boden

Mit Vegetation und Böden die kleinen Wasserkreisläufe stärken und das Klima kühlen

Mit Vegetation und Böden die kleinen Wasserkreisläufe stärken und das Klima kühlen

Es ist zwar schon eine Weile her dass ich dieses Paper für UNEP geschrieben habe, aber es bietet meiner Meinung nach immer noch eins der besten Überblickspapiere in diesem Bereich (2021 war es das Erste seiner Art mit den vielen wissenschaftlichen Backups und den großen Zusammenhänge die es aufzeigt). Wie hängen Landnutzungsänderungen (letzten Endes ja quasi immer „Zerstörungen“), der Wasser-, Energie- und Kohlenstoffkreislauf zusammen? Welchen Einfluß hat das Schwinden von Vegetation auf Boden, Wasser und Klima? Viel mehr als wir gemeinhin (und überraschenderweise in der Klimawissenschaft ebenso) denken.

Working with Plants, Soils and Water to Cool the Climate and Rehydrate Earth’s Landscapes

Gibt es in verschiedene Sprachen! Und inoffiziell (weil keine UN-Sprache auch in deutsch).

English (2.36 MB)
Arabic (3.58 MB)
Chinese (3.47 MB)
Russian (2.89 MB)
Spanish (2.89 MB)
French (1.78 MB)

 

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Armin Meitzler // In (kleinen & größeren) Kooperationen in die Zukunft denken // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Armin Meitzler // In (kleinen & größeren) Kooperationen in die Zukunft denken // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Ein Vortrag von Armin Meitzler zum Thema „In (kleinen & größeren) Kooperationen in die Zukunft denken„. (https://youtu.be/e5prq7b4Xfc)

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

Blog:
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Aufbauende Landwirtschaft: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/
Symposium: https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
Webinare: https://webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/
Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de

Bücher:
„Gesundheit beginnt im Boden“ (2025): Amazon, Oekom
„Aufbäumen gegen die Dürre“ (2023): Amazon, Oekom
„Die Humusrevolution“ (2017): Amazon, Oekom

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Wenn Pflanzen Regen machen: Was die Erdgeschichte über unseren heutigen Wasserkreislauf erzählt

Wenn Pflanzen Regen machen: Was die Erdgeschichte über unseren heutigen Wasserkreislauf erzählt

Die Erdgeschichte zeigt eindrucksvoll: Vegetation ist weniger Folge eines feuchten Klimas, sondern selbst ein zentraler Motor des Wasserkreislaufs. Bevor Pflanzen vor rund 470–450 Millionen Jahren die Kontinente besiedelten, waren Landflächen weitgehend kahl. Es gab kaum Böden, wenig Wasserspeicherung, fast keine Transpiration – und damit auch nur schwache kontinentale Wasserkreisläufe. Niederschläge stammten vor allem direkt aus dem Meer und fielen bevorzugt in Küstennähe oder an Gebirgen. Einmal abgeregnet, nahm das Wasser auf dem Land den schnellsten Weg wieder zurück ins Meer.

Mit der Ausbreitung der Landpflanzen änderte sich das grundlegend. Pflanzen schufen Böden, erhöhten die Infiltration, speicherten Wasser und gaben es über Transpiration wieder an die Atmosphäre ab. Dadurch konnte Niederschlag über Land mehrfach „recycelt“ werden. Feuchte Luftmassen gelangten, parallel zur Ausbreitung der Vegetation, immer weiter ins Landesinnere, und stabile Niederschlagskreisläufe entstanden dort, wo zuvor nur ein schwacher Wasserumsatz möglich war.

Besonders wichtig ist dabei das Niederschlagsrecycling. Je weiter Luftmassen ins Landesinnere wandern, desto größer wird der Anteil des Regens, der nicht mehr direkt aus dem Meer stammt, sondern aus vorheriger Verdunstung über Land. In großen Kontinentalräumen können deutlich über 50 Prozent des Niederschlags aus dieser Landverdunstung stammen. Landschaften erzeugen also einen erheblichen Teil ihres Regens selbst mit.

Damit wird Landdegradation zu einem Klimafaktor. Nicht überall gleich stark und nicht allein, aber regional und kontinental durchaus bedeutsam. Besonders deutlich zeigt sich das in Amazonien, wo Entwaldung bereits heute mit Rückgängen der Niederschläge, längeren Trockenzeiten und höheren Temperaturen verbunden wird. Für Europa und Mitteleuropa sind die Zusammenhänge komplexer, aber auch hier gilt: Vegetation, Bodenfeuchte und Verdunstung beeinflussen Hitze, Wolkenbildung und Niederschläge.

