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6. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“. 7 Webinare – 7 Praktiker berichten. Schwerpunkt »Wasser«

6. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“. 7 Webinare – 7 Praktiker berichten. Schwerpunkt »Wasser«

Unsere 6. Webinar-Reihe geht startet am 8.6.2021. Schwerpunkt-Thema: »Wasser in der Land(wirt)schaft«

Die zunehmende Trockenheit zwingt uns dazu, landwirtschaftliche Methoden neu zu überdenken und alles zu tun, um Wasser in unseren Böden und der Vegetation zu speichern, und das gesamte System resilienter zu machen. Wie kann das gehen? Um diese Herausforderung geht es bei unserer Sommer Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“.

Die bisherigen Regenmengen konnten nur unzureichend die Wasservorräte in unseren Böden wieder auffüllen. Steigende Temperaturen, Dürren und Frühjahrstrockenheiten setzen den Landwirten zu. Gleichzeitig verstärken unangemessene Bewirtschaftunsgsweisen diese Effekte.

Doch es gibt Ansätze und Methoden, um die daraus entstehenden Folgen abzumildern und zu verhindern. Dabei spielen neben einem humusreichen Boden Pflanzen eine überaus wichtige Rolle. Denn mehr Pflanzen bedeutet kühlere Temperaturen und mehr Regen. Die Themen sind vielfältig und reichen von der grundlegenden Betrachtung welche Bedeutung Pflanzen und Boden für die kleinen Wasserkreisläufe hat, über SEKEM – Wasser & Vegetation in der Wüste – zu praktischen Methoden in der Landwirtschaft, wie Mulchsysteme, Agroforstwirtschaft, angepasstes Bodenmanagement sowie Erfahrungen aus der Forstwirtschaft.

Die Webinar-Reihe richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Organisiert wird sie von Manuel Nagel (Stiftung Ökologie & Landbau) und Stefan Schwarzer (Organisator des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft“, Mitarbeiter der Vereinten Nationen).

Das Format:

  • Die Webinar-Reihe besteht aus 7 Folgen. Jedes Webinar ist ca. 90 Minuten lang – 30 Minuten davon sind reserviert für Fragen der Teilnehmenden.
  • Die Webinar-Reihe beginnt am 08.06.2021 mit dem ersten Webinar, dann ab dem 10.06.2021 im wöchentlichen Rhythmus, immer donnerstags um 19:30 Uhr.
  • Neu: Wir bieten im Anschluss an jedes Webinar einen »digitalen Stammtisch« zum gemeinsamen Austausch an.
  • Die Webinar-Reihe kann als Ganzes für 59,90 € gebucht werden.
  • Ein Einstieg ist jederzeit möglich. Man erhält automatisch Zugriff auf die Aufzeichnungen der schon erfolgten Webinare.
  • Mengenrabatte für Institutionen sind auf Nachfrage möglich.

Anmeldung sowie weitere Informationen unter www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de

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Haben wir wirklich nur noch Boden für 60-100 Ernten ?

Haben wir wirklich nur noch Boden für 60-100 Ernten ?

Die Aussage »Wir haben noch Böden für 60-100 Ernten« wird – auch von mir – immer wieder gerne verwendet, um auf die mancherorts dramatische Situation der Bodenerosion hinzuweisen. Immerhin gibt es dazu Aussagen eines ranghohen FAO-Vertreters und in einer Studie für die Regierung Großbritanniens. Ein Wissenschaftsjournalist ist diesen Aussagen schon mal nachgegangen, was man in diesem Artikel nachlesen kann.

Aber ganz so schlimm scheint die Situation dann doch nicht zu sein. In einer neueren Untersuchungen zu Bodenabtragsraten, modelliert von 4285 Bodenerosionsmessungen in 38 Ländern, kommen die Autoren zu dem Schluss, dass 34% von brachliegenden Böden, 16% von konventionell beackerten Böden und 7% von »conservation agriculture« Böden eine Lebensdauer von unter 100 Jahren aufweisen, wenn die Bodenerosion so weiter geht wie bisher. Ansonsten reden wir von Lebensdauern von 1.000 und 10.0000 Jahren und mehr. Hier in diesem Artikel noch ein paar Erklärungen dazu.

Bissl wundern tut’s mich schon. Bodenerosionsraten in Deutschland und Europa liegen immerhin bei 2.5 Tonnen / Hektar / Jahr. Auf manchen Flächen allerdings auch von 50 t/ha/Jahr – was etwa fünf Millimetern Abtrag fruchtbarer Ackerkrume entspricht. Letztere Werte sind sicherlich Ausnahmen – steilere Hänge, lange offen liegender Boden, nicht höhenlinienparallele Bodenbearbeitung, …).

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Doku: Europas grüne Felder.  Wohin steuert die Agrarpolitik?

Doku: Europas grüne Felder. Wohin steuert die Agrarpolitik?

