Dürre, Hitze, Starkregen und Ernteausfälle sind keine Probleme, die eine Gruppe allein lösen kann. Nicht die Landwirtschaft allein. Nicht die Kommunen allein. Nicht die Politik allein. Nicht die Bürgerinnen und Bürger allein.
Aber jede Gruppe hat Verantwortung – und jede hat Handlungsmöglichkeiten.
Landwirte können Böden aufbauen, Wasser halten, Fruchtfolgen erweitern, Zwischenfrüchte nutzen, Agroforst erproben und Verdichtung vermeiden. Forstleute können Wälder vielfältiger und widerstandsfähiger entwickeln. Kommunen können entsiegeln, Bäume pflanzen, Auen freihalten und Wasser in der Planung ernst nehmen. Unternehmen können regionale, regenerative Wertschöpfung unterstützen. Politik kann die Rahmenbedingungen setzen. Bürgerinnen und Bürger können nachfragen, unterstützen, konsumieren, mitgestalten und Druck aufbauen.
Niemand kann alles tun. Aber fast alle können etwas tun. Und vor allem: Wir müssen die einzelnen Schritte besser verbinden.
Genau das ist die Botschaft von „Aufbäumen gegen Dürre und Fluten“: Wir sind der Entwicklung nicht hilflos ausgeliefert. Unsere Landschaften sind veränderbar. Und damit auch ihre Fähigkeit, Wasser zu speichern, zu kühlen und Extreme abzufedern.
Die Lösungen sind da. Jetzt müssen wir sie ernst nehmen, finanzieren, in die Fläche bringen und gemeinsam umsetzen.
Nicht gegeneinander. Sondern zusammen. Denn Wasser, Boden, Wald, Landwirtschaft, Dorf und Stadt gehören in Wirklichkeit längst zusammen.
