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Karl Auerswald „Die Rolle des Bodens für die landwirtschaftliche Erzeugung während des Klimawandels“

Karl Auerswald „Die Rolle des Bodens für die landwirtschaftliche Erzeugung während des Klimawandels“

Interessanter Vortrag von Prof. Karl Auerswald: „Ein wesentlicher Effekt des Klimawandels in unseren Breiten bis zur Mitte dieses Jahrhunderts wird sein, dass Regen- und Trockenphasen länger werden und dass tendenziell mehr Niederschlag im Winter fällt, während die Sommer trockener werden. Dem Boden als wichtigstem Puffer kommt daher eine noch größere Bedeutung als in der Vergangenheit zu. Gleichzeitig führt der Klimawandel aber auch zu immer erosiveren Regen und schädigt daher diesen Puffer. Der Vortrag beleuchtet das entstehende Spannungsfeld, das weiter dadurch verstärkt wird, dass auch der Landnutzungswandel die Pufferfunktion des Bodens stark beeinträchtigt. Anstatt die Landschaft und die Landnutzung klimaresistent zu gestalten, wurden sie durch die von Gesellschaft, Landwirtschaft und Forstwirtschaft verfolgte und akzeptierte Effizienzsteigerung besonders vulnerabel.“

https://www.youtube.com/watch?v=joVZg3Ex1dQ

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Vielfalt in der Landwirtschaft bringt Mehrwert

Vielfalt in der Landwirtschaft bringt Mehrwert

Vielfalt statt Einfalt: Vermischung von Tierhaltung und Ackerbau, Integration von Blühstreifen und Bäumen, Wasser- und Bodenschutz und vieles mehr: Eine vielfältige Landwirtschaft nutzt nicht nur der Natur, sondern sichert auch uns Menschen die Nahrungsgrundlage und den Agrarbetrieben den wirtschaftlichen Ertrag. Das belegt eine aktuelle globale Studie im Fachjournal Science unter Mitwirkung des LIB und unter der Leitung der University of Copenhagen und der Universität Hohenheim.

Eine bunte Agrarlandschaft ist nach der Studie eine vielversprechende Lösung für eine nachhaltigere Nahrungsmittelproduktion mit einem ökologischen und sozialen Mehrwert bei effizienterer Ressourcennutzung – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Die Daten zeigen, dass Strategien, die der biologischen Vielfalt zugutekommen, auch die Ernährungssicherheit verbessern. In einer Zeit, in der die Aussichten für den Schutz der Umwelt und eine Verbesserung der sozialen Bedingungen für Landwirtinnen und Landwirte oft düster erscheinen, skizzieren die Ergebnisse einen vielversprechenden Weg für die Gestaltung der globalen Agrarpolitik, folgern die Autorinnen und Autoren.

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Impfung mit Pilzen statt Pestizide – es hilft

Impfung mit Pilzen statt Pestizide – es hilft

40% Mehrertrag bei Mais, nicht schlecht: „Nicht nur Menschen und Tiere, auch Äcker lassen sich gegen Krankheiten impfen. Den Boden mit Mykorrhiza-Pilzen zu impfen bedeutet robustere Pflanzen. Diese brauchen weniger Pestizide und Dünger. Ein Feldversuch in der Schweiz zeigt, dass sich mit einer Pilzimpfung die Ernte bedeutend steigern lässt.“

https://www.srf.ch/sendungen/10vor10/die-idee/die-idee-impfung-mit-pilzen-statt-pestizide

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Trauriger Spitzenplatz: Darum verliert Deutschland besonders viel und schnell Wasser

Trauriger Spitzenplatz: Darum verliert Deutschland besonders viel und schnell Wasser

Deutschland verliert laut einem Bericht des Umweltbundesamts pro Jahr 2,5 Kubikkilometer Wasser. Das macht das Land zu einer der Regionen mit dem höchsten Wasserverlust weltweit – mit dramatischen Folgen für die Landwirtschaft, die Wälder und unsere Ernährung.

Die Folgen der Klimakrise in Deutschland verschärfen sich einem neuen Bericht des Umweltbundesamts (UBA) zufolge weiter. Demnach gehört Deutschland zu einer der Regionen mit dem höchsten Wasserverlust weltweit.