Ein kritischer Bericht zur Landwirtschaft und den neuen EU-Agrarsubventionen. Kann eine klimaschonendere Landwirtschaft gelingen, die am besten auch noch andere hausgemachte Probleme wie Bodenerosion, Verlust der Artenvielfalt, Gesundheit von Tier und Mensch verbessert?

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Präsentation: Burkhard Kayser // Die Bäume wachsen! Aktuelles zur Agroforstwirtschaft // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021

Präsentation: Burkhard Kayser // Die Bäume wachsen! Aktuelles zur Agroforstwirtschaft // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021

Ein Vortrag von Burkhard Kayser zum Thema »Die Bäume wachsen! Aktuelles zur Agroforstwirtschaft«.

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft.

Burkhard Kayser ist freiberuflicher Berater für nachhaltige Landnutzung, Agroforstsysteme und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 1988 praktisch und konzeptionell an Themen zur aufbauenden Landwirtschaft, die er in anschaulicher Form in Beratungen, Planungen und Fortbildungen vermittelt.

http://aufbauende-landwirtschaft.de/
http://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
https://www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/

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Neue Webinar-Reihe: »Vernetzungsreihe Marktgärtnerei« beginnt am 4.5.2021

Neue Webinar-Reihe: »Vernetzungsreihe Marktgärtnerei« beginnt am 4.5.2021

Am 04. Mai 2021 beginnt die „Vernetzungsreihe Marktgärtnerei – inspirieren, austauschen und vernetzen“, mit den ExpertInnen der Marktgarten-Szene. Innerhalb von 8 Treffen bieten wir für euch 8 Fachvorträge, Frage/Antwort-Runden und digitale Stammtische.

 

Die Vernetzungsreihe richtet sich an

alle Menschen, die sich intensiver mit dem Thema Marktgärtnerei (Market Gardening) beschäftigen wollen. Sei es zum Aufbau des eigenen Betriebes, zur Unterstützung in der Startphase, oder zur Inspiration der eigenen gärtnerischen Praxis. Wir bringen dich in direkten Austausch mit den ExpertInnen der Marktgarten Szene. Hier bekommst du Antworten auf deine Fragen und Inspiration für deinen Weg. Lerne dabei die anderen Teilnehmenden kennen und vernetze dich im digitalen Stammtisch.

 

Die ExpertInnen

Alfred Grand (www.grandfarm.at), Hannes Höhne (www.gut-haidehof.de), Tanja Westfall-Greiter (www.tanjasgarten.at), Hendrik Henk (www.gaertnerhof-wanderup.de), Olaf Schnelle (www.schnelles-grünzeug.de), Wolfgang Palme (www.cityfarm.wien), Vivian Glover (www.gemuesegarten-hoxhohl.de),  und Maya und Sebastian Heilmann (www.diezukunftsbauern.de).

 

Das Format

  • Die Vernetzungsreihe Marktgärtnerei besteht aus 8 Treffen.
  • Jedes Treffen ist ca. 2 Stunden und 15 Minuten lang – 30 Minuten Vortrag, 45 Minuten Frage/Antwort und 45 Minuten digitaler Stammtisch.
  • Alle Vorträge werden aufgezeichnet und stehen den Teilnehmenden im Anschluss online zur Verfügung.
  • Beginnend am Dienstag, 04.05.2021 um 19:30 Uhr, folgt im zweiwöchigen Rhythmus jeweils ein Treffen.
  • Die Vernetzungsreihe kann als Ganzes für 119,00€ gebucht werden.

 

Anmeldung sowie weitere Informationen unter https://www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/marktgaertnerei/ oder unter http://kolibri-netzwerk.de/akademie/

Hier das Programm als PDF

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Flächenverbrauch von 56 Hektar pro Tag (!!) in Deutschland

Flächenverbrauch von 56 Hektar pro Tag (!!) in Deutschland

Puhh… kann man sich gar nicht vorstellen: Jeden Tag werden in Deutschland 56 Hektar Land für Siedlungs- und Verkehrszwecke überbaut. Wälder, Wiesen, Äcker verschwinden und verwandeln sich in asphaltierte und betonierte Wüsten. A propos Artenverlust – das muss man halt auch mal sehen, was der Wunsch nach Autobahn, Ortsumfahrung, Eigenheim und lokalem Einkaufszentrum so anstellt. Aber immerhin (Achtung, Ironie): Im Rahmen der Neuauflage 2016 der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie wurde das Ziel formuliert, den Flächenverbrauch bis zum Jahr 2030 auf „weniger als 30 Hektar“ zu begrenzen. Jeden Tag! Der Wert sollte bei Null sein. Ja, ziemlich krass. Aber wie kann unsere Gesellschaft »nachhaltig« oder »enkeltauglich« sein, wenn weiterhin große Mengen wertvollen Bodens & Lebens unter Beton & Asphalt verschwindet?!

