Kommunen haben mehr Handlungsspielraum, als sie oft denken (10/12)

Viele Kommunen erleben Trockenheit, Hitze und Starkregen inzwischen sehr konkret: verdorrte Grünflächen, sinkende Pegel, überlastete Kanalisation, Hitzebelastung in Ortskernen, Schäden an Wegen, Feldern und Infrastruktur. Die Versuchung ist groß, vor allem technisch zu reagieren: mehr Rohre, mehr Becken, mehr Reparatur.

Das kann an manchen Stellen nötig sein. Aber es reicht nicht. Kommunen können viel mehr tun: Flächen entsiegeln, Regenwasser versickern lassen, Schwammstadt-Prinzipien umsetzen, Bäume pflanzen, Gewässer renaturieren, Auen freihalten, Bauleitplanung anders denken und landwirtschaftliche Betriebe in Wasserrückhalt einbinden.

Entscheidend ist der Blick vom einzelnen Grundstück zur ganzen Landschaft. Wasser hält sich nicht an Zuständigkeiten. Es fließt über Gemarkungsgrenzen, durch Gräben, Bäche, Wälder, Äcker und Siedlungen. Deshalb braucht es runde Tische, Wasserkonzepte und regionale Zusammenarbeit.

Gerade hier können Kommunen Brücken bauen: zwischen Landwirtschaft, Wasserwirtschaft, Forst, Naturschutz, Bürgern, Unternehmen und Verwaltung. Sie können Flächen sichern, Projekte anschieben, Fördermittel bündeln, Planungen anpassen und zeigen, dass Klimaanpassung ganz konkret vor Ort beginnt.

In „Aufbäumen gegen Dürre und Fluten“ zeigen wir: Kommunen können Knotenpunkte der Lösung sein. Nicht allein. Aber sie können Prozesse anstoßen und Wasser wieder zum Leitprinzip der Planung machen.

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