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Regierungsdokument des Vereinigten Königreichs: Biodiversitätsverlust ist ein Sicherheitsrisiko

Regierungsdokument des Vereinigten Königreichs: Biodiversitätsverlust ist ein Sicherheitsrisiko

Die britische Regierung hat im Rahmen ihrer nationalen Sicherheitsplanung eine Analyse erstellt, die Biodiversitätsverlust und Ökosystemkollaps als bedeutende Sicherheitsrisiken einstuft.

Wenn von nationaler Sicherheit die Rede ist, denken die meisten Menschen an Militär, Terrorismus oder geopolitische Konflikte. Eine aktuelle Sicherheitsanalyse der britischen Regierung kommt jedoch zu einem anderen Schluss: Der Verlust von Biodiversität und der Zusammenbruch von Ökosystemen gehören zu den größten langfristigen Bedrohungen für die Stabilität moderner Gesellschaften.

Der Bericht macht deutlich, dass Natur weit mehr ist als eine Ansammlung von Pflanzen und Tieren. Wälder, Böden, Feuchtgebiete, Flüsse, Korallenriffe und Mangroven bilden die ökologische Infrastruktur unseres Planeten. Sie regulieren Wasserkreisläufe, stabilisieren das Klima, sichern die Nahrungsmittelproduktion, filtern Wasser und Luft und schützen vor Naturkatastrophen.

Gehen diese Funktionen verloren, entstehen Kettenreaktionen. Ernteausfälle, Wasserknappheit, Bodendegradation und der Rückgang von Fischbeständen führen zu steigenden Lebensmittelpreisen, wirtschaftlicher Unsicherheit und wachsendem Druck auf Gesellschaften. Wo Nahrung und Wasser knapp werden, nehmen Migration, politische Instabilität und Konflikte zu.

Besonders besorgt zeigt sich die Analyse über den Zustand einiger global bedeutender Ökosysteme. Dazu zählen der Amazonas-Regenwald, das Kongobecken, die borealen Wälder Kanadas und Russlands, die Korallenriffe und Mangroven Südostasiens sowie die Himalaya-Region. Diese Landschaften beeinflussen nicht nur die Artenvielfalt vor Ort, sondern steuern Niederschläge, Wasserkreisläufe und Wettermuster weit über ihre Grenzen hinaus. Ihr Zusammenbruch hätte globale Auswirkungen auf Klima, Landwirtschaft und Wasserversorgung.

Bemerkenswert ist, dass der Bericht Biodiversitätsverlust nicht lediglich als Folge des Klimawandels betrachtet. Vielmehr wird er als eigenständiger Risikofaktor beschrieben, der den Klimawandel zusätzlich verstärkt. Der Verlust von Wäldern, Feuchtgebieten und anderen natürlichen Kohlenstoffspeichern beschleunigt die Erwärmung und verändert gleichzeitig Wasser- und Niederschlagsmuster.

Für die Landwirtschaft sind die Erkenntnisse besonders relevant. Die Analyse betont, dass gesunde Böden, funktionierende Wasserkreisläufe, Bestäuber und widerstandsfähige Agrarsysteme zu den wichtigsten Voraussetzungen für zukünftige Ernährungssicherheit gehören. Länder, die ihre Ökosysteme schützen und wiederherstellen, werden langfristig deutlich resilienter sein als solche, die ausschließlich auf technische Lösungen setzen.

Die zentrale Botschaft des Berichts lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Natur ist keine Nebensache der Wirtschaft – sie ist die Grundlage von Wohlstand, Ernährungssicherheit, gesellschaftlicher Stabilität und nationaler Sicherheit.

Wer Wälder, Böden, Feuchtgebiete und andere Ökosysteme schützt und regeneriert, betreibt daher nicht nur Naturschutz. Er investiert zugleich in die Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften gegenüber den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Analyse: https://assets.publishing.service.gov.uk/media/696e0eae719d837d69afc7de/National_security_assessment_-_global_biodiversity_loss__ecosystem_collapse_and_national_security.pdf

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Neue Studie: Entwaldung trocknet den Amazonas schneller aus als bisher gedacht

Neue Studie: Entwaldung trocknet den Amazonas schneller aus als bisher gedacht

Der Amazonas ist nicht nur ein Wald – er ist eine riesige Wasserpumpe. Milliarden von Bäumen ziehen Wasser aus dem Boden und geben es über ihre Blätter an die Atmosphäre ab. Dieses Wasser bildet Wolken und fällt später wieder als Regen auf die Landschaft zurück.

Eine neue Studie von Liu et al. (2025) zeigt nun eindrucksvoll, wie empfindlich dieses System reagiert. Die Forschenden untersuchten die Waldverluste in den brasilianischen Bundesstaaten Rondônia und Mato Grosso zwischen 2002 und 2015. Das Ergebnis: Ein Rückgang der Waldfläche um lediglich 3,2 % führte zu einer Verringerung der Verdunstung um 3,5 % und zu einem Rückgang der Niederschläge in der Trockenzeit um 5,4 %.

Besonders spannend ist die Frage, warum der Regen so stark zurückgeht. Oft wird angenommen, dass weniger Wald einfach weniger Verdunstung bedeutet und deshalb weniger Regen fällt. Die Studie zeigt jedoch, dass dies nur einen Teil der Erklärung liefert.
Lediglich etwa ein Viertel des Niederschlagsrückgangs war direkt auf die geringere lokale Verdunstung zurückzuführen. Rund drei Viertel entstanden dadurch, dass die Entwaldung die atmosphärische Zirkulation veränderte. Durch die trockenere und wärmere Luft wurden weniger Wolken gebildet, wodurch auch weniger Feuchtigkeit aus anderen Regionen in das Gebiet transportiert wurde.

Die Bedeutung dieser Ergebnisse reicht weit über den Amazonas hinaus. Sie verdeutlichen, dass Vegetation nicht nur auf den vorhandenen Niederschlag reagiert, sondern selbst aktiv an dessen Entstehung beteiligt ist. Wälder beeinflussen damit nicht nur Kohlenstoffspeicherung und Biodiversität, sondern auch den regionalen Wasserhaushalt und das Klima.

Für die Diskussion um klimaaktive Landschaften ist das eine wichtige Erkenntnis: Landnutzung entscheidet nicht nur darüber, wie Wasser genutzt wird, sondern auch darüber, wie viel Wasser überhaupt in einer Region zur Verfügung steht. Wälder sind daher nicht nur Opfer von Dürren – sie sind ein wesentlicher Teil der Lösung.

Studie: https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1029/2025AV001670

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Können Bodenmikroben über Pflanzen das Wetter mit beeinflussen?

Können Bodenmikroben über Pflanzen das Wetter mit beeinflussen?