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Artikel: Pilze könnten Bakterien manipulieren, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern

Artikel: Pilze könnten Bakterien manipulieren, um den Boden mit Nährstoffen anzureichern

Spannende Untersuchung: Ein Forscherteam untersuchte Bakterien, die auf den Oberflächen langer fadenförmiger Strukturen, Hyphen genannt, leben, die die Pilze weit entfernt von ihrer Wirtspflanze in den Boden ausstrecken. Auf den Hyphen von zwei Pilzarten entdeckte das Team sehr ähnliche Bakteriengemeinschaften, deren Zusammensetzung sich von denen im umgebenden Boden unterschied. „Das sagt uns, dass die Hyphen von arbuskulären Mykorrhiza-Pilzen, genau wie der menschliche Darm oder Pflanzenwurzeln, ihr eigenes, einzigartiges Mikrobiom haben.“ Kreieren die Pilze ganz spezielle Umgebungsbedingungen für diese Bakterien, dass sie sich dort ansiedeln können? Was erhalten sie dafür? „Wir gehen davon aus, dass einige dieser Bakterien Phosphor-Ionen in unmittelbarer Nähe der Filamente freisetzen, was dem Pilz die beste Chance gibt, diese Ionen einzufangen.“
Mal wieder ein nächstes Indiz dafür, dass viele der Methoden der aufbauenden Landwirtschaft, die das System Natur fördern wollen, genau richig ist. Ein alter Permakultur-Spruch, der auf Viktor Schauberger zurück geht, sagt genau dies: »Die Natur zuerst kapieren, um sie dann zu kopieren.«

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Doku: Abkühlung für heiße Städte (und Landschaften)

Doku: Abkühlung für heiße Städte (und Landschaften)

Passend zu meinem Vortrag, den ich hier vorige Tage gepostet habe – und ingesamt ein Thema ist, in das ich mich gerade voll rein arbeite und mich dafür engagiere, dass es breiter auch in Politik und Landwirtschaft bekannt wird – hier eine spannende Doku (»Abkühlung für heiße Städte«) über die Kühlleistung von Pflanzen in den Städten. Einiges ist uns schon bekannt, manches gerade erst in der Erforschung. Aber das Spannende ist wirklich dass wir es – gesellschaftlich gesehen – noch nicht schaffen, die Erkenntnisse über den Kühlungseffekt der Pflanzen in den Städten auf die Land(wirt)schaft zu übertragen. Dabei gibt es mehr als genug Untersuchungen, die dies bestätigen. Demnächst poste ich eine Studie dazu, die ich für UNEP geschrieben habe.

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Erfahrungsbericht von Gabe Brown’s Vortrag beim US Kongress

Erfahrungsbericht von Gabe Brown’s Vortrag beim US Kongress

Vor einigen Wochen habe ich hier geschrieben über Gabe Brown, der vor dem US Kongress bzgl notwendigen Veränderungen in der Landwirtschaft gesprochen hat, wo er in wenigen Minuten ein klares Statement mit nachvollziehbaren Gründen und Argumenten für einen Wechsel zur regenerativen Landwirtschaft ablegt.

Sein Nach-Bericht zu den vier Stunden Anhörung des Ausschusses, wo sich alle nur gegenseitig loben und darüber sprechen, wie toll effizient doch die US amerikanische Landwirtschaft ist und die Situation nicht besser sein könnte, zeigt aber doch leider auch, dass ein Wechsel vorerst wohl nicht von der politischen Seite bewirkt werden wird. Man bleibt unter sich, mit seinen eigenen festen Meinungen, geleitet von alten Weltbildern und altem Wissen, geprägt von einer Industrie, die uns erfolgreich klar macht, dass doch alles in bester Ordnung ist, …

Schade, dass hier Menschen, die wirklich erfolgreich mit alternativen Ansätzen sind, auch (erst einmal) keine Chance haben, wirklich gehört zu werden.

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Präsentation: Stefan Schwarzer // Mit Pflanzen das Klima kühlen & Wasserkreisläufe schliessen // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021

Präsentation: Stefan Schwarzer // Mit Pflanzen das Klima kühlen & Wasserkreisläufe schliessen // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021

Hier mein Vortrag vom Symposium (noch in einer kürzeren Variante; die längere kommt bald) »Wasser pflanzen – Mit der Natur arbeiten, um das Klima durch Pflanzen, Böden und Wasser positiv zu verändern«.

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft.

Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 2000 für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigt. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er ist Co-Autor des Buches “Die Humusrevolution” und Initiator des Symposiums und der Webinar-Reihe “Aufbauende Landwirtschaft”. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof, wo er auch rein praktisch aufbauende Methoden der Landwirtschaft mit gestaltet.

http://aufbauende-landwirtschaft.de/
http://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
https://www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/

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Lebensraum Boden – Doku & Diskussion

Lebensraum Boden – Doku & Diskussion

Der Boden – endlich mal wieder Thema auch im Fernsehen. Vorige Tage lief bei 3sat »Scobel – Lebensraum Boden« mit ein paar interessanten Kurzdokus und Diskussion mit u.a. Andrea Beste und Martin Grassberger (beide ja auch schon zu Gast beim Symposium »Aufbauende Landwirtschaft« gewesen). Ja, der Boden kommt in der gesellschaftlichen Diskussion immer noch zu kurz. Wir müssen da mehr dran arbeiten, ihn weiter ins allgemeine Bewusstsein zu rücken. Es braucht Veränderungen in der Art und Weise, wie wir mit ihm umgehen, da diese natürliche Ressource Grundlage unseres Lebens ist – und Qualität und Quantität (Stichwort Bodenerosion) leider in den letzten Jahrzehnten abgenommen hat. Zeit für einen Wandel!

