Ich bin über die Problematik von PFAS vor einiger Zeit über das nahezu dramatisch realistisches Spielfilm-Drama „Dark Waters“ gestolpert, der aufzeigt, der eindringlich aufzeigt, wie rücksichtslose Konzernmacht (in diesem Falle von DuPont) und Profitgier jahrzehntelang zur Umweltzerstörung durch hochgiftige Chemikalien (eben PFAS, in Form von Teflon) führten – und wie schwer es ist, dagegen Gerechtigkeit zu erkämpfen
Jetzt postet das Umweltinstitut München dass PFAS auch in der Landwirtschaft in Form von Pestiziden verwendet werden – ein weiteres Umweltproblem und Gesundheitsrisiko:
PFAS, sogenannte „Ewigkeitschemikalien“, sind in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus gerückt. Viele Menschen meiden mittlerweile Antihaftpfannen oder Outdoor-Kleidung mit PFAS-Imprägnierung, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Doch was kaum bekannt ist: Auch in der Landwirtschaft kommen PFAS zum Einsatz – und zwar als Pestizide. Die Folge: Eine wachsende Belastung unserer Umwelt, unserer Lebensmittel und unserer Gesundheit.
Rund 11,5 Prozent der derzeit in Deutschland zugelassenen Pestizidwirkstoffe sind PFAS. Das bedeutet: Jedes Jahr werden fast 2.000 Tonnen dieser hochproblematischen Substanzen auf unseren Feldern ausgebracht – eine Verfünffachung gegenüber dem Jahr 2000. Besonders alarmierend ist dieser Zuwachs, weil sich Ewigkeitschemikalien dadurch unumkehrbar und im steigenden Tempo im Grundwasser, in Böden und unseren Körpern anreichern. Dabei sind die Folgen für unsere Gesundheit und die Umwelt bislang noch kaum erforscht.
Ende Juli hat Dänemark reagiert und die Zulassung für 23 Pestizidprodukte mit den sechs am häufigsten verwendeten PFAS-Wirkstoffen entzogen. Die Behörden begründen den Schritt mit dem massiven Eintrag von PFAS ins Grundwasser: Der TFA-Eintrag lag teils weit über dem geltenden Grenzwert von 0,1 µg/l. Damit geht Dänemark einen konsequenten Schritt im Sinne des Vorsorgeprinzips – für den Schutz von Gesundheit und Umwelt.
