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Umweltbundesamt spricht sich für verstärkte Renaturierung von Flüssen und Bächen aus

Umweltbundesamt spricht sich für verstärkte Renaturierung von Flüssen und Bächen aus

Deutschland wird von einem dichten Netz von Bächen und Flüssen durchzogen. Die gesamte Länge aller Fließgewässer beträgt etwa 590.000 Kilometer. Dieses Gewässernetz wird intensiv genutzt und wurde zu Gunsten von Siedlungen, Landwirtschaft, Verkehr und Energiegewinnung weitreichend umgestaltet. Flüsse wurden begradigt, von ihren Auen durch Deiche getrennt, Ufervegetation entfernt, Gewässerbetten tiefer gelegt und mit Steinen oder Beton befestigt. Am Ende dieser Entwicklung steht ein Flächenverlust für die Ausbreitung von Bächen und Flüssen von etwa 80 Prozent.

Die Europäische Union hat sich beim Gewässerschutz das Ziel gesetzt, einen guten ökologischen Zustand der Fließgewässer herzustellen. Dieses Ziel ist noch lange nicht erreicht. Noch im Jahr 2022 erreichten 90 Prozent der Bäche und Flüsse keinen guten ökologischen Zustand.

Deutschland kann viele der europäischen Gewässerschutzziele erreichen, wenn Bächen und Flüssen zwei Prozent der Fläche des Landes zurückgegeben werden. Das ergaben Berechnungen, die im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) durchgeführt wurden. Demnach fehlen den deutschen Gewässern gegenwärtig etwa 7.000 Quadratkilometer Fläche. Fläche, die dringend für eine naturnahe Gewässer- und Auenentwicklung, einen besseren Hochwasserschutz, mehr Biodiversität und die Anpassung an den Klimawandel benötigt wird.

Artikel: https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/zwei-prozent-die-viel-bewirken-koennen

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Sind Flüsse Lebewesen?

Sind Flüsse Lebewesen?

Für alle von uns ist es sicherlich nachvollziehbar dass Tiere und Pflanzen Lebewesen sind. Aber Flüsse?! Das ist nochmal ein ganz anderer Gedanke. Immerhin: In einigen Ländern der Welt haben Flüsse in der Verfassung verankerte Rechte erhalten – ein riesiger Schritt, der einer starken Verbundenheit und Identifikation mit Fluss und Region, mit Herz und Seele, zu verdanken ist.

Robert Macfarlane reist in seine Buch „Sind Flüsse Lebewesen?“ zu verschiedenen Flüssen – in Südamerika, in Indien, in Nordamerika -, und trifft dort auf Menschen, die, eben, mit Herz und Seele ihrem Land verbunden sind, die Natur lesen, den Geist atmen können. Locker und leicht erzählt, lebendig, verbunden erzählt Macfarlane von den Begegnungen mit Menschen und Flüssen, von den Erfahrungen anderer aber auch seiner selbst. Persönlich, bewegend, nachdenklich machend. Manchmal humorvoll, manchmal überrumpelnd, wenn neben der Schönheit der Natur auf einmal die „bösen“ Fakten eingeschoben werden über Menschen die gerade woanders Verträge zum Raubbau der Natur unterschreiben.

Ein wunderbares Buch, was uns die Natur wieder näher bringen kann und uns berührbar macht, auch nachdenklich wie auch hoffnungsvoll.

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