 

 

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Webinarreihe/Vernetzungsreihe Marktgärtnerei

Webinarreihe/Vernetzungsreihe Marktgärtnerei

Am 04. Mai 2021 beginnt die „Vernetzungsreihe Marktgärtnerei – inspirieren, austauschen und vernetzen“, mit den ExpertInnen der Marktgarten-Szene. Innerhalb von 8 Treffen bieten wir für euch 8 Fachvorträge, Frage/Antwort-Runden und digitale Stammtische.

 

Die Vernetzungsreihe richtet sich an

alle Menschen, die sich intensiver mit dem Thema Marktgärtnerei (Market Gardening) beschäftigen wollen. Sei es zum Aufbau des eigenen Betriebes, zur Unterstützung in der Startphase, oder zur Inspiration der eigenen gärtnerischen Praxis. Wir bringen dich in direkten Austausch mit den ExpertInnen der Marktgarten Szene. Hier bekommst du Antworten auf deine Fragen und Inspiration für deinen Weg. Lerne dabei die anderen Teilnehmenden kennen und vernetze dich im digitalen Stammtisch.

 

Die ExpertInnen

Alfred Grand (www.grandfarm.at), Hannes Höhne (www.gut-haidehof.de), Tanja Westfall-Greiter (www.tanjasgarten.at), Hendrik Henk (www.gaertnerhof-wanderup.de), Olaf Schnelle (www.schnelles-grünzeug.de), Wolfgang Palme (www.cityfarm.wien), Vivian Glover (www.gemuesegarten-hoxhohl.de),  und Maya und Sebastian Heilmann (www.diezukunftsbauern.de).

 

Das Format

  • Die Vernetzungsreihe Marktgärtnerei besteht aus 8 Treffen.
  • Jedes Treffen ist ca. 2 Stunden und 15 Minuten lang – 30 Minuten Vortrag, 45 Minuten Frage/Antwort und 45 Minuten digitaler Stammtisch.
  • Alle Vorträge werden aufgezeichnet und stehen den Teilnehmenden im Anschluss online zur Verfügung.
  • Beginnend am Dienstag, 04.05.2021 um 19:30 Uhr, folgt im zweiwöchigen Rhythmus jeweils ein Treffen.
  • Die Vernetzungsreihe kann als Ganzes für 119,00€ gebucht werden.

 

Anmeldung sowie weitere Informationen unter https://www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/marktgaertnerei/ oder unter http://kolibri-netzwerk.de/akademie/

Hier das Programm als PDF

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5. Webinar-Reihe »Aufbauende Landwirtschaft« – Phillip Krainbring. »Offenheit als System: durch das Verständnis der Natur und über innovative Methoden zu reduziertem Einsatz chemischen Pflanzenschutz«

5. Webinar-Reihe »Aufbauende Landwirtschaft« – Phillip Krainbring. »Offenheit als System: durch das Verständnis der Natur und über innovative Methoden zu reduziertem Einsatz chemischen Pflanzenschutz«

Morgen in unserer Webinar-Reihe: Phillip Krainbring

Phillip Krainbring managt rund 440 ha Marktfrüchte-Betrieb in Sachsen-Anhalt. Als Verwalter lockert er die Fruchtfolge auf, sorgt für optimale Sortenwahl, wählt die richtigen Aufwandmengen und nutzt moderne Biologicals. Der 33-Jährige verwendet das Beste aus konventionell und bio. Bei Getreide und Mais setzt er auf elektronenbehandeltes Saatgut und Präparate mit Mikroorganismen. So verzichtet er immer öfters auf chemische Mittel und mineralische Dünger. Sein Ziel: 30 bis 50 Prozent weniger Stickstoff, nur noch die Hälfte an Fungiziden und Insektiziden sowie null Wachstumsregler. Außerdem ist der Junglandwirt als Blogger auf Instagram, Facebook und von seiner Seite erklaerbauer.de sehr weit bekannt. Phillip Krainbring hat 2019 den CERES-Award als Ackerbauer des Jahres erhalten.

In unserer 5. Webinar-Reihe zur aufbauenden Landwirtschaft sind u.a.dabei: Gerhard Weißhäupl, Hans Unterfrauner und Monika Sobotik, und noch einige andere inspirierende Referent*innen mit spannenden Themen.

Und, was neu ist: Wir laden zum »digitalen Stammtisch« ein, d.h. zu Austausch und Begegnung, Fragen & Antworten und Diskussion, zu Begegnung und Vernetzung.