Neue Forschung zeigt: Bodenbakterien und Mykorrhizapilze versorgen Pflanzen nicht nur mit Nährstoffen. Sie beeinflussen über Hormone und Signalmoleküle auch die Öffnung der Spaltöffnungen (Stomata) in den Blättern – und damit die Verdunstung.

Warum? Mikroorganismen leben von den Zuckern, die Pflanzen durch die Photosynthese produzieren. Es liegt daher im Interesse beider Partner, dass die Pflanze möglichst effizient Wasser und Nährstoffe aufnehmen und lange Photosynthese betreiben kann. Besonders Mykorrhizapilze helfen Pflanzen dabei, auch bei Trockenheit länger Wasser aufzunehmen. Dadurch bleiben die Stomata häufig länger geöffnet und die Verdunstung steigt.

Mehr Verdunstung bedeutet mehr Wasserdampf in der Atmosphäre – eine wichtige Voraussetzung für Wolkenbildung und Niederschlag. Gleichzeitig beeinflusst die Pflanze die Bildung biogener Aerosole, die als Kondensationskeime für Wolken dienen können.

Ob Bodenmikroben dadurch tatsächlich das Wetter auf Landschafts- oder Kontinentalskalen mitsteuern, ist wissenschaftlich noch nicht bewiesen. Die einzelnen Bausteine sind jedoch gut belegt. Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass Bodenmikrobiom, Pflanzen und Atmosphäre ein eng gekoppeltes System bilden – und dass gesunde Böden möglicherweise eine weit größere Rolle für den Wasserkreislauf und das Klima spielen, als lange angenommen wurde.

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Mehr Tau – mehr Ertrag? Ein unterschätzter Vorteil regenerativer Landwirtschaft

Mehr Tau – mehr Ertrag? Ein unterschätzter Vorteil regenerativer Landwirtschaft

Wenn wir über Wasserversorgung sprechen, denken wir fast immer an Regen. Doch auch der Tau kann eine wichtige Rolle spielen – insbesondere in Zeiten zunehmender Trockenheit. Die Wassermenge ist zwar klein, ihre Wirkung auf die Pflanzen kann jedoch erstaunlich groß sein.

Regenerative Maßnahmen wie Mischkulturen, Untersaaten, Zwischenfrüchte, Hecken und Agroforstsysteme fördern die Taubildung gleich mehrfach: Sie erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Bestand, reduzieren Wind, kühlen die Vegetation in der Nacht und vergrößern die Blattoberfläche, auf der Wasser kondensieren kann. Für landwirtschaftliche Standorte in Deutschland weisen Messungen häufig auf Größenordnungen von etwa 20 bis 60 Litern pro Quadratmeter und Jahr hin – das entspricht 200.000 bis 600.000 Litern je Hektar.

Die Vorteile für den landwirtschaftlichen Betrieb sind vielfältig:

  • Längere Photosynthese am Morgen: Feuchte Blätter und eine höhere Luftfeuchtigkeit verzögern Trockenstress. Die Pflanzen können früher und länger mit der Photosynthese beginnen.
  • Weniger Wasserstress: Tau ersetzt zwar keinen Regen, entlastet die Pflanzen aber genau in den ersten Stunden des Tages, wenn sie besonders effizient wachsen.
  • Geringere Transpiration: Eine feuchte Blattoberfläche und ein höherer Feuchtegehalt der Luft verringern den Wasserverlust über die Spaltöffnungen.
  • Kühlere Bestände: Tau entzieht der Umgebung beim Verdunsten Wärme. Zusammen mit der Beschattung durch Hecken oder Agroforst entstehen kühlere Mikroklimate.
  • Längere Bodenbedeckung: Untersaaten und Zwischenfrüchte halten den Boden über viele zusätzliche Monate grün und aktiv. Dadurch wird nicht nur mehr Kohlenstoff gebunden, sondern auch häufiger Tau gebildet.
  • Mehr biologische Aktivität: Feuchtigkeit auf Pflanzen und Boden schafft bessere Bedingungen für Bodenorganismen und unterstützt den kontinuierlichen Stoffaustausch zwischen Pflanzen und Bodenleben.
  • Höhere Resilienz gegenüber Trockenperioden: Viele kleine Feuchtigkeitsimpulse können dazu beitragen, dass Pflanzen Trockenphasen besser überstehen und ihre Wachstumsleistung länger aufrechterhalten.

Besonders interessant ist der Zusammenhang: Je mehr lebende Vegetation eine Landschaft besitzt, desto günstiger wird häufig auch ihr Mikroklima. Mehr Blattfläche fördert die Taubildung, Tau verbessert den Wasserhaushalt der Pflanzen, und vitalere Pflanzen erzeugen wiederum mehr Blattmasse und Verdunstung. So entsteht ein positiver Kreislauf, der die Widerstandsfähigkeit des gesamten Systems stärkt.

Tau wird die Wasserversorgung eines Ackers niemals ersetzen. Doch gerade in einer Landwirtschaft, die auf möglichst viele grüne Tage im Jahr setzt, kann er zu einem wichtigen Baustein eines stabileren Landschaftswasserhaushalts werden. Oft sind es nicht einzelne große Maßnahmen, sondern viele kleine Prozesse, die zusammen den Unterschied zwischen Trockenstress und resilienten Beständen ausmachen.

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Waldbrände in der Gascogne: Mehr als nur Klimawandel

Waldbrände in der Gascogne: Mehr als nur Klimawandel

Die schweren Waldbrände in den Landes de Gascogne im Südwesten Frankreichs werden häufig als direkte Folge des Klimawandels dargestellt. Tatsächlich spielt der Klimawandel eine zentrale Rolle – aber er ist nur ein Teil der Erklärung.

Was viele nicht wissen: Die Landes sind kein natürlicher Mischwald, sondern der größte künstlich angelegte Wirtschaftswald Westeuropas. Im 19. Jahrhundert wurden die ursprünglichen Moore, Feuchtgebiete und Heidelandschaften großflächig entwässert und fast vollständig mit der harzreichen Seekiefer bepflanzt (siehe angehängte Karte; in grün sind bewaldete Flächen dargestellt). Diese Baumart wächst schnell und liefert wertvolles Holz, ist aber aufgrund ihres hohen Harzgehalts auch besonders leicht entzündlich. Hinzu kommt, dass große, gleichaltrige Kiefernbestände mit wenig Baumarten- und Strukturvielfalt ideale Bedingungen für die Ausbreitung von Bränden bieten. Wo früher Feuchtgebiete und offene Landschaften natürliche Brandbarrieren bildeten, dominieren heute zusammenhängende Kiefernwälder.