Ein zusätzlicher Aspekt verstärkt diese Sichtweise: Vegetation liefert nicht nur Wasserdampf, sondern auch Bedingungen für Wolkenbildung. Wälder geben biogene flüchtige organische Verbindungen ab, aus denen Aerosole entstehen können. Diese wirken als Kondensationskeime für Wolken. Zusammen mit Verdunstung, Kühlung und der raueren Oberfläche von Wäldern schafft Vegetation also gleich mehrfach günstige Voraussetzungen für Regen.

Die zentrale Botschaft lautet daher: Pflanzen sind nicht nur grün, sie sind klimaaktiv. Sie kühlen, speichern, verdunsten, recyceln Wasser und helfen, Wolken und Niederschläge entstehen zu lassen. Wer Landschaften degradiert, schwächt nicht nur Böden und Biodiversität, sondern greift in den Wasserkreislauf selbst ein. Und wer Böden, Wälder, Hecken, Feuchtgebiete und vielfältige Vegetation wieder aufbaut, stärkt damit auch die Fähigkeit einer Landschaft, Wasser zu halten – und Regen wieder wahrscheinlicher zu machen.

Zweiten Teil hier weiter lesen: https://aufbauende-landwirtschaft.de/wenn-landschaften-austrocknen-wie-wir-den-kleinen-wasserkreislauf-schwaechen

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Riesige Unterschiede auf den Äckern bei der Wasser-Infiltrationsrate

Riesige Unterschiede auf den Äckern bei der Wasser-Infiltrationsrate

Ich war neugierig, und habe das mal selbst ausprobiert: Wie hoch ist die Wasser-Infiltrationsrate auf einem verdichteten Acker (mit regelmässigem Mais-Anbau), auf der anderen Straßenseite unserer (bio)regenerativer Gemüseacker, und dann noch etwas weiter der vom Bodentyp etwas schlechtere weil noch tonigere (bio)regenerative Kleegras-Acker. Natürlich sind die Bedingungen nicht komplett vergleichbar – aber es gibt eine gute Orientierung für das Potential, welches in vielen unserer Äckern schlummert, was die Wasserspeicher- und Wasserinfiltrationskapazität angeht.

Der simulierte Niederschlag entspricht 45 Liter / m2 (oder 45 mm) – was ein wirklich sehr kräftiges Niederschlagsereignis wäre. Allerdings: Regen fällt mir großer Kraft auf den Boden, was schnell zur Verschlämmung und zu Erosion führt – Faktoren die das Ergebnis bei wenig-krümeligen Böden nochmal verschlechtern würden.

Die Ergebnisse sind nicht 1:1 vergleichbar – v.a. weil andere Kulturen drauf stehen. Aber sie sagen schon ziemlich viel aus.

Versicherungszeit:

  • humoser Gemüseacker: 11 Sekunden
  • humoser Kleegras-Acker: 30 Sekunden
  • verdichteter Mais-Acker: 8 Minuten

Auf dem verdichteten Boden würden letzten Endes nur ein paar wenige Liter versickern, der Großteil würde – zumindest bei einem starken Regenereignis – oberflächlich abfliessen.

Das heißt:

a) Das Wasser steht später den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung und damit steigt die Dürre-Problematik
b) Wenn es versickert, dann ist die nächste Sperre bei 25-35cm mit der Pflugsohle (verdichtete Bodenschicht durch Pflug/Maschinen) ein weiteres Problem. Pflanzen beziehen im Sommer 50% ihres Wasserbedarfs aus den unteren Schichten – wo es aber gar nicht erst ankommt.
c) Das Wasser sickert nicht mehr bzw. weniger ins Grundwasser.
d) Das Wasser fliesst schnell ab und führt zu einer Zunahme an Hochwässern.

Video: https://youtu.be/ZQc3dpY8JjY

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Unser Buch „Gesundheit beginnt im Boden – Warum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“

Unser Buch „Gesundheit beginnt im Boden – Warum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“

Gesundheit beginnt im Boden – und verändert den Blick auf die Welt

Was haben ein fruchtbarer Acker, ein Apfel, eine Kuh und Ihr Darm gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Doch die moderne Mikrobiomforschung zeigt: Sie sind Teil eines gewaltigen, unsichtbaren Netzwerks, das alles Leben miteinander verbindet.

Genau darum geht es in unserem Buch „Gesundheit beginnt im Boden“. Dieses Buch ist kein weiteres Ernährungsbuch. Es ist keine Anleitung für das nächste Superfood und auch kein Ratgeber für eine neue Diät. Stattdessen nimmt es Sie mit auf eine faszinierende Reise in eine Welt, die wir erst seit wenigen Jahren wirklich zu verstehen beginnen: die Welt der Mikroben.

Sie werden erfahren, warum in einem Teelöffel gesunder Erde mehr Lebewesen leben als Menschen auf der Erde, wie Pflanzen mit Bakterien und Pilzen zusammenarbeiten, weshalb Tiere ohne Mikroben nicht existieren könnten – und warum auch unsere eigene Gesundheit viel früher beginnt als gedacht: nicht im Darm, nicht auf dem Teller, sondern im Boden.

