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Artikel: Ein Großteil der Pestizide töten oder schädigen Bodenlebewesen

Artikel: Ein Großteil der Pestizide töten oder schädigen Bodenlebewesen

In einer neuen Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass Pestizide in 71 % der untersuchten Fälle wirbellose Bodenlebewesen wie Regenwürmer, Ameisen, Käfer und bodenbrütende Bienen töten oder schädigen. So wurden 84 % der getesteten Parameter bei Regenwürmern durch die gängigsten Insektizidklassen negativ beeinflusst. Auch einige Herbizide und Fungizide schadeten den Regenwürmern.

Die Analyse warnte davor, dass Bodenorganismen bei der Bewertung der Umweltauswirkungen von Pestiziden selten berücksichtigt werden. Die USA beispielsweise testen Chemikalien nur an Honigbienen, die möglicherweise nie mit dem Boden in Berührung kommen – ein Ansatz, der als „verrückt“ bezeichnet wird. (In Europa sieht’s nur wenig besser aus.)

Es zeigt sich auch, dass Fungizide für Bodentiere fast so schlecht sind wie Insektizide. Das ist nicht verwunderlich, denn Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßler und Springschwänze ernähren sich größtenteils von Pilzen auf verrottendem Pflanzenmaterial.

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Die Zukunft der Landwirtschaft hat menschliche Dimensionen

Die Zukunft der Landwirtschaft hat menschliche Dimensionen

Schöner Artikel (auf englisch) von Jean-Martin Fortier, dem Vorreiter der Marktgarten-Bewegung.

Die Zukunft der Landwirtschaft wird von den Menschen kommen, nicht von der Technologie – von einer neuen Generation von Landwirten, die sich kleinräumige, ökologische, nahrhafte Anbautechniken zu eigen machen.

Ich bezeichne mich gerne als professionellen „Regenwurm-Lebensraumbauer“, denn je mehr Regenwürmer ich sehe, das weiß ich, desto lebendiger und fruchtbarer ist mein Land.

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Artikel: Agroforstsysteme der gemäßigten Breiten bieten einen größeren Bestäubungsdienst als Monokulturen

Artikel: Agroforstsysteme der gemäßigten Breiten bieten einen größeren Bestäubungsdienst als Monokulturen

Überraschend sind diese Ergebnisse nicht: Klar, die Integration von Bäumen in Aecker und Wiesen fördert die Artenvielfalt. Aber doch interessant, welchen Unterschied es machen kann – obwohl ich den durchaus auch höher eingeschätzt hätte. Hier eine Untersuchung aus England, auf ökologischen Flächen: »Wir fanden heraus, dass Agroforstsysteme (AF) in gemäßigten Klimazonen einen größeren Bestäubungsdienst bieten können als Monokulturen (MK): Bei AF-Systemen gab es doppelt so viele Einzelbienen und Schwebfliegen und in AF-Ackersystemen 2,4-mal mehr Hummeln als bei MK. Bei AF wurde in einem der beiden Jahre auch 4,5-mal mehr Saatgut gesetzt als bei MK. Bei 40 % der standortbezogenen Stichprobeneinheiten pro Jahr war der Artenreichtum der Solitärbienen bei AF durchschnittlich 10,5-mal höher.«

Quelle: »Temperate agroforestry systems provide greater pollination service than monoculture«

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Artikel: Erkennbare Eigenschaften in Mikrobiom-Netzwerken offenbaren die anthropogene Störung von landwirtschaftlichen Praktiken in Weinbergsboden-Pilzgemeinschaften

Artikel: Erkennbare Eigenschaften in Mikrobiom-Netzwerken offenbaren die anthropogene Störung von landwirtschaftlichen Praktiken in Weinbergsboden-Pilzgemeinschaften

Interessanter Artikel zu Eigenschaften von Pilz-Netzwerken im Boden: »Praktiken mit geringem Eingriff (von organischen bis biodynamischen Ansätzen) förderten dicht geclusterte Netzwerke, die einen Gleichgewichtszustand mit gemischten (generalistisch-kollaborativen) Gemeinschaften beschreiben. Im Gegensatz dazu haben wir in konventionell bewirtschafteten Weinbergen hochgradig modulare (nischenspezialisierte), niedrig geclusterte Gemeinschaften beobachtet. […] Daher nehmen wir an, dass lokale [Pilz] Netzwerkeigenschaften [im Boden] global genutzt werden können, um die Wirkung von Ökosystem-Störungen bei Nutzpflanzen […] zu analysieren.«

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Artikel: Ursachen für das Insektensterben v.a. durch die intensive Landwirtschaft

Artikel: Ursachen für das Insektensterben v.a. durch die intensive Landwirtschaft

Laut einer wissenschaftlichen Studie von 2019, in der Wissenschaftler Studien von 73 Orten aus der ganzen Welt ausgewertet haben, ist die moderne Landwirtschaft eine der Hauptursachen für das weltweite Insektensterben. Insbesondere der Verlust an Habitaten – Hauptverursacher die Landwirtschaft, aber auch die Verstädterung – sowie die Umweltbelastung durch den intensiven Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln, führt dazu, dass Insekten massiv verschwinden. Mit knapp 50% ist damit die Landwirtschaft eindeutig der Sektor, der die weitreichendsten Konsequenzen auf den Insektenschwund hat. Mehr als 40% der Insektenarten sind vom Aussterben bedroht.
Gleichzeitig jedoch hat dieser Sektor auch die größten Potentiale, dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Natürlich kann dies nur funktionieren, wenn die Verbände, die Politik, der Handel und die Konsumenten dazu an einem Strang ziehen.

Die Forscher schreiben: »Ein Überdenken der gegenwärtigen landwirtschaftlichen Praktiken, insbesondere eine ernsthafte Verringerung des Pestizideinsatzes und dessen Ersetzung durch nachhaltigere, ökologisch basierte Praktiken, ist dringend erforderlich, um die gegenwärtigen Trends zu verlangsamen oder umzukehren, die Erholung der rückläufigen Insektenpopulationen zu ermöglichen und die lebenswichtigen Ökosystemleistungen, die sie erbringen, zu sichern.«

»Am beunruhigendsten ist die Tatsache, dass die abnehmende terrestrische Insektenfauna nicht nur Spezialisten mit engen ökologischen Anforderungen wie Abhängigkeit von bestimmten Wirtspflanzen, ökologischen Nischen oder eingeschränkten Lebensräumen umfasst, sondern auch generalistische Arten, die einst in vielen Ländern verbreitet waren. Dies deutet darauf hin, dass die Ursachen für den Rückgang der Insekten nicht an bestimmte Lebensräume gebunden sind, sondern vielmehr gemeinsame Merkmale betreffen, die allen Insekten gemeinsam sind.«

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