Der Klimawandel verschärft diese Situation erheblich. Längere Hitzeperioden, häufigere Dürren und eine höhere Verdunstung trocknen Böden und Vegetation immer stärker aus. Ein kleiner Funke – häufig verursacht durch menschliche Unachtsamkeit – genügt dann, um einen Großbrand auszulösen. Wind sorgt schließlich dafür, dass sich die Flammen mit hoher Geschwindigkeit ausbreiten. Die Waldbrände der Gascogne zeigen deshalb eindrücklich: Nicht der Klimawandel allein ist das Problem. Erst das Zusammenspiel aus Entwässerung und einem veränderten Landschaftswasserhaushalt, aus großflächigen Monokulturen, menschlichen Zündquellen und zunehmender Hitze macht solche Megabrände möglich.

Die wichtigste Lehre daraus lautet: Klimaanpassung bedeutet mehr als Klimaschutz. Resiliente Wälder brauchen Vielfalt – unterschiedliche Baumarten, verschiedene Altersstufen, mehr Feuchtgebiete und einen intakten Landschaftswasserhaushalt. Denn je besser eine Landschaft Wasser speichern und kühlen kann, desto widerstandsfähiger wird sie gegenüber den zunehmenden Extremereignissen unserer Zeit.

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Was kostet unser Essen wirklich? Landwirt Björn Scherhorn kämpft ums Überleben

Was kostet unser Essen wirklich? Landwirt Björn Scherhorn kämpft ums Überleben

Björn Scherhorn ist mit Herz und Seele Bauer. Sein Weg – aufstrebend als sehr guter konventioneller, der er war. Aber dann gefolgt von einem innerlichen und teils auch äusserlichen Zusammenbruch. Und damit kam eine Veränderung in sein Leben. Björn ist so richtig ehrlich, grounded, und „kämpft“ für die Landwirtschaft und das Leben als Bauer. Toller Typ!

Hier ein spannender, bewegender, nachdenklich-machender Podcast mit ihm.

„Fünf Uhr morgens, Ende November. Während die Melkmaschine im Takt arbeitet, beginnt für Bauer Björn Scherhorn ein weiterer Tag, der selten unter zwölf Stunden endet. Was nach ländlicher Idylle klingt, ist für viele Landwirt:innen in Deutschland ein Leben am Limit. Björn Scherhorn ist Bio-Landwirt, Familienvater – und Überlebender. Über Jahre hinweg führten ihn wirtschaftlicher Druck, fallende Preise und die Logik der industriellen Landwirtschaft in eine tiefe persönliche Krise.

Schulden, Existenzängste, körperliche Überlastung und schließlich Suizidgedanken: „Ich wusste nicht mehr weiter. Gar nicht mehr“, sagt er. Sein Schicksal ist kein Einzelfall. Studien zeigen: Landwirt:innen sind deutlich häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen als der Durchschnitt.

Hinter gepflegten Höfen und weiten Feldern verbirgt sich oft ein Alltag aus Dauerstress, finanzieller Unsicherheit und gesellschaftlicher Unsichtbarkeit. Björn Scherhorn hat seinen Weg aus der Krise gefunden und macht deutlich, dass es nicht nur individuelle Stärke braucht, sondern auch ein Umdenken im System.“

Podcast: https://open.spotify.com/episode/1dXY8HDEitCCpsquqkiLDs?si=6VXMCe3DQB6A8rRIFAwbQw
Webseite: https://www.hof-scherhorn.de/

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Oliver Leipacher // Regenerativer Gemüseanbau im Gewächshaus und eine andere ökonomische Betrachtung // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Oliver Leipacher // Regenerativer Gemüseanbau im Gewächshaus und eine andere ökonomische Betrachtung // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Ein Vortrag von Oliver Leipacher zum Thema „Regenerativer Gemüseanbau im Gewächshaus und eine andere ökonomische Betrachtung„. (https://youtu.be/Oaea7d3JF-o)

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

Blog:
www: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/blog
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Linkedin: https://www.linkedin.com/in/stefan-schwarzer-aufbauende-landwirtschaft/recent-activity/all/
Youtube: https://www.youtube.com/aufbauendeLandwirtschaft/videos

Websites:
Aufbauende Landwirtschaft: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/
Symposium: https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
Webinare: https://webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/
Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de

Bücher:
„Gesundheit beginnt im Boden“ (2025): Amazon, Oekom
„Aufbäumen gegen die Dürre“ (2023): Amazon, Oekom
„Die Humusrevolution“ (2017): Amazon, Oekom

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Warum wir beim Klimawandel (und den Folgen) zu oft nur in den Himmel schauen

Warum wir beim Klimawandel (und den Folgen) zu oft nur in den Himmel schauen

Über den Einfluss der schwindenden Vegetation und degradierter Böden auf den Wasserkreislauf – und damit auch auf den Energiekreislauf und den Kohlenstoffkreislauf – habe ich hier schon häufig geschrieben. Doch warum ist diese Sichtweise bis heute so wenig verbreitet?

Eine kurze Geschichte dazu. Sie hat sich tatsächlich so ereignet – vor etwa zwei Jahren in einem Gespräch mit einem bekannten Fernseh-Wettermoderator.

Eigentlich wollte ich von ihm wissen, wie er unsere Sicht auf die Rolle von Vegetation und Böden für den Wasser- und Energiekreislauf einschätzt. Kann er nachvollziehen, dass Pflanzen das Klima nicht nur lokal, sondern auch regional und global kühlen – und dass sie damit ein bisher weitgehend unterschätzter Teil der Lösung, aber auch des Problems der Klimakrise sind?

Doch wir kamen gar nicht so weit. Das Gespräch blieb beim gerade zurückliegenden Hochwasser in Südbayern im Juni 2024 hängen.

„Das ist der Klimawandel“, sagte er.

„Moment“, entgegnete ich. „Es macht doch einen erheblichen Unterschied, ob ein landwirtschaftlicher Boden nur zehn Liter Wasser pro Quadratmeter aufnehmen kann oder fünfzig Liter – oder sogar noch mehr, wie auf gut aufgebauten, regenerativ bewirtschafteten Böden. Solche Unterschiede messen wir tatsächlich. Viele Böden sind inzwischen so stark verdichtet und degradiert, dass sie Starkregen kaum noch aufnehmen können.“

„Nein“, antwortete er. „Das ist der Klimawandel. Ein Grad höhere Lufttemperatur bedeutet etwa sieben Prozent mehr Wasserdampf in der Atmosphäre. Wenn wir während solcher Wetterlagen fünf Grad höhere Temperaturen haben, steckt entsprechend mehr Wasser und vor allem mehr Energie in diesen Ereignissen.“

Diese Erklärungen untermalt er mit Handbewegungen nach oben – in den Himmel.