Das Erstaunliche dabei: Die Wissenschaft entdeckt immer mehr Verbindungen zwischen Bodenfruchtbarkeit, Pflanzenvielfalt, Tiergesundheit und unserem Mikrobiom. Plötzlich wird sichtbar, dass Gesundheit kein individuelles Thema ist. Sie entsteht in Beziehungen. Zwischen Boden und Pflanze. Zwischen Pflanze und Tier. Zwischen Tier und Mensch. Und zwischen uns und der Natur.

Gesundheit beginnt im Boden“ verbindet aktuelle Forschung mit spannenden Geschichten, überraschenden Erkenntnissen und einem neuen Blick auf die Welt. Es macht verständlich, warum Mikroben die eigentlichen Regisseure des Lebens sind – und warum die Zukunft unserer Gesundheit, unserer Landwirtschaft und unserer Umwelt eng miteinander verbunden sind.

Wer dieses Buch liest, wird danach einen Acker, einen Regenwurm, einen Salatkopf oder den eigenen Darm mit anderen Augen sehen.

Und vielleicht die wichtigste Erkenntnis mitnehmen: Wir sind nicht getrennt von der Natur. Wir sind durch Milliarden von Mikroben tief mit ihr verbunden.

 

Stimmen zum Buch:

»In der Medizin hat sich endlich etabliert, dass wir nur gesund sind, wenn wir ein guter Gastgeber sind für viele verschiedene Arten. Dieses Buch zeigt: Das gilt auch für die Erde! Absolut faszinierend: Wenn wir Boden wieder gut machen, geht es uns selbst besser!«
Dr. Eckart v. Hirschhausen, Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde-Gesunde Menschen

»Eine mitreißende Reise in die Welt der Mikroben, die unser Leben bestimmen – in uns und um uns herum.«
Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Landwirt

»Das lesenswerte Buch bietet nicht nur einen faszinierenden Einblick in die erstaunliche Welt der Mikroorganismen, es ist auch unverzichtbar für alle, die mit dem Thema Ökologie und Gesundheit befasst sind.«
Dr. med. Thomas Hardtmuth

»Dieses Buch beleuchtet die Funktionen von Mikroben für Pflanze, Tier und Mensch und regt zum Nachdenken an über die ansteigende Zahl an Lifestyle-Erkrankungen. Leseempfehlung für alle, denen ein gesundes Leben wichtig ist!«
Prof. Dr. Thomas C G. Bosch

https://www.oekom.de/buch/gesundheit-beginnt-im-boden-9783987261602

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Lucas Kohl // Bodenanalyse und Bodenbewertung mit dem Haney Bodentest // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Lucas Kohl // Bodenanalyse und Bodenbewertung mit dem Haney Bodentest // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Ein Vortrag von Lucas Kohl zum Thema „Bodenanalyse und Bodenbewertung mit dem Haney Bodentest„. (https://youtu.be/3gsyBgEVA_Y)

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

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Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de

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„Gesundheit beginnt im Boden“ (2025): Amazon, Oekom
„Aufbäumen gegen die Dürre“ (2023): Amazon, Oekom
„Die Humusrevolution“ (2017): Amazon, Oekom

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Maria Finckh // Landwirtschaft ökosystemar denken und was das mit „OneHealth“ zu tun hat // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Maria Finckh // Landwirtschaft ökosystemar denken und was das mit „OneHealth“ zu tun hat // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Ein Vortrag von Prof. Maria Finckh zum Thema „Landwirtschaft ökosystemar denken und was das mit „OneHealth“ zu tun hat„. (https://youtu.be/3gsyBgEVA_Y)

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

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Johannes Zauner // Mut zur Schlampigkeit – Mein Weg in die konservierende Landwirtschaft // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Johannes Zauner // Mut zur Schlampigkeit – Mein Weg in die konservierende Landwirtschaft // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Ein Vortrag von Johannes Zauner zum Thema „Mut zur Schlampigkeit – Mein Weg in die konservierende Landwirtschaft„. (https://youtu.be/NxW8-NH4VIA)

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

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Der Boden macht den Unterschied – Urwälder speichern viel mehr Kohlenstoff als gedacht

Der Boden macht den Unterschied – Urwälder speichern viel mehr Kohlenstoff als gedacht

Wir sagen es ja immer wieder: Im Boden beginnt alles, dort liegt die Kraft, und auch die Quelle der Resilienz, die es zukünftig mehr brauchen wird. Das ist in der Landwirtschaft so, aber auch in der Forstwirtschaft.

