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Der Biber als Landschaftswasserbauer – was wir angesichts zunehmender Dürren von ihm lernen können

Der Biber als Landschaftswasserbauer – was wir angesichts zunehmender Dürren von ihm lernen können

Heute Morgen stand ich an unserem kleinen Bach – und war erschrocken. Ich hätte mir lange nicht vorstellen können, dass dieser Bach einmal austrocknen könnte. Sein Einzugsgebiet ist zwar klein, aber solange ich ihn kenne, führte er Wasser. Nach den außergewöhnlich trockenen vergangenen Monaten sind nun ganze Abschnitte trockengefallen.

Doch an manchen Stellen sieht es anders aus: Dort hat der Biber kleine Dämme gebaut. Hinter ihnen steht noch Wasser. Was bislang vielleicht wie eine nette ökologische Besonderheit erschien, bekommt angesichts zunehmender Dürren eine ganz andere Bedeutung. Für Fische, Amphibien, Libellenlarven und viele andere Wasserorganismen können diese Bereiche zu Überlebensinseln werden. Während das frei fließende Gewässer bereits trockenfällt, bleiben hinter den Dämmen Rückzugsräume erhalten.

Doch der Biber hält nicht nur sichtbar Wasser zurück. Er verändert den Wasserhaushalt des gesamten Bachabschnitts: Das Wasser fließt langsamer ab, breitet sich seitlich aus und hat mehr Zeit, in Bachbett und Ufer zu versickern. Der oberflächennahe Grundwasserspiegel kann steigen, angrenzende Böden bleiben länger feucht. Eine globale Auswertung von 267 wissenschaftlichen Studien zeigt, wie deutlich dieser Effekt ist: Von 44 Untersuchungen zum Wasserrückhalt fanden 42 eine Zunahme der Wasserspeicherung durch Biberaktivität.

Das eigentlich Spannende daran: Der Biber macht ziemlich genau das Gegenteil von dem, was wir Menschen über Generationen getan haben. Wir haben Bäche begradigt und eingetieft, Feuchtgebiete trockengelegt, Flächen drainiert und Gräben gezogen – mit dem Ziel, Wasser möglichst schnell aus der Landschaft abzuleiten. Der Biber bremst das Wasser. Er hält es zurück. Er hebt Wasserstände an. Er verbindet Bach und Aue wieder miteinander.

Und genau diese Funktionen werden in einer zunehmend von Dürre, Hitze und Starkregen geprägten Landschaft immer wertvoller. Dabei geht es nicht nur um Wasserrückhalt. Biber schaffen ein Mosaik aus Teichen, Feuchtflächen, Flachwasser, Totholz und fließenden Bereichen. Sedimente werden zurückgehalten, Nährstoffe umgesetzt und Abflussspitzen können gedämpft werden. Der Biber ist damit ein regelrechter Landschaftswasserbauer.

Für die Landwirtschaft entsteht allerdings ein Zielkonflikt. Ein höherer Wasserstand kann Drainagen beeinträchtigen, Wiesen vernässen und Äcker schlechter befahrbar machen. Was für die Landschaft ein Gewinn ist, kann für den einzelnen Betrieb einen realen wirtschaftlichen Schaden bedeuten. Deshalb dürfen wir die gesellschaftlich erwünschten Leistungen des Bibers nicht auf Kosten einzelner Landwirte bekommen. Wenn Flächen weniger nutzbar werden, während die Allgemeinheit von Wasserrückhalt, Hochwasserschutz, Kühlung und Biodiversität profitiert, müssen Nutzungsverzicht und Schäden angemessen ausgeglichen werden. Dazu gehören Gewässer- und Auenkorridore, Flächenankauf oder -tausch und unbürokratische Entschädigungen – ebenso wie pragmatisches Bibermanagement dort, wo Gebäude oder Infrastruktur gefährdet sind.

