Politik muss die richtigen Rahmen setzen (11/12)

Viele Lösungen gegen Dürre und Fluten sind bekannt. Die Frage ist nicht mehr nur: Was kann man tun? Die Frage ist zunehmend: Warum tun wir es nicht viel entschlossener?

Landwirte sollen Böden aufbauen, Wasser halten, Biodiversität fördern und zugleich wirtschaftlich bestehen. Kommunen sollen Klimaanpassung umsetzen, haben aber oft wenig Personal, enge Budgets und komplizierte Zuständigkeiten. Unternehmen sprechen über Nachhaltigkeit, kaufen aber häufig weiter nach dem niedrigsten Preis. Bürgerinnen und Bürger wünschen sich intakte Landschaften, wollen aber verständlicherweise auch bezahlbare Lebensmittel.

Genau deshalb braucht es Politik. Nicht als Ersatz für Eigenverantwortung, sondern als Rahmen, der gutes Handeln möglich und attraktiv macht.

Förderprogramme, Agrarpolitik, Wasserrecht, Raumordnung, Bauleitplanung, Beratung, Forschung, öffentliche Beschaffung und Marktregeln müssen so gestaltet werden, dass wasserspeichernde Landschaften belohnt und nicht behindert werden. Wer Humus aufbaut, Wasser zurückhält, Hecken pflanzt, Agroforst anlegt, Moore schützt oder Auen reaktiviert, erbringt Leistungen für die ganze Gesellschaft.

Diese Leistungen dürfen nicht als freiwilliges Ideal einzelner Betriebe hängen bleiben. Sie brauchen verlässliche Finanzierung, einfache Verfahren und politische Priorität.

In „Aufbäumen gegen Dürre und Fluten“ zeigen wir: Es geht nicht um einzelne Leuchtturmprojekte. Es geht um Rahmenbedingungen, die Lösungen in die Fläche bringen.

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