Nach einer Untersuchung der ETH Zürich (und anderen Instituten) kann die Pflanzenvielfalt den qualitätsangepassten Ertrag und die ökonomischen Einnahmen erheblich steigern. »Folglich könnte die Erhaltung und Wiederherstellung der Pflanzenvielfalt eine Möglichkeit sein, gemäßigtes Grasland nachhaltig zu bewirtschaften.«, so die Autoren. Dies geht u.a. auf eine erhöhte Resilienz des Graslandes zurück. Manche Arten leiden ode gedeihen unter bestimmten Bedingungen (trockenes Frühjahr, nasser Sommer, …) besser als andere. Und so puffert ein vielfältiges System eben besser ab.
Peter Bloching ist Landwirtschaftsmeister mit klassischer Ausbildung. 1996 Übernahme des Familienbetriebes (Milchvieh und Ackerbau) und Aufbau einer Molkerei mit Direktvermarktung (bis 2017). 2004-07 Entwicklung und Umsetzung von Verkauf über Automaten. 2009 Umstellung auf Bioland. 1987 1. Wahrnehmung von Bodenerosion, dann ab 1989 Mulchsaat. Bis 2002 waren wir ein großer Maisanbauer in der Region. Durch die Gentechnikdiskussionen, ab 1995, und die BSE Krisen (1995-2001) habe ich jegliches Vertrauen in die Agrarindustrie verloren. Bereits 2007, vor der
Franz Brunner ist gelernter Landwirt und am elterlichen Hof „in die Landwirtschaft hineingewachsen“. Bodenfruchtbarkeit war für ihn schon immer ein zentrales Thema nicht nur im Hinblick auf die Landwirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Ab der Betriebsübernahme gegen Ende der 1980er begann er mit Mulchsaat und Zwischenfrüchten. Er betreibt seinen Bauernhof im Niederösterreich mit seiner Gattin Gabi seit 1994 biologisch ohne Tierhaltung im Zuerwerb. Den „Bodenkurs im Grünen“ absolvierte er 2012 und beschreibt ihn so
Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020 Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft Martin Grassberger ist Arzt, Biologe und Facharzt für Gerichtsmedizin. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Gerichtsmedizin an der Sigmund-Freud-Universität Wien. Er lehrt unter anderem an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und an der Medizinischen Fakultät der Sigmund Freud Universität Wien in den Fachgebieten allgemeine Biologie, Anthropologie, Evolutionäre Medizin, Forensische Medizin und Pathologie. Grassberger experimentiert in Niederösterreich selbst mit regenerativ-ökologischem Pflanzenbau. In
Präsentation: Kohlenstoff, wo er hingehört. Potentiale der Kohlenstoffspeicherung im Boden. Stefan Schwarzer. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020 Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020 Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 17 Jahren für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigt. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in
Zum vierten Mal fand im Januar 2020 am Schloss Tempelhof das Symposium »Aufbauende Landwirtschaft« statt. Mit 150 Teilnehmenden war es einige Wochen vorher schon komplett ausgebucht. Die große Vielfalt an Themen und die offene Atmosphäre waren das ganz Besondere, so das Fazit vieler Gäste am Ende. Pfluglose Landwirtschaft, Zwischenfrüchte, ständige Bodenbedeckung, das Füttern des Bodenlebens, Kompostherstellung, Agroforstwirtschaft, Gemüseanbau und der Zusammenhang zwischen Boden- und menschlicher Gesundheit waren zentrale Themen. Mit 14 Vorträgen und viel Raum