„Ja“, sagte ich, „da stimme ich dir vollkommen zu. Aber macht es nicht zusätzlich einen Unterschied, ob das Wasser in der Landschaft gehalten wird oder möglichst schnell aus ihr verschwindet? Verdichtete Böden erzeugen Oberflächenabfluss. Drainagen, Gräben und Kanalisation beschleunigen den Abfluss zusätzlich. Der massive Verlust an Auen und Mooren. Die Begradigung von Bächen und Flüssen. Und rund acht bis zehn Prozent unserer Landschaft sind inzwischen versiegelt. Das Wasser fließt also auf direktem Weg Richtung Regensburg und Passau, anstatt zunächst im Boden und in der Landschaft gespeichert zu werden.“

Wir diskutierten noch einige Minuten hin und her. Schließlich sagte er: „Ja, stimmt. Da ist etwas dran.“

Dieses Gespräch hat mich lange beschäftigt.

Nicht, weil der Meteorologe unrecht hatte – im Gegenteil. Seine Aussagen zur Atmosphäre waren vollkommen richtig. Sondern weil mir bewusst wurde, wie stark wir alle durch unsere jeweilige Fachdisziplin geprägt sind.

Meteorologen schauen verständlicherweise vor allem in den Himmel. Bodenkundler schauen auf den Boden. Hydrologen auf Flüsse und Grundwasser. Agrarwissenschaftler auf die Felder. Jeder erkennt einen wichtigen Teil des Systems.

Doch das Klima entsteht nicht allein in der Atmosphäre. Es entsteht aus dem Zusammenspiel von Atmosphäre, Vegetation, Böden und Wasser.

Genau dieser Blick auf das Gesamtsystem fehlt bis heute häufig. Dabei sind die Zusammenhänge auf der Ebene des Wasserhaushalts oft erstaunlich einfach: Gesunde Böden speichern mehr Wasser. Mehr gespeichertes Wasser ermöglicht mehr Vegetation und damit mehr Verdunstung. Mehr Verdunstung entzieht der Umgebung Wärme, fördert Wolkenbildung und Niederschlag und stabilisiert regionale Klimasysteme.

Über diese weiterführenden Zusammenhänge – die klimakühlende Wirkung der Vegetation und die Rolle des kleinen Wasserkreislaufs, wie ich sie unter anderem in meinem UNEP-Artikel und im Buch „Aufbäumen gegen die Dürre(künftig „Aufbäumen gegen Dürre und Fluten„) beschreibe – haben wir an diesem Tag gar nicht mehr gesprochen.

Ich ging nachdenklich weiter.

Nicht erschrocken über den Meteorologen.

Sondern darüber, wie selten wir die verschiedenen Puzzleteile zusammenfügen.

UNEP Paper: https://aufbauende-landwirtschaft.de/wp-content/uploads/2021/08/UNEP-Foresight-Brief-Mit-Vegetation-und-Boeden-die-kleinen-Wasserkreislaeufe-staerken-und-das-Klima-kuehlen.pdf
Buch: https://www.oekom.de/buch/aufbaeumen-gegen-die-duerre-9783987260209

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„Riegele Zukunftswald Fahrrad-Tour“: nachhaltigen Waldumbau erlebbar machen

„Riegele Zukunftswald Fahrrad-Tour“: nachhaltigen Waldumbau erlebbar machen

Die Brauerei Riegele eröffnet einen neuen Radweg durch die Westlichen Wälder, der Freizeit, Natur und Nachhaltigkeit verbindet. Am Ziel der Tour wartet ein Projekt, das zeigt, wie Waldumbau zur Trinkwasserbildung, Artenvielfalt und Klimaanpassung beitragen kann.

Ein neues Ausflugsziel für Radfahrer und Naturinteressierte bereichert ab sofort die Region Augsburg: Mit der Eröffnung der „Riegele Zukunftswald-Tour“ lädt die Brauerei Riegele dazu ein, nachhaltigen Waldumbau in den westlichen Wäldern aktiv zu entdecken.

Wer bei der Brauerei im Herzen Augsburgs startet, der muss künftig nach kleinen Symbolen an den Radweg-Schildern Ausschau halten, die auf die „Riegele Zukunftswald Tour“ hinweisen. Entlang der Wertach, der Wellenburger Allee und quer durch die westlichen Wälder nach Anhausen führt die Tour. Ins Leben gerufen wurde sie vom Brauhaus Riegele gemeinsam mit einem ehrenamtlichen Bauteam des ADFC Landsberg und Pfarrer Jürgen Nitz.

Der Riegele Zukunftswald – speichert 8 Millionen Liter Wasser in der Region
Ziel der Tour ist der Riegele Zukunftswald – ein 8 Hektar großes Waldstück, das Riegele im Anhauser Tal erworben hat und Stück für Stück zum ökologisch generationen-tauglichen Zukunftswald umbaut. Ein gesunder Waldboden, der Wasser filtert und speichert sowie durch Humusaufbau CO2 aus der Luft bindet, ist dabei zentral.
Dazu werden nicht ganze Flächen gerodet, sondern gezielt einzelne Bäume, insbesondere Fichten, entnommen und durch standortgerechte Edelholzbaumarten ersetzt. Diese Bäume senken durch Verdunstung die lokale Temperatur um bis zu 7 Grad und wirken damit ausgleichend auf das lokale Klima. Gleichzeitig entsteht durch herabfallendes Laub ein wertvoller Lebensraum für Regenwürmer. Ziel ist es, Lebensraum für bis zu fünf Millionen Regenwürmer zu schaffen, die durch ihre Tätigkeit einen besonders feinporigen und aufnahmefähigen Boden fördern.
Der lebendige Waldboden sorgt damit nicht nur für Artenvielfalt, er kann auch viel mehr Wasser filtern und aufnehmen. Auf diese Weise soll die Neubildung von hochwertigem Trinkwasser unterstützt werden. Nach Angaben von Life Future Forest können dadurch jährlich bis zu acht Millionen Liter bestes Trinkwasser zusätzlich im natürlichen Kreislauf gespeichert und gefiltert werden. Im sogenannten „Naschwald“ schaffen Fruchttragende Baumarten wie Walnuss- und Kirschbäume einen vielfältigen Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Vögel, die hier von Frühjahr bis Herbst Nahrung finden.

