Dürre ist kein Schicksal (1/12)

Die Schlagzeilen sind voll von Trockenheit, Hitze und Ernteausfällen. Schnell heißt es dann: Der Klimawandel ist schuld.
Ja: Er verschärft die Lage. Aber er ist nicht die ganze Erklärung.

Denn ob Regen in einer Landschaft versickert oder oberflächlich abfließt, ob Böden Wasser speichern oder austrocknen, ob Pflanzen kühlen oder vertrocknen, hängt sehr stark davon ab, wie wir unsere Landschaften bewirtschaften. Dürre entsteht nicht nur am Himmel. Sie entsteht auch am Boden.

In unserem Buch „Aufbäumen gegen Dürre und Fluten“ beschreiben wir genau diesen Zusammenhang: Humusverlust, Verdichtung, Drainagen, ausgeräumte Flächen, versiegelte Böden und beschleunigter Abfluss machen Landschaften verletzlicher.

Die gute Nachricht ist: Genau dort liegen auch viele Lösungen. Wir können Böden wieder aufbauen, Wasser bremsen, Vegetation zurückbringen, Landwirtschaft umbauen und Landschaften wieder kühlender und wasserspeichernder gestalten.

Nicht irgendwann. Sondern jetzt. Und nicht nur auf dem Papier.

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