Der Öko-Landwirtschaftsbetrieb Schloss Tempelhof ist Gastgeber des 4. Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen. Wege zu einer regenerativen Agrarkultur“ vom 24.-26. Januar 2020 in Kreßberg (bei Crailsheim). Gärtner und Landwirte aus konventionellem und ökologischem Landbau und Menschen, die sich für einen zukunftsfähigen Acker- und Gemüsebau interessieren, sind zu dieser Bildungs- und Austauschplattform eingeladen. Im Mittelpunkt stehen praktische Methoden einer Ressourcen aufbauenden Landwirtschaft. Referenten wie Franz Brunner und Peter Bloching geben einen Ein- und
»Kann die Landwirtschaft ohne Glyphosat oder andere eventuell noch schädlichere Herbizide auskommen? Ist der Fokus auf die „Unkrautbekämpfung“ der richtige und einzige Ansatz, um sich diesem Thema zu nähern? Oder sollte die eigentliche Frage lauten: Wie können wir ein Agrar(öko)system gestalten, dessen Maßnahmen zur Unkrautbekämpfung nicht nur die Ernährungssicherheit gewährleisten, sondern auch wertvolle Lebensmittel pro- duzieren und gleichzeitig die Gesundheit von Mensch und Umwelt schützen?« In der Zeitschrift »Landwirtschaft ohne Plfug (LOP)« ist eine komprimierte
Eine von fünf in Deutschland entwickelten und gebauten Mulchpflanzmaschinen, hat im Frühjahr ihr Zuhause in der Landwirtschaft am Schloss Tempelhof gefunden. Die Maschine is darauf spezialisiert, mit Biomasse/Mulch abgedeckten Boden direkt zu bepflanzen. Sie wird hinter einem Traktor gezogen, wo die Mulchschicht von drei Schneidwerken aufgeschnitten wird. Drei Personen sitzen dahinter und können nun die Gemüsepflanzen in den geöffneten Schlitz setzen. Am Ende wird die Pflanze noch angedrückt und die Mulchschicht wieder geschlossen. Dank dieser
Allan Savory, bekannt geworden durch sein TED-Talk, spricht hier wieder über seine Erfahrungen. Sehenswert, auch wenn man einige Teile davon schon kennt. Aber was ich noch interessanter fand, war die Verbindung die er herstellt zwischen Landwirtschaft, Management und Institutionen: Die Landwirtschaft sollte sich auf die Biowissenschaften stützen. Aber dank der institutionellen Dummheit basiert die Landwirtschaft auf Chemie und der Vermarktung von Technologie. Das ist institutionelle Dummeheit! Und dies können wir als Individuen sehen, aber nicht
Elemente einer Ressourcen aufbauenden Landwirtschaft, wie wir sie am Schloss Tempelhof sehen, planen und teilweise schon umgesetzt haben. Entstanden aus einer Permakultur-Planung vor einigen Jahren, habe ich mal die verschiedenen Elemente/Methoden/Werkzeuge etwas besser heraus gearbeitet und visualisiert. Hat vielleicht ein bisschen von »lass uns gemeinsam träumen«, aber es sind doch alles umsetzbare Ansätze. Die ersten Agroforststreifen mit Obstbäumen, Robinien und Walnüssen sind gepflanzt. Der Waldgarten umgezogen und eine Stufe vergrößert. Wiesen-Randstreifen und Blühstreifen im Acker
Bauern auf der ganzen Welt (?) berichten von unglaublichen Erfolgen – nur die Wissenschaft scheint es (kaum) be-/nachweisen zu können. Schaut diese kurze Doku mal an. Sprechen die Bilder (s.o.) nicht für sich?! Das ganzheitliche Weidemanagement zeigt beeindruckende Ergebnisse, und dies schon nach kurzer Anwendungszeit. Mit dem Verständnis von »Wasser in der Landschaft« (P.A. Yeoamns Keyline-Design), der Symbiose von Weidetieren und Gräsern, dem Boden und Bodenleben – »da geht was!«.
