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Riesige Unterschiede auf den Äckern bei der Wasser-Infiltrationsrate

Riesige Unterschiede auf den Äckern bei der Wasser-Infiltrationsrate

Ich war neugierig, und habe das mal selbst ausprobiert: Wie hoch ist die Wasser-Infiltrationsrate auf einem verdichteten Acker (mit regelmässigem Mais-Anbau), auf der anderen Straßenseite unserer (bio)regenerativer Gemüseacker, und dann noch etwas weiter der vom Bodentyp etwas schlechtere weil noch tonigere (bio)regenerative Kleegras-Acker. Natürlich sind die Bedingungen nicht komplett vergleichbar – aber es gibt eine gute Orientierung für das Potential, welches in vielen unserer Äckern schlummert, was die Wasserspeicher- und Wasserinfiltrationskapazität angeht.

Der simulierte Niederschlag entspricht 45 Liter / m2 (oder 45 mm) – was ein wirklich sehr kräftiges Niederschlagsereignis wäre. Allerdings: Regen fällt mir großer Kraft auf den Boden, was schnell zur Verschlämmung und zu Erosion führt – Faktoren die das Ergebnis bei wenig-krümeligen Böden nochmal verschlechtern würden.

Die Ergebnisse sind nicht 1:1 vergleichbar – v.a. weil andere Kulturen drauf stehen. Aber sie sagen schon ziemlich viel aus.

Versicherungszeit:

  • humoser Gemüseacker: 11 Sekunden
  • humoser Kleegras-Acker: 30 Sekunden
  • verdichteter Mais-Acker: 8 Minuten

Auf dem verdichteten Boden würden letzten Endes nur ein paar wenige Liter versickern, der Großteil würde – zumindest bei einem starken Regenereignis – oberflächlich abfliessen.

Das heißt:

a) Das Wasser steht später den Pflanzen nicht mehr zur Verfügung und damit steigt die Dürre-Problematik
b) Wenn es versickert, dann ist die nächste Sperre bei 25-35cm mit der Pflugsohle (verdichtete Bodenschicht durch Pflug/Maschinen) ein weiteres Problem. Pflanzen beziehen im Sommer 50% ihres Wasserbedarfs aus den unteren Schichten – wo es aber gar nicht erst ankommt.
c) Das Wasser sickert nicht mehr bzw. weniger ins Grundwasser.
d) Das Wasser fliesst schnell ab und führt zu einer Zunahme an Hochwässern.

Video: https://youtu.be/ZQc3dpY8JjY

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Riesige Unterschiede auf den Äckern bei der Wasser-Infiltrationsrate (II)

Riesige Unterschiede auf den Äckern bei der Wasser-Infiltrationsrate (II)

(Jetzt mit etwas Erklärungen im Video dabei.) Ich war neugierig, und habe das mal selbst ausprobiert: Wie hoch ist die Wasser-Infiltrationsrate auf einem konventionelle Mais-Acker, auf der anderen Straßenseite unserem Gemüseacker, und dann noch etwas weiter der vom Bodentyp etwas schlechtere weil noch tonigere Kleegras-Acker. Natürlich sind die Bedingungen nicht komplett vergleichbar – aber ich mach auch keine universitäre Forschung draus.

„Niederschlag“ – mein Wasserbehältnis was ich ins eingeschlagene Rohr gefüllt habe – entsprachen 45 Liter / m2 (oder 45 mm).

Versicherungszeit:

  • Gemüseacker: 11 Sekunden
  • Kleegras-Acker: 30 Sekunden
  • Mais-Acker: 8 Minuten

Auch wenn die Vergleiche etwas hinken (wir bauen selbst keinen Mais als Ackerkultur an), ist es schon erstaunlich und auch erschreckend, welche riesigen Unterschiede da zu finden sind. Und ich bin ja nicht der Einzige, der zu diesen Ergebnissen kommt.

Wenn wir uns dann die zunehmende Zahl an Hochwässern anschauen, dann erstaunt mich das nicht – viele unserer Böden können das Wasser einfach nicht mehr aufnehmen, da laufen oberflächlich einfach 70-90% ab, anstatt zu versickern (und das Grundwasser zu füllen). Andersherum gilt das Gleiche für die zunehmenden Probleme mit Trockenheit und Dürre – denn diese Böden haben eine so stark reduzierte Infiltratioinsrate, dass in tieferen Bodenschichten nichts ankommt. Erschwerend kommt hinzu dass die Pflugsohle in 30-50 cm so dicht ist, dass kaum was durchsickern kann – und die Pflanzen ihre größte Mühe haben, mit ihren Wurzeln tiefer zu kommen. Dorthin, wo eben im Sommer auch (natürlicherweise) 50% ihrer Wasserversorgung herkommt, aus dem Unterboden.

https://youtu.be/95mo0vq5iYA

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Riesige Unterschiede auf den Äckern bei der Wasser-Infiltrationsrate

Riesige Unterschiede auf den Äckern bei der Wasser-Infiltrationsrate

Ich war neugierig, und habe das mal selbst ausprobiert: Wie hoch ist die Wasser-Infiltrationsrate auf einem konventionelle Mais-Acker, auf der anderen Straßenseite unserem Gemüseacker, und dann noch etwas weiter der vom Bodentyp etwas schlechtere weil noch tonigere Kleegras-Acker. Natürlich sind die Bedingungen nicht komplett vergleichbar – aber ich mach auch keine universitäre Forschung draus.

„Niederschlag“ – mein Wasserbehältnis was ich ins eingeschlagene Rohr gefüllt habe – entsprachen 45 Liter / m2 (oder 45 mm).

Versicherungszeit:

  • Gemüseacker: 11 Sekunden
  • Kleegras-Acker: 30 Sekunden
  • Mais-Acker: 8 Minuten

Auch wenn die Vergleiche etwas hinken (wir bauen selbst keinen Mais als Ackerkultur an), ist es schon erstaunlich und auch erschreckend, welche riesigen Unterschiede da zu finden sind. Und ich bin ja nicht der Einzige, der zu diesen Ergebnissen kommt.

Wenn wir uns dann die zunehmende Zahl an Hochwässern anschauen, dann erstaunt mich das nicht – viele unserer Böden können das Wasser einfach nicht mehr aufnehmen, da laufen oberflächlich einfach 70-90% ab, anstatt zu versickern (und das Grundwasser zu füllen). Andersherum gilt das Gleiche für die zunehmenden Probleme mit Trockenheit und Dürre – denn diese Böden haben eine so stark reduzierte Infiltratioinsrate, dass in tieferen Bodenschichten nichts ankommt. Erschwerend kommt hinzu dass die Pflugsohle in 30-50 cm so dicht ist, dass kaum was durchsickern kann – und die Pflanzen ihre größte Mühe haben, mit ihren Wurzeln tiefer zu kommen. Dorthin, wo eben im Sommer auch (natürlicherweise) 50% ihrer Wasserversorgung herkommt, aus dem Unterboden.

https://youtu.be/95mo0vq5iYA

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