Eine neue Untersuchung zeigt, dass die Rolle von Wäldern im Klimasystem lange zu einseitig betrachtet wurde. Während meist die Bäume im Fokus stehen, liegt der entscheidende Kohlenstoffspeicher im Boden. In schwedischen Urwäldern befindet sich ein Großteil des Kohlenstoffs nicht in der oberirdischen Biomasse, sondern im über Jahrzehnte gewachsenen, humusreichen Waldboden. Dieser entsteht durch eine ungestörte Entwicklung, bei der organisches Material wie Laub, Wurzeln und Totholz kontinuierlich aufgebaut und in stabile Formen überführt wird.

Diese Stabilität fehlt in bewirtschafteten Wäldern. Industrielle Forstwirtschaft greift regelmäßig ein – durch Holzeinschlag, Bodenstörung und Biomasseentnahme. Dadurch wird der Humusaufbau geschwächt und bereits gebundener Kohlenstoff schneller wieder freigesetzt. Zudem sind Wirtschaftswälder oft strukturell vereinfacht, mit gleichaltrigen Beständen, wenig Totholz und geringerer Vielfalt, wodurch wichtige Speicher- und Pufferfunktionen verloren gehen.

Hinzu kommt die zeitliche Dimension: Während Urwälder Kohlenstoff langfristig speichern, wird ein großer Teil des geernteten Holzes nur kurzfristig genutzt oder verbrannt. Der Kohlenstoff gelangt dadurch rasch zurück in die Atmosphäre. Die oft angenommene Klimaneutralität der Holznutzung erscheint daher differenzierter – entscheidend ist, wie lange Kohlenstoff tatsächlich gebunden bleibt.

Die Studie macht deutlich, dass natürliche Wälder insgesamt deutlich mehr Kohlenstoff speichern als intensiv bewirtschaftete Systeme – vor allem im Boden. Daraus ergibt sich eine veränderte Perspektive: Wälder sind nicht primär Holzproduzenten, sondern komplexe Ökosysteme mit zentraler Funktion im Kohlenstoffkreislauf. Ihr Schutz und die Entwicklung naturnaher, humusreicher Systeme sind daher ein wesentlicher Hebel für wirksamen Klimaschutz.

Artikel: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/schweden-urwald-speichert-viel-mehr-kohlenstoff-als-gedacht-a-8165ddf0-375b-4dbc-a002-deab36eeb603
Studie: https://www.science.org/doi/10.1126/science.adz8554

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Otto Ehrmann // Regenwürmer in den Böden Baden-Württembergs und ihre Bedeutung für den Ackerbau // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Otto Ehrmann // Regenwürmer in den Böden Baden-Württembergs und ihre Bedeutung für den Ackerbau // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Ein Vortrag von Otto Ehrmann zum Thema „Regenwürmer in den Böden Baden-Württembergs und ihre Bedeutung für den Ackerbau“. (https://youtu.be/uq2BsKW0KVk)

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

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Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de

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„Die Humusrevolution“ (2017): Amazon, Oekom

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Warum Vielfalt auf dem Acker auch Vielfalt im Boden schafft

Warum Vielfalt auf dem Acker auch Vielfalt im Boden schafft

Pflanzen ernähren das Bodenleben – mit einem erstaunlich vielfältigen Wurzel-Cocktail

Böden sind keine leblosen Substrate. Sie sind hochkomplexe Ökosysteme mit Milliarden von Mikroorganismen pro Gramm Boden. Eine zentrale Rolle dabei spielen die Pflanzen selbst: Über ihre Wurzeln geben sie ständig Substanzen an den Boden ab – die sogenannten Wurzelexsudate.

Erstaunlich ist dabei die Menge: 10–40 % der durch Photosynthese gebildeten Kohlenstoffverbindungen können von Pflanzen aktiv in den Boden abgegeben werden. Diese Stoffe dienen dazu, Mikroorganismen zu ernähren, bestimmte Mikroben gezielt anzulocken, Nährstoffe im Boden verfügbar zu machen, Krankheitserreger zu unterdrücken und wichtige Symbiosen – etwa mit Mykorrhiza-Pilzen oder Knöllchenbakterien – zu steuern.

Ein komplexer chemischer Cocktail

Dieser „Cocktail“ aus Wurzelexsudaten besteht aus vielen verschiedenen Stoffgruppen.

Zu den wichtigsten gehören Zucker, etwa Glucose, Fructose oder Saccharose. Sie liefern vielen Bodenbakterien schnelle Energie. Hinzu kommen Aminosäuren wie Glycin, Alanin oder Glutaminsäure, die Mikroorganismen als organische Stickstoffquelle dienen.

Eine weitere wichtige Gruppe sind organische Säuren, beispielsweise Zitronensäure, Oxalsäure, Apfelsäure oder Milchsäure. Sie können Mineralstoffe aus dem Boden lösen, den pH-Wert im unmittelbaren Wurzelbereich verändern und dadurch bestimmte Mikroorganismen fördern.