Die Bundesrepublik verliere pro Jahr 2,5 Kubikkilometer Wasser, sagte Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) bei der Vorstellung des Berichts am Dienstag in Berlin. „Das ist eine unvorstellbar große Summe, die unsere Ökosysteme belastet, die sich auch auf die Trinkwasserversorgung vor allem in Zukunft auswirken kann.“

UBA-Präsident Dirk Messner ergänzte, wenn man dies über 20 Jahre hochrechne, sei es die Menge Wasser, die heutzutage der Bodensee umfasse.

Quelle: Umweltbundesamt

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BMUV-Agrarkongress 2024 – Natürlicher Klimaschutz und Klimaanpassung in Partnerschaft mit der Landwirtschaft

BMUV-Agrarkongress 2024 – Natürlicher Klimaschutz und Klimaanpassung in Partnerschaft mit der Landwirtschaft

Morgen von 10:00 Uhr bis 17:30 Uhr der BMUV-Agrarkongress 2024 als hybride Veranstaltung. Bin als Impulsgeber mit dabei. Sehr wichtig, dass wir uns damit beschäftigen, was der Klimawandel mit der Landwirtschaft macht – aber ebenso wichtig zu schauen, was die Landwirtschaft für den Klimaschutz tun kann. Und da gibt es viele spannende Ansätze die ein Win-Win sind für Landwirt:in und Gesellschaft.

„Die Klimakrise stellt die Landwirtschaft vor eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Einerseits sind landwirtschaftliche Betriebe stark von Extremwetterereignissen betroffen, andererseits können sie maßgeblich zum Klimaschutz beitragen. In der Klimaanpassungsstrategie spielen landwirtschaftliche Betriebe daher eine wichtige Rolle, und auch der natürliche Klimaschutz ist auf Synergien mit der landwirtschaftlichen Nutzung angewiesen. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken und Ökosysteme langfristig zu bewahren, müssen Grundlagen der Landwirtschaft wie gesunde Böden und Wasserversorgung gesichert werden. Ressourcenschonende Ansätze müssen weiterentwickelt und zum bezahlbaren Standard werden. Gleichzeitig bedarf es wirksamer Maßnahmen, um die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern.

In diesem Spannungsfeld bewegt sich der Agrarkongress 2024. Mit Expertinnen und Expert aus der Praxis, der Wissenschaft, von Verbänden und der Politik diskutieren und reflektieren wir: Wie kann die Landwirtschaft fit für eine Zukunft in Zeiten der Klimakrise werden? Welche neuen Kooperationen können diesen Weg ebnen?“

https://www.bmuv.de/veranstaltung/agrarkongress-2024

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Natürlicher Landschaftswasserhaushalt ist der zentrale Baustein der Klimaanpassung

Natürlicher Landschaftswasserhaushalt ist der zentrale Baustein der Klimaanpassung

Spannende Pressemitteilung von der Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA)

Fähigkeiten der Landschaft zur Wasserspeicherung müssen dringend wieder hergestellt werden

Hennef. Vertrocknende Wälder, Ernteausfälle, Überflutungen, Erosion – Wetterextreme wie Dürre und Hochwasser bedrohen immer häufiger unsere Umwelt und unser Leben, wie wir es kennen. Hintergrund ist der Klimawandel, aber vor allem auch die starke Veränderung der Landschaft. Drainierung, Versiegelung und Verdichtung des Bodens sowie wegebegleitende Gräben stören den natürlichen Landschaftswasserhaushalt massiv. „Die natürlichen Fähigkeiten der Landschaft zur Wasserspeicherung müssen dringend wieder hergestellt werden, umfassend und zeitnah. Nur so können wir unter den Bedingungen des Klimawandels Trinkwasserversorgung, Nahrungsmittelproduktion und unsere Lebensbedingungen nachhaltig sichern und gleichzeitig Sturzfluten und Hochwasserereignisse abmildern“ betont Dr. Jörg Zausig, Boden-Experte der DWA Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall, im Anschluss an ein von der DWA organisiertes Expertengespräch in Nürnberg.