Natürlich löst der Biber unser Wasserproblem nicht. Seine Dämme können auch Nachteile haben, etwa Wanderungen bestimmter Fischarten erschweren oder Flächen unerwünscht vernässen. Doch die Rahmenbedingungen verändern sich. Solange Wasser im Überfluss vorhanden war, konnte ein vernässter Hektar vor allem als Schaden erscheinen. Wenn aber selbst Bäche, die bislang ganzjährig Wasser führten, trockenfallen, bekommt derselbe Hektar Feuchtgebiet einen anderen Wert: als Wasserspeicher, Dürrepuffer, Lebensraum, Rückzugsgebiet und Kühlungsraum.

Mein Blick heute Morgen in das trockene Bachbett und auf die wassergefüllten Bereiche hinter den Biberdämmen hat mir das sehr unmittelbar vor Augen geführt. Während wir noch darüber diskutieren, wie wir Wasser künftig länger in unseren Landschaften halten können, ist der Biber längst dabei, genau das zu tun.

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Baggern für das Klima – mehr Wasserrückhalt in der Fläche

Baggern für das Klima – mehr Wasserrückhalt in der Fläche

Wir brauchen mehr Wasserrückhalt in der Fläche – sei es über Humusaufbau in landwirtschaftlich genutzten Böden sowie im Wald, über Rückstau von Drainagen und Gräben, über Agroforst und Keyline Design, Wiedervernässung von Mooren und auch Auen, oder über neue Retentionsflächen.

Ein faszinierendes Beispiel ist das von Wolfgang Schleich: »Er legt mit seinem Bagger riesige Biotope im Vogelsbergkreis an. „Klimaanlagen für Wald und Flur“, sagt er dazu. Er will der Natur etwas zurückgeben und seinen Enkeln zeigen, dass man die Welt verändern kann.«

Von diesen Projekten zum Wasserrückhalt brauchen wir gaaaaanz viele in Deutschland! Unser Landschaftswasserhaushalt ist gravierend gestört – degradierte Böden, Drainagen, Gräben Kanalisation. Überall führen wir Wasser auf schnellstem Wege gen Nordsee oder Schwarzem Meer! Da braucht es nicht weniger als ein Paradigmen-Wechsel!

Artikel FAZ: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/region-und-hessen/wolfgang-schleich-der-mann-der-mit-dem-bagger-das-klima-schuetzt-201053946.html
Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=Wx8G0AlrKLw

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Wie ein Bauunternehmer mit seinem Bagger die Natur retten will

Wie ein Bauunternehmer mit seinem Bagger die Natur retten will

Die Landschaften trocknen zunehmend aus – unser bisheriges Paradigma, Wasser möglichst schnell wegzuführen, ist nicht mehr zukunftsfähig. Wir müssen dafür sorgen, dass Wasser in der Landschaft zurück gehalten wird.

Einer, der das macht, ist Bauingenieur Wolfgang Schleich der den Vogelsberg vor Trockenheit und Überschwemmung schützen will. Umweltpower aus Hessen. Deswegen gräbt er mit seinem Bagger Teiche. Ein kurzer Beitrag zu seinem Wirken.

https://www.youtube.com/watch?v=Wx8G0AlrKLw

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Försterin will Wasser im Wald halten

Försterin will Wasser im Wald halten

Nicht nur „braucht das Moor nass“, und die Landwirtschaft zunehmend auch feucht(er), auch dem Wald wird es zu trocken. Aber auch hier haben wir es darauf ausgelegt, das Wasser rasch aus dem Wald zu entfernen, beabsichtigt (immer wieder mit Drainagen und Gräben) oder auch nicht (tiefe Fahrspuren, senkrechte Bearbeitung, Wege die Wasser ableiten).

Das muss sich ändern, wenn der Wald noch eine Zukunft haben soll. Zum Glück gibt es die Vorkämpfer, Mitdenker und Visionäre: Seit Jahren ergreift Försterin Monika Runkel Maßnahmen gegen die Trockenheit im Wald. Die katastrophalen Auswirkungen der Dürre werden deutlicher und ihre Ideen finden immer mehr Anklang.

https://www.ardmediathek.de/video/natuerlich/foersterin-will-wasser-im-wald-halten/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE4MzU2MDA

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Stopfen (von Drainagen) gegen die Dürre

Stopfen (von Drainagen) gegen die Dürre

Ich beschäftige mich ja schon seit einigen Jahren mit dem Landschaftswasserhaushalt, und wie schlecht es um diesen gestellt ist. Ausführlich in unserem Buch „Aufbäumen gegen die Dürre“ dargestellt.