Darüber hinaus geben Pflanzen eine Vielzahl sekundärer Pflanzenstoffe ab, darunter Phenole, Flavonoide, Terpene oder Alkaloide. Diese wirken häufig als Signalmoleküle, antibakterielle oder antifungale Substanzen oder als Lockstoffe für Symbionten. Ein bekanntes Beispiel sind Leguminosen: Sie geben Flavonoide ab, die Rhizobien aktivieren und damit die Stickstofffixierung ermöglichen.

Auch Schleimstoffe und Polysaccharide gehören zu den Wurzelexsudaten. Sie fördern die Bildung stabiler Bodenaggregate, unterstützen die Besiedlung durch Mikroorganismen und ermöglichen die Bildung mikrobieller Biofilme.

Jede Pflanzenart hat ihr eigenes „Rezept“

Die Zusammensetzung dieser Wurzelexsudate unterscheidet sich stark zwischen verschiedenen Pflanzenarten. Unterschiede gibt es sowohl in der chemischen Zusammensetzung als auch in der Menge der abgegebenen Stoffe und im zeitlichen Muster der Abgabe.

Leguminosen produzieren beispielsweise viele Flavonoide und fördern dadurch Rhizobien.
Gräser geben besonders viele Zucker ab und unterstützen häufig bakterienreiche Bodenmilieus.
Kreuzblütler produzieren unter anderem Senföle (Glucosinolate), die teilweise antimikrobiell wirken können.
Bäume wiederum setzen viele phenolische Verbindungen frei und fördern dadurch oft eine stärkere Pilzdominanz im Boden.

Warum Pflanzenvielfalt für den Boden so wichtig ist

Wenn auf einem Acker nur eine einzige Pflanzenart wächst, gelangt auch nur ein relativ einseitiger Mix an Wurzelexsudaten in den Boden. Das Bodenleben erhält gewissermaßen immer die gleiche „Mahlzeit“. Eine vielfältige Vegetation dagegen bringt eine große Bandbreite an Zuckern, organischen Säuren und sekundären Pflanzenstoffen in den Boden ein. Dadurch entstehen komplexe mikrobielle Netzwerke mit hoher funktioneller Vielfalt – eine wichtige Grundlage für stabile, fruchtbare Böden.

Daher spricht man in der Wissenschaft von „plant-specific microbiomes“ oder auch von „rhizosphere engineering“– also davon, dass Pflanzen aktiv ihr Bodenmikrobiom gestalten. Die Vielfalt der Pflanzen über der Erde ist deshalb auch die Grundlage für die Vielfalt des Lebens unter der Erde.

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Hermann Hoyer // Der Weg zur BIO-Direktsaat und zurück, 30 Jahre Streusaat in Thüringen // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Hermann Hoyer // Der Weg zur BIO-Direktsaat und zurück, 30 Jahre Streusaat in Thüringen // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Ein Vortrag von Hermann Hoyer  zum Thema „Der Weg zur BIO-Direktsaat und zurück, 30 Jahre Streusaat in Thüringen“. (https://youtu.be/ubNDcJMO9hY)

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„Die Humusrevolution“ (2017): Amazon, Oekom

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Mehr Kohlenstoff durch tiefe Wurzeln: Potenziale im Boden

Mehr Kohlenstoff durch tiefe Wurzeln: Potenziale im Boden

Eine neue Studie „Assessing the Effect of a Deep‐Rooted Grass on Belowground Carbon Storage in Cultivated Land“ untersucht, ob tiefwurzelnde, mehrjährige Pflanzen wie Switchgrass im Vergleich zu einjährigen Ackerkulturen einen höheren Beitrag zur Kohlenstoffspeicherung im Boden leisten. Dazu wurden an 12 Standorten in den USA Flächen mit langjährigem Switchgrass-Anbau (8 bis 30 Jahre) mit benachbarten Flächen unter konventioneller Nutzung wie Mais, Soja oder Weizen verglichen. Neben dem organischen Bodenkohlenstoff wurden auch die Wurzelbiomasse sowie Isotopensignaturen analysiert, um den Eintrag neuen Kohlenstoffs zu erfassen.

Die Ergebnisse zeigen klar, dass Switchgrass deutlich mehr Kohlenstoff in Form von Wurzelbiomasse speichert und wesentlich tiefer wurzelt als einjährige Kulturen. Dadurch wird Kohlenstoff gezielt in tiefere Bodenschichten eingebracht. Im Gegensatz dazu ist der Effekt auf den Humusgehalt im Boden (SOC) uneinheitlich: Zwar gibt es teilweise Zunahmen, insgesamt sind diese jedoch statistisch nicht eindeutig und variieren stark zwischen den Standorten.

