pestizide

Studie zeigt: Pestizide beeinträchtigen das Bodenleben und die Biodiversität erheblich

Studie zeigt: Pestizide beeinträchtigen das Bodenleben und die Biodiversität erheblich

Eine europaweite Studie zeigt, dass 70 % der Böden in Europa mit Pestiziden belastet sind. Besonders Fungizide und Herbizide beeinträchtigen die Biodiversität und Funktion von Bodenorganismen, vor allem wichtige Mykorrhizapilze. Dadurch werden zentrale Bodenfunktionen wie Nährstoffkreisläufe geschwächt, was langfristig mehr Düngung erfordert. Die Studie fordert, diese Nicht-Zielwirkungen auf Bodenökosysteme dringend in die Pestizidregulierung einzubeziehen.

„Siebzig Prozent der Böden in Europa sind mit Pestiziden kontaminiert. Eine europaweite Studie, die von Forschern der Universität Zürich gemeinsam geleitet wurde, zeigt nun, dass ihre Auswirkungen auf die Bodenlebensdauer erheblich sind, da Pestizide verschiedene nützliche Bodenorganismen unterdrücken. Um die Artenvielfalt des Bodens zu schützen, sollten die Ergebnisse in den aktuellen Pestizidvorschriften berücksichtigt werden.

Das Leben unter unseren Füßen ist unerlässlich, um kritische Ökosystemfunktionen und -dienstleistungen wie Lebensmittelproduktion, Kohlenstoffspeicherung, Erosionskontrolle und Wasserregulierung aufrechtzuerhalten. Eine internationale Studie liefert nun die ersten umfassenden quantitativen Beweise für die Prävalenz und die Auswirkungen von landwirtschaftlichen Pestiziden auf europäischen Böden. Den Ergebnissen zufolge sind 70 % der europäischen Böden mit Pestiziden kontaminiert.

„Diese Kontamination hat einen großen Einfluss auf verschiedene nützliche Bodenorganismen wie und Nematoden und beeinträchtigt deren Artenvielfalt“, sagt Marcel van der Heijden, Professor am Fachbereich Pflanzen- und Mikrobiobiologie der Universität Zürich (UZH), Forschungsgruppenleiter bei Agroscope und einer der Studienleiter.

Die Studie, die in der Zeitschrift Nature wurde, wurde von einem internationalen Gremium von 10 europäischen Forschungseinrichtungen durchgeführt, darunter das Gemeinsame Forschungszentrum der Europäischen Union, die Universität Vigo in Spanien, Agroscope und UZH. Die Forscher untersuchten die Auswirkungen von auf unseren Boden. Zu diesem Zweck nahmen sie insgesamt 373 Bodenproben aus Feldern, Wäldern und Wiesen in 26 europäischen Ländern.

Fungizide, Wirkstoffe gegen Pilze, wurden am häufigsten gefunden. Sie machten 54 % aller Wirkstoffe aus. Es folgten Herbizide mit 35 % und schließlich Insektizide mit 11 %. Der häufigste Wirkstoff war das Herbizid Glyphosat. Die meisten Pestizide wurden auf landwirtschaftlichen Feldern gefunden, aber die Forscher fanden auch Pestizide in Wäldern und Wiesen, wo normalerweise keine Pestizide eingesetzt werden. Dies war wahrscheinlich auf Sprühdrift zurückzuführen.

Das Problem mit verschiedenen Pestiziden ist, dass sie nicht nur Schädlinge betreffen, die unsere Pflanzen schädigen, sondern auch nützliche Bodenorganismen. Die Forscher untersuchten die Biodiversität von Bodenorganismen wie Bakterien, Pilzen, Nematoden und einzelligen Organismen in Bodenproben. Sie fanden heraus, dass Pestizide lebende Bodengemeinschaften drastisch verändern.

„Mykorrhizapilze, die für unsere Pflanzen wichtig sind, sind besonders von Pestiziden betroffen“, sagt der Bodenökologe van der Heijden. Mykorrhizapilze verbinden sich mit den Wurzeln von Pflanzen und helfen ihnen, Wasser und Nährstoffe aufzunehmen. Das Fungizid Bixafen, das zur Bekämpfung schädlicher Pilze auf Getreide verwendet wird, ist besonders bemerkenswert, da es auch viele der untersuchten Bodenorganismen betrifft.