Wasser wird in Deutschland zu schnell abgeleitet und nicht im natürlichen Kreislauf gehalten. Auch im eigentlich wasserreichen Deutschland muss Wasser aber wieder viel stärker zurückgehalten werden; in der Agrarlandschaft ebenso wie in den Wäldern, im bebauten Raum wie in der freien Landschaft. Haupthemmnis für entsprechende Maßnahmen sind nach wie vor Nutzungskonflikte aufgrund der Flächenkonkurrenz. Verschiedenste Akteure erheben Ansprüche auf die Flächennutzung und das Wasserdargebot.

Die große Bedeutung des Bodens für einen ausgeglichenen Landschaftswasserhaushalt muss daher schon bei der Planung, in Genehmigungsverfahren aber auch bei genehmigungsfreien Vorhaben berücksichtigt werden, um auch langfristig allen Nutzergruppen von Land- und Forstwirtschaft über die Industrie bis zum Trinkwasser jederzeit Wasser in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stellen zu können. Hier ist der Gesetzgeber gefordert, die Rahmenbedingen für einen wirksamen Bodenschutz zu verbessern.

Boden ist der natürliche Wasserspeicher. Um die natürlichen Funktionen des Bodens und den Landschaftswasserhaushalt langfristig und nachhaltig zu sichern, müssen grundlegende bodenfachliche Zusammenhänge in der öffentlichen Diskussion deutlich stärker berücksichtigt werden als bisher. Insbesondere die Land- und Forstwirtschaft ist aufgerufen, sich mit den veränderten Verhältnissen auseinanderzusetzen und Bodenbearbeitung und Kulturarten darauf abzustellen. Weitere Versiegelungen durch Verkehr-, Siedlungen und Industrie müssen weitestgehend reduziert und wo immer möglich, müssen Böden saniert und wieder ihrer natürlichen Funktion zugeführt werden. Für einen funktionierenden Wasserhaushalt ist eine Netto-Entsiegelung absolut notwendig. Naturnahe Feuchtgebiete, wie z. B. Moore, Auen und Feuchtwiesen sind zu erhalten, wiederherzustellen oder neu zu gewinnen.

Nur so können wir unter den Bedingungen des Klimawandels Trinkwasserversorgung, Nahrungsmittelproduktion und ganz allgemein unsere Lebensbedingungen nachhaltig sichern und Sturzfluten und Hochwasserereignisse abmildern.

Für einen nachhaltigen Schutz der Böden und einen klimaangepassten Landschaftswasserhaushalt müssen daher Fachplaner aus vielfältigen Disziplinen und Flächennutzer Hand in Hand Lösungen entwickeln. Der Erhalt der Ertragsfähigkeit der Böden, die Verbesserung der Grundwasserneubildung und damit die Abmilderung der Auswirkungen von Dürren müssen ebenso im Fokus stehen wie die Sicherung der heimischen Biodiversität und die Vorsorge vor Sturzfluten und Hochwasser. Die DWA arbeitet seit langem in mehreren Arbeitsgruppen mit einem engen Bezug zum Thema „Landschaftswasserhaushalt“ an fachübergreifenden Konzepten. Als direktes Ergebnis des Expertengesprächs wird die DWA zudem zeitnah eine neue Arbeitsgruppe gründen, die sich mit innovativen Möglichkeiten zur Verbesserung des Wasserrückhalts in landwirtschaftlich genutzten Gebieten befasst.

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Bauernproteste: Es geht längst nicht mehr um den Dieselpreis

Bauernproteste: Es geht längst nicht mehr um den Dieselpreis

 

Eine interessante Analyse der Bauernproteste:

„Es fehlt seit vielen Jahren an einer mutigen Agrarpolitik, die langfristige Perspektiven und verlässliche Rahmenbedingungen schafft. Stattdessen denken die politisch Verantwortlichen viel zu häufig in vermeintlich kurzfristigen Erfolgen und Klientelpolitik“. Damit trifft sie den Nagel genau auf den Kopf: Das Höfesterben, das die deutsche Landwirtschaft seit den 1960er Jahren plagt, hat ein ganzes Bündel von Ursachen:

Es ist die Folge einer immer mehr auf Profitmaximierung angelegten Agrarpolitik, von immer weiterer Intensivierung, von enormem Kostendruck, einer schlechten Verhandlungsposition gegenüber den großen Handelsketten. Dazu kommt der politische Unwille, sich von einfachen, flächengebundenen Direktzahlungen (so genannten Gießkannensubventionen) zu verabschieden und stattdessen die Förderung von Betrieben zu priorisieren, die sich besonders um Umwelt-, Klima- und Tierschutz bemühen. Landwirt:innen, die wichtige Leistungen für Natur- oder Umweltschutz erbringen, werden als Folge dafür nicht ausreichend vergütet. Statt ihnen erhalten diejenigen landwirtschaftlichen Betriebe am meisten staatliche Förderung, die die größten Flächen haben.

