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Kuh Pro Klima – Kühe als Klimaschützerinnen?

Kuh Pro Klima – Kühe als Klimaschützerinnen?

Christine Bajohr – gerade in unserer Webinar-Reihe zur aufbauenden Landwirtschaft ein Webinar gehalten – möchte mit ihrem Forschungsprojekt „KUHproKLIMA“ wissenschaftlich erarbeiten, wie eine zukunftsfähige Grünlandwirtschaft funktionieren kann. Hier eine kurze Doku zu dem Ansatz des holistischen Weidemanagement. Endlich kommt es auch in Deutschland an!

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Alarmierende Langzeitwirkungen von Insektengiften auf Ameisen

Alarmierende Langzeitwirkungen von Insektengiften auf Ameisen

Forschende des Instituts für Bienengesundheit der Universität Bern zeigen in einer Studie, dass schon geringe Rückstände von Neonikotinoid-Insektengiften die Schwarze Gartenameise nachhaltig beeinträchtigen. Dazu einer der Autoren: »Langzeiteffekte von Neonikotinoid-Insektiziden auf Ameisen sind alarmierend.«
Die Forschenden hinterfragen den derzeitigen Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln, betonen die Wichtigkeit, sowohl Ameisen als Modellorganismen zu berücksichtigen als auch die Langzeiteffekte bei zukünftigen Risikoabschätzungen einzubeziehen und rufen zu nachhaltigeren Lösungen in der Landwirtschaft auf.
»Obwohl Thiamethoxam die Mortalität der Königinnen nicht beeinflusste, zeigten die Neonicotinoid-exponierten Kolonien eine reduzierte Anzahl von Arbeiterinnen und Larven, was auf einen Trade-off zwischen Entgiftung und Fruchtbarkeit hinweist. Da die Koloniegröße ein Schlüssel für die Fitness ist, deuten unsere Daten auf langfristige Auswirkungen der Neonicotinoide auf diese Organismen hin.«
Quelle
PS: Die Ameise auf dem Bild ist keine Schwarze Gartenameise.

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»Der Niedersächsische Weg«: Der Weg zum Umweltschutz nach fairen Regeln?

»Der Niedersächsische Weg«: Der Weg zum Umweltschutz nach fairen Regeln?

Interessant: In Niedersachsen ist ein Vertrag mit Namen „Der Niedersächsische Weg“ unterzeichnet worden, in dem erstmalig die Landesregierung, das Niedersächsisches Landvolk, die Landwirtschaftskammer, BUND und NABU festlegen, welche Umweltanforderungen die Landwirte in den kommenden Jahren zusätzlich neben den bestehenden zu erfüllen haben – und wie das honoriert wird.
Mehr dazu auch bei TopAgrar

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Artikel: Holistisches Weidemenanagement – Eine Blaupause für die Kühlung der Erde. Charles Massy. Australien

Artikel: Holistisches Weidemenanagement – Eine Blaupause für die Kühlung der Erde. Charles Massy. Australien

Spannender Artikel von Patagonia, die mehr und mehr dabei sind, sich für regenerative Landwirtschaft zu interessieren, v.a. für sie mit der Frage, wo sie »regenerativ« hergestellte Baumwolle und Merino her kriegen. Charles Massy, Pionier aus Australien in Sachen Holistischem Weidemanagement, berichtet u.a. davon, dass sein Vater sagte, dass alle fünf bis acht Jahre eine Heuschreckenplage über seine Felder gekommen sei. Seitdem die Ranch auf HM umgestellt hat, was 20-25 Jahre sind, haben sie keine einzige Plage gehabt. Seine Begründung: Der Boden bleibt durch das HM feuchter, was wiederum Nematoden ein gutes Leben erlaubt, die wiederum die Eier der Heuschrecken fressen. Spannend!

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Präsentation: Der Erfolg von Holistischem Weidemanagement. »It’s Not the Cow. It’s the How«. Bobby Gill

Präsentation: Der Erfolg von Holistischem Weidemanagement. »It’s Not the Cow. It’s the How«. Bobby Gill

Spannender Vortrag von Bobby Gill, der für das Savory Institute arbeitet, zum Holistischen Weidemanagement. Es zeigt auf, wo das Problem liegt, und wie erfolgreich Landwirte weltweit sind, bei der Umsetzung des Holistischen Weidemanagements.

