Online-Infoabend „Was kann regenerative Landwirtschaft?“, 24.8.2026, Regenerate Forum & Soil to Soul
Ein Vortrag von Wilhelm Bode (https://youtu.be/hlF7diK283U) zum Thema „Ist der Wald noch zu retten? – Eine Einführung in den Dauerwald“ beim Symposium „Aufbauende Waldwirtschaft“ 2026 Das Symposium „Aufbauende Waldwirtschaft“ richtete sich an alle Interessierte aus der forstlichen Praxis, der Wissenschaft und der forstlichen Bildung, die sich für eine zukunftsfähige Waldwirtschaft einsetzen. In Vorträgen, Workshops, Fachgesprächen und Podiumsdiskussion gab es praxisnahe Einblicke in die vielfältigen Bewirtschaftungsmethoden pionierhafter Betriebe und in aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Ein besonderer Schwerpunkt
Dürre, Hitze, Starkregen und Ernteausfälle sind keine Probleme, die eine Gruppe allein lösen kann. Nicht die Landwirtschaft allein. Nicht die Kommunen allein. Nicht die Politik allein. Nicht die Bürgerinnen und Bürger allein. Aber jede Gruppe hat Verantwortung – und jede hat Handlungsmöglichkeiten. Landwirte können Böden aufbauen, Wasser halten, Fruchtfolgen erweitern, Zwischenfrüchte nutzen, Agroforst erproben und Verdichtung vermeiden. Forstleute können Wälder vielfältiger und widerstandsfähiger entwickeln. Kommunen können entsiegeln, Bäume pflanzen, Auen freihalten und Wasser in der
Viele Lösungen gegen Dürre und Fluten sind bekannt. Die Frage ist nicht mehr nur: Was kann man tun? Die Frage ist zunehmend: Warum tun wir es nicht viel entschlossener? Landwirte sollen Böden aufbauen, Wasser halten, Biodiversität fördern und zugleich wirtschaftlich bestehen. Kommunen sollen Klimaanpassung umsetzen, haben aber oft wenig Personal, enge Budgets und komplizierte Zuständigkeiten. Unternehmen sprechen über Nachhaltigkeit, kaufen aber häufig weiter nach dem niedrigsten Preis. Bürgerinnen und Bürger wünschen sich intakte Landschaften, wollen
Viele Kommunen erleben Trockenheit, Hitze und Starkregen inzwischen sehr konkret: verdorrte Grünflächen, sinkende Pegel, überlastete Kanalisation, Hitzebelastung in Ortskernen, Schäden an Wegen, Feldern und Infrastruktur. Die Versuchung ist groß, vor allem technisch zu reagieren: mehr Rohre, mehr Becken, mehr Reparatur. Das kann an manchen Stellen nötig sein. Aber es reicht nicht. Kommunen können viel mehr tun: Flächen entsiegeln, Regenwasser versickern lassen, Schwammstadt-Prinzipien umsetzen, Bäume pflanzen, Gewässer renaturieren, Auen freihalten, Bauleitplanung anders denken und landwirtschaftliche Betriebe
Wenn Wälder unter Trockenheit leiden, sehen wir das oft erst spät: lichte Kronen, Borkenkäfer, vertrocknete Jungpflanzen, steigende Brandgefahr. Doch die Ursachen liegen tiefer. Die Widerstandskraft eines Waldes hängt auch davon ab, wie er aufgebaut und bewirtschaftet wird. Monotone Bestände, verdichtete Böden, gestörte Wasserhaushalte und zu wenig Struktur erhöhen seine Anfälligkeit. Gleichzeitig setzt die Klimaänderung inzwischen selbst naturnahe und bisher robuste Wälder – etwa Buchenwälder – sichtbar unter Druck. Genau deshalb ist Waldumbau nicht nur eine
Auen, Moore und Feuchtgebiete wurden lange als unproduktive Restflächen betrachtet: zu nass, zu unordentlich, schwer nutzbar. Also hat man sie entwässert, begradigt, eingedeicht, umgebrochen oder bebaut. Heute sehen wir immer deutlicher, was dabei verloren gegangen ist. Diese Räume können Wasser speichern, Hochwasserspitzen dämpfen, Grundwasser speisen, Biodiversität tragen, Kohlenstoff binden und Landschaften kühlen. Gerade in Zeiten von Dürre und Starkregen sind sie keine Nebensache, sondern Sicherheitsräume. Das heißt nicht, dass jede Fläche sofort aus der Nutzung