Gelebte Unternehmensphilosophie
Der Umbau zu einem nachhaltig bewirtschafteten Dauerwald mit Bäumen unterschiedlicher Altersstufen und Größen wird begleitet von Ludwig Pertl, einen Experten von Life Future Forest und von Siegfried Knittel, einem sehr erfahrenen Förster. Da die Entwicklung eines zukunftsfähigen Waldes langfristig angelegt ist, setzt die Augsburger Familienbrauerei auf eine generationenübergreifende Perspektive.
Nachhaltigkeit spielt bei Riegele seit vielen Jahren eine zentrale Rolle. So investiert die Brauerei kontinuierlich in Klimaschutzmaßnahmen. Das Umweltmanagement ist seit zehn Jahren nach EMAS zertifiziert. Darüber hinaus nutzt das Unternehmen Strom aus eigenen Solaranlagen, setzt auf effiziente Wärmerückgewinnung und bevorzugt regionale Rohstoffe.
Mit der neuen Zukunftswald-Tour schafft Riegele ein leicht zugängliches Angebot für nachhaltige Freizeitgestaltung in der Region. Die Kombination aus gut erreichbarer Radstrecke, informativem Lehrpfad und naturnahem Erlebnis macht den Zukunftswald zu einem attraktiven Ziel für alle, die Erholung und Umweltbewusstsein miteinander verbinden möchten.

Die Radtour kann unter riegele.de/zukunftswald heruntergeladen werden. Dort finden sich auch weitere Infos zum Zukunftswald.

Riegele Zukunftswald: https://www.riegele.de/zukunftswald/

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Mit Vegetation und Böden die kleinen Wasserkreisläufe stärken und das Klima kühlen

Mit Vegetation und Böden die kleinen Wasserkreisläufe stärken und das Klima kühlen

Es ist zwar schon eine Weile her dass ich dieses Paper für UNEP geschrieben habe, aber es bietet meiner Meinung nach immer noch eins der besten Überblickspapiere in diesem Bereich (2021 war es das Erste seiner Art mit den vielen wissenschaftlichen Backups und den großen Zusammenhänge die es aufzeigt). Wie hängen Landnutzungsänderungen (letzten Endes ja quasi immer „Zerstörungen“), der Wasser-, Energie- und Kohlenstoffkreislauf zusammen? Welchen Einfluß hat das Schwinden von Vegetation auf Boden, Wasser und Klima? Viel mehr als wir gemeinhin (und überraschenderweise in der Klimawissenschaft ebenso) denken.

Working with Plants, Soils and Water to Cool the Climate and Rehydrate Earth’s Landscapes

Gibt es in verschiedene Sprachen! Und inoffiziell (weil keine UN-Sprache auch in deutsch).

English (2.36 MB)
Arabic (3.58 MB)
Chinese (3.47 MB)
Russian (2.89 MB)
Spanish (2.89 MB)
French (1.78 MB)

 

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Is Trump’s Glyphosate Order Actually Good for Farming? Joel Salatin Answers

Is Trump’s Glyphosate Order Actually Good for Farming? Joel Salatin Answers

Joel Salatin ist die Ikone der ich-mache-eine-andere-Landwirtschaftsbewegung. Ein brillianter Denker, Redner und innovativer Praktiker, immer ehrlich und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.

Steht unser Ernährungssystem tatsächlich kurz vor dem Zusammenbruch, oder wird uns eine gefährliche Lüge aufgetischt, um Unternehmensgewinne und ein weit verbreitetes Unkrautvernichtungsmittel zu schützen? Begleiten Sie Joel Salatin dabei, wie er das Narrativ vom „Überleben der Zivilisation“ – mit dem Glyphosat verteidigt wird – zerpflückt und die systemischen Missstände in der Agrarindustrie aufdeckt. Anstatt zu fragen: „Wie werden wir Glyphosat los?“, fragt Joel: „Wie stellen wir den Reichtum der Landschaft wieder her, der vor der Ankunft der Europäer herrschte?“

Video: https://www.youtube.com/watch?v=eye6J2-H17g

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Warum der Wandel zur regenerativen Landwirtschaft so schwer ist

Warum der Wandel zur regenerativen Landwirtschaft so schwer ist

Eigentlich wissen wir längst, was zu tun wäre. Gesunde Böden aufbauen, Wasser besser in der Landschaft halten, Biodiversität fördern und Betriebsmittel effizienter einsetzen – für all das gibt es heute zahlreiche erfolgreiche Praxisbeispiele. Trotzdem verändert sich die Landwirtschaft insgesamt nur langsam.

Warum?

Weil Landwirtschaft kein isoliertes System ist. Der einzelne Betrieb steht in einem Geflecht aus Ausbildung, Beratung, Forschung, Politik, Handel, Lebensmittelindustrie, Banken, Versicherungen, Medien und Konsumenten. Jeder dieser Akteure beeinflusst die Entscheidungen auf dem Hof. Solange sich nur der Landwirt verändert, das übrige System aber gleich bleibt, stößt jede Veränderung schnell an ihre Grenzen.

Nachhaltige Transformation entsteht nicht allein durch neue Maßnahmen oder bessere Technologien. Sie entsteht erst dann, wenn ein System beginnt, sich selbst zu verstehen. Wenn alle Beteiligten erkennen, wie eng ihre Entscheidungen miteinander verbunden sind, kann aus einzelnen Initiativen ein gemeinsamer Wandel werden. (siehe Beitrag zu Otto Scharmer)

Regenerative Landwirtschaft darf nicht auf Maßnahmen auf dem Betrieb reduziert werden. Sie ist ein Entwicklungsprozess der gesamten Wertschöpfungskette – von der Landwirtschaft über Verarbeitung und Handel bis hin zu Politik, Finanzierung und Gesellschaft. Zertifizierung sollte deshalb nicht nur kontrollieren, sondern Lernen, Zusammenarbeit und kontinuierliche Weiterentwicklung fördern.

Genau hier setzten wir mit Regenerate Forum am Bodensee an. Unser Ziel ist nicht nur, einzelne Betriebe bei der Umstellung zu begleiten. Wir möchten den gesamten regionalen Transformationsprozess unterstützen. Deshalb bringen wir Landwirte, Unternehmen, Kommunen, Wasserversorger, Wissenschaft, Beratung und Zivilgesellschaft an einen Tisch. Mit Weiterbildungen, regionalen Runden Tischen, einer entwicklungsorientierten Zertifizierung und dem Aufbau neuer Wertschöpfungsketten schaffen wir die Rahmenbedingungen, damit regenerative Landwirtschaft wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich erfolgreich werden kann.

Der Wandel zur regenerativen Landwirtschaft ist deshalb keine Aufgabe einzelner Pioniere. Er ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Erst wenn alle Stellschrauben gemeinsam bewegt werden, entsteht das, was wir wirklich brauchen: ein regeneratives Agrar- und Ernährungssystem, das gesunde Böden, sauberes Wasser, wirtschaftlich erfolgreiche Betriebe und lebenswerte Landschaften miteinander verbindet.

