Betrifft (fast) die ganze Welt – auch Deutschland: „Seen, Feuchtgebiete, Gletscher: Viele Wasserreserven sind erschöpft und für den Menschen unwiederbringlich verloren, warnt ein UN-Bericht. Die Vereinten Nationen mahnen, jetzt entschlossen zu handeln.“
Es reiche nicht mehr, von einer Krise zu sprechen, sagt Kaveh Madani. Er ist Direktor des UN-Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit und Hauptautor des neuen Wasserberichts. Das Wort „Krise“ suggeriere, dass es ein vorläufiger Zustand sei, von dem man sich erholen könne. Sein Bericht zeige aber eine andere Realität.An vielen Orten kämen Wasserreserven nicht mehr in einem für Menschen relevanten Zeitraum zurück. Im Bericht wird deshalb von „Wasserbankrott“ gesprochen, von einem unumkehrbaren Verlust von Süßwasserreserven.
Das heißt auch ganz konkret in Deutschland: Wir müssen Schwamm- oder Klimalandschaften entwickeln, die Wasser zurück halten, speichern versickern lassen. Slow it, spread it, store it, sink it – ist die Devise. Die entsprechenden Ansätze sind bekannt: Steigerung der Bodenfruchtbarkeit über größere Fruchtfolgen, Zwischenfrüchte, Untersaaten, Mischkulturen, Nutzung von gutem Kompost, Agroforstwirtschaft, Keyline Design usw. — Siehe dazu auch unser Buch „Aufbäumen gegen die Dürre“, da steht alles dazu drinne.
https://www.tagesschau.de/wissen/klima/un-bericht-wasserreserven-100.html