Hier zum Beispiel, wie viel Kohlenstoff pro Pound Fleisch ein Betrieb in den USA im Boden anreichert, und was die Netto-Summe bei der Lebenszyklus-Untersuchung ist:

Im Vergleich zur »industriellen« Produktion und auch zu veganem »Fleisch«:

Und hier die (teils bekannten) Bilder von Vergleichen, vor und nach der Umstellung auf HM:

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Präsentation: Agroforstwirtschaft und mobile Hühnerhaltung. Jochen Hartmann. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020

Präsentation: Agroforstwirtschaft und mobile Hühnerhaltung. Jochen Hartmann. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2020
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Hier der Link zum Vortag

Jochen Hartmann ist gelernter Landwirt und bewirtschaftet den Hof seiner Familie in der 19. Generation. Das traditionell wichtigste Standbein seines Hofes ist der Kartoffelanbau. Daneben stecken er und seine Frau seit einigen Jahren viel Herzblut und Energie in die mobile Hühnerhaltung sowie in den Schutz der biologischen Vielfalt – über und unter der Erdobefläche. Dazu hat Jochen Hartmann bereits zwei Agroforstsysteme angelegt und ist als einer von zehn deutschen Demonstrationsbetrieben im F.R.A.N.Z.-Projekt seit 2016 aktiv an der Entwicklung und Erprobung von Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft beteiligt. Auf seiner ganz persönlichen „Probier-ich-einfach-mal-Liste“ stehen außerdem Speisekartoffeln in Mischkultur und unter Mulch sowie Versuche mit Pflanzenkohle.

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung.

Mit Hofrundgang, Vorträgen, Kurzreferaten, einer Podiumsdiskussion und vielfältigen kleinen Arbeitsgruppen wollen wir einen offenen Begegnungsraum schaffen für konventionelle und ökologische Bauern, Gärtnerinnen und andere interessierte Menschen. Das Symposium soll Verständnis für Zusammenhänge und Lösungen vermitteln und verbreiten. Es soll dazu anregen, Abhängigkeiten zu verringern und in Partnerschaft mit Menschen und Natur neue Wege einzuschlagen.

Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 17 Jahren für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigt. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er ist Co-Autor des Buches “Die Humusrevolution”. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof.

WEITERE INFORMATIONEN
www.aufbauende-landwirtschaft.de
www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de
www.humusrevolution.de
www-lebensraum-permakultur-de
www.schloss-tempelhof.de

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Artikel: Ursachen für das Insektensterben v.a. durch die intensive Landwirtschaft

Artikel: Ursachen für das Insektensterben v.a. durch die intensive Landwirtschaft

Laut einer wissenschaftlichen Studie von 2019, in der Wissenschaftler Studien von 73 Orten aus der ganzen Welt ausgewertet haben, ist die moderne Landwirtschaft eine der Hauptursachen für das weltweite Insektensterben. Insbesondere der Verlust an Habitaten – Hauptverursacher die Landwirtschaft, aber auch die Verstädterung – sowie die Umweltbelastung durch den intensiven Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln, führt dazu, dass Insekten massiv verschwinden. Mit knapp 50% ist damit die Landwirtschaft eindeutig der Sektor, der die weitreichendsten Konsequenzen auf den Insektenschwund hat. Mehr als 40% der Insektenarten sind vom Aussterben bedroht.
Gleichzeitig jedoch hat dieser Sektor auch die größten Potentiale, dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Natürlich kann dies nur funktionieren, wenn die Verbände, die Politik, der Handel und die Konsumenten dazu an einem Strang ziehen.

Die Forscher schreiben: »Ein Überdenken der gegenwärtigen landwirtschaftlichen Praktiken, insbesondere eine ernsthafte Verringerung des Pestizideinsatzes und dessen Ersetzung durch nachhaltigere, ökologisch basierte Praktiken, ist dringend erforderlich, um die gegenwärtigen Trends zu verlangsamen oder umzukehren, die Erholung der rückläufigen Insektenpopulationen zu ermöglichen und die lebenswichtigen Ökosystemleistungen, die sie erbringen, zu sichern.«

»Am beunruhigendsten ist die Tatsache, dass die abnehmende terrestrische Insektenfauna nicht nur Spezialisten mit engen ökologischen Anforderungen wie Abhängigkeit von bestimmten Wirtspflanzen, ökologischen Nischen oder eingeschränkten Lebensräumen umfasst, sondern auch generalistische Arten, die einst in vielen Ländern verbreitet waren. Dies deutet darauf hin, dass die Ursachen für den Rückgang der Insekten nicht an bestimmte Lebensräume gebunden sind, sondern vielmehr gemeinsame Merkmale betreffen, die allen Insekten gemeinsam sind.«

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