Über Jahrzehnte haben wir viele Landschaften darauf optimiert, Wasser möglichst schnell loszuwerden. Drainagen im Acker, tiefe Gräben, begradigte Bäche, befestigte Wege, Kanalisation, versiegelte Flächen. Was früher als Fortschritt galt, wird in Zeiten von Dürre und Starkregen zunehmend zum Risiko. Denn Wasser, das im Winter oder nach Starkregen schnell aus der Fläche abgeführt wird, fehlt später im Boden, im Grundwasser, in den Pflanzen und in der Verdunstungskühlung. Gleichzeitig steigt bei Starkregen die Gefahr von Erosion und
Nach Wochen der Trockenheit klingt Regen erst einmal wie Erlösung. Aber wenn er als Starkregen fällt, ist das Wasser oft schneller wieder weg, als es der Landschaft wirklich hilft. Verdichtete, ausgetrocknete oder verschlämmte Böden nehmen Wasser schlecht auf. Begradigte Bäche, Gräben, Drainagen, versiegelte Flächen und steile Wege beschleunigen den Abfluss zusätzlich. Dann wird aus dringend benötigtem Regen Erosion, Schlamm, Hochwasser – und danach kommt erneut Trockenheit. Genau deshalb gehören Dürre und Flut zusammen. Es sind
Oft wird Vegetation in Trockenzeiten vor allem als Wasserverbraucher gesehen. Natürlich brauchen Pflanzen Wasser. Aber sie leisten gleichzeitig etwas, das wir viel zu selten mitdenken: Sie kühlen. Durch Verdunstung wird Sonnenenergie in latente Wärme umgewandelt. Das heißt: Die Energie heizt nicht einfach Boden und Luft auf, sondern wird in den Wasserkreislauf gebracht. Eine grüne, gut wasserversorgte Landschaft fühlt sich deshalb völlig anders an als eine trockene, kahle oder versiegelte Fläche. Bäume, Hecken, Wiesen, Zwischenfrüchte, Agroforststreifen
Ein unbedeckter Boden ist in heißen Sommern nicht einfach nur „frei“. Er ist ungeschützt. Er heizt sich stark auf, verliert Wasser, verschlämmt bei Starkregen schneller und bietet dem Bodenleben wenig Nahrung. Gerade in Zeiten von Trockenheit und Hitze wird das zu einem zentralen Problem. Boden braucht Schutz – so wie unsere Haut. Pflanzenreste, Mulch, Zwischenfrüchte, Untersaaten und lebende Wurzeln beschatten die Oberfläche, füttern Bodenorganismen, verbessern die Krümelstruktur und helfen, Wasser im Boden zu halten. Je
Landwirtschaft steht in Dürrejahren oft zuerst unter Druck. Kulturen leiden, Grünland wächst kaum nach, Futter wird knapp, Erträge brechen ein und Betriebe geraten wirtschaftlich in Bedrängnis. Das sollte niemand leichtfertig kommentieren. Gleichzeitig bewirtschaftet die Landwirtschaft einen großen Teil unserer Landschaft. Und damit auch einen großen Teil unseres Wasserhaushalts. Auf jedem Acker, auf jeder Wiese entscheidet sich mit, ob Wasser versickert oder abfließt, ob der Boden bedeckt oder nackt ist, ob Wurzeln Poren schaffen, ob Humus
Wenn wir über Dürre sprechen, denken viele zuerst an Stauseen, Brunnen, Bewässerung oder Wasserverbote. Alles wichtige Themen. Aber der größte und wichtigste Wasserspeicher unserer Kulturlandschaft liegt direkt unter unseren Füßen: der Boden. Ein lebendiger, gut durchwurzelter und humusreicher Boden kann Regen aufnehmen wie ein Schwamm. Ein verdichteter, verarmter oder lange unbedeckter Boden kann das oft nicht mehr. Dann läuft Wasser oberflächlich ab, reißt Erde mit, füllt Gräben und Bäche – und fehlt später den Pflanzen.