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Armin Meitzler // In (kleinen & größeren) Kooperationen in die Zukunft denken // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Armin Meitzler // In (kleinen & größeren) Kooperationen in die Zukunft denken // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Ein Vortrag von Armin Meitzler zum Thema „In (kleinen & größeren) Kooperationen in die Zukunft denken„. (https://youtu.be/e5prq7b4Xfc)

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

Blog:
www: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/blog
Facebook: https://www.facebook.com/aufbauendeLandwirtschaft/
Instagram: https://www.instagram.com/aufbauende_landwirtschaft/
Linkedin: https://www.linkedin.com/in/stefan-schwarzer-aufbauende-landwirtschaft/recent-activity/all/
Youtube: https://www.youtube.com/aufbauendeLandwirtschaft/videos

Websites:
Aufbauende Landwirtschaft: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/
Symposium: https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
Webinare: https://webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/
Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de

Bücher:
„Gesundheit beginnt im Boden“ (2025): Amazon, Oekom
„Aufbäumen gegen die Dürre“ (2023): Amazon, Oekom
„Die Humusrevolution“ (2017): Amazon, Oekom

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Warum gute Lösungen allein nicht ausreichen

Warum gute Lösungen allein nicht ausreichen

Wie geschieht Transformation? Basierend auf Otto Scharmer’s zur Essenz der Transformation und meinem Engagement für eine Transformation der Landwirtschaft, verstehe ich das so:

Regeneration beginnt nicht mit neuen Maßnahmen, sondern mit einem neuen gemeinsamen Verständnis des Systems. Wir schaffen (mit Regenerate Forum) den Raum, in dem die Akteure der Region lernen, das System gemeinsam zu sehen, zu verstehen und daraus die Zukunft gemeinsam zu gestalten.

Die vier Prinzipien für Transformation nach Otto Scharmer lassen sich in etwa so zusammenfassen – und sind super wichtig für das Verständnis wie Wandel geschehen kann:

  1. Ein System versteht man erst, wenn man versucht, es zu verändern: Scharmer greift Kurt Lewins Satz auf: Man versteht ein System nicht wirklich, solange man es nur von außen beobachtet. Wirkliches Systemwissen entsteht erst im Handeln, im Eingreifen, im Experimentieren. Transformation ist deshalb kein rein analytischer Prozess, sondern ein lernender Veränderungsprozess.
  2. Ein System verändert sich nicht dauerhaft, wenn sich nur Strukturen ändern: Neue Regeln, neue Prozesse oder neue Organisationsformen reichen nicht aus, wenn die Menschen im System mit demselben alten Denken, denselben Routinen und denselben Beziehungsmustern weitermachen. Dann entstehen in neuen Strukturen wieder die alten Probleme. Echte Veränderung braucht also eine Veränderung der Denkweisen, Haltungen und inneren Muster der Beteiligten.
  3. Bewusstsein verändert sich, wenn ein System sich selbst sehen und spüren lernt: Menschen verändern ihr Verhalten nicht allein dadurch, dass sie wissen, was falsch läuft. Sie müssen das System als Ganzes sehen und auch fühlen, wie es sich aus unterschiedlichen Perspektiven anfühlt, besonders aus der Perspektive der Betroffenen und Marginalisierten. Scharmer nennt das eine Art „Spiegel“: Das System muss sich selbst erkennen, nicht nur abstrakt, sondern existenziell.
  4. Transformation entsteht durch das Wahrnehmen einer möglichen Zukunft: Für Scharmer reicht es nicht, nur aus der Vergangenheit zu lernen oder Probleme zu reparieren. Entscheidend ist die Fähigkeit, eine entstehende Zukunft zu erspüren: Was will möglich werden? Welche nächste Entwicklungsstufe liegt im Feld? Diese Fähigkeit nennt er „Sensing“ oder in der Theorie U auch das Sich-Öffnen für die Zukunft, die entstehen möchte.

Kurz zusammengefasst – Transformation bedeutet bei Scharmer:

Nicht nur Symptome bekämpfen, sondern die tieferen Strukturen, Denkweisen und inneren Haltungen sichtbar machen. Ein System muss sich selbst sehen, sich selbst spüren und sich für eine neue Möglichkeit der Zukunft öffnen. Erst dann kann aus Wissen auch kollektives Handeln entstehen.

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Wenn Landschaften austrocknen – wie wir den kleinen Wasserkreislauf schwächen

Wenn Landschaften austrocknen – wie wir den kleinen Wasserkreislauf schwächen

Die Erdgeschichte zeigt, wie Pflanzen den kontinentalen Wasserkreislauf aufgebaut haben (siehe vorangegangen Post). Heute erleben wir vielerorts den umgekehrten Prozess: Wälder werden gerodet, Hecken verschwinden, Moore werden entwässert, Flüsse begradigt und Böden durch intensive Nutzung verdichtet und degradiert. Damit verliert die Landschaft nach und nach ihre Fähigkeit, Wasser zu speichern und wieder an die Atmosphäre abzugeben.

Regen fließt immer häufiger oberflächlich ab, statt im Boden zu versickern. Auen und Moore, die früher wie natürliche Schwämme wirkten, wurden trockengelegt. Begradigte Flüsse transportieren Wasser möglichst schnell aus der Landschaft, Drainagen entwässern Felder, und versiegelte Flächen verhindern nahezu jede Versickerung. Gleichzeitig verlieren degradierte Böden ihre lockere Struktur und damit ihre Fähigkeit, Wasser aufzunehmen und über längere Zeit zu speichern.

Die Folgen reichen weit über den Boden hinaus. Fehlt Wasser in der Landschaft, verdunsten Pflanzen deutlich weniger. Statt einen großen Teil der Sonnenenergie für die Verdunstung – und damit für Kühlung – zu nutzen, heizen sich trockene Böden und kahle Äcker stark auf. Es entstehen große Flächen heißer Luft, die sich deutlich anders verhalten als die kühle, feuchte Luft über Wäldern, Feuchtgebieten oder artenreichen Wiesen.

Dadurch wird nicht nur die Landschaft wärmer. Auch der kleine Wasserkreislauf gerät ins Stocken. Es gelangt weniger Wasserdampf in die Atmosphäre, Wolken bilden sich seltener, und feuchte Luftmassen verlieren auf ihrem Weg ins Landesinnere zunehmend ihre Wasserreserven. Zahlreiche Studien zeigen inzwischen, dass großräumige Landdegradation regional zu geringeren Niederschlägen und längeren Trockenzeiten beitragen kann – besonders dort, wo bereits große Flächen von Entwaldung oder intensiver Landnutzung betroffen sind.