All das hat zu einer verhängnisvollen Logik des „Wachse-oder-weiche“ geführt. Die Folge: Die Kleinen geben auf, die Großen wachsen weiter. Die vielen Plakate, die auf das Höfesterben Bezug nehmen („Stirbt der Bauer, stirbt das Land“), sind ein Ausdruck dieser Unzufriedenheit.

Dass sich jetzt allerdings der Deutsche Bauernverband in die vorderste Reihe der Proteste stellt, ist bei näherer Betrachtung blanke Heuchelei: Der hochgradig mit der Agrarindustrie verflochtene Bauernverband war mit seiner exportorientierten, auf immer mehr Wachstum ausgelegten Politik einer der Haupttreiber der Wachse-oder-weiche-Politik. Gießkannensubventionen, Intensivierung der Landwirtschaft und die Blockade jeder ernst gemeinten Agrarreform: Die verfehlte Agrarpolitik in Deutschland geht zu einem guten Teil auf sein Konto.

Und auch die Union versucht jetzt, politisches Kapital aus den Protesten zu schlagen und im Zuge der Bauernproteste gegen die Ampel zu hetzen. Und das, obwohl sie in den 75 Jahren seit Gründung der Bundesrepublik 51 (!) Jahre lang und von 2005 bis 2021 ununterbrochen das Landwirtschaftsministerium innehatte. Wenn eine Partei in Deutschland für den Zustand der Landwirtschaft verantwortlich gemacht werden kann, dann ist es die Union – und innerhalb dieser speziell die CSU, die geschlagene 31 Jahre lang das Ministerium besetzte. Dass Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied nun Seite an Seite mit der CSU die Ampel für ein angeblich von ihr verursachtes Höfesterben kritisiert, wirkt da wie ein Fest der Heuchler:innen.

 

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Der Faktor Mensch bei Wasserkatastrophen

Der Faktor Mensch bei Wasserkatastrophen

Interessanter Artikel von Erica Gries: „Entscheidungen über Landnutzung und Infrastruktur haben wenig Raum für Wasser gelassen, was die Auswirkungen von Naturkatastrophen und Klimawandel verstärkt hat.“

  • Die Gesellschaft hat zwei Drittel der großen Flüsse der Welt aufgestaut und umgeleitet, 87 % der globalen Feuchtgebiete trockengelegt und 75 % der Landfläche der Erde degradiert.
  • Eine Studie ergab, dass der Mensch von 1992 bis 2019 600.000 Quadratkilometer Überschwemmungsgebiete beansprucht hat – eine Fläche von der Größe der Ukraine. Diese Bebauung nimmt dem Wasser Platz weg, lässt die Flüsse ansteigen und setzt die Anwohner einem höheren Hochwasserrisiko aus.
  • Für jede Zunahme der befestigten Fläche um 1 % steigt die jährliche Überschwemmungsmenge in den nahe gelegenen Flüssen um 3,3 %.
  • Die Oberflächenrauhigkeit von Mischwäldern führt dazu, dass sie den Wind besser abbremsen als Baumplantagen oder Feldfrüchte und damit die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Wasserdampf zu Regen kondensiert.
  • Die europäischen Siedler und ihre Nachkommen trockneten das Land aus, indem sie die Biber töteten, die in 10 % Nordamerikas Feuchtgebiete schufen, indem sie die mitgebrachten Tiere überweideten und indem sie das Grundwasser zu stark ansteigen ließen, so dass die Pflanzenwurzeln es nicht mehr erreichen konnten.
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Zu trocken, zu dicht: Schweizer Böden brauchen Hilfe

