Artenreiche Grünländer liefern höhere Erträge als intensiv gedüngte Gras-Monokulturen, und das bei geringerem Stickstoffeinsatz

Können artenreiche Grünland-Mischungen mit hochgedüngten Monokulturen konkurrieren? Eine neue Studie in Science gibt eine klare Antwort: Ja – sie übertreffen sie sogar.

Über 26 Standorte auf vier Kontinenten zeigen sie: Funktional diverse Mischungen aus Gräsern, Leguminosen und Kräutern erzielen höhere Erträge als intensiv gedüngte Gras-Monokulturen – bei deutlich reduziertem Stickstoffdüngerbedarf.

Besonders bemerkenswert: Die positiven Diversitätseffekte verstärken sich unter wärmeren Bedingungen. Nur durch den breiten Klimagradienten des Netzwerks (3°C bis 13°C) konnte  dieses Muster erkannt werden.

Diese Ergebnisse bestätigen Prinzipien aus der Biodiversitätsforschung in extensiven Grasländern (wie dem Jena-Experiment) nun auch für intensives Produktionsgrünland. Ein wichtiger Schritt von der Grundlagenforschung zur landwirtschaftlichen Anwendung.

https://www.science.org/doi/10.1126/science.ady0764

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