht an Minister wäre das Vereinigte Königreich „ohne erhebliche Steigerungen“ nicht in der Lage, mit anderen Ländern
Die Radlast ist in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter gestiegen. Gleichzeitig gab es wichtige Fortschritte in der Reifentechnologie, sodass Landwirtinnen und Landwirte ihre Felder nun mit geringeren Reifendrücken befahren können. So vergrößert sich die Aufstandsfläche der Räder und die Last wird besser verteilt. Die Belastung reicht dann nicht mehr so weit in den Unterboden hinein. (Gleichzeitig sind die Maschinen aber deutlich schwerer geworden und fahren schneller.) Auch die Häufigkeit der Befahrung wirkt sich auf die
Agroforstwirtschaft ist ein wesentlicher Schlüssel für eine Ressourcen aufbauende Landwirtschaft, das wiederholen wir gerne immer wieder. So viele Chancen die die Etablierung von Baumstreifen auf dem Acker mit sich bringt: Wind bremsen und damit das Austrocknen der Felder reduzieren, Taubildung und CO2-Konzentration in bodennahen Schichten erhöhen, Wasserabfluss und Bodenerosion minimieren, Nährstoffe und Wasser aus tieferen Schichten holen (siehe auch „hydraulic lift“, super spannend), Lebensraum für Nützlinge, Bereich mit lebendigem Boden, usw. Dazu ein paar Einblicke
Das von uns (Regenerate Forum) angestossene und organisierte 1. Bürgerforum im Deggenhausertal hat statt gefunden. „Starkregen, Hochwasserrisiken, Trinkwasserschutz, Bodenerosion und Klimawandel stehen im Mittelpunkt einer ersten Bürgerversammlung in Wittenhofen. Nach dem Gemeinderatsbeschluss vom Januar 2026 geht die Gemeinde Deggenhausertal neue Wege: Als Pilotregion kooperiert sie mit dem Regenerate Forum, um gemeinsam mit Bürgern konkrete Lösungen für zentrale Herausforderungen wie Starkregen, Hochwasserrisiken, Trinkwasserschutz, Bodenerosion und Klimawandel zu entwickeln. Ziel sind lokal verankerte Maßnahmen, die zugleich Modellcharakter
Der Dauerwald als wichtiger Schlüssel für klimaresiliente Wälder – das geht nur mit gesundem Boden, wie auch in der Landwirtschaft, wie diese kurze Doku zeigt. „Auch im Wald ist ein gesunder Boden wichtig: Um das Bodenleben zu verbessern und Humus zu bilden, ist der Regenwurm ein fleißiger Helfer. Doch welche Baumarten locken den Regenwurm in den Wald? Martin Brennauer will seinen Fichten-Wald bei Landsberg umbauen in einen vielfältigen Mischwald. Dazu holt er sich Dominik Landerer
Paradox: Bei uns in Mitteleuropa könnte es in Zukunft mehr Dürren und Ernteausfälle geben – obwohl durch den Klimawandel mehr Niederschläge fallen. Deutschland gehört demnach neben Westeuropa und Teilen Nordamerikas zu den Hotspots für solche landwirtschaftlichen Dürren. Der Grund dafür: Die Erwärmung erhöht die Verdunstung vor allem im Frühjahr so stark, dass die Böden schneller austrocknen, als der Regen dies ausgleichen kann, so das Team in „Nature Geoscience“. Um so wichtiger ist es, dafür zu
Wir laden ein zum 1. Symposium »Aufbauende Waldwirtschaft«: Wie können Wälder langfristig klimaangepasst und zugleich wirtschaftlich tragfähig entwickelt werden? Das Symposium richtet sich an Menschen aus der forstlichen Praxis, Wissenschaft und Bildung sowie an engagierte Waldbesitzende. In Vorträgen, Praxisberichten, Workshops und Gesprächen möchten wir gemeinsam lernen und Erfahrungen austauschen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie durch ökologische Vielfalt, lebendige Waldböden und eine verbesserte Wasserverfügbarkeit langfristig stabile und produktive Wälder entstehen können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt
