Eine neue wissenschaftliche Studie zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber landwirtschaftlichen Pestiziden in der Umwelt und dem Risiko, an Krebs zu erkranken. Durch die Kombination von Umweltdaten, einem landesweiten Krebsregister und biologischen Analysen konnten Forschende neue Erkenntnisse über die Rolle von Pestizidexposition bei der Entstehung bestimmter Krebsarten gewinnen.
Durch die Verknüpfung von Geodaten zu Pestizidbelastung und Daten von mehr als 150.000 Patient:innen, die zwischen 2007 und 2020 diagnostiziert wurden, konnten die Forschenden Regionen identifizieren, in denen Menschen sowohl einer höheren Pestizidbelastung ausgesetzt sind als auch häufiger an bestimmten Krebsarten erkranken. In diesen Gebieten war das Risiko, an Krebs zu erkranken, im Durchschnitt um 150 % erhöht.
Studie: Mapping pesticide mixtures to cancer risk at the country scale with spatial exposomics