Zu trocken, zu dicht: Schweizer Böden brauchen Hilfe

Interessanter Beitrag beim SRF: „Erodierte Böden in der Landwirtschaft, zu viel Hitzestau in den Städten – zu wenig oder schlecht genutztes Wasser im Boden wird zum Problem. Doch es gibt Lösungen, um Landschaften wieder nachhaltig zu vernässen und die Ressource Wasser auch in der Stadt als Klimawerkzeug gegen Hitze zu nutzen.“

https://www.srf.ch/play/tv/einstein/video/zu-trocken-zu-dicht-schweizer-boeden-brauchen-hilfe?urn=urn:srf:video:27e5a414-60be-453c-be05-7e03352b1c97

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Schloss Kirchberg, 30.11.: Boden und Wasser in der Klimakrise. Wie gelingt ressourcenschonende Landwirtschaft in Dürrezeiten?

Schloss Kirchberg, 30.11.: Boden und Wasser in der Klimakrise. Wie gelingt ressourcenschonende Landwirtschaft in Dürrezeiten?

Stefan Schwarzer und Michael Reber in der Akademie für ökologische Land- und Ernährungswirtschaft Schloss Kirchberg Kirchberg a.d. Jagst, am 30.11.23 ab 18/19h:

Monatliche Temperaturrekorde und extreme Wetterereignisse be- drohen Landwirtschaft und Umwelt. Fehlende Niederschläge, Hitze und Austrocknung stehen temporärem Starkregen, Hochwasser- ereignissen und Erosion gegenüber. Wenn es nicht gelingt, Wasser und Böden besser zu schützen, wird nicht nur die Landwirtschaft in die Krise geraten. Hauptreferent Stefan Schwarzer, Physischer Geograf und Permakultur-Designer, spricht über aufbauende Land- wirtschaft und Wasserkreisläufe in der Klimakrise. Landwirt Mi- chael Reber aus Gailenkirchen bei Schwäbisch Hall erläutert die Bedeutung gesunder Böden in der Klimakrise.

https://akademie-schloss-kirchberg.de/de/aktuelles?name=boden-und-wasser-in-der-klimakrise-wie-gelingt-ressourcenschonende-landwirtschaft-in-duerrezeiten-mit-stefan-schwarzer-&news=7

 

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Erosionsschutz am Acker

Erosionsschutz am Acker

Auch wenn das Thema Bodenleben von den Ämtern noch nicht aufgegriffen wird, wenigstens tut sich etwas im Bereich der Bodenerosion (wenn auch in meinen Augen immer noch nicht genügend; dass in diesen Lagen mit deutlichem Gefälle überhaupt Mais angebaut wird!)!

Künftig gelten mehr als die Hälfte der Felder in Bayern als erosionsgefährdet. Für die Landwirte heißt das: Sie müssen ihre Arbeitsweise anpassen, zum Beispiel mit Direktsaat – ohne Pflügen oder Felder quer zum Hang bewirtschaften. Nicht immer einfach.

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Bald kein Boden mehr im Moor: Was sich bei der Moorbewirtschaftung ändern muss | Unser Land | BR

Bald kein Boden mehr im Moor: Was sich bei der Moorbewirtschaftung ändern muss | Unser Land | BR

Wichtiger Beitrag zur Frage der Wiedervernässung der Moore: Wie viel Boden gibt es noch in unseren Mooren? Klingt nach einer komischen Frage, aber Fakt ist: Unsere Moore schrumpfen. Oder genauer gesagt: die Schicht aus Torf. Hintergrund dafür ist die Moorbewirtschaftung, denn um die nassen Böden landwirtschaftlich als Viehweide nutzen zu können, wurden sie vor mehr als 100 Jahren entwässert – so zum Beispiel auch im Murnauer Moos. Doch ohne das Wasser schwindet der fruchtbare Boden und das Moor setzt dabei große Mengen CO2 frei. Was kann man tun, um das zu verhindern? Eine Moorexpertin besucht zwei Landwirte und macht den Test: Wie schlimm steht es um das entwässerte Moor? Kann sie die Bauern von einer Wiedervernässung überzeugen?

Wir brauchen mehr Wasserretention, Wasserspeicherung in den Boden und ins Grundwasser, wir brauchen mehr Kühlung durch die Pflanzen – und da sind die Moore sehr wichtig!