Worum geht es?
Die Anforderungen an Landwirte im 21. Jahrhundert sind groß. Bodenfruchtbarkeit aufbauen, Ökosysteme regenerieren, Biodiversität erhöhen, Wasserhaushalte erhalten, gesunde und nahrhafte Lebensmittel erzeugen – und all dies ökonomisch rentabel.

Für wen ist die Reihe geeignet?
Die Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“ richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Ab dem 18.02.2021 teilen 10 Praktiker in 10 Webinaren à 90 Minuten ihre Erfahrungen mit den Teilnehmenden. Durch die Interaktionsmöglichkeit bekommen diese wiederum direkt ihre Fragen vom Praktiker beantwortet.

Die Themen
Die Themen der einzelnen Webinare sind vielfältig und reichen von grundlegenden Analysen der Zusammenhänge im Boden bis zu der konkreten Anwendung unterschiedlicher Praktiken einer aufbauenden Landwirtschaft. Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Ernährung; Wurzeln; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, Ökonomie der Landwirtschaft; Marktgarten; Wurmkompost, u.v.a.m.

Die Praktiker
Mit Monika Sobotik, Gerhard Weißhäupl, Hans Unterfrauner und Phillip Krainbring (CERES-Ackerbauer 2019), sind auch dieses Mal wieder Hochkaräter für Innovationskraft und Wissen im regenerativen, aufbauenden Ackerbau dabei. Karl Lingenhel (CERES-Biolandwirt 2019) ist mit seinem vielfältigen Betrieb dabei und Alfred Grand mit dem Regenwurmkompost. Krautgaart aus Luxemburg referieren zum Marktgarten-System. Und mit Christian Hiß, Birgit Wilhelm und Ulrike von Aufschnaiter schauen wir uns auch Aspekte wie „Landwirtschaft richtig rechnen“, die gesellschaftliche Verantwortung von Boden und die gesunde Nahrung (nicht nur) für Kinder an.

Das Format

  • 10 Webinare à 90 Minuten (60 Minuten Präsentation, 30 Minuten Fragen & Antworten).
  • Die Webinar-Reihe kann als Ganzes für 79,90€ gebucht werden.
  • Alle Webinare werden aufgezeichnet und stehen den Teilnehmenden im Anschluss zur Verfügung.
  • Beginn: Donnerstag, 18. Februar um 20:00 Uhr (digitaler Stammtisch: 19:00 Uhr). Danach wöchentlicher Rhythmus.
  • Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
  • Mengenrabatte für Institutionen auf Nachfrage möglich.

Anmeldung sowie weitere Informationen unter www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de

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Präsentation: Armin Meitzler // Mit Vielfalt zum Erfolg für Mensch & Natur // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021

Präsentation: Armin Meitzler // Mit Vielfalt zum Erfolg für Mensch & Natur // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021

Ein spannender Vortrag von Armin Meitzler zum Thema »Mit Vielfalt zum Erfolg für Mensch & Natur – Regenerative Landwirtschaft in der Praxis«.

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2021
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft.

Armin Meitzler bewirtschaftet mit seiner Familie einen 250ha großen Betrieb (incl 24ha Weinbau) in Rheinhessen, seit 2012 als Bioland. Ihre Stärke ist die vielfältige Fruchtfolge mit jährlich ca 18-20 Kulturen. Seit 2014 sind sie Leitbetrieb für Rheinland-Pfalz im ökologischen Landbau, und Demonstrationsbetrieb im Sojaanbau für Rheinland-Pfalz. 2016 lernten sie das System der regenerativen Landwirtschaft von Friedrich Wenz und Dietmar Nässer kennen. Seit dem arbeiten sie zusätzlich regenerativ und sind auch Seminarbetrieb für die Bodenkurse der Grüne Brücke. Seit 2017 Mitglied Bundesfachausschuss für Landwirtschaft im Biolandverband; Gründungsmitglieder der Stiftung »Lebensraum. Mensch. Boden. Wasser. Luft«. Gründung der Vermarktungsgenossenschaft Bio-Familie-Rheinhessen eG.

http://aufbauende-landwirtschaft.de/
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Gabe Brown vor dem Kongress über Regenerative Landwirtschaft

Gabe Brown vor dem Kongress über Regenerative Landwirtschaft

Klar, kurz, zusammen gefasst: Gabe Brown vor dem Kongress mit nur wenigen Minuten Zeit zu erklären, warum die regenerative Landwirtschaft so gut ist, und warum sich der Kongress für eine Veränderung von Direktzahlungen/Versicherungen und überhaupt Unterstützung eines überkommenden Models entscheiden soll.

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Amerikanischer Landwirt erhält 115.000$ für CO2-Zertifikate – eine gute oder eine schlechte Nachricht?

Amerikanischer Landwirt erhält 115.000$ für CO2-Zertifikate – eine gute oder eine schlechte Nachricht?

