Wir brauchen mehr Wasserrückhalt in der Fläche – sei es über Humusaufbau in landwirtschaftlich genutzten Böden sowie im Wald, über Rückstau von Drainagen und Gräben, über Agroforst und Keyline Design, Wiedervernässung von Mooren und auch Auen, oder über neue Retentionsflächen. Ein faszinierendes Beispiel ist das von Wolfgang Schleich: »Er legt mit seinem Bagger riesige Biotope im Vogelsbergkreis an. „Klimaanlagen für Wald und Flur“, sagt er dazu. Er will der Natur etwas zurückgeben und seinen Enkeln
Beitrag von „Unser Land“ vom BR: Als Landwirt mit Kohlenstoff-Zertifikaten Geld verdienen. Erwähnenswert vor allem mit den interessanten Aussagen der porträtierten Landwirte bzgl. Vorteile des Bodenaufbaus – „.. dass viele Probleme dann einfach weg sind, dass ich wirtschaftlich weniger Kosten habe und einen höheren Ertrag generieren kann“. Es gibt zu Hauf Vorteile beim Humusaufbau, und viele Methoden die das unterstützen. Der Weg ist nicht ganz trivial, aber es gibt viele Landwirte, von denen man lernen
Eine neue Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift »Antioxidants« fasst den aktuellen Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen Bodengesundheit, Lebensmittelqualität und menschlicher Gesundheit zusammen. Die zentrale Erkenntnis: Regenerative ökologische Landwirtschaft verbessert die Qualität unserer Lebensmittel. Die Autoren zeigen, dass gesunde, mikrobiell aktive Böden die Aufnahme von Nährstoffen fördern und gleichzeitig die Bildung gesundheitsfördernder sekundärer Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Flavonoide, Carotinoide und anderer Antioxidantien anregen. Gleichzeitig berichten zahlreiche Studien über höhere Gehalte an Vitamin C, Zink und weiteren Mikronährstoffen sowie geringere
Die britische Regierung hat im Rahmen ihrer nationalen Sicherheitsplanung eine Analyse erstellt, die Biodiversitätsverlust und Ökosystemkollaps als bedeutende Sicherheitsrisiken einstuft. Wenn von nationaler Sicherheit die Rede ist, denken die meisten Menschen an Militär, Terrorismus oder geopolitische Konflikte. Eine aktuelle Sicherheitsanalyse der britischen Regierung kommt jedoch zu einem anderen Schluss: Der Verlust von Biodiversität und der Zusammenbruch von Ökosystemen gehören zu den größten langfristigen Bedrohungen für die Stabilität moderner Gesellschaften. Der Bericht macht deutlich, dass Natur
Der Amazonas ist nicht nur ein Wald – er ist eine riesige Wasserpumpe. Milliarden von Bäumen ziehen Wasser aus dem Boden und geben es über ihre Blätter an die Atmosphäre ab. Dieses Wasser bildet Wolken und fällt später wieder als Regen auf die Landschaft zurück. Eine neue Studie von Liu et al. (2025) zeigt nun eindrucksvoll, wie empfindlich dieses System reagiert. Die Forschenden untersuchten die Waldverluste in den brasilianischen Bundesstaaten Rondônia und Mato Grosso zwischen
Neue Forschung zeigt: Bodenbakterien und Mykorrhizapilze versorgen Pflanzen nicht nur mit Nährstoffen. Sie beeinflussen über Hormone und Signalmoleküle auch die Öffnung der Spaltöffnungen (Stomata) in den Blättern – und damit die Verdunstung. Warum? Mikroorganismen leben von den Zuckern, die Pflanzen durch die Photosynthese produzieren. Es liegt daher im Interesse beider Partner, dass die Pflanze möglichst effizient Wasser und Nährstoffe aufnehmen und lange Photosynthese betreiben kann. Besonders Mykorrhizapilze helfen Pflanzen dabei, auch bei Trockenheit länger Wasser