In einer neuen Studie wurde heraus gefunden, dass Glyphosat erst in der Mischung mit Zusatzstoffen seine giftige Wirkung entfalten kann. Für die Studie wurde reines Glyphosat, drei verschiedene glyphosathaltige Pestizide sowie einen wichtigen Zusatzstoff verglichen. Diese Polyoxyethylenamine (POEA) sorgen in den Pestiziden dafür, dass der Wirkstoff Glyphosat ins Innere der Blätter eindringen kann. In einem ersten Versuch besprühten die Forscher einzelne Tomatenstauden jeweils mit einer der verschiedenen Flüssigkeiten in der landwirtschaftsüblichen einprozentigen Verdünnung. Erstaunlicherweise wuchsen
Agroforstwirtschaft in der Schweizer Tagesschau, cool! »Ein internationales Forschungsteam hat entdeckt, dass der CO2-Ausstoss der Landwirtschaft europaweit halbiert werden könnte. Das Wundermittel heisst Agroforstwirtschaft – eine einfache Idee…«
Credit: Ville Friman Wissenschaftler haben herausgefunden (Pressemitteilung, Publikation), dass Bodenmikroben Pflanzen resistenter gegen eine aggressive Krankheit machen können – und damit neue Sichtweisen auf die Art wie wir Landwirtschaft betreiben sollten. Ihre Analyse zeigte, dass die Mikrobiome der die Krankheit überlebenden Pflanzen mit bestimmten seltenen Taxa- und pathogenunterdrückenden Pseudomonas- und Bacillus-Bakterien assoziiert waren.“Unsere Ergebnisse zeigen, dass es wichtig ist, nicht nur den Erreger, sondern auch die natürlich vorkommenden nützlichen Mikroorganismen in der Rhizosphäre zu fokussieren.“
Es ist losgegangen: Die beiden ersten Webinare – mit Sepp Braun (bekannter Bioland-Landwirt aus Freising) und Jens Petermann (700 Hektar-Betrieb aus Nordostdeutschland) haben erfolgreich statt gefunden mit jeweils fast 80 Teilnehmern. Ein super Start! Unter dem Motto »Aufbauende Landwirtschaft – 12 Webinare, 12 Praktiker berichten« organisiere ich diese Webinar-Reihe zusammen mit Manuel Nagel von der SÖL rund um Boden, Mykorrhizen, Bodenfruchtbarkeit, Humusaufbau, Zwischenfrüchte, Untersaaten, Mischkulturen, Agroforstwirtschaft, Integration von Vieh und Acker, Holistisches Weidemanagement, Mulch im
Ich habe einen Artikel für UNEP geschrieben zum Kohlenstoff-Sequestrierungs-Potential von Böden: »Der Beitrag des Bodens zum Klimawandel durch die Oxidation von Bodenkohlenstoff ist von ernst zu nehemender Bedeutung. Allerdings können Böden – und damit die Landwirtschaft – eine wichtige Rolle bei der Abschwächung des Klimawandels spielen. Durch verschiedene landwirtschaftliche Praktiken könnten wir dazu beitragen, große Mengen an Kohlendioxid aus der Luft im Boden zu speichern und gleichzeitig die Bodenfruchtbarkeit, die Pflanzengesundheit und ganze Ökosysteme zu
Gestern die Doku »Unsere große kleine Farm« gesehen – über ein Paar was aus der Stadt auszog um eine heruntergekommene Farm wieder lebendig zu machen. Wow, ich bin total berührt und begeistert! Neben wundervollen Naturaufnahmen (der Hauptdarsteller ist Naturfilmer) präsentieren Molly und John ihren faszinierenden Weg hin zum Verständnis von natürlichen Zusammenhängen und zur Regeneration einer Landschaft. Wie schnell sie (im kalifornischen Klima) es schaffen konnten, die Lebendigkeit und Fruchtbarkeit wieder in ein ausgestorbenes Stück
Spannendes Seminar von der SÖL mit Dietmar Näser von der »Grünen Brücke«: Der Aufbau bzw. die Regeneration der Bodenfruchtbarkeit ist im Gemüsebau essentiell für eine nachhaltige Bewirtschaftung. Fruchtbare Böden sind die Basis für Ertragsstabilität und eine hohe Produktqualität – auch bei schwierigen Witterungsbedingungen und Standortvoraussetzungen. Doch stellt die intensive Bodenbewirtschaftung im Gemüsebau viele Gärtner vor die Schwierigkeit sich um ihren Boden zu kümmern und gleichzeitig gute Ernten zu erzielen. Entscheidend ist es, mit den Prozessen
Ihre gärtnerische Reise begann beim Studium der Anthropologischen Landwirtschaft, wofür sie drei Jahre in Bolivien lebte, um die lebendigen Weisheiten der einheimischen Aymara-Landwirtschaft kennen zu lernen. Um geschlossene Kreisläufe, Verlebendigung des Edaphons und kosmische Kräfte im westlichen Kontext zu verstehen, hat sie die Freie Ausbildung für biologisch-dynamischen Gemüsebau in Deutschland absolviert. Seit 2014 lebt sie in der Gemeinschaft Schloss Tempelhof, wo sie ihrer Leidenschaft für die Landwirtschaft im gemeinschaftlichen Kontext nachgehen kann. Hier beschäftigt sie