Interessanter Diskus über einen Landwirt, der 115.000$ an CO2-Zertifikaten erhält. Ist das eine gute Nachricht? Hmm… Eine klare Gegenposition dazu schreibt Sarah Mock: Greenwashing für Unternehmen die nichts (?) ändern und weiterhin CO2 wie zuvor in die Luft blasen. Aber v.a.: Wenn weiterhin große Mengen an CO2 produziert werden, damit (wie in diesem Fall) großflächig und konventionell Mais und Soja  angebaut werden, dann kann ja von »CO2-negativ« (und »regenerative«) keine Rede sein. Das wäre es nur, wenn der landwirtschaftliche Betrieb als Ganzes CO2-neutral wäre. Was ja auch noch ein anderes großes Thema in der Debatte ist: Wenn ich viel Kompost auf den Acker bringe, ist die Kohlenstoff-Anreicherung im Boden ja auch nur »quersubventioniert«. Dazu kommt dass, so die Aussage des Landwirts, er weniger Arbeit mit den neuen Methode der RegAg hat, was ihm Zeit & Geld spart. Dann noch zusätzlich dafür zu bezahlen? Und dann noch diese Aussage des Farmers: »Moderne Landwirtschaft hat drei Ziele: produktiv zu sein, effizient zu sein, profitabel zu sein.« Also, Gewinn, Gewinn, Gewinn. Keine Rede von »Naturschutz«, Erhalt und Pflege der natürlichen Grundlagen, Verantwortung für Mensch, Boden, Pflanze und Tier.

Dieses Thema ist wirklich immer wieder spannend zu diskutieren.

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5. Webinar-Reihe »Aufbauende Landwirtschaft« – Heute: Karl & Agathe Lingenhel. Vielfalt im Betrieb. Kreisläufe, Altes und Neues, Produktion und Vermarktung

5. Webinar-Reihe »Aufbauende Landwirtschaft« – Heute: Karl & Agathe Lingenhel. Vielfalt im Betrieb. Kreisläufe, Altes und Neues, Produktion und Vermarktung

Heute in unserer Webinar-Reihe: Karl & Agathe Lingenhel

Auf dem Betrieb von Agathe und Karl Lingenhel spielt die Kreislaufwirtschaft seit Jahrzehnten eine elementare Rolle. Sie führen ihren Hof seit 1995 gemeinsam und seit 1999 haben sie auf Bio umgestellt. Ihre Überzeugung ist, dass ein gesunder Boden die Grundvoraussetzung für das Wirtschaften im Kreislauf der Natur ist. Dafür fördern sie den Humusaufbau. Die Grundlage dazu liefert die Kompostierung des Festmistes der 24 Original Braunvieh Kühen plus Nachzucht. 30 Hektar Land, die Milchkühe, einige Streuobstbäume alter Sorten und mehrere Bienenkästen gehören zum durchdachten Kreislauf-Betrieb. Aus den Erzeugnissen stellt die Familie Spirituosen und Chutneys sowie Joghurt und verschiedene Käse her. Die Familie Lingenhel hat 2019 den CERES-Award als Biolandwirt des Jahres erhalten.

In unserer 5. Webinar-Reihe zur aufbauenden Landwirtschaft sind u.a.dabei: Gerhard Weißhäupl, Hans Unterfrauner und Phillip Krainbring, und noch einige andere inspirierende Referent*innen mit spannenden Themen.

Und, was neu ist: Wir laden zum »digitalen Stammtisch« ein, d.h. zu Austausch und Begegnung, Fragen & Antworten und Diskussion, zu Begegnung und Vernetzung.

Worum geht es?
Die Anforderungen an Landwirte im 21. Jahrhundert sind groß. Bodenfruchtbarkeit aufbauen, Ökosysteme regenerieren, Biodiversität erhöhen, Wasserhaushalte erhalten, gesunde und nahrhafte Lebensmittel erzeugen – und all dies ökonomisch rentabel.

Für wen ist die Reihe geeignet?
Die Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“ richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Ab dem 18.02.2021 teilen 10 Praktiker in 10 Webinaren à 90 Minuten ihre Erfahrungen mit den Teilnehmenden. Durch die Interaktionsmöglichkeit bekommen diese wiederum direkt ihre Fragen vom Praktiker beantwortet.

Die Themen
Die Themen der einzelnen Webinare sind vielfältig und reichen von grundlegenden Analysen der Zusammenhänge im Boden bis zu der konkreten Anwendung unterschiedlicher Praktiken einer aufbauenden Landwirtschaft. Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Ernährung; Wurzeln; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, Ökonomie der Landwirtschaft; Marktgarten; Wurmkompost, u.v.a.m.

Die Praktiker
Mit Monika Sobotik, Gerhard Weißhäupl, Hans Unterfrauner und Phillip Krainbring (CERES-Ackerbauer 2019), sind auch dieses Mal wieder Hochkaräter für Innovationskraft und Wissen im regenerativen, aufbauenden Ackerbau dabei. Karl Lingenhel (CERES-Biolandwirt 2019) ist mit seinem vielfältigen Betrieb dabei und Alfred Grand mit dem Regenwurmkompost. Krautgaart aus Luxemburg referieren zum Marktgarten-System. Und mit Christian Hiß, Birgit Wilhelm und Ulrike von Aufschnaiter schauen wir uns auch Aspekte wie „Landwirtschaft richtig rechnen“, die gesellschaftliche Verantwortung von Boden und die gesunde Nahrung (nicht nur) für Kinder an.