Wird jedoch der gesamte unterirdische Kohlenstoff betrachtet – also Boden plus Wurzeln –, zeigt sich ein klarer Zuwachs unter Switchgrass. Ein wesentlicher Teil des zusätzlichen Kohlenstoffs befindet sich dabei zunächst in lebender oder abgestorbener Wurzelbiomasse und nicht direkt im stabilen Humus. Die Isotopenanalysen belegen zudem, dass neuer Kohlenstoff tatsächlich in tiefere Bodenschichten gelangt, ohne dass gleichzeitig ein verstärkter Abbau vorhandener Vorräte erkennbar ist.

Insgesamt verdeutlicht die Studie, dass tiefwurzelnde, mehrjährige Pflanzen den Kohlenstoffeintrag in den Boden deutlich erhöhen können, insbesondere über ihre Wurzelsysteme. Gleichzeitig zeigt sie aber auch, dass der Aufbau von stabilem Humus ein langsamer, standortabhängiger Prozess ist, der sich kurzfristig oft nicht eindeutig messen lässt. Für die Praxis bedeutet das: Tiefwurzelnde Pflanzen sind ein wichtiger Hebel für den Kohlenstoffaufbau – die Effekte im Boden zeigen sich jedoch erst über längere Zeiträume.

https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2025EF007102

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Michael Reber // Von pfluglos über regenerativ zu Bio: ein Transformationsprozess // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Michael Reber // Von pfluglos über regenerativ zu Bio: ein Transformationsprozess // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026

Ein Vortrag von Michael Reber  zum Thema „Von pfluglos über regenerativ zu Bio: ein Transformationsprozess„. (https://youtu.be/fL-g_qay2ro)

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/

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Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

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Die Zukunft des Waldes beginnt im Boden

Die Zukunft des Waldes beginnt im Boden

Zum „Tag des Waldes“ hier eine Pressemitteilung der IG Gesunder Boden: „Hoher Handlungsdruck: Die Zukunft des Waldes beginnt im Boden“

Kurzform: Wälder mit einer hohen Vielfalt an Baumarten, Altersstufen und Strukturen sind deutlich widerstandsfähiger gegenüber Stürmen, Schädlingen und Trockenperioden. Unterschiedliche Wurzeltiefen und Kronenformen ergänzen sich, wodurch Wasser, Licht und Nährstoffe effizienter genutzt werden und das Gesamtsystem stabiler bleibt.

Im Mischwald fördern insbesondere Edellaubhölzer wie Ahorn, Linde, Kirsche oder Hainbuche ein ausgeglicheneres Mikroklima. Ihre nährstoffreiche Laubstreu unterstützt eine aktive Bodenbiologie, verbessert die Humusbildung und erhöht die Wasseraufnahme- und Speicherfähigkeit des Bodens. So entsteht ein stabiler Wasserhaushalt, der sowohl Starkregen besser puffert als auch Trockenphasen abmildert.
Strukturelle Vielfalt – also ein Nebeneinander verschiedener Altersphasen sowie stehendes und liegendes Totholz – wirkt zusätzlich stabilisierend. Sie verhindert, dass Störungen wie Stürme oder Schädlingsbefall ganze Bestände gleichzeitig erfassen, und stärkt die Selbstregulationsfähigkeit des Waldes.

Monotone, gleichaltrige Bestände sind dagegen anfälliger für extreme Wetterereignisse, da ihnen ökologische Puffermechanismen fehlen. Naturnah entwickelte Dauerwälder mit lebendigen, humusreichen Böden können zudem große Mengen Kohlenstoff langfristig in Biomasse und Boden speichern und tragen gleichzeitig zur Kühlung und Stabilisierung regionaler Wasser- und Klimasysteme bei.

–> siehe dazu unser 1. Symposium „Aufbauende Waldwirtschaft“

https://aufbauende-landwirtschaft.de/wp-content/uploads/2026/03/PM_Tag-des-Waldes_Dauerwald.pdf
https://aufbauende-landwirtschaft.de/symposium-aufbauende-waldwirtschaft-2026/

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Antibiotika hinterlassen jahrelange Spuren im Darmmikrobiom

Antibiotika hinterlassen jahrelange Spuren im Darmmikrobiom

Wie wir in unserem Buch „Gesundheit beginnt im Boden – Warum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“ zeigen, ist unsere Gesundheit untrennbar mit mikrobiellen Lebensgemeinschaften verbunden – eine neue Studie verdeutlicht nun, wie tiefgreifend selbst Antibiotika dieses empfindliche Gleichgewicht über Jahre hinweg verändern können:

Antibiotika sind ein unverzichtbares Werkzeug der modernen Medizin und retten bei schweren Infektionen Leben. Gleichzeitig weisen epidemiologische Studien seit einigen Jahren darauf hin, dass ein häufiger Antibiotikaeinsatz mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Erkrankungen – etwa Typ-2-Diabetes oder Infektionen des Magen-Darm-Trakts – verbunden sein kann. Als möglicher Mechanismus wird dabei zunehmend die Veränderung des Darmmikrobioms diskutiert.