Eine Methode (von vielen) der Wahl für mehr Wasserretention ist die Blockierung oder Regelung von Drainagen. Denn dort fließt Wasser ab, was wir über die meiste Zeit des Jahres in der Fläche behalten wollen. Und da fließt auch – wie in diesem Artikel zu lesen – in trockenen Gegenden wie Brandenburg nach wochenlanger Trockenheit immer noch Wasser ab, wenn wir denken dass es da kein Wasser mehr gäbe.

Kein Wunder wenn die Pflanzen immer weniger zu trinken kriegen und die Grundwasserspiegel sinken…

PS: Ob eine Blockierung Sinn macht oder eher ein Regelungsschieber, oder überhaupt nichts hängt von der Situation ab. Ich will hier nicht grundsätzlich sprechen für die Blockierung von Drainagen. Ist ja auch ein sensibles und komplexes Thema.

https://taz.de/Wasserknappheit-in-Brandenburg/!6106031/

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Handbuch landwirtschaftlicher Maßnahmen zur Erhöhung des Wasserrückhalts, der Wasserqualität und der Biodiversität

Handbuch landwirtschaftlicher Maßnahmen zur Erhöhung des Wasserrückhalts, der Wasserqualität und der Biodiversität

Handbuch landwirtschaftlicher Maßnahmen zur Erhöhung des Wasserrückhalts, der Wasserqualität und der Biodiversität. Eine Studie von Ida Meyenberg et al., Ecologic Institut, im Rahmen des Projekts „Water Stewardship in der deutschen Landwirtschaft“.

Zu wenig oder plötzlich zu viel Wasser – der Klimawandel stellt die Landwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen. Ein Schlüssel liegt darin, Wasser speichern zu können. Auch auf landwirtschaftlichen Flächen. Das Handbuch versteht sich als praxisnahes Kompendium für Landwirt*innen und Beratende, um den hashtag#Wasserrückhalt zu verbessern, hashtag#Wasserqualität zu sichern und Biodiversität zu fördern – und dies nicht als Widerspruch zur landwirtschaftlichen Produktivität, sondern als Zukunftsinvestition.

https://www.ecologic.eu/de/20053

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Max Fahrendorf // Wasser- und Stoffrückhalt durch Agroforstsysteme – ein Ansatz auf Landschaftsebene? // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2025

Max Fahrendorf // Wasser- und Stoffrückhalt durch Agroforstsysteme – ein Ansatz auf Landschaftsebene? // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2025

Ein Vortrag von Max Fahrendorf zum Thema „Wasser- und Stoffrückhalt durch Agroforstsysteme – ein Ansatz auf Landschaftsebene?„. (https://youtu.be/VJ4NwqDFiT4)

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2025 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

Blog:
www: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/blog
Facebook: https://www.facebook.com/aufbauendeLandwirtschaft/
Instagram: https://www.instagram.com/aufbauende_landwirtschaft/
Linkedin: https://www.linkedin.com/in/stefan-schwarzer-aufbauende-landwirtschaft/recent-activity/all/
Youtube: https://www.youtube.com/aufbauendeLandwirtschaft/videos

Websites:
Aufbauende Landwirtschaft: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/
Symposium: https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
Webinare: https://webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/
Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de

Bücher:
„Gesundheit beginnt im Boden“ (2025): Amazon, Oekom
„Aufbäumen gegen die Dürre“ (2023): Amazon, Oekom
„Die Humusrevolution“ (2017): Amazon, Oekom

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Thomas Corbeck // Gemeinsam für mehr Wasserrückhalt in der Land(wirt)schaft. Erfahrungen der Initiative boden:ständig // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2025

Thomas Corbeck // Gemeinsam für mehr Wasserrückhalt in der Land(wirt)schaft. Erfahrungen der Initiative boden:ständig // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2025