„Einige Bodenorganismen, insbesondere verschiedene Arten von Bakterien, profitieren von der Verwendung von Pestiziden, wahrscheinlich weil andere Organismen reduziert werden“, fügt die Erstautorin Julia Königer von der Universität Vigo hinzu.

Die Forscher konnten zeigen, dass Pestizidrückstände die Bodenfunktion verändern. Sie demonstrierten dies, indem sie Schlüsselgene für Bodenfunktionen wie die Rückgewinnung und Freisetzung von Nährstoffen wie Phosphor und Stickstoff testeten.

„Dies deutet darauf hin, dass die natürliche Funktion des betroffenen Bodens reduziert ist und zusätzliche Düngung notwendig ist, um die Erträge zu erhalten“, sagt van der Heijden.

Die schädlichen Auswirkungen verschiedener Pestizide auf Vögel, Bienen und andere Insekten sind seit langem bekannt und dokumentiert. „Unsere Studie zeigt, dass Pestizide einen sehr erheblichen menschlichen Umweltauswirkungen auf unseren Boden haben. Oft berücksichtigen die Menschen nicht einmal das Ausmaß der Auswirkungen von Pestiziden auf Nicht-Zielorganismen“, sagt Maria J. Ich. Briones von der Universität Vigo und zweiter Studienleiter. Da einige Pestizide schwer abzubauen sind, verbleiben sie nach der Anwendung jahrelang im Boden und haben einen großen langfristigen Einfluss auf das Bodenökosystem.

Um Bodenökosysteme zu schützen, müssen ökotoxikologische Bewertungen über Einzelartentests hinausgehen und Reaktionen auf Gemeinde- und Funktionsebene einbeziehen. Den Forschern zufolge müssen diese Aspekte dringend in die aktuellen Pestizidvorschriften integriert werden.“ (https://phys.org/news/2026-01-pesticides-significantly-affect-soil-life.html)

https://www.nature.com/articles/s41586-025-09991-z

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PFAS-Pestizide: Ewigkeitschemikalien auf unseren Lebensmitteln

PFAS-Pestizide: Ewigkeitschemikalien auf unseren Lebensmitteln

Ich bin über die Problematik von PFAS vor einiger Zeit über das nahezu dramatisch realistisches Spielfilm-Drama „Dark Waters“ gestolpert, der aufzeigt, der eindringlich aufzeigt, wie rücksichtslose Konzernmacht (in diesem Falle von DuPont) und Profitgier jahrzehntelang zur Umweltzerstörung durch hochgiftige Chemikalien (eben PFAS, in Form von Teflon) führten – und wie schwer es ist, dagegen Gerechtigkeit zu erkämpfen

Jetzt postet das Umweltinstitut München dass PFAS auch in der Landwirtschaft in Form von Pestiziden verwendet werden – ein weiteres Umweltproblem und Gesundheitsrisiko:

PFAS, sogenannte „Ewigkeitschemikalien“, sind in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus gerückt. Viele Menschen meiden mittlerweile Antihaftpfannen oder Outdoor-Kleidung mit PFAS-Imprägnierung, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Doch was kaum bekannt ist: Auch in der Landwirtschaft kommen PFAS zum Einsatz – und zwar als Pestizide. Die Folge: Eine wachsende Belastung unserer Umwelt, unserer Lebensmittel und unserer Gesundheit.

Rund 11,5 Prozent der derzeit in Deutschland zugelassenen Pestizidwirkstoffe sind PFAS. Das bedeutet: Jedes Jahr werden fast 2.000 Tonnen dieser hochproblematischen Substanzen auf unseren Feldern ausgebracht – eine Verfünffachung gegenüber dem Jahr 2000. Besonders alarmierend ist dieser Zuwachs, weil sich Ewigkeitschemikalien dadurch unumkehrbar und im steigenden Tempo im Grundwasser, in Böden und unseren Körpern anreichern. Dabei sind die Folgen für unsere Gesundheit und die Umwelt bislang noch kaum erforscht.

Ende Juli hat Dänemark reagiert und die Zulassung für 23 Pestizidprodukte mit den sechs am häufigsten verwendeten PFAS-Wirkstoffen entzogen. Die Behörden begründen den Schritt mit dem massiven Eintrag von PFAS ins Grundwasser: Der TFA-Eintrag lag teils weit über dem geltenden Grenzwert von 0,1 µg/l. Damit geht Dänemark einen konsequenten Schritt im Sinne des Vorsorgeprinzips – für den Schutz von Gesundheit und Umwelt.

