Die Zukunft des Waldes beginnt im Boden

Zum „Tag des Waldes“ hier eine Pressemitteilung der IG Gesunder Boden: „Hoher Handlungsdruck: Die Zukunft des Waldes beginnt im Boden“

Kurzform: Wälder mit einer hohen Vielfalt an Baumarten, Altersstufen und Strukturen sind deutlich widerstandsfähiger gegenüber Stürmen, Schädlingen und Trockenperioden. Unterschiedliche Wurzeltiefen und Kronenformen ergänzen sich, wodurch Wasser, Licht und Nährstoffe effizienter genutzt werden und das Gesamtsystem stabiler bleibt.

Im Mischwald fördern insbesondere Edellaubhölzer wie Ahorn, Linde, Kirsche oder Hainbuche ein ausgeglicheneres Mikroklima. Ihre nährstoffreiche Laubstreu unterstützt eine aktive Bodenbiologie, verbessert die Humusbildung und erhöht die Wasseraufnahme- und Speicherfähigkeit des Bodens. So entsteht ein stabiler Wasserhaushalt, der sowohl Starkregen besser puffert als auch Trockenphasen abmildert.
Strukturelle Vielfalt – also ein Nebeneinander verschiedener Altersphasen sowie stehendes und liegendes Totholz – wirkt zusätzlich stabilisierend. Sie verhindert, dass Störungen wie Stürme oder Schädlingsbefall ganze Bestände gleichzeitig erfassen, und stärkt die Selbstregulationsfähigkeit des Waldes.

Monotone, gleichaltrige Bestände sind dagegen anfälliger für extreme Wetterereignisse, da ihnen ökologische Puffermechanismen fehlen. Naturnah entwickelte Dauerwälder mit lebendigen, humusreichen Böden können zudem große Mengen Kohlenstoff langfristig in Biomasse und Boden speichern und tragen gleichzeitig zur Kühlung und Stabilisierung regionaler Wasser- und Klimasysteme bei.

–> siehe dazu unser 1. Symposium „Aufbauende Waldwirtschaft“

https://aufbauende-landwirtschaft.de/wp-content/uploads/2026/03/PM_Tag-des-Waldes_Dauerwald.pdf
https://aufbauende-landwirtschaft.de/symposium-aufbauende-waldwirtschaft-2026/

Schreibe einen Kommentar