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Mikrobiom-Tagung am 4.10.2023 | online: Vom Boden zur Pflanze zum Menschen – Zusammenhänge kennen und verstehen

Mikrobiom-Tagung am 4.10.2023 | online: Vom Boden zur Pflanze zum Menschen – Zusammenhänge kennen und verstehen

Was haben der Mensch und eine Kartoffel gemeinsam? Beide können nicht existieren ohne ihr spezifisches Mikrobiom!

Auf der Mikrobiom-Tagung gehen wir spannenden Fragen nach. Unter einem Mikrobiom verstehen wir im medizinischen Sinne die Gesamtheit aller Mikroorganismen die einen Makroorganismus (Mensch, Tier, Pflanze, Boden) besiedeln. Mikrobiome sind in einer komplexen Wechselwirkung mit dem Wirtskörper und untereinander involviert.

Die Betrachtung des Bodens als komplexes und lebendiges System wird zunehmend geläufiger. Das ein gesundes Bodenmikrobiom dazu beiträgt, dass Pflanzen nährstoffreiche Lebensmittel produzieren, ist kein Geheimnis. Wenn der Boden zum Beispiel mit verschiedenen Mikroorganismen besiedelt ist, können die Pflanzen mehr Nährstoffe aufnehmen und ihre eigenen Abwehrmechanismen stärken. Ähnlich verhält es sich beim menschlichen Organismus.

Der Mensch als komplexe Lebensgemeinschaft – Mikrobiom-Tagung 2023

Wir alle sind Holobionten. Ein Zusammenschluss zahlloser Organismen, ein wahrer Metaorganismus.

Das Gleichgewicht und der Schutz des symbiotischen Zusammenspiels sind die Grundlage für einen gesunden, funktionsfähigen Körper und Geist. Anders als lange Zeit angenommen ist beispielweise die zentrale Aufgabe des Immunsystems nicht die Abwehr pathogener Keime, sondern das Aufrechterhalten der symbiotischen, komplexen und diversen mikrobiellen Gemeinschaft im Körper.

Mikroorganismen sind an allen Prozessen des Lebens beteiligt.

Sie spielen nicht nur bei der Herstellung von Lebensmitteln, wie Käse, Wein oder fermentierten Speisen eine Rolle. Auch im Boden sorgen sie dafür, dass Pflanzen Nährstoffe besser aufnehmen und speichern können. Von der menschlichen Verdauung und unserer Fähigkeit zur Nährstoffaufnahme ganz zu schweigen.

Zahlreiche Ballaststoffe können von uns Menschen ohne mikrobielle Hilfe gar nicht erst verdaut werden. Sie dienen als Nahrung für bestimmte Mikroorganismen im Darm, deren Stoffwechselprodukte wiederum Teil unserer Ernährung und Gesundheit sind.

Doch was bedeutet das für die moderne Landwirtschaft und unsere Ernährungsweise? Kann die Überwindung des Reduktionismus in der Medizin, Landwirtschaft und Biologie neue Wege ebnen, gesamtgesellschaftliche Problem, wie Volkskrankheiten und Verlust fruchtbarer Böden zu lösen? Und in welchem Zusammenhang stehen diese auf den ersten Blick so fernen Themenkomplexe?

Eine holistische Betrachtung bietet neue Blickwinkel und Anreize für unsere Lebensweise.

Wir laden alle Interessierten am 4.10.2023 zu dieser spannenden Mikrobiom-Tagung ein, um gemeinsam mit unseren Referenten tief in die Welt der Mikrobiome und der faszinierenden Mikroorganismen einzutauchen, die unser aller Leben maßgeblich beeinflussen.

Sei bei dieser einzigartigen Gelegenheit im deutschsprachigen Raum dabei!

Mikrobiom-Tagung 2023: Warum solltest du dich über Mikrobiome informieren?

• Ein gesundes Mikrobiom stärkt das Immunsystem, unterstützt die Verdauung und senkt das Risiko für chronische Krankheiten.
• Deine Ernährung, Umwelteinflüsse und Medikamente, beeinflussen dein Mikrobiom
• Mikrobiome sind an ALLEN Prozessen des Lebens beteiligt
• Ein gesunder Boden ist die Grundlage allen gesunden Lebens

Melde dich an und stell deine Fragen an unsere Experten.