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Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen viel tiefgreifender als angenommen

Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen viel tiefgreifender als angenommen

Für die Meta-Studie haben Forschende aus der ganzen Welt seit über zehn Jahren 1.705 wissenschaftliche Arbeiten auf Basis übergreifender Datenerfassungs- und Analysestandards zusammengetragen. Sie liefert ein umfassendes Bild zu diesem Thema. Die Autoren präsentieren eine Synthese der Auswirkungen von 471 verschiedenen Pestizidwirkstoffen auf 830 Arten von Nicht-Zielorganismen (Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen) auf verschiedenen Ebenen in der Nahrungskette. Demnach zeigen alle Organismen, darunter Bestäuber, Fische und Amphibien, negative Reaktionen in ihrem Wachstum, ihrer Fortpflanzung, ihrem Verhalten und ihrem Überleben. Pilze und Pflanzen werden ebenso beeinträchtigt.

In den Analysen, die auf Labor- und Feldexperimenten basieren, war die Wirkung von neuen (das heißt derzeit in der EU zugelassenen) gegenüber älteren Pestiziden ähnlich. Es ließen sich kaum Hinweise darauf finden, dass durch die Entwicklung und Zulassung neuartiger Wirkstoffe die Risiken verringert würden, so die Autoren.

„Das Zulassungsverfahren für Pestizide ist komplex und aufwändig. Umso überraschender ist die Erkenntnis unserer Studie, dass die Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln viel breiter und tiefgreifender sind, als bisher angenommen“, so Christoph Scherber, stellvertretender Direktor des LIB und Leiter des Zentrums für Biodiversitätsmonitoring und Naturschutzforschung. „So wirken Herbizide, mit denen bestimmte Pflanzen bekämpft werden sollen, negativ auf Insekten, und Insektizide haben wiederum negative Effekte auf das Wachstum von Pflanzen.“

„Am Ende”, so folgert Scherber, „müssen wir den standardmäßigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln angesichts der vielen Nebenwirkungen grundsätzlich in Frage stellen. Wir wissen inzwischen aus vielen Studien, dass die biologische Vielfalt in der Landwirtschaft Schädlingsbefall ebenso mindern kann, ohne dabei unerwünschte Nebenwirkungen in Kauf nehmen zu müssen. Die Ko-Kultur von Nutzpflanzen und Haustieren, aber auch die Diversifizierung landwirtschaftlicher Anbausysteme wie im Mischfruchtanbau unterstützen die Biodiversität. Blühstreifen, Brachflächen und Hecken bieten natürlichen Gegenspielern Lebensgrundlagen und können auch gegen Wind- und Wassererosion wirksam sein.“

Scherber: “Damit kann eine vielfältige Landwirtschaft zu einer effizienteren Kontrolle pflanzenfressender Schädlingspopulationen führen und zur Ertragsstabilität beitragen.“

https://leibniz-lib.de/de/news/13022025-pflanzenschutzmittel.html
https://www.nature.com/articles/s41467-025-56732-x

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Pestizide in Wolken – neue Daten aus Frankreich

Pestizide in Wolken – neue Daten aus Frankreich

Alles ist miteinander verbunden. Und so bleibt es eben nicht aus, dass:

Pestizide verbreiten sich nicht nur lokal, sondern werden großräumig über die Atmosphäre transportiert – in Gasform, Aerosolen und sogar in Wolken. Messungen am Observatorium Puy de Dôme (Frankreich) zeigten das Vorkommen von 32 Pestiziden im Wolkenwasser, darunter auch Stoffe, die in Frankreich bereits verboten sind. In der Hälfte der Proben lagen die Gesamtkonzentrationen über dem EU-Trinkwassergrenzwert von 0,5 µg/L. Schätzungen zufolge befinden sich über Frankreich zwischen 6 und 139 Tonnen Pestizide im Wolkenwasser, wodurch auch Regionen betroffen sind, die weit entfernt von landwirtschaftlichen Anwendungen liegen. Diese Ergebnisse zeigen, dass Pestizidkontamination ein weitreichendes atmosphärisches Problem ist, das Umwelt und Gesundheit über große Distanzen beeinflusst.