Das Format

  • 10 Webinare à 90 Minuten (60 Minuten Präsentation, 30 Minuten Fragen & Antworten).
  • Die Webinar-Reihe kann als Ganzes für 79,90€ gebucht werden.
  • Alle Webinare werden aufgezeichnet und stehen den Teilnehmenden im Anschluss zur Verfügung.
  • Beginn: Donnerstag, 18. Februar um 20:00 Uhr (digitaler Stammtisch: 19:00 Uhr). Danach wöchentlicher Rhythmus.
  • Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
  • Mengenrabatte für Institutionen auf Nachfrage möglich.

Anmeldung sowie weitere Informationen unter www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de

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Martin Ott über Boden, Pflanzen, Tiere, Menschen – und über Zwischenräume

Martin Ott über Boden, Pflanzen, Tiere, Menschen – und über Zwischenräume

Interessanter Vortrag von Martin Ott über die verschiedenen Ebenen der Landwirtschaft, die Beziehungen von Boden, Pflanze, Mensch und Tier. Und, ganz spannend, über »die Räume dazwischen«.

In der Permakultur heisst ein Muster ja: »Nutze Randzonen und schätze das Marginale«, denn da, wo zwei Ökosysteme zusammen kommen (Wald & Wiese = Waldrand; Land und Meer = Watt), besteht mehr Vielfalt, da von die Pflanzen & Tiere von beiden Systemen quasi übergreifend Platz finden können (etwas vereinfachte Darstellung). Martin Ott nennt da aber doch noch mal andere Zahlen, die faszinierend sind: Wenn im Wald 5-8 Vogelarten vorkommen, und auf der Wiese ebenso, dann finden in einem vielfältig gestalteten Übergang zwischen diesen Räumen 50-60 Vogelarten dort ihre Heimat. Wow!

Gestaltet die Zwischenräume!!

Können diese Aussagen von Ornithologen bestätigt werden?

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5. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“. 10 Webinare – 10 Praktiker berichten. Start 18.02.2021

5. Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“. 10 Webinare – 10 Praktiker berichten. Start 18.02.2021

Am Donnerstag, 18.02.2021, geht es los mit unserer 5. Webinar-Reihe zur aufbauenden Landwirtschaft. Mit dabei u.a. Gerhard Weißhäupl, Hans Unterfrauner und Phillip Krainbring. Mal wieder eine inspirierende Referenten*innen und spannende Themen mit dabei.

Und, was neu ist: Wir laden zum »digitalen Stammtisch« ein, d.h. zu Austausch und Begegnung, Fragen & Antworten und Diskussion, zu Begegnung und Vernetzung.

Worum geht es?
Die Anforderungen an Landwirte im 21. Jahrhundert sind groß. Bodenfruchtbarkeit aufbauen, Ökosysteme regenerieren, Biodiversität erhöhen, Wasserhaushalte erhalten, gesunde und nahrhafte Lebensmittel erzeugen – und all dies ökonomisch rentabel.

Für wen ist die Reihe geeignet?
Die Webinar-Reihe „Aufbauende Landwirtschaft“ richtet sich an alle Landwirte, die auf der Suche nach Lösungen sind, ob konventionell oder ökologisch, jung oder alt, aus dem Ackerbau, der Tierhaltung oder dem Gemüsebau kommend. Ab dem 18.02.2021 teilen 10 Praktiker in 10 Webinaren à 90 Minuten ihre Erfahrungen mit den Teilnehmenden. Durch die Interaktionsmöglichkeit bekommen diese wiederum direkt ihre Fragen vom Praktiker beantwortet.

Die Themen
Die Themen der einzelnen Webinare sind vielfältig und reichen von grundlegenden Analysen der Zusammenhänge im Boden bis zu der konkreten Anwendung unterschiedlicher Praktiken einer aufbauenden Landwirtschaft. Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Ernährung; Wurzeln; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, Ökonomie der Landwirtschaft; Marktgarten; Wurmkompost, u.v.a.m.

Die Praktiker
Mit Monika Sobotik, Gerhard Weißhäupl, Hans Unterfrauner und Phillip Krainbring (CERES-Ackerbauer 2019), sind auch dieses Mal wieder Hochkaräter für Innovationskraft und Wissen im regenerativen, aufbauenden Ackerbau dabei. Karl Lingenhel (CERES-Biolandwirt 2019) ist mit seinem vielfältigen Betrieb dabei und Alfred Grand mit dem Regenwurmkompost. Krautgaart aus Luxemburg referieren zum Marktgarten-System. Und mit Christian Hiß, Birgit Wilhelm und Ulrike von Aufschnaiter schauen wir uns auch Aspekte wie „Landwirtschaft richtig rechnen“, die gesellschaftliche Verantwortung von Boden und die gesunde Nahrung (nicht nur) für Kinder an.

