präsentation

Michael Horsch zur Weltpolitik, KI und Landwirtschaft

Michael Horsch zur Weltpolitik, KI und Landwirtschaft

Sehr lebendiger und interessanter Vortrag von Michael Horsch zur seinem Werdegang, der politischen Situation weltweit, zu KI und was sich verändern wird, und auch zur Landwirtschaft.

Eine Welt im Wandel

Michael Horsch beschreibt unsere Zeit als Phase grundlegender geopolitischer Veränderungen. Die bisherige, stark von den USA geprägte Weltordnung entwickelt sich zunehmend zu einer multipolaren Struktur mit mehreren Machtzentren. Europa steht dabei vor der Herausforderung, stärker als eigenständiger politischer und wirtschaftlicher Akteur aufzutreten und neue Partnerschaften in der Welt zu entwickeln.

Die nächste technologische Revolution

Parallel dazu verändert künstliche Intelligenz Wirtschaft und Arbeitswelt grundlegend. Viele Tätigkeiten, die heute vor allem aus Analyse-, Verwaltungs- oder Bildschirmarbeit bestehen, könnten künftig automatisiert werden. Gleichzeitig gewinnen Berufe an Bedeutung, die mit realen Systemen und praktischen Fähigkeiten arbeiten.

Neue Bedeutung der Landwirtschaft

Vor diesem Hintergrund sieht Horsch langfristig eine positive Perspektive für die Landwirtschaft. Sie produziert unverzichtbare Güter, ist regional verankert und erfordert komplexe Entscheidungen im Umgang mit lebenden Systemen – Aufgaben, die sich nur begrenzt automatisieren lassen.

Technologie trifft Biologie

Auch die Landwirtschaft selbst wird sich stark verändern. Digitale Technologien, Datenanalyse und künstliche Intelligenz werden die Bewirtschaftung präziser machen. Gleichzeitig wächst die Bedeutung biologischer Prozesse, etwa im Bereich Bodenleben und Pflanzenmikrobiom.

Eine hybride Landwirtschaft der Zukunft

Die Landwirtschaft der Zukunft wird nach Horsch weder rein konventionell noch strikt ideologisch ökologisch sein. Stattdessen entwickelt sich eine hybride Form der Landwirtschaft, die biologische Prozesse stärker nutzt und gleichzeitig moderne Technik integriert.

Mehr als nur Produktion

Trotz aller technologischen Veränderungen bleibt Landwirtschaft mehr als ein Wirtschaftszweig. Sie prägt Landschaft, Kultur und Gemeinschaft – und ist damit auch eine Lebensform, die weit über reine Produktion hinausgeht.

https://www.youtube.com/watch?v=F4u6CppKdPE

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Leading the Charge through Earth’s New Normal

Leading the Charge through Earth’s New Normal

Johan Rockström und Joyeeta Gupta präsentieren beim World Economic Forum in Davos den derzeitigen Forschungsstand zu den planetaren Grenzen.

Spannend: Für die Bereiche „Intakte Natur“ und „Bewirtschaftete Natur“ schlagen sie eine „sichere Grenze“ von „>25% natürliche Ökosysteme in jedem genutzten km2“ und „>50-60% auf der Erde soll intakte Natur bleiben“. Extrem herausfordernd, würde ich mal sagen.

 

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Vortrag: Humusaufbau in Zeiten des Klimawandels: eine Illusion? – Martin Wiesmeier

Vortrag: Humusaufbau in Zeiten des Klimawandels: eine Illusion? – Martin Wiesmeier

Wie kann Humus in der Landwirtschaft aufgebaut werden? Wie viel ist wirklich möglich? Was ist mehr Wunschdenken als Realität? Wo steht die Wissenschaft gerade mit ihren Erkenntnissen, gerade auch in Zeiten des Klimawandels?

Ein interessanter Vortrag von Martin Wiesmeier zu dem Thema, mit vielen Aspekten rund um das Thema Humus. Und die schlechte Nachricht vorweg: Es wird schwierig werden! Ja, es gibt einige (bekannte) Methoden für den Humusaufbau. Gleichzeitig werden diese Maßnahmen nicht (wirklich und ausreichend) gefördert; und dann kommt noch der Klimawandel dazu mit höheren Temperaturen, was die Sache noch schwieriger macht. Unter diesen Bedingungen können wir froh sein, wenn wir den Humusgehalt stabilisieren.

Aber: Landwirte zeigen dass es anders geht, weswegen ich da etwas optimistisch bleibe. Michael Reber z.B., hier um die Ecke wohnend, mit dem ich immer wieder in Kontakt bin, hat 1 prozentige Zuwachsraten, oder 0,1-0,15 Prozentpunkte, jährlich, über drei (sehr trockene) Jahre, was einer Tonne Kohlenstoff pro Hektar und Jahr entspricht. Das ist doch mal ein Wort – auch wenn da viele »Abers« und »Unds« dabei sind und bleiben.

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