Wenn wir über Wasserversorgung sprechen, denken wir fast immer an Regen. Doch auch der Tau kann eine wichtige Rolle spielen – insbesondere in Zeiten zunehmender Trockenheit. Die Wassermenge ist zwar klein, ihre Wirkung auf die Pflanzen kann jedoch erstaunlich groß sein. Regenerative Maßnahmen wie Mischkulturen, Untersaaten, Zwischenfrüchte, Hecken und Agroforstsysteme fördern die Taubildung gleich mehrfach: Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Bestand, reduzieren Wind, kühlen die Vegetation in der Nacht und vergrößern die Blattoberfläche, auf der
Die schweren Waldbrände in den Landes de Gascogne im Südwesten Frankreichs werden häufig als direkte Folge des Klimawandels dargestellt. Tatsächlich spielt der Klimawandel eine zentrale Rolle – aber er ist nur ein Teil der Erklärung. Was viele nicht wissen: Die Landes sind kein natürlicher Mischwald, sondern der größte künstlich angelegte Wirtschaftswald Westeuropas. Im 19. Jahrhundert wurden die ursprünglichen Moore, Feuchtgebiete und Heidelandschaften großflächig entwässert und fast vollständig mit der harzreichen Seekiefer bepflanzt (siehe angehängte Karte;
Björn Scherhorn ist mit Herz und Seele Bauer. Sein Weg – aufstrebend als sehr guter konventioneller, der er war. Aber dann gefolgt von einem innerlichen und teils auch äusserlichen Zusammenbruch. Und damit kam eine Veränderung in sein Leben. Björn ist so richtig ehrlich, grounded, und „kämpft“ für die Landwirtschaft und das Leben als Bauer. Toller Typ! Hier ein spannender, bewegender, nachdenklich-machender Podcast mit ihm. „Fünf Uhr morgens, Ende November. Während die Melkmaschine im Takt arbeitet,
Ein Vortrag von Oliver Leipacher zum Thema „Regenerativer Gemüseanbau im Gewächshaus und eine andere ökonomische Betrachtung„. (https://youtu.be/Oaea7d3JF-o) Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/ Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen. Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der
Über den Einfluss der schwindenden Vegetation und degradierter Böden auf den Wasserkreislauf – und damit auch auf den Energiekreislauf und den Kohlenstoffkreislauf – habe ich hier schon häufig geschrieben. Doch warum ist diese Sichtweise bis heute so wenig verbreitet? Eine kurze Geschichte dazu. Sie hat sich tatsächlich so ereignet – vor etwa zwei Jahren in einem Gespräch mit einem bekannten Fernseh-Wettermoderator. Eigentlich wollte ich von ihm wissen, wie er unsere Sicht auf die Rolle von
Die Brauerei Riegele eröffnet einen neuen Radweg durch die Westlichen Wälder, der Freizeit, Natur und Nachhaltigkeit verbindet. Am Ziel der Tour wartet ein Projekt, das zeigt, wie Waldumbau zur Trinkwasserbildung, Artenvielfalt und Klimaanpassung beitragen kann. Ein neues Ausflugsziel für Radfahrer und Naturinteressierte bereichert ab sofort die Region Augsburg: Mit der Eröffnung der „Riegele Zukunftswald-Tour“ lädt die Brauerei Riegele dazu ein, nachhaltigen Waldumbau in den westlichen Wäldern aktiv zu entdecken. Wer bei der Brauerei im Herzen
Es ist zwar schon eine Weile her dass ich dieses Paper für UNEP geschrieben habe, aber es bietet meiner Meinung nach immer noch eins der besten Überblickspapiere in diesem Bereich (2021 war es das Erste seiner Art mit den vielen wissenschaftlichen Backups und den großen Zusammenhänge die es aufzeigt). Wie hängen Landnutzungsänderungen (letzten Endes ja quasi immer „Zerstörungen“), der Wasser-, Energie- und Kohlenstoffkreislauf zusammen? Welchen Einfluß hat das Schwinden von Vegetation auf Boden, Wasser und