Hinzu kommt ein weiterer Effekt: Wälder und andere naturnahe Vegetation geben biogene Stoffe an die Atmosphäre ab, aus denen sich Aerosole bilden können. Diese dienen als Kondensationskeime für Wolken. Mit dem Verlust der Vegetation geht deshalb nicht nur Wasserdampf verloren, sondern auch ein wichtiger Baustein für die Wolken- und Niederschlagsbildung.

Der Teufelskreis ist offensichtlich: Weniger Vegetation führt zu weniger Verdunstung, mehr Aufheizung, trockeneren Böden und häufig noch weniger Niederschlag. Aus einem ehemals kühlenden, wasserreichen Landschaftssystem wird Schritt für Schritt eine heiße und trockene Landschaft.

Die gute Nachricht ist: Dieser Prozess lässt sich umkehren. Mehr Bäume, Hecken und vielfältige Vegetation, gesunde Böden, wiedervernässte Moore, naturnahe Flüsse und Auen sowie eine regenerative Landwirtschaft stärken den Wasserrückhalt und den kleinen Wasserkreislauf. So kann die Landschaft wieder mehr Wasser speichern, sich selbst kühlen und einen Teil des Regens mit erzeugen. Klimaschutz beginnt deshalb nicht erst in der Atmosphäre – sondern auf unseren Böden und in unseren Landschaften.

Siehe dazu unser Buch „Aufbäumen gegen die Dürre“.

Ersten Teil hier lesen: https://aufbauende-landwirtschaft.de/wenn-pflanzen-regen-machen-was-die-erdgeschichte-ueber-unseren-heutigen-wasserkreislauf-erzaehlt

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Wenn Pflanzen Regen machen: Was die Erdgeschichte über unseren heutigen Wasserkreislauf erzählt

Wenn Pflanzen Regen machen: Was die Erdgeschichte über unseren heutigen Wasserkreislauf erzählt

Die Erdgeschichte zeigt eindrucksvoll: Vegetation ist weniger Folge eines feuchten Klimas, sondern selbst ein zentraler Motor des Wasserkreislaufs. Bevor Pflanzen vor rund 470–450 Millionen Jahren die Kontinente besiedelten, waren Landflächen weitgehend kahl. Es gab kaum Böden, wenig Wasserspeicherung, fast keine Transpiration – und damit auch nur schwache kontinentale Wasserkreisläufe. Niederschläge stammten vor allem direkt aus dem Meer und fielen bevorzugt in Küstennähe oder an Gebirgen. Einmal abgeregnet, nahm das Wasser auf dem Land den schnellsten Weg wieder zurück ins Meer.

Mit der Ausbreitung der Landpflanzen änderte sich das grundlegend. Pflanzen schufen Böden, erhöhten die Infiltration, speicherten Wasser und gaben es über Transpiration wieder an die Atmosphäre ab. Dadurch konnte Niederschlag über Land mehrfach „recycelt“ werden. Feuchte Luftmassen gelangten, parallel zur Ausbreitung der Vegetation, immer weiter ins Landesinnere, und stabile Niederschlagskreisläufe entstanden dort, wo zuvor nur ein schwacher Wasserumsatz möglich war.

Besonders wichtig ist dabei das Niederschlagsrecycling. Je weiter Luftmassen ins Landesinnere wandern, desto größer wird der Anteil des Regens, der nicht mehr direkt aus dem Meer stammt, sondern aus vorheriger Verdunstung über Land. In großen Kontinentalräumen können deutlich über 50 Prozent des Niederschlags aus dieser Landverdunstung stammen. Landschaften erzeugen also einen erheblichen Teil ihres Regens selbst mit.

Damit wird Landdegradation zu einem Klimafaktor. Nicht überall gleich stark und nicht allein, aber regional und kontinental durchaus bedeutsam. Besonders deutlich zeigt sich das in Amazonien, wo Entwaldung bereits heute mit Rückgängen der Niederschläge, längeren Trockenzeiten und höheren Temperaturen verbunden wird. Für Europa und Mitteleuropa sind die Zusammenhänge komplexer, aber auch hier gilt: Vegetation, Bodenfeuchte und Verdunstung beeinflussen Hitze, Wolkenbildung und Niederschläge.

Ein zusätzlicher Aspekt verstärkt diese Sichtweise: Vegetation liefert nicht nur Wasserdampf, sondern auch Bedingungen für Wolkenbildung. Wälder geben biogene flüchtige organische Verbindungen ab, aus denen Aerosole entstehen können. Diese wirken als Kondensationskeime für Wolken. Zusammen mit Verdunstung, Kühlung und der raueren Oberfläche von Wäldern schafft Vegetation also gleich mehrfach günstige Voraussetzungen für Regen.

Die zentrale Botschaft lautet daher: Pflanzen sind nicht nur grün, sie sind klimaaktiv. Sie kühlen, speichern, verdunsten, recyceln Wasser und helfen, Wolken und Niederschläge entstehen zu lassen. Wer Landschaften degradiert, schwächt nicht nur Böden und Biodiversität, sondern greift in den Wasserkreislauf selbst ein. Und wer Böden, Wälder, Hecken, Feuchtgebiete und vielfältige Vegetation wieder aufbaut, stärkt damit auch die Fähigkeit einer Landschaft, Wasser zu halten – und Regen wieder wahrscheinlicher zu machen.

Zweiten Teil hier weiter lesen: https://aufbauende-landwirtschaft.de/wenn-landschaften-austrocknen-wie-wir-den-kleinen-wasserkreislauf-schwaechen

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Sprudelfirmen pumpen Grundwasser – Quellen versiegen, Moore trocknen aus

Sprudelfirmen pumpen Grundwasser – Quellen versiegen, Moore trocknen aus

Davon wird es mehr und mehr geben! Warum verstehen wir die Zusammenhänge nicht?! Ist doch gar nicht so schwer! Aber das liebe Geld regiert die Welt!

„Im Nationalpark Hunsrück-Hochwald schwelt seit Jahren ein Streit ums Grundwasser: Zwei Sprudelfirmen haben ihre Wasserrechte noch vor der Nationalpark-Ausweisung bekommen – und pumpen Millionen Liter ab. Naturschützer warnen vor Trockenstress für Wald und Moore. Jetzt greift die Wasserbehörde ein – und der Konflikt geht in die nächste Runde.“

https://www.youtube.com/watch?v=aurNyF1iL0E

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Kostenloser Feldtag für den Obstbau, Friedrichshafen, mit Bodenberater Arved Meinzer, 21.07.2026

Kostenloser Feldtag für den Obstbau, Friedrichshafen, mit Bodenberater Arved Meinzer, 21.07.2026

Der Obstbau als Dauerkultur steht derzeit vor zahlreichen Herausforderungen und die wichtigste Stellschraube für vitale, widerstandsfähige Kulturen liegt dabei unter unseren Füßen: ein gesunder Boden bildet das unverzichtbare Fundament, weil die Bodengesundheit direkt über Fruchtqualität, Geschmack, Lagerfähigkeit und Ertragsstabilität entscheidet.