Mit bei der Mikrobiom-Tagung dabei sind:
– Dr. Thomas Hardtmuth
– Dr. Gernot Bodner
– Dr. Viviane Theby
– Ronald Linder
– Sepp Braun

Deine Chance auf ein besseres Verständnis über Ernährung und Gesundheit!

https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de/

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Mikrobiom-Tagung: Das (un)sichtbare Netz des Lebens. Über die Mikrobiome des Bodens und Menschen. 4.10.2023, online

Mikrobiom-Tagung: Das (un)sichtbare Netz des Lebens. Über die Mikrobiome des Bodens und Menschen. 4.10.2023, online

Wie hängen Mikrobiom des Bodens und Mikrobiom des Menschen zusammen und was bedeuten die neuesten Erkenntnisse für die landwirtschaftliche Praxis und unsere Ernährung? Auf der Mikrobiom Tagung erfährst du, warum dein Körper-Mikrobiom und ein gesunder Boden so wichtig für deine Gesundheit sind!

Sei bei dieser einzigartigen Gelegenheit im deutschsprachigen Raum dabei!
Warum solltest du dich über Mikrobiome informieren?
• Ein gesundes Mikrobiom stärkt das Immunsystem, unterstützt die Verdauung und senkt das Risiko für chronische Krankheiten.
• Deine Ernährung, Umwelteinflüsse und Medikamente, beeinflussen dein Mikrobiom
• Mikrobiome sind an ALLEN Prozessen des Lebens beteiligt
• Ein gesunder Boden ist die Grundlage allen gesunden Lebens

Melde dich an und stell deine Fragen an unsere Experten. Mit dabei sind:
– Dr. Thomas Hardtmuth
– Dr. Gernot Bodner
– Dr. Viviane Theby
– Ronald Linder
– Sepp Braun

Deine Chance auf ein besseres Verständnis über Ernährung und Gesundheit!

https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de/

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Die Unternehmensagenda hinter Carbon Farming

Die Unternehmensagenda hinter Carbon Farming

Ich bin kein großer Fan von „Carbon Farming“. Es gibt also viele Gründe, die dagegen sprechen, auch wenn der Ansatz im Großen und Ganzen gut gemeint ist. Aber schauen Sie sich diesen Artikel an und sehen Sie, was große Unternehmen – wie Bayer – daraus machen.

Zwei Auszüge:

Bayer ist hier der große Gewinner. Es erlangt eine zunehmende Kontrolle über die Landwirte und schreibt ihnen genau vor, wie sie ihre Landwirtschaft betreiben und welche Betriebsmittel sie verwenden. Für Bayer ist es ein großer Vorteil, mehr Landwirte dazu zu bringen, reduzierte Bodenbearbeitung oder Direktsaat anzuwenden. Die von Bayer geförderte Art der reduzierten Bodenbearbeitung oder Direktsaat erfordert das Übergießen von Feldern mit Tonnen seines Herbizids RoundUp (Glyphosat) und das Pflanzen von Samen seiner gentechnisch veränderten Roundup-resistenten Sojabohnen oder Hybridmais.

Auch Bayer will von der Förderung von Zwischenfrüchten profitieren. Noch in dem Monat, in dem das Unternehmen ForGround auf den Markt brachte, übernahm es die Mehrheitsbeteiligung an einem Saatgutunternehmen, das eine gentechnisch veränderte Zwischenfrucht namens CoverCress entwickelte. Samen von CoverCress werden an Landwirte verkauft, die bei ForGround registriert sind, und die Ernte wird als Biokraftstoff verkauft.

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Förderung für eine grundwasserschonende Landbewirtschaftung

Förderung für eine grundwasserschonende Landbewirtschaftung

Sinkende Grundwasserspiegel, Nitrat im Grundwasser – das Thema Wasser geht (momentan) nicht nur die LandwirtInnen was an, sondern auch die Konsumenten, und zwar in Form von weniger werdendem Grundwasser und v.a. Dingen auch Grundwasser mit abnehmender Qualität. Deswegen braucht es sinnvolle Kooperationen, z.B. zwischen Trinkwasserversorgern und LandwirtInnen.