Ein Vortrag von Thomas Corbeck zum Thema „Gemeinsam für mehr Wasserrückhalt in der Land(wirt)schaft. Erfahrungen der Initiative boden:ständig„. (https://youtu.be/Uz8IwqdeLMw)

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2025 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

Blog:
www: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/blog
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Websites:
Aufbauende Landwirtschaft: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/
Symposium: https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
Webinare: https://webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/
Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de

Bücher:
„Gesundheit beginnt im Boden“ (2025): Amazon, Oekom
„Aufbäumen gegen die Dürre“ (2023): Amazon, Oekom
„Die Humusrevolution“ (2017): Amazon, Oekom

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Wasser-Regenerationstraining Hof zur Hellen, 19.-21.9.2025

Wasser-Regenerationstraining Hof zur Hellen, 19.-21.9.2025

Spannender Workshop zur Wasserretention zwischen Essen und Wupptertal: „Im Training lernst du innerhalb von 3 Tagen die Grundlagen des regenerativen Landschaftdesigns mit natürlicher Wasserretention kennen und erarbeitest einen Maßnahmenplan mit Umsetzungskarte. In der gemeinsamen Arbeit mit der Hofgemeinschaft erfährst du am praktischen Beispiel Hof zur Hellen, wie eine artenreiche Wasserretentionslandschaft vor Ort entstehen kann.“

Inhalte des Trainings:

  • Grundlagen der Kunst des regenerativen Landschaftsdesigns
  • Problematiken und Lösungen bei Erosion, Überschwemmung und Trockenheit
  • Prinzipien und Praxis der natürlichen Wasserretention
  • Potentiale Deiner Landschaft auf einer Karte erarbeiten
  • Landschaftswahrnehmung
  • persönliche und innere Regeneration durch Übungen und Meditationen
  • Gemeinschaftliche Arbeit am Hof zur Hellen

Regenerationstraining Hof zur Hellen

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Dürre und Starkregen: Wie Bepflanzung und Mulden helfen sollen

Dürre und Starkregen: Wie Bepflanzung und Mulden helfen sollen

Es tut sich was. Hier ein kurzer Bericht über ein Projekt in Bayern, welches Wasser (und Boden) zurückhalten und Schutz vor Wind und Sonne bringen soll.

Landwirtschaftlich bewirtschaftete Flächen so nutzen, dass sie Wasser besser speichern können und der Boden bleibt, wo er hingehört: Das ist das Ziel einer Initiative des Freistaats Bayern. Ein Landwirt aus dem Kreis Kulmbach will es ausprobieren.

https://www.br.de/nachrichten/bayern/duerre-und-starkregen-wie-bepflanzung-und-mulden-helfen-sollen,UFZfJv3

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Burgdorfer Wasserbautag 2024: Dürre und Flut – Extreme naturnah ausgleichen

Burgdorfer Wasserbautag 2024: Dürre und Flut – Extreme naturnah ausgleichen

Wie gleichen Wälder Temperaturextreme und Niederschläge aus? Wie können Feuchtgebiete, Grundwasserspeicher und Böden Wasser zurückhalten und damit sowohl Hochwasser als auch Trockenheit vorbeugen? Unter dem Titel «Zwischen Dürre und Flut – Extreme naturnah ausgleichen» werden Massnahmen diskutiert, mit denen der Wasserrückhalt in der Land- und Forstwirtschaft sowie an Klein- und Talgewässern auf oft einfache Weise gelingt und somit ein weiteres Zuspitzen der Extreme verhindert wird.

Ich bin sehr gespannt auf die spannenden Menschen und Themen!

16.05.2024, 9.00–17.00 Uhr – Auditorium, Pestalozzistrasse 20, 3400 Burgdorf

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So bleibt das Regenwasser im Wald

So bleibt das Regenwasser im Wald

Rigolen gegen Sturzbäche bei Starkregen: Wasser ist kostbar. Als Trinkwasser für uns Menschen – aber natürlich auch für Bäume und Pflanzen. In Rheinland- Pfalz versuchen Forstämter, Wasser im Wald zurückzuhalten – damit mehr Bäume trockene Perioden überleben.

