Agenda

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Redner



Franz Brunner
ist gelernter Landwirt und am elterlichen Hof „in die Landwirtschaft hineingewachsen“. Bodenfruchtbarkeit war für ihn schon immer ein zentrales Thema, nicht nur im Hinblick auf die Landwirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft. Ab der Betriebsübernahme gegen Ende der 1980er begann er mit Mulchsaat und Zwischenfrüchten. Er betreibt seinen Bauernhof in Niederösterreich mit seiner Gattin Gabi seit 1994 biologisch ohne Tierhaltung im Zuerwerb. Den „Bodenkurs im Grünen“ absolvierte er 2012 und beschreibt ihn so wie die „regenerative Landwirtschaft“ als wesentlichen Fortschritt im Bezug auf die Bodenfruchtbarkeit und Gesundheit der Kulturen.
"In der Schöpfung ist alles auf Gesundheit ausgerichtet. Daher sind Schädlinge die „Regulationsorgane der Natur“, die minderwertige Ware aus dem Kreislauf nehmen damit wir gesund bleiben."
Andrea Beste
ist Diplomgeografin, Agrarwissenschaftlerin und Bodenexpertin. Sie hat in ihrer Dissertation die Feldmethode "Qualitative Bodenanalyse" entwickelt, die von jedem Landwirt verwendet, aber auch wissenschaftlich ausgewertet werden kann. 2001 gründete sie das Büro für Bodenschutz & Ökologische Agrarkultur (gesunde-erde.net), welches internationale Analyse- und Beratung bietet. Seit 2008 berät sie Abgeordnete des EU-Parlaments, des Deutschen Bundestages und verschiedener Länderparlamente. Seit 2017 ist Beste ständiges Mitglied der Expertengruppe für technische Beratung im ökologischen Landbau (EGTOP) bei der Europäischen Kommission. Sie ist Mitglied im Fach-AK Bodenschutz des BUND und Co-Autorin des von Heinrich-Böll-Stiftung, Institute for Advanced Sustainability Studies, BUND und Le Monde diplomatique herausgegebenen Bodenatlas.
"Wir sind mindestens genauso, wenn nicht deutlich mehr abhängig von der Artenvielfalt im Boden wie von der obendrüber.”
www.gesunde-erde.net
Christoph Felgentreu
Studium der Pflanzenproduktion an der Humboldt-Universität. Zusatzstudium zum Fachingenieur für Futterproduktion in Berlin. Seit April 1990 Leiter der Betriebsstätte Deutsche Saatveredelung AG in Bückwitz. Dazu gehören 2,5 ha Versuchsfläche, auf der aktuelle Fragen der Landwirte aufgegriffen werden. Dazu werden gemeinsam mit Pflanzenschutz-, Düngemittel- und Technikfirmen Sorten und Anbautechnologien der wichtigsten in der Umgebung angebauten Kulturen getestet. Dies geschieht aktuell und praxisnah, gleichzeitig wird darauf geachtet wirtschaftlichen Ansprüchen zu genügen um signifikante Ergebnisse hervorzubringen.
www.dsv-saaten.de
Peter Bloching
ist Landwirtschaftsmeister mit klassischer Ausbildung. 1996 Übernahme des Familienbetriebes (Milchvieh und Ackerbau)  und Aufbau einer Molkerei mit Direktvermarktung (bis 2017). 2004-07 Entwicklung und Umsetzung von Verkauf über Automaten. 2009 Umstellung auf Bioland. 1987 1. Wahrnehmung von Bodenerosion, dann ab 1989 Mulchsaat. Bis 2002 waren wir ein großer Maisanbauer in der Region. Durch die Gentechnikdiskussionen, ab 1995, und die BSE Krisen (1995-2001) habe ich jegliches Vertrauen in die Agrarindustrie verloren. Bereits 2007, vor der Umstellung auf Bio haben wir den Maisanbau eingestellt. Ab 2010 Anpflanzungen von Agroforstbiotopen. Seit Herbst 2015 melken wir im Sommerhalbjahr mit unserem Weidemelkstand auf Wiesen und Äckern. Zwischenfrüchte, ab 1989. Untersaaten, ab 2003. Natürliche Selbstumwandlung zur Wiese, 2010.
"Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.” (Albert Einstein)
www.peter-paul-hof.de
Vivian Böllersen
hat an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung „Öko-Agrarmanagement“ studiert und Ihre Masterarbeit dem Walnussanbau in Deutschland gewidmet. Seit 2015 bewirtschaftet sie in Velten bei Berlin einen 4,5ha großen Walnusshain mit 200 Bäumen und über 30 verschiedenen Sorten unter ökologischen Bedingungen. Ihr Anspruch ist es, die Möglichkeiten und Grenzen des Walnussanbaus in Deutschland zu erkunden und die Forschung in diesem Bereich voran zu treiben.
"Erfahrungsaustausch ist die billigste Investition.”
www.walnussmeisterei.de
Jochen Hartmann
ist gelernter Landwirt und bewirtschaftet den Hof seiner Familie in der 19. Generation. Das traditionell wichtigste Standbein seines Hofes ist der Kartoffelanbau. Daneben stecken er und seine Frau seit einigen Jahren viel Herzblut und Energie in die mobile Hühnerhaltung sowie in den Schutz der biologischen Vielfalt - über und unter der Erdobefläche. Dazu hat Jochen Hartmann bereits zwei Agroforstsysteme angelegt und ist als einer von zehn deutschen Demonstrationsbetrieben im F.R.A.N.Z.-Projekt seit 2016 aktiv an der Entwicklung und Erprobung von Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft beteiligt. Auf seiner ganz persönlichen "Probier-ich-einfach-mal-Liste" stehen außerdem Speisekartoffeln in Mischkultur und unter Mulch sowie Versuche mit Pflanzenkohle.
“Der Boden ist meine wichtigste Ressource. Ihn zu fördern und gesund zu erhalten ist für mich die Voraussetzung dafür, dass ich gesunde Lebensmittel produzieren kann.”
Viviane Théby
ist Tierärztin, Landwirtin, Permakultur-Designerin und vom Savory Institut ausgebildet im Ganzheitlichen Management. Sie betreibt mit ihrem Lebensgefährten den Scheuerhof seit 2017 nach diesen Prinzipien. Dort zeigen beide, dass man auch eine artenreiche Landwirtschaft profitabel betreiben kann. Die Grundlage bildet ein gesunder Boden mit einem artenreichen Bodenleben. 
“Beim ganzheitlichen Management geht es nicht darum, wie man Rinder über die Weide bewegt, vielmehr ist es eine allgemeine Entscheidungsrichtlinie.”
www.permakultur-scheuerhof.de
Frank Löffelhardt
aufgewachsen auf dem Sommerberghof als kleiner Nebenerwerbsbetrieb in Spiegelberg/Jux. Gelernter Werkzeugmacher. Er bewirtschaftet mit seiner Familie seit 2007 den Biolandbetrieb Sommerberghof. Standbeine des Betriebs sind Mutterkuhhaltung, Legehennen und Kartoffeln mit Direktvermarktung. Seit zwei Jahren zusätzlich verschiedene Komposte für Privat und Gewerbe. Bedingt durch die kargen Böden, setzte er sich intensiv mit den Themen Bodenfruchtbarkeit und Humusaufbau auseinander. Seit der Ausbildung 2013 zum Kompostierer bei Lübke/Hildebrandt in Österreich hat sich die Denk- und Arbeitsweise auf dem Hof sehr stark verändert. Biologische Landwirtschaft, Milieusteuerung mit Milchsäurebakterien, gelenkte aerobe Kompostierung, sowie der Einsatz von Pflanzenkohle sind fest im Betriebsablauf integriert.
"“Erst Natur kapieren, dann Natur kopieren.” (Viktor Schauberger)
www.sommerberghof.de
Christoph Zehrfuchs
ist Landwirtschaftsmeister mit klassischer Ausbildung. 1996 Übernahme des Familienbetriebes (Milchvieh und Ackerbau)  und Aufbau einer Molkerei mit Direktvermarktung (bis 2017). 2004-07 Entwicklung und Umsetzung von Verkauf über Automaten. 2009 Umstellung auf Bioland. 1987 1. Wahrnehmung von Bodenerosion, dann ab 1989 Mulchsaat. Bis 2002 waren wir ein großer Maisanbauer in der Region. Durch die Gentechnikdiskussionen, ab 1995, und die BSE Krisen (1995-2001) habe ich jegliches Vertrauen in die Agrarindustrie verloren. Bereits 2007, vor der Umstellung auf Bio haben wir den Maisanbau eingestellt. Ab 2010 Anpflanzungen von Agroforstbiotopen. Seit Herbst 2015 melken wir im Sommerhalbjahr mit unserem Weidemelkstand auf Wiesen und Äckern. Zwischenfrüchte, ab 1989. Untersaaten, ab 2003. Natürliche Selbstumwandlung zur Wiese, 2010.
"Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.” (Albert Einstein)
www.peter-paul-hof.de
Josef Smarda
Jahrgang 1955, geboren und aufgewachsen in der Tschechoslowakei, 1979 Diplom als Chemieingenieur an der VUT Brno (Brünn, Tschechien), 1980 Bachelor der Naturwissenschaften an der Universität Toronto. Er arbeitet seit über 20 Jahren in Kanada und hält Vorlesungen und Vorträge u.a. über Polymere und biopolymere Chemie, angewandte Immunologie und Mikro- Ernährung. Er arbeitet als Direktor eines Chemie- und Geologielabors in der Umweltabteilung. Gegenwärtig ist er weltweit als Berater tätig.
Ilka Schoen






Jan-Gisbert Schultze






Maya Heilmann
Ihre gärtnerische Reise begann beim Studium der Anthropologischen Landwirtschaft, wofür sie drei Jahre in Bolivien lebte, um die lebendigen Weisheiten der einheimischen Aymara-Landwirtschaft kennen zu lernen. Um geschlossene Kreisläufe, Verlebendigung des Edaphons und kosmische Kräfte im westlichen Kontext zu verstehen, hat sie die Freie Ausbildung für biologisch-dynamischen Gemüsebau in Deutschland absolviert. Seit 2014 lebt sie in der Gemeinschaft Schloss Tempelhof, wo sie ihrer Leidenschaft für die Landwirtschaft im gemeinschaftlichen Kontext nachgehen kann. Hier beschäftigt sie sich intensiver mit Mischkulturen, Komposttees, Präparaten usw.
“Die lebendige Natur lehrt uns nach gesunden, regenerativen Systemen zu streben.”
www.schloss-tempelhof.de
Sebastian Heilmann
Durch eine längere Zeit in Indien und in der biologisch-dynamischen Bewegung dort, sowie dem Absolvieren der Freien Ausbildung im Norden, hat Sebastian in der Landwirtschaft die Inspiration gefunden, eine aufbauende Landwirtschaft mit zu entwickeln. Erfahrungen sammelte er bisher mit Mutterkühen, Legehennen, Milchziegen, kleingliedrigem Ackerbau, und immer stärker im Gemüsebau, mit Weiterbildungen zum Bodenmikrobiologie, Kompostieren, Komposttees und Mikroskopie. In der Gemeinschaft Schloss Tempelhof geht Sebastian seinem starken Anliegen nach, eine vielfältige und regenerative, kleinbäuerliche Landwirtschaft zu fördern und mit zu formen.
“Essen ist ein politischer Akt.” (Wendell Berry)
www.schloss-tempelhof.de
Burkhard Kayser
ist freiberuflicher Berater für nachhaltige Landnutzung, Agroforstsysteme und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 1988 praktisch und konzeptionell an Themen zur aufbauenden Landwirtschaft, die er in anschaulicher Form in Beratungen, Planungen und Fortbildungen vermittelt.
"Eine Landschaft ohne Bäume wird zur Wüste. Erst wenn wir diese wieder in der Landwirtschaft nutzen, wird unsere Landschaft wertvoll.”
www.kayser.bio
Stefan Schwarzer
ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 17 Jahren für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigt. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er ist Co-Autor des Buches “Die Humusrevolution” und Initiator des Symposiums “Aufbauende Landwirtschaft”. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof.
“Nachhaltig ist nicht genug - dafür haben wir schon zu viele Ressourcen ausgebeutet und zerstört. Wir müssen ein Ressourcen-aufbauende Landwirtschaft betreiben - im Verständnis der Natur.”
www.lebensraum-permakultur.de