Forschende des DLR haben die durchschnittlichen Oberflächentemperaturen von Juni, Juli und August in den Jahren 2013 bis 2024 in eine Berechnung zur Hitzebelastung in deutschen Großstädten einbezogen. Oberflächentemperatur und Lufttemperatur entsprechen sich nicht 1:1, sie stehen aber in direktem Zusammenhang und die räumlichen Muster ähneln sich. So lassen sich Hitze-Inseln eindeutig anhand der Oberflächentemperaturen identifizieren. „Unsere Auswertungen zeigen im Detail, dass die Differenzen von Oberflächentemperaturen zwischen Innenstadtgebieten und ländlichen Räumen teilweise acht bis zehn Grad betragen
Einladung zum Bürgerforum Zukunftslandschaft Deggenhausertal am Freitag, 27. Februar 2026 in Wittenhofen Mit Vortrag von Stefan Schwarzer: Warum der Boden die Lösung ist FR 27. Februar 2026, Beginn 18:30, Einlass 18:00 Uhr Wittenhofen – Alfons-Schmidmeister-Halle Es geht um Hochwasser und Trinkwasserschutz im Deggenhausertal Einführungsvortrag und Vertiefungs-Stationen Komm vorbei & Mach mit im Deggenhausertal Mehr Infos: https://regenerateforum.org/deggenhausertal/
Messungen der Oberflächentemperatur auf einer grünen Wiese, auf nacktem Boden und auf einer Asphaltstraße zeigen überraschend große Unterschiede. Doch was bedeutet das für unsere Umwelt? Untersuchungen von Hanspeter Liniger und Jovana Askrabic mit einer Wärmebilddrohne, Temperatursonden, einem Stabilitätstest für Bodenaggregate und einem Regensimulator zeigen: Bodenbedeckung, besonders im Sommer, ist unverzichtbar für den Schutz des Bodens, der Wasserressourcen und des Klimas. https://www.youtube.com/watch?v=kbjKWBaEdXM
Unser Positionspapier des Netzwerkes „Klima-Landschaften“ ist zwar schon etwas älter, aber immer noch hoch aktuell. Wir brauchen dringend einen anderen Umgang mit Wasser in der Land(wirt)schaft. In diesen immer schwieriger werdenden Zeiten von zu viel und zu wenig Niederschlag, von Hochwässern und Trockenheiten, brauchen wir lebendige Landschaften, die Wasser speichern und zurück halten können! Hier die ersten drei Absätze, mehr im PDF. Es ist wichtig zu verstehen, dass Kohlenstoff-, Wasser- und Energiekreisläufe auf dem Land
Letztens meinen neuen Vortrag, passend zum 2025 erschienen gleichnamigen Buch, in Tettnang gehalten: „Gesundheit beginnt im Boden – Warum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“. Er zeigt auf wie eng das Wohlbefinden von Menschen, Tieren, Pflanzen und ganzen Landschaften miteinander verknüpft ist – und warum alles bei den Mikroben im Boden beginnt. Ich nehme dich mit in die verborgene Welt der Bakterien, Pilze und anderer Kleinstlebewesen. Verständlich und lebendig zeige ich, wie Mikroorganismen
Können artenreiche Grünland-Mischungen mit hochgedüngten Monokulturen konkurrieren? Eine neue Studie in Science gibt eine klare Antwort: Ja – sie übertreffen sie sogar. Über 26 Standorte auf vier Kontinenten zeigen sie: Funktional diverse Mischungen aus Gräsern, Leguminosen und Kräutern erzielen höhere Erträge als intensiv gedüngte Gras-Monokulturen – bei deutlich reduziertem Stickstoffdüngerbedarf. Besonders bemerkenswert: Die positiven Diversitätseffekte verstärken sich unter wärmeren Bedingungen. Nur durch den breiten Klimagradienten des Netzwerks (3°C bis 13°C) konnte  dieses Muster erkannt werden.