Dazu hat die IG Gesunder Boden mit der Kooperation Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura einen Maßnahmenkatalog entwickelt:

„Wasser ist die Grundlage des Lebens Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer eins. Es kann durch nichts ersetzt werden und deshalb sollten wir alles daran setzen, unser Trinkwasser zu schützen. Wasserwirtschaft und Landwirtschaft müssen in den Trinkwassereinzugsgebieten bzw. Wasserschutzgebieten gemeinsam handeln. Aus diesem Grund wurde die Kooperation Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura gegründet. Seit Januar 2021 sind 11 Wasserversorger bei der Kooperation Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura. Im Mittelpunkt steht die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Landwirten vor Ort. Die grundwasserschonende Landbewirtschaftung und Ausgleichsleistungen in den Maßnahmengebieten der Kooperation Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura tragen unmittelbar zur Qualitätssicherung unseres Wassers bei.“

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Verändern, damit etwas bestehen bleiben kann

Verändern, damit etwas bestehen bleiben kann

Sehr interessante Worte in der FAZ (in einem anderen Zusammenhang formuliert aber in meinen Augen passend):

Wahre Konservative, wenn sie nicht nur reagieren, sondern handeln wollen, sollten sich klarmachen, dass es nicht bloß ein geistreiches und paradoxes Bonmot ist, wenn Giuseppe Tomasi di Lampedusa den jungen Adeligen Tancredi in seinem Roman „Der Leopard“ sagen lässt: „Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass sich alles verändert.“

Tancredis Worte müssten heute der zentrale Glaubenssatz aller Konservativen sein. Wirtschaft, Ackerbau und Viehzucht müssen umgebaut, Städte- und Wohnungsbau neu geplant, die Essgewohnheiten überdacht werden: nicht, damit die bürgerliche Lebensform endlich untergehe. Sondern damit sie überlebe.

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Maßnahmen zur Klimaanpassung über Wasserrückhalt und Kühlung durch Verdunstung für eine dürregefährdete Region in Ostdeutschland

Maßnahmen zur Klimaanpassung über Wasserrückhalt und Kühlung durch Verdunstung für eine dürregefährdete Region in Ostdeutschland

Die in diesem Dokument vorgestellte Auswahl von Maßnahmen ist im Projekt „Informationsgestützte antizipative wasserhaushaltsbasierte Anpassung an den Klimawandel“ entstanden. Eine ausführlichere Beschreibung der Maßnahmen ist bereits veröffentlicht.

Anpassung an den Klimawandel konfrontiert die Akteure im Landkreis Elbe-Elster, dem Projektgebiet, in erster Linie mit zunehmender Wasserknappheit. Durch die steigenden Temperaturen wird auch bei gleichbleibendem Niederschlag die klimatische Wasserbilanz immer negativer. Deshalb haben wir nach Maßnahmen gesucht, mit denen mehr Wasser in der Landschaft zurückgehalten werden kann. Das zurückgehaltene Wasser soll der Wasserversorgung der Vegetation dienen. So wirkt es sich positiv auf das Pflanzenwachstum aus, indem Dürrephasen gemildert werden und z.B. die Ertragssicherheit von Kulturen verbessert wird. Vor allem aber kommt es über den Verdunstungsprozess zur Kühlung der Landoberfläche. Die Kühlung der Landschaft über den Verdunstungsprozess trägt zur Dämpfung von Temperaturextremen bei. Klimaanpassung geht hier über die Bewältigung der Folgen des Klimawandels ein Stück weit hinaus, in dem das Kleinklima positiv beeinflusst wird.

Damit Maßnahmen zur Klimaanpassung Wirkung zeigen können, müssen sie in der Fläche umgesetzt werden. Deshalb haben wir Maßnahmen aus allen relevanten Sektoren im Landkreis zusammengestellt: der Land- und Forstwirtschaft, dem Siedlungsbereich, dem Naturschutz und der Wasserwirtschaft.

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Aus Äckern Biotope machen

Aus Äckern Biotope machen

Spannendes Projekt: Eine Stiftung in Bayern will Landwirtschaft und Artenvielfalt einander näher bringen. Dazu kauft oder pachtet sie Agrarflächen und lässt sie beweiden. Für viele Bauern ein besseres Geschäft als den kargen Boden zu bestellen, und für Vögel und Insekten sowieso. Aber ganz einfach ist die Überzeugungsarbeit nicht.

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