Regenerative Landwirtschaft ist in der EU-Politik kein Nischenthema mehr, findet aber noch zu wenig Eingang in verbindliche Gesetze. Zwar wird sie zunehmend in Debatten über Bodengesundheit, nachhaltiges Wassermanagement, Klimaschutz und Resilienz in der Landwirtschaft erwähnt, doch fehlt es an einer klaren Definition und einheitlichem Verständnis auf politischer Ebene. Gleichzeitig wächst das Interesse privater Akteure und Teile der Agrar- und Lebensmittelindustrie, insbesondere durch freiwillige Unternehmensverpflichtungen und Initiativen entlang der Lieferkette. Doch zwischen politischer Zurückhaltung und Marktdynamik besteht ein zentrales Risiko: Dass dieser potenziell transformative Ansatz verwässert wird, weil er in bestehende Strukturen integriert wird, statt diese zu verändern.
Ein Mitte 2025 vom Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EESC) verabschiedeter Bericht fordert, regenerative Landwirtschaft zu einem zentralen Baustein der EU-Agrar- und Umweltpolitik zu machen. Der Ausschuss plädiert für eine gemeinsame, ergebnisbasierte Definition und kohärentere öffentliche Unterstützung – wobei der Erfolg an messbaren Ergebnissen gemessen werden sollte, nicht an der bloßen Anwendung vordefinierter Praktiken.
Artikel 1: https://www.euractiv.com/opinion/why-europes-regenerative-agriculture-needs-clearer-rules-and-faster-action/
Artikel 2: https://www.eesc.europa.eu/en/our-work/opinions-information-reports/opinions/regenerative-agriculture-target-towards-enhancing-sustainable-food-production-supporting-climate-and-biodiversity