Darauf wollen wir bei unserem praxisnahen Feldtag aufbauen, um neue Wege für eine gezielte Förderung der Pflanzengesundheit aufzuzeigen. Folgende Themen werden dabei behandelt:

–        Einflussfaktoren auf Pflanzengesundheit und der gezielte Einsatz von Blattdüngern

–        Steigerung der Vitalität und Widerstandsfähigkeit von Dauerkulturen durch gesundes Bodenleben

–        gemeinsames Durchführen von Brixmessungen und Pflanzensaftanalysen zur Bewertung des aktuellen Pflanzenzustandes und Nutzen als Entscheidungsgrundlage

Dieser kompakte Feldtag gibt praxisnahe Einblicke in regenerative Ansätze im Obstbau. Theorie und Praxis werden direkt in der Anlage miteinander verbunden, um sofort umsetzbare Strategien für den eigenen Betrieb an die Hand zu geben – unabhängig von der Bewirtschaftungsform.

Details: Dienstag, 21. Juli 2026 | 8:30 – 12:30 Uhr Biohof Hutt, Holzhof 2, 88048 Friedrichshafen | Kostenlos – keine Anmeldung erforderlich  | Kontakt: boden@regenerateforum.org

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Peter Wohlleben: »Bakterien – die heimlichen Helden«

Peter Wohlleben: »Bakterien – die heimlichen Helden«

Sie sind so winzig, dass wir sie mit bloßem Auge nicht sehen können. Aber sie beeinflussen und bestimmen so ziemlich alles auf der Welt. Quizfrage: Wer ist das?

Ja klar, die Bakterien (oder noch genauer-allgemeiner: die Mikroben, zu denen auch Pilze, Algen und Protozoen gehören). Sie rufen bei den meisten von uns eher eine „Igitt“- und „Krankheits“-Assoziation hervor. Und das zwar nicht komplett zu unrecht. Aber der weitaus größte Teil der Bakterien – schätzungsweise 99,99% – wirkt neutral bis positiv auf uns und unsere Gesundheit. Und steuern auf unglaubliche Art und Weise das Wohlergehen dieses Planeten.

In seinem neuen Buch „Bakterien – die heimlichen Helden: Wie sie uns Menschen prägen und die Natur beeinflussen“ (Amazon, Buch7) nimmt sich Peter Wohlleben dieser Kleinstlebewesen an. Denn: Auch jene Wesen, über die Peter Wohlleben so bekannt geworden ist, die Bäume, könnten nicht ohne sie leben. Im Wurzelbereich arbeiten diese Organismen eng zusammen, aber auch in den Ästen, Stengeln, Blättern, Blüten, Samen sind sie fester Bestandteil. Schliesslich, das macht Wohlleben immer wieder klar, haben sie einen großen evolutionären Vorsprung vor dem „höheren Leben“, also den Pflanzen und  Tieren. Sage und schreibe 3.5 Milliarden Jahre. Eine lange Zeitspanne um viele Dinge auszuprobieren und sich weiter zu entwickeln. Da machte es doch nur Sinn dass das höhere Leben diese Expertise nutzte und integrierte.

So sind wir eben doch nicht nur Mensch, sondern Holobionten – Viel-Lebewesen, die von oben bis unten besiedelt sind mit Bakterien, die mit uns kooperieren, und ohne die wir keine zwei Minuten überlebensfähig wären.

Wohlleben schreibt wie immer lebendig und begeistert, manches mal – was ihm ja immer wieder (in meinen Augen auch zu Recht) vorgeworfen wir – die Natur zu „vermenschlichend“, zu romantisch, zu simplifizierend. Aber klar, dadurch ist es eingängiger und verständlicher, wenn auch wissenschaftlich nicht sauber.

Insgesamt mal wieder ein informatives und bereicherndes Buch über das Leben, was uns umgibt.

Buch7: https://www.buch7.de/produkt/bakterien-die-heimlichen-helden-peter-wohlleben/1063698646?ean=9783890296111&partner=lebensraum-permakultur

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Riesige Unterschiede auf den Äckern bei der Wasser-Infiltrationsrate

Riesige Unterschiede auf den Äckern bei der Wasser-Infiltrationsrate

Ich war neugierig, und habe das mal selbst ausprobiert: Wie hoch ist die Wasser-Infiltrationsrate auf einem verdichteten Acker (mit regelmässigem Mais-Anbau), auf der anderen Straßenseite unserer (bio)regenerativer Gemüseacker, und dann noch etwas weiter der vom Bodentyp etwas schlechtere weil noch tonigere (bio)regenerative Kleegras-Acker. Natürlich sind die Bedingungen nicht komplett vergleichbar – aber es gibt eine gute Orientierung für das Potential, welches in vielen unserer Äckern schlummert, was die Wasserspeicher- und Wasserinfiltrationskapazität angeht.

Der simulierte Niederschlag entspricht 45 Liter / m2 (oder 45 mm) – was ein wirklich sehr kräftiges Niederschlagsereignis wäre. Allerdings: Regen fällt mir großer Kraft auf den Boden, was schnell zur Verschlämmung und zu Erosion führt – Faktoren die das Ergebnis bei wenig-krümeligen Böden nochmal verschlechtern würden.

Die Ergebnisse sind nicht 1:1 vergleichbar – v.a. weil andere Kulturen drauf stehen. Aber sie sagen schon ziemlich viel aus.

Versicherungszeit:

  • humoser Gemüseacker: 11 Sekunden
  • humoser Kleegras-Acker: 30 Sekunden
  • verdichteter Mais-Acker: 8 Minuten

Auf dem verdichteten Boden würden letzten Endes nur ein paar wenige Liter versickern, der Großteil würde – zumindest bei einem starken Regenereignis – oberflächlich abfliessen.

Das heißt:

a) Das Wasser steht später den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung und damit steigt die Dürre-Problematik
b) Wenn es versickert, dann ist die nächste Sperre bei 25-35cm mit der Pflugsohle (verdichtete Bodenschicht durch Pflug/Maschinen) ein weiteres Problem. Pflanzen beziehen im Sommer 50% ihres Wasserbedarfs aus den unteren Schichten – wo es aber gar nicht erst ankommt.
c) Das Wasser sickert nicht mehr bzw. weniger ins Grundwasser.
d) Das Wasser fliesst schnell ab und führt zu einer Zunahme an Hochwässern.

Video: https://youtu.be/ZQc3dpY8JjY

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