Interessante Arte-Doku, die aufzeigt wie komplex und auch schizophren unser Lebensmittelsystem ist: Die Niederlande zum Beispiel produzieren – hocheffizient – Zwiebeln, die in 130 Länder der Welt exportiert werden, u.a. auch als B-Ware nach Afrika, wo sie auf afrikanischen Märkten landen – und damit in Konkurrenz treten für lokal produzierte Anbauer. Dafür bauen die Kenianer dann Basilikum und Bohnen an, die in kleine Plastikschälchen verpackt über Nacht nach Europa geflogen werden, um sie dort am
Ab März 2026 bietet das Regenerate Forum in Kooperation mit Boden.Bildung (eine Initiative der Bioland Stiftung) zwei Jahreskurse – mit Schwerpunkt Ackerbau/Grünland und Obst – an. Verteilt auf vereinzelte Tage mit Präsenz- und Online-Elementen lernen Teilnehmende, wie sie Erträge durch gesunde Böden langfristig sichern und steigern können. Die Fortbildung vermittelt konkrete Lösungen zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit – und schafft zugleich ein Netzwerk von Berufskolleg:innen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen und voneinander und miteinander lernen. Das
Interessante (kurze) Doku („Pilze im Klimawandel“): „Für Pilzfreunde ist es eine gute Nachricht: Viele Pilzarten sind jetzt früher im Jahr zu finden und später im Herbst bis in den Winter hinein – dem Klimawandel sei Dank. Aber ist das ein Grund zur Freude? Denn es breiten sich auch schädliche Pilze aus, die heimische Pflanzen bedrohen. Allerdings können Pilze im Klimawandel auch helfen: Forschende haben herausgefunden, dass bestimmte Arten unseren Wald widerstandsfähiger machen können.“ https://www.ardmediathek.de/video/alles-wissen/pilze-im-klimawandel/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8yMDUzNzY
Spannender Artikel von CrowdFarming zum verheerenden Hochwasser in der Region Valencia letztes Jahr. Ist es nur „der Klimawandel“? Oder spielt die Landnutzung eine entscheidende Rolle? [Vermutlich sogar zwei, nämlich zum einen weil sie das lokale/regionale Klima verändert – Stichwort Verstärkung der Treibhauseffektes durch Erhitzung offener Böden und Störung des kleinen Wasserkreislaufs-, und zum anderen durch verdichtete, fast tote Böden. Kurzversion…] Wie beeinflusst die „konventionelle“ Landwirtschaft mit großen und schweren Maschinen, viel Bodenbearbeitung, Einsatz von Pestiziden
Am Schloss Tempelhof haben wir über die letzten 12 Jahre einen wunderschönen, vielfältigen und funktionierenden Waldgarten entwickelt, der auch unser eigenes Buffet wesentlich bereichert, dessen Ernte an besondere Restaurants verkauft wird und aus dem wir Produkte generieren für den Verkauf im Hofladen und darüber hinaus. Die Erfahrungen – Erfolge und auch so manche „Fehler“ 😀 aus dieser Zeit – fließen in unseren Waldgartenkurs ein. Der essbare Waldgarten ist ein nach tropischen Vorbildern gestaltetes mehrstufiges Anbausystem
Der Zwischenbericht der Bodenzustandserhebung Landwirtschaft (BZE-LW) zeigt eine klare Tendenz: Landwirtschaftliche Böden verlieren organischen Kohlenstoff. Über alle Nutzungsformen hinweg geben sie mehr Kohlenstoffdioxid an die Atmosphäre ab, als sie aufnehmen. Die vorläufigen Ergebnisse zeigen eine Abnahme an organischem Bodenkohlenstoff in allen landwirtschaftlichen Nutzungsformen, bezogen auf die oberen 30 Zentimetern und das vergangene Jahrzehnt: -1,7% Acker -6% Grünland -8% Dauerkulturen Das Zwischenergebnis basiert auf Erhebungen in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Hessen. https://www.thuenen.de/de/newsroom/detail/kohlenstoffvorraete-in-deutschen-agrarboeden-erste-ergebnisse-der-wiederholungsinventur

  

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