Das Format

  • 10 Webinare à 90 Minuten (60 Minuten Präsentation, 30 Minuten Fragen & Antworten).
  • Die Webinar-Reihe kann als Ganzes für 79,90€ gebucht werden.
  • Alle Webinare werden aufgezeichnet und stehen den Teilnehmenden im Anschluss zur Verfügung.
  • Beginn: Donnerstag, 18. Februar um 20:00 Uhr (digitaler Stammtisch: 19:00 Uhr). Danach wöchentlicher Rhythmus.
  • Ein Einstieg ist jederzeit möglich.
  • Mengenrabatte für Institutionen auf Nachfrage möglich.

Anmeldung sowie weitere Informationen unter www.webinar-aufbauende-landwirtschaft.de

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Zur Frage der Unterschiedlichkeit oder Ähnlichkeit von regenerativer und ökologischer Landwirtschaft

Zur Frage der Unterschiedlichkeit oder Ähnlichkeit von regenerativer und ökologischer Landwirtschaft

Letztens gab’s einen kleinen Austausch zur Frage der Unterschiedlichkeit oder Ähnlichkeit von regenerativer und ökologischer Landwirtschaft in einer Facebook-Gruppe, ausgelöst durch ein Präsentation/Auslegung zu dem Thema auf Youtube. Dazu habe ich dann spontan einen etwas längeren Kommentar geschrieben, allerdings nur auf die Schnelle und ohne Recherche oder Nachweise. Aber da er meine derzeitige Sichtweise ganz gut wieder gibt, und sicherlich Stoff für Diskussion/Austausch/Fragen/Ergänzungen/anderen Sichtweisen liefern könnte, wollte ich ihn hier nochmal wiedergeben:

»Ui, ein weites Feld, würde ich meinen. Es gibt ja keine einheitliche Definition von RegAg. Klar scheint zu sein: Während Bio mit Input-basierten Regeln arbeitet (man darf nur dies und jenes nutzen), ist RegAg Output-basiert – hier geht es v.a. aber nicht nur um Bodengesundheit. Als Vorbild dienen hier Muster in der Natur.

Meist werden die 5 Prinzipien genannt: Schutz der Bodenoberfläche, Minimierung der mechanischen Störung, Pflanzenvielfalt, Dauerhaftes Pflanzen-Wurzel-Netzwerk, Integration von Vieh. Aber es gibt manchmal noch andere Prinzipien. Wie man diese Prinzipien realisiert bleibt dem Landwirt selbst überlassen.

Zwar braucht auch die Umstellung von konventionell auf Bio eine gewisse, manchmal wohl mehr oder weniger ausgeprägte, Veränderung der Philosophie, des Verständnisses und Bewusstsein über die Natur; aber der Schritt hin zu RegAg ist vielleicht noch mal ein deutlichere Veränderung zu einem anderen Bewusstsein über die natürlichen Zusammenhänge und Lebensphilosophie.

RegAg in anderen Ländern wie den USA wird ja mittlerweile auch von Nestle, McDonalds und CO »okkupiert« und genutzt. Ob mit oder ohne sie gibt es – weil es eben auch keine Verbote gibt – eben doch auch noch oft mit Glyphosat oder anderen Herbiziden gearbeitet, und das Ganze dann als RegAg verkauft. Schliesslich setzt man statt einer zweijährigen-Fruchtfolge (Mais, Soja) dann auch auf auf eine drei- oder vierjährige, was in den USA schon oft ein großer Fortschritt ist. Aber natürlich gibt’s da wirklich auch wunderbare Fortschritte, mit weiten Fruchtfolgen, Zwischenfrüchten (ja auch nicht unbedingt so üblich in den USA) und Untersaaten. Auch der hochgelobte USA-Guru der RegAg-Szene Gabe Brown nutzt übrigens diese Hilfsmittel (Herbizide) immer noch ab und an. Und das mag in einer Übergangsphase ja auch durchaus noch sinnvoll für einen Betrieb sein. Aber eben Vorsicht: RegAg ist ein nicht geschützter Begriff und wird – so meine Hypothese – in einigen Jahren den Weg gehen, den die »Nachhaltigkeit« auch gegangen ist. Gibt ja mittlerweile tolle »nachhaltige Produkte« oder »nachhaltiges Management«, wo man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.

Interessant ist da die Entwicklung des »Regenerative organic certification« Labels, vom Rodale Institute, u.a. mit Patagonia, entwickelt. Dieses Label nimmt die Bio-Landwirtschaft als Grundvorraussetzung für die Zulassung für das Label. Und hat dann aber noch einige zusätzliche Parameter, die weit über Bio-Regeln hinausgehen – aber eben auch hier wieder mehr Output- als Input-orientiert sind. Neben Bodengesundheit und Land-Management, stehen groß das Tierwohl und die Landwirt- und Arbeiter Fairness im Vordergrund. Das geht meiner Ansicht nach doch noch deutlich weiter als fast alle Bio-Richtlinien – aber ich bin da kein Experte.«

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