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40920485/

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Maisanbau mit Folgen: Rückstände von Pestizid im Trinkwasser

Maisanbau mit Folgen: Rückstände von Pestizid im Trinkwasser

Wir – inklusive v.a. Industrie und Politik – denken halt immer zu kurz. Die Beziehungen in der Natur sind komplex – und wenn man ein Gift in die Umwelt ausbringt, dann dürfen wir uns nicht wundern dass damit Dinge passieren, die wir uns vorher nicht vorstellen konnten – und wollten. Neben Wirkungen auf andere als die von der Industrie untersuchten Lebewesen (siehe Artikel über Fungizid das zum Insektensterben beiträgt), der völlig unbekannten Wirkung in der Kombination von genutzten Pestiziden, oder eben deren Abbauprodukte.

Beitrag beim NDR: „Der Wirkstoff mit dem Namen S-Metolachlor ist nach einer Neubewertung potenziell krebserzeugend. Zwanzig Jahre war er Bestandteil der wichtigsten Unkrautvernichtungsmittel im Maisanbau. Seit Juli 2024 darf er aufgrund der möglichen Krebsgefahr nicht mehr auf Felder ausgebracht werden. Allerdings befinden sich Rückstände des Wirkstoffs bereits flächendeckend in Grundwasserleitern, so das Umweltbundesamt. Sie erreichen über Grundwasserleiter auch Brunnen, aus denen Trinkwasser gewonnen wird. Und in vielen Wasserwerken können die möglicherweise krebserzeugenden Rückstände bisher nicht aus dem Wasser entfernt werden. Sie kommen deshalb im Leitungswasser bei Privatkunden an, wie eine von Panorama 3 in Auftrag gegebene Laboranalyse zeigt.“

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama3/Maisanbau-mit-Folgen-Rueckstaende-von-Pestizid-im-Trinkwasser,panoramadrei4740.html

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Pestizide und Krebs – neue Forschungen

Pestizide und Krebs – neue Forschungen

Keine ganz so überraschenden – aber schlechte – Nachrichten:

Forscher haben 22 Pestizide identifiziert, die beständig mit dem Auftreten von Prostatakrebs in den Vereinigten Staaten in Verbindung gebracht werden, wobei vier der Pestizide auch mit der Sterblichkeit durch Prostatakrebs in Verbindung gebracht werden.

Um die Assoziationen von 295 Pestiziden auf Bezirksebene mit Prostatakrebs in Bezirken der Vereinigten Staaten zu bewerten, führten die Forscher eine umweltweite Assoziationsstudie durch, wobei sie eine Verzögerungsperiode zwischen Exposition und Prostatakrebsinzidenz von 10–18 Jahren verwendeten, um der langsamen Wachstumsnatur der meisten Prostatakrebsarten Rechnung zu tragen. Die Jahre 1997–2001 wurden auf Pestizideinsatz und 2011–2015 auf Prostatakrebsergebnisse untersucht. Ebenso wurden 2002–2006 auf Pestizideinsatz und 2016–2020 auf Ergebnisse analysiert.

Unter den 22 Pestiziden, die in beiden zeitbasierten Analysen beständige direkte Assoziationen mit der Prostatakrebsinzidenz zeigten, befanden sich drei, die zuvor mit Prostatakrebs in Verbindung gebracht worden waren, darunter 2,4-D, eines der am häufigsten verwendeten Pestizide in den Vereinigten Staaten. Zu den 19 Pestizidkandidaten, die bisher nicht mit Prostatakrebs in Verbindung gebracht wurden, gehörten 10 Herbizide, mehrere Fungizide und Insektizide sowie ein Bodenbegasungsmittel.

Vier Pestizide, die mit Prostatakrebs in Verbindung gebracht wurden, wurden auch mit der Sterblichkeit durch Prostatakrebs in Verbindung gebracht: drei Herbizide (Trifluralin, Cloransulam-Methyl und Diflufenzopyr) und ein Insektizid (Thiamethoxam). Nur Trifluralin wird von der US-Umweltschutzbehörde als „möglicherweise krebserregend für den Menschen“ eingestuft, während die anderen drei als „wahrscheinlich nicht krebserregend“ gelten oder es Hinweise auf „Nicht-Krebserregendigkeit“ gibt.