Joel Salatin ist die Ikone der ich-mache-eine-andere-Landwirtschaftsbewegung. Ein brillianter Denker, Redner und innovativer Praktiker, immer ehrlich und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Steht unser Ernährungssystem tatsächlich kurz vor dem Zusammenbruch, oder wird uns eine gefährliche Lüge aufgetischt, um Unternehmensgewinne und ein weit verbreitetes Unkrautvernichtungsmittel zu schützen? Begleiten Sie Joel Salatin dabei, wie er das Narrativ vom „Überleben der Zivilisation“ – mit dem Glyphosat verteidigt wird – zerpflückt und die systemischen Missstände in
Eigentlich wissen wir längst, was zu tun wäre. Gesunde Böden aufbauen, Wasser besser in der Landschaft halten, Biodiversität fördern und Betriebsmittel effizienter einsetzen – für all das gibt es heute zahlreiche erfolgreiche Praxisbeispiele. Trotzdem verändert sich die Landwirtschaft insgesamt nur langsam. Warum? Weil Landwirtschaft kein isoliertes System ist. Der einzelne Betrieb steht in einem Geflecht aus Ausbildung, Beratung, Forschung, Politik, Handel, Lebensmittelindustrie, Banken, Versicherungen, Medien und Konsumenten. Jeder dieser Akteure beeinflusst die Entscheidungen auf dem
Ein Vortrag von Armin Meitzler zum Thema „In (kleinen & größeren) Kooperationen in die Zukunft denken„. (https://youtu.be/e5prq7b4Xfc) Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/ Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen. Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der
Wie geschieht Transformation? Basierend auf Otto Scharmer’s zur Essenz der Transformation und meinem Engagement für eine Transformation der Landwirtschaft, verstehe ich das so: Regeneration beginnt nicht mit neuen Maßnahmen, sondern mit einem neuen gemeinsamen Verständnis des Systems. Wir schaffen (mit Regenerate Forum) den Raum, in dem die Akteure der Region lernen, das System gemeinsam zu sehen, zu verstehen und daraus die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Die vier Prinzipien für Transformation nach Otto Scharmer lassen sich
Die Erdgeschichte zeigt, wie Pflanzen den kontinentalen Wasserkreislauf aufgebaut haben (siehe vorangegangen Post). Heute erleben wir vielerorts den umgekehrten Prozess: Wälder werden gerodet, Hecken verschwinden, Moore werden entwässert, Flüsse begradigt und Böden durch intensive Nutzung verdichtet und degradiert. Damit verliert die Landschaft nach und nach ihre Fähigkeit, Wasser zu speichern und wieder an die Atmosphäre abzugeben. Regen fließt immer häufiger oberflächlich ab, statt im Boden zu versickern. Auen und Moore, die früher wie natürliche Schwämme
Die Erdgeschichte zeigt eindrucksvoll: Vegetation ist weniger Folge eines feuchten Klimas, sondern selbst ein zentraler Motor des Wasserkreislaufs. Bevor Pflanzen vor rund 470–450 Millionen Jahren die Kontinente besiedelten, waren Landflächen weitgehend kahl. Es gab kaum Böden, wenig Wasserspeicherung, fast keine Transpiration – und damit auch nur schwache kontinentale Wasserkreisläufe. Niederschläge stammten vor allem direkt aus dem Meer und fielen bevorzugt in Küstennähe oder an Gebirgen. Einmal abgeregnet, nahm das Wasser auf dem Land den schnellsten
Davon wird es mehr und mehr geben! Warum verstehen wir die Zusammenhänge nicht?! Ist doch gar nicht so schwer! Aber das liebe Geld regiert die Welt! „Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald schwelt seit Jahren ein Streit ums Grundwasser: Zwei Sprudelfirmen haben ihre Wasserrechte noch vor der Nationalpark-Ausweisung bekommen – und pumpen Millionen Liter ab. Naturschützer warnen vor Trockenstress für Wald und Moore. Jetzt greift die Wasserbehörde ein – und der Konflikt geht in die nächste Runde.“ https://www.youtube.com/watch?v=aurNyF1iL0E

  

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