Eine aktuelle, groß angelegte Studie aus Schweden liefert hierzu nun neue und wichtige Erkenntnisse. Forschende analysierten die Daten von rund 15.000 Erwachsenen und verknüpften detaillierte Informationen zur Antibiotika-Verschreibung mit einer umfassenden Untersuchung des jeweiligen Darmmikrobioms. Das Ergebnis ist bemerkenswert: Die Zusammensetzung und Vielfalt der Darmbakterien stehen noch Jahre später in Zusammenhang mit der individuellen Antibiotikahistorie.

Besonders auffällig ist, dass selbst eine einzige Antibiotikabehandlung langfristige Spuren hinterlassen kann. Die Forschenden konnten zeigen, dass Antibiotikaeinsätze, die 4 bis 8 Jahre zurückliegen, noch heute mit Veränderungen im Mikrobiom korrelieren. Damit wird deutlich, dass Antibiotika nicht nur kurzfristig eingreifen, sondern das mikrobielle Gleichgewicht im Darm langfristig prägen können.

Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Wirkstoffen. Während Antibiotika wie Clindamycin, Fluorchinolone und Flucloxacillin besonders starke und anhaltende Veränderungen verursachen, sind die Effekte bei Penicillin V, einem häufig eingesetzten Standardantibiotikum, vergleichsweise gering und eher kurzfristig. Diese Differenzierung ist entscheidend, da sie darauf hinweist, dass nicht nur die Häufigkeit, sondern auch die Art des eingesetzten Antibiotikums eine wichtige Rolle spielt.

Die genauen gesundheitlichen Folgen dieser langfristigen Veränderungen sind noch nicht vollständig geklärt. Dennoch verdichten sich die Hinweise, dass ein gestörtes Mikrobiom zentrale Funktionen des Körpers beeinflussen kann – etwa das Immunsystem, den Stoffwechsel oder die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheitserregern.

https://www.uu.se/en/press/press-releases/2026/2026-03-11-antibiotics-can-affect-the-gut-microbiome-for-several-years
Unser Buch: „Gesundheit beginnt im Boden – Warum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt
Hier ist ein Vortrag auf Youtube von mir zu dem Buch.

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Bodenverdichtung durch schwere Maschinen

Bodenverdichtung durch schwere Maschinen

Die Radlast ist in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter gestiegen. Gleichzeitig gab es wichtige Fortschritte in der Reifentechnologie, sodass Landwirtinnen und Landwirte ihre Felder nun mit geringeren Reifendrücken befahren können. So vergrößert sich die Aufstandsfläche der Räder und die Last wird besser verteilt. Die Belastung reicht dann nicht mehr so weit in den Unterboden hinein. (Gleichzeitig sind die Maschinen aber deutlich schwerer geworden und fahren schneller.)

Auch die Häufigkeit der Befahrung wirkt sich auf die Bodenverdichtung aus. Generell gilt: je öfter ein Boden befahren wird, desto größer ist der Verlust an Bodenfunktionen. Dabei verursacht die erste Befahrung zumeist die stärkste Veränderung.

Die Grafik zeigt die summierten Radlasten und weist auf dass besonders die Vorgewende und Fahrgassen stark belastet werden. Jeder Teil des Feldes wird mindestens einmal überrollt (Grafik unten).

So können Landwirtinnen und Landwirte ihre Böden vor schädlicher Bodenverdichtung schützen:

  • Zwischenfrüchte anbauen. Zwischenfrüchte halten den Boden zwischen den Hauptkulturen bedeckt. Ihre Wurzeln lockern den Boden und stabilisieren die Bodenstruktur. So sind die Böden weniger anfällig für Verdichtung, Erosion und Verschlämmung.
  • Böden schonend bearbeiten. Schonende Bearbeitung lockert den Boden nur oberflächlich und erhält dessen Struktur. Pflanzenreste verbleiben größtenteils als Mulch an der Oberfläche, wodurch die Tragfähigkeit erhalten und Bodenverdichtung reduziert wird.
  • Maschinennutzung flexibler gestalten. Werden Landmaschinen, die sich mehrere Betriebe teilen, nur zu 80 statt zu 100 Prozent verplant, können Landwirt*innen flexibler auf Wetteränderungen reagieren. So können sie etwa bei nassen Bedingungen die Befahrung auf einen anderen Tag verschieben.
  • Güllefässer am Feldrand lagern. Wird die Gülle vom Feldrand über Schläuche zum Fahrzeug geleitet, muss der schwere Tankwagen nicht über das Feld fahren. So schützt die Gülleverschlauchung vor Bodenverdichtung und schafft gleichzeitig mehr Spielraum für Feldarbeiten trotz nasser Bedingungen.
  • Moderne Systeme zur Anpassung des Reifendrucks nutzen. Mit einer Reifendruckverstellanlage lässt sich der Druck je nach Einsatz anpassen: Auf dem Feld wird er gesenkt, um die Aufstandsfläche zu vergrößern, den Bodendruck zu reduzieren und Verdichtung zu verringern, auf der Straße kann er wieder erhöht werden.
  • Zwillingsreifen und Breitreifen verwenden. Breit- und Zwillingsreifen vergrößern die Aufstandsfläche der Räder und verringern so den Druck auf den Boden.