Soerensen, Simon John Christoph et al.: Pesticides and Prostate Cancer Incidence and Mortality: An Environment-Wide Association Study. Cancer, 2024, 1-9, doi:10.1002/cncr.35572

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Pestizid-Nutzung im Obstanbau – 38 Mal Pestizide in einer Saison

Pestizid-Nutzung im Obstanbau – 38 Mal Pestizide in einer Saison

Interessante Untersuchungsergebnisse aus dem Vinschgau, wo im Zuge des „Südtiroler Pestizidprozesses“ gegen einen Mitarbeiter des Umweltinstitut München e.V. im Jahr 2017 die Daten aus Betriebsheften eingezogen wurden. Die Betriebshefte dokumentieren den Pestizideinsatz im Jahr 2017 von 681 Bauern, die zusammen mehr als die Hälfte der Apfelanbaufläche im Vinschgau bewirtschaften. Damit ist der Datensatz nicht für ganz Südtirol repräsentativ.

  • Die Apfelplantagen werden im Schnitt 38 Mal mit Pestiziden behandelt, in seltenen Fällen sogar über 50 Mal.
  • Zwischen Anfang März und Ende September 2017 gab es keinen einzigen Tag im Vinschgau, an dem nicht gespritzt wurde.
  • Im Datensatz sind über 590.000 Pestizideinsätze im Vinschgau dokumentiert. Laut Auswertung haben die Bauern nicht mehr gespritzt als erlaubt.

Ja, Obstanbau ist Monokultur. Und es ist ziemlich herausfordernd makellose Äpfel zu produzieren.

https://interaktiv.br.de/pestizide-im-apfel-anbau/

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Chronisch vergiftet – Botulismus bei Kühen, die Rolle von Glyphosat bei der Gesundheit von Tier und Mensch

Chronisch vergiftet – Botulismus bei Kühen, die Rolle von Glyphosat bei der Gesundheit von Tier und Mensch

Zwar ist der Artikel von Ute Scheub von 2014 – aber mein Eindruck ist dass sich an der Situation nicht viel verändert hat. Fast alle Menschen in westlichen Ländern haben das Ackergift Glyphosat inzwischen im Körper. In Norddeutschland gab es massiv Probleme mit den Tieren, die reihen- bzw. stallweise tot umfielen. Und auch die dortigen Bauern waren von dieser Krankheit betroffen. Aufklärung? Fehlanzeige.

https://aufbauende-landwirtschaft.de/wp-content/uploads/2024/08/Oya26_Scheub_Ackergifte_30.pdf

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Artikel: Ein Großteil der Pestizide töten oder schädigen Bodenlebewesen

Artikel: Ein Großteil der Pestizide töten oder schädigen Bodenlebewesen

In einer neuen Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass Pestizide in 71 % der untersuchten Fälle wirbellose Bodenlebewesen wie Regenwürmer, Ameisen, Käfer und bodenbrütende Bienen töten oder schädigen. So wurden 84 % der getesteten Parameter bei Regenwürmern durch die gängigsten Insektizidklassen negativ beeinflusst. Auch einige Herbizide und Fungizide schadeten den Regenwürmern.

Die Analyse warnte davor, dass Bodenorganismen bei der Bewertung der Umweltauswirkungen von Pestiziden selten berücksichtigt werden. Die USA beispielsweise testen Chemikalien nur an Honigbienen, die möglicherweise nie mit dem Boden in Berührung kommen – ein Ansatz, der als „verrückt“ bezeichnet wird. (In Europa sieht’s nur wenig besser aus.)

Es zeigt sich auch, dass Fungizide für Bodentiere fast so schlecht sind wie Insektizide. Das ist nicht verwunderlich, denn Regenwürmer, Asseln, Tausendfüßler und Springschwänze ernähren sich größtenteils von Pilzen auf verrottendem Pflanzenmaterial.

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Schweiz: Pestizid-Grenzwert um das 22-Fache überschritten

Schweiz: Pestizid-Grenzwert um das 22-Fache überschritten

Ein Labor hat das Trinkwasser von zehn Gemeinden im Mittelland (Schweiz) auf ein möglicherweise krebserregendes Pestizid untersucht. Neun Proben zeigen zu hohe Pestizidrückstände. Dabei wurde bei einem Abbauprodukt von Chlorothalonil (ein Fungizid von Syngenta) an einem Ort ein Wert von 2,2 Mikrogramm pro Liter gemessen. Der Grenzwert für solche Rückstände liegt bei 0,1 Mikrogramm. Das Wasser ist also 22-mal zu stark belastet. Zwar sind die anderen Messergebnisse nicht ganz so hoch, aber doch meist noch deutlich über dem Grenzwert gelegen. Aber, angeblich kann das Trinkwasser »bedenkenlos« getrunken werden.

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