Die Schlagzeilen sind voll von Trockenheit, Hitze und Ernteausfällen. Schnell heißt es dann: Der Klimawandel ist schuld. Ja: Er verschärft die Lage. Aber er ist nicht die ganze Erklärung. Denn ob Regen in einer Landschaft versickert oder oberflächlich abfließt, ob Böden Wasser speichern oder austrocknen, ob Pflanzen kühlen oder vertrocknen, hängt sehr stark davon ab, wie wir unsere Landschaften bewirtschaften. Dürre entsteht nicht nur am Himmel. Sie entsteht auch am Boden. In unserem Buch „Aufbäumen
Die Bilder der letzten Wochen sind alarmierend: ausgetrocknete Böden, sinkende Erträge, gestresste Wälder, trockene Bäche und Flüsse. Vieles wird – zu Recht – mit dem Klimawandel erklärt. Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, warum Landschaften austrocknen – und vor allem, was wir dagegen tun können. Gemeinsam mit Ute Scheub habe ich dazu das Buch „Aufbäumen gegen Dürre und Fluten“ geschrieben. Die zentrale Botschaft lautet:
Hungersteine an Elbe und Rhein erinnern eindrucksvoll daran, dass extreme Trockenheit in Mitteleuropa kein neues Phänomen ist. Rekonstruktionen zeigen immer wieder außergewöhnliche Dürrejahre, etwa 1540, 1616, 1718/19, 1842, 1865, 1893, 1921, 1947 oder 1976. Starke Dürren traten durchaus mehrmals pro Jahrhundert auf. Auch am Rhein gab es immer wieder extreme Niedrigwasser. 1921 gehört beispielsweise zu den trockensten Jahren der rekonstruierten Zeitreihe. Die Aussage „So eine Trockenheit hat es früher nicht gegeben“ greift deshalb zu kurz.
Spannende Untersuchung (bzw. Video-Dokumentation) aus einer Trockenregion der USA (Südwest Arizona). Dort hat ein Landwirt über 2.000 kleine und größere Steindämme in seinem Einzugsgebiet gebaut. Angefangen hat es mit einer nur kleinen Struktur, die die Erosion seines Fahrweges reduzieren sollte. Im Verlauf der nächsten Wochen und Monate stellte er fest, dass das Gras in den angrenzenden Bereichen deutlich grüner war. Daraufhin fing er damit an, an vielen Stellen solche durchlässigen „Querbauwerke“ mit wenig Aufwand zu
Ein Vortrag von Roland Lenz zum Thema „Vielfalt, Stabilität und Denken in Kreisläufen – auf dem Weg zur enkeltauglichen Landwirtschaft„. (https://youtu.be/2MYU-WZz4jk) Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2026 – Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft — https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/ Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen. Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung
Online-Infoabend „Was kann regenerative Landwirtschaft?“, 24.8.2026, Regenerate Forum & Soil to Soul
Was bedeutet regenerative Landwirtschaft konkret? Regenerate Forum und Soil to Soul organisieren zusammen am 24.08.2026 einen kostenlosen Online-Abend. Dieser bietet einen verständlichen und praxisnahen Einstieg ins Thema und zeigt, warum gesunde Böden die Grundlage für Ertrag, Lebensmittelqualität und resiliente Betriebe sind. Regenerative Landwirtschaft ist in aller Munde: In der Landwirtschaft, in der Gastronomie, in den Medien. Doch was steckt wirklich dahinter? Warum gewinnt das Thema gerade jetzt an Bedeutung, und was bedeutet es konkret für
Heute Morgen stand ich an unserem kleinen Bach – und war erschrocken. Ich hätte mir lange nicht vorstellen können, dass dieser Bach einmal austrocknen könnte. Sein Einzugsgebiet ist zwar klein, aber solange ich ihn kenne, führte er Wasser. Nach den außergewöhnlich trockenen vergangenen Monaten sind nun ganze Abschnitte trockengefallen. Doch an manchen Stellen sieht es anders aus: Dort hat der Biber kleine Dämme gebaut. Hinter ihnen steht noch Wasser. Was bislang vielleicht wie eine nette
Ich habe immer wieder Geschichten und Zahlen zu Stalin’s großen Wiederaufforstungsprojekten in der UdSSR bzw. in der Ukraine gehört, und wie dies beigetragen hat u.a. den Grundwasserspiegel wieder anzuheben. Ich habe nun mal versucht, Informationen und Daten zusammen zu tragen. Diese sind aus heutiger Perspektive – Stichwort Dürre und fallende Grundwasserstände – sehr interessant. Auch hier könnten – wir mal wieder – aus der Geschichte lernen, wenn wir den wollten. In diesem Dokument hier habe