(und natürlich: Nutzung leichterer Maschinen. Ab einer Achslast von 5 Tonnen nimmt der Bodendruck deutlich zu.)

https://www.thuenen.de/de/themenfelder/boden/themenschwerpunkt/boeden-durch-nachhaltige-bewirtschaftung-schuetzen/intakter-boden-trotz-schwerer-maschinen

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Gesunder Boden: Welche Baumarten locken den Regenwurm in den Wald? | Mischwald | Unser Land | BR

Gesunder Boden: Welche Baumarten locken den Regenwurm in den Wald? | Mischwald | Unser Land | BR

Der Dauerwald als wichtiger Schlüssel für klimaresiliente Wälder – das geht nur mit gesundem Boden, wie auch in der Landwirtschaft, wie diese kurze Doku zeigt.

„Auch im Wald ist ein gesunder Boden wichtig: Um das Bodenleben zu verbessern und Humus zu bilden, ist der Regenwurm ein fleißiger Helfer. Doch welche Baumarten locken den Regenwurm in den Wald? Martin Brennauer will seinen Fichten-Wald bei Landsberg umbauen in einen vielfältigen Mischwald. Dazu holt er sich Dominik Landerer vom Forschungsprojekt „Life Future Forest“ mit an Bord, das sich mit lebendigen Waldböden befasst. Um zu verstehen, wie es unter den Fichten im Boden aussieht, macht der Experte den Test: Eine Mischung aus Senföl, Alkohol und Wasser soll die Regenwürmer aus dem Boden locken. Aber nichts passiert, die Würmer fühlen sich im sauren Boden unter den Fichten nicht wohl. Was tun? Ein Mischwald mit regenwurmliebenden Baumarten wäre die Lösung: Ahorn, Mehlbeere, Hainbuche, Elsbeere – all diese Bäume wären optimal. Mit Hilfe einer App kann der Waldbesitzer Infos über den Zustand seines Bodens bekommen. “

https://www.youtube.com/watch?v=aiS3EyJpJyg

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Deutschland: Klimawandel bringt mehr Dürren trotz Regen

Deutschland: Klimawandel bringt mehr Dürren trotz Regen

Paradox: Bei uns in Mitteleuropa könnte es in Zukunft mehr Dürren und Ernteausfälle geben – obwohl durch den Klimawandel mehr Niederschläge fallen. Deutschland gehört demnach neben Westeuropa und Teilen Nordamerikas zu den Hotspots für solche landwirtschaftlichen Dürren. Der Grund dafür: Die Erwärmung erhöht die Verdunstung vor allem im Frühjahr so stark, dass die Böden schneller austrocknen, als der Regen dies ausgleichen kann, so das Team in „Nature Geoscience“.

Um so wichtiger ist es, dafür zu sorgen dass der Boden mehr Wasser speichern kann, nämlich durch Humusaufbau. Das ist möglich, wie viele Betriebe in Deutschland und Europa zeigen, über ein anderes Verständnis des Hofes, der natürlichen Kreisläufe und dem damit einhergehenden Einsatz verschiedenster Maßnahmen: weite Fruchtfolge, vielfältige Zwischenfrüchte, Untersaaten, reduzierte Bodenbearbeitung, Agroforstwirtschaft, Nutzung von wertvollem Kompost, Integration von Tieren in den Acker, usw.

https://www.scinexx.de/news/geowissen/deutschland-klimawandel-bringt-mehr-duerren-trotz-regen/

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Einladung zum Bürgerforum Zukunftslandschaft Deggenhausertal, 27.2.2026

Einladung zum Bürgerforum Zukunftslandschaft Deggenhausertal, 27.2.2026

Einladung zum Bürgerforum Zukunftslandschaft Deggenhausertal
am Freitag, 27. Februar 2026 in Wittenhofen

Mit Vortrag von Stefan Schwarzer: Warum der Boden die Lösung ist

FR 27. Februar 2026, Beginn 18:30, Einlass 18:00 Uhr
Wittenhofen – Alfons-Schmidmeister-Halle

Es geht um Hochwasser und Trinkwasserschutz im Deggenhausertal
Einführungsvortrag und Vertiefungs-Stationen
Komm vorbei & Mach mit im Deggenhausertal

Mehr Infos: https://regenerateforum.org/deggenhausertal/

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