Im Soonwald haben Spezialisten des Forstamts Maßnahmen entwickelt, damit ein kleiner Bach bei einem lokalen Starkregen nicht zum reißenden Strom wird – wie 2021 im Ahrtal. Es wird bei dem Projekt versucht, dass Niederschlagswasser im Wald zu halten. Das ist zum einen eine Vegetationshilfe für den Wald. Zum anderen ist es präventiv im Rahmen des Hochwasserschutzes.

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/regenwasser-soll-im-soonwald-bleiben-rigolen-100.html

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Hält Hitze und Dürren stand: Studenten erfinden den Klimawald

Hält Hitze und Dürren stand: Studenten erfinden den Klimawald

Studierende der Uni Bayreuth haben in einem eigenen Projekt einen „Klimawald“ entwickelt. Oder sagen wir: Einen Waldumbau eines Fichten- und Kiefernforstes in Richtung Dauerwald. Wie schnell da die neu gepflanzten Bäume – Kastanien, Weißtanne, Rotbuchen, Traubeneichen und andere – im untersten Stockwerk heran gewachsen sind: Beeindruckend! Statt also einfältiger Monokultur, resiliente Vielfalt! Am besten noch bei der Auswahl der Bäume und der gewünschten Sukzession auf den Boden schauen: Welche Baumarten lieben die Regenwürmer, die nämlich die Bodenfruchtbarkeit aufbauen, und damit die sich entwickelnde Wasserspeicherfähigkeit, die es in Zukunft dringen braucht? Dazu gehören in jedem Fall schon mal Winter-Linde, Wildkirsche, Weißtanne, Hainbuche,

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Die Kreisläufe von Kohlenstoff, Wasser und Energie sind eng miteinander verbunden

Die Kreisläufe von Kohlenstoff, Wasser und Energie sind eng miteinander verbunden

Die Natur kann nicht linear betrachtet und analysiert werden. Sie ist immer komplexer. Deshalb müssen wir uns ansehen, wie die Kreisläufe von Kohlenstoff, Wasser und Energie eng miteinander verbunden sind. Das Verdunsten von Wasser über die Vegetation führt dazu dass riesige Mengen Energie gebunden und von den bodennahen in höhere atmosphärische Schichten transportiert wird – eine wichtige Umverteilung, die schon einmal hilft den Bereich, in dem wir leben, zu kühlen. Ein Teil der bei der Kondensation frei werdenden Energie diffundiert ins Weltall – wieder ein kühlender Effekt auf das Klima. Die bei der Kondensation entstehenden Wolken reflektieren einfallende Sonnenstrahlung – noch ein klimakühlender Effekt. Und: Die Wolken können Regen bringen.

Wir brauchen (mehr) Vegetation, (fruchtbarere) Böden und Wasser(retention) um das Klima zu kühlen, die Wasserkreisläufe zu stärken, Kohlenstoff zu speichern und gleichzeitig Dürren und Hochwässer zu reduzieren.

Hier ist eine Skizze von mir, um dies zu zeigen. In meinem UNEP Papier „Wasser pflanzen. Mit Vegetation und Böden die kleinen Wasserkreisläufe stärken und das Klima kühlen“ [1]  sowie meiner Präsentation „Wasser pflanzen“ [2] gibt es mehr Details dazu. Und, ganz neu rausgekommen: Unser Buch „Aufbäumen gegen die Dürre“ [3] erklärt die ganzen Zusammenhänge auf wunderbare Weise!

[1] http://aufbauende-landwirtschaft.de/wp-content/uploads/2021/08/UNEP-Foresight-Brief-Mit-Vegetation-und-Boeden-die-kleinen-Wasserkreislaeufe-staerken-und-das-Klima-kuehlen.pdf
[2] https://youtu.be/iEbagOJcxvE
[3] https://www.oekom.de/buch/aufbaeumen-gegen-die-duerre-9783987260209

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"Slow Water" für die Kulturlandschaft in der Schweiz. Mit Retentionsmassnahmen Regenwasser nutzen und Erosion vermeiden

"Slow Water" für die Kulturlandschaft in der Schweiz. Mit Retentionsmassnahmen Regenwasser nutzen und Erosion vermeiden

Ah, sehr schön zu sehen dass wir nicht alleine sind mit unserem starken Wunsch nach Wasserretention. In der Schweiz entwickelt sich gerade ein Projekt namens „Slow Water“ (ein Titel, den wir für unser Buch „Aufbäumen gegen die Dürre“ auch überlegt hatten zu nutzen):

Der Klimawandel bringt zunehmend Wetterextreme wie Hitze, Trockenheit und Starkniederschläge. Für viele Landwirtschaftsbetriebe wird die Wasserversorgung zu einer grossen Herausforderung, sei es für die Pflanzenproduktion oder für die Tierhaltung. Zudem wird das Wasser in den Gemeinden während den Sommermonaten zunehmend knapp.

Das Projekt «Slow Water» setzt genau dort an: In zwei Pilotregionen der Schweiz (Oberbaselbiet und Luzern-West) sollen betriebsindividuelle, einzugsgebietsbezogene Retentionsstrategien in Zusammenarbeit mit Gemeinden und ihren Landwirtinnen und Landwirten entwickelt und auf deren Wirkung überprüft werden.

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Maßnahmen zur Klimaanpassung über Wasserrückhalt und Kühlung durch Verdunstung für eine dürregefährdete Region in Ostdeutschland

Maßnahmen zur Klimaanpassung über Wasserrückhalt und Kühlung durch Verdunstung für eine dürregefährdete Region in Ostdeutschland

Die in diesem Dokument vorgestellte Auswahl von Maßnahmen ist im Projekt „Informationsgestützte antizipative wasserhaushaltsbasierte Anpassung an den Klimawandel“ entstanden. Eine ausführlichere Beschreibung der Maßnahmen ist bereits veröffentlicht.

Anpassung an den Klimawandel konfrontiert die Akteure im Landkreis Elbe-Elster, dem Projektgebiet, in erster Linie mit zunehmender Wasserknappheit. Durch die steigenden Temperaturen wird auch bei gleichbleibendem Niederschlag die klimatische Wasserbilanz immer negativer. Deshalb haben wir nach Maßnahmen gesucht, mit denen mehr Wasser in der Landschaft zurückgehalten werden kann. Das zurückgehaltene Wasser soll der Wasserversorgung der Vegetation dienen. So wirkt es sich positiv auf das Pflanzenwachstum aus, indem Dürrephasen gemildert werden und z.B. die Ertragssicherheit von Kulturen verbessert wird. Vor allem aber kommt es über den Verdunstungsprozess zur Kühlung der Landoberfläche. Die Kühlung der Landschaft über den Verdunstungsprozess trägt zur Dämpfung von Temperaturextremen bei. Klimaanpassung geht hier über die Bewältigung der Folgen des Klimawandels ein Stück weit hinaus, in dem das Kleinklima positiv beeinflusst wird.

Damit Maßnahmen zur Klimaanpassung Wirkung zeigen können, müssen sie in der Fläche umgesetzt werden. Deshalb haben wir Maßnahmen aus allen relevanten Sektoren im Landkreis zusammengestellt: der Land- und Forstwirtschaft, dem Siedlungsbereich, dem Naturschutz und der Wasserwirtschaft.

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Wiederbegrünung eines Wassereinzugsgebiets im Trockengebiet

Wiederbegrünung eines Wassereinzugsgebiets im Trockengebiet

Spannendes Projekt: Über tausend kleine und kleinste Dämme in einem kleinen Wassereinzugsgebiet in Arizona führen (im Vergleich zum Nachbar-Einzugsgebiet ohne Checkdams) zu einem um 50% reduziertem Wasserabfluss bei Sturzfluten; 3-4 Wochen bleibt das Sommerwasser länger auf dem Gelände; und 28% mehr Wasserfluss insgesamt (wie auch immer das funktioniert).

Posted by Stefan in Doku, Klimaveränderung, Landwirtschaft, Natur, 0 comments