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Kann KI die Natur retten?

Kann KI die Natur retten?

Kann Technik die Natur retten? Eine große Frage, der wir uns philosophisch widmen könnten – aber das würde hier zu weit führen. Frauke Fischer und Hilke Oberhansberg gehen dieser Frage aus (natur)wissenschaftlicher Sicht in ihrem neuen Buch „Kann KI die Natur retten?: Wie Künstliche Intelligenz Tierarten und Ökosysteme schützen und den Umweltschutz revolutionieren kann – Chancen und Risiken der Technologie für unseren Planeten“ (Amazon, Buch7) nach.

Es ist spannend, welches Verständnis für die Natur uns die KI bietet. Die Walgesänge – so zeigt die KI – sind Lieder mit vielen Strophen, die immer wieder wiederholt werden, an Kinder weitergegeben, die angepasst werden können wenn „Immigranten“ kommen und das Lied etwas anders singen. Die KI hilft uns über installierte Mikrofone erkennen, welche Tierarten in einem Ökosystem fehlen – weil von Natur aus alle Frequenzbereiche gefüllt sind, und wenn da irgendwo eine Lücke auftaucht sagt es damit aus, dass dort auch ein Tier nicht mehr vorkommt. Die KI hilft uns Wanderrouten viel besser zu verstehen, Bewegungen von Tieren besser zu folgen – und damit natürlich für deren Schutz auch besser zu sorgen.

Allerdings: Die großen Treiber für die Naturzerstörung liegen woanders und sind ziemlich gewichtig. Da hilft, so meine Meinung, auch eine bessere Technik nichts. Da hilft nur ein innerer Paradigmenwechsel beim Menschen – und davon sind wir leider weit entfernt. Sorry wenn ich hier so pessimistisch auftrete.

Aber: Das Buch zeigt mit vielen kleinen Geschichten auf, wie wir mittels KI die Natur nicht nur besser verstehen, sondern auch besser begreifen können, einen tieferen Bezug herstellen und uns für das Leben überall um uns herum noch mehr faszinieren lassen können.

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Gesundheit beginnt im Boden

Gesundheit beginnt im Boden

Schöne „Rezension“ und kleiner Meinungsartikel von Dr. med. Thomas Hardtmuth zu unserem neuen Buch „Gesundheit beginnt im Boden“:

Die Publizistin und Politikwissenschaftlerin Ute Scheub und der Permakultur-Designer und Geograf Stefan Schwarzer haben mit ihrem jüngsten Buch einen äußerst wertvollen Beitrag zur Überwindung der global-ökologischen Krise geleistet.

Das gründlich recherchierte Werk fasst auf gut verständliche Art die jüngsten Forschungsresultate der Mikrobiomforschung zusammen. Ganz neue Aspekte über die Bedeutung der Mikroben in Ökologie, Landwirtschaft, Tierwohl und menschlicher Gesundheit machen das Lesen zu einem Aha-Erlebnis über bislang wenig bekannte Zusammenhänge. Das Buch ist mit Unterstützung mehrerer Fachleute aus verschiedenen Disziplinen entstanden und enthält neben einigen Interviews auch ein umfangreiches Literaturregister sowie eine Reihe von faszinierenden Aufnahmen von Mikroorganismen. Die Mikrobiomforschung hat in den letzten Jahren zu einem Paradigmenwechsel im medizinischen und ökologischen Denken geführt. Galt vor 20 Jahren noch: «Ein gesunder Organismus ist ein steriler Organismus», so wissen wir heute, dass wir mit Myriaden von Bakterien, Viren, Pilzen, Archaeen und anderen Kleinstlebewesen besiedelt sind, die für unsere körperliche, seelische und geistige Gesundheit unersetzlich sind. Die Mikroorganismen stellen ein universelles Netzwerk des Lebens dar, gleichsam eine alle Lebewesen verbindende Ur-Biosphäre, über die die unzähligen Organismen dieser Erde auf eine vielschichtige und komplexe Weise miteinander verwoben sind.

Ein großer, symbiotischer Zusammenhang tut sich auf, wie er bis vor Kurzem noch unvorstellbar schien. Dass alle Lebensformen unseres Planeten über den einen Stammbaum der Evolution miteinander verwandt sind, war schon eine bahnbrechende Erkenntnis der Biologie; dass aber Pflanzen, Tiere und Menschen über die Mikrobiome auch genetisch-funktionell miteinander vernetzt und verflochten sind, gehört zu den revolutionärsten Erkenntnissen der aktuellen Wissenschaft. Was machen beispielsweise die Gene von Wiesenkräuter-Mikrobiomen, die wir über Kuhmilch oder Honig aufnehmen, in unserem Gehirn?
Global Health ist weit mehr als nur eine gut gemeinte Öko-Parole. Das Konzept zeigt uns inzwischen die begrenzte Reichweite einer an linearen Biomechanismen orientierten Wissenschaftsmethode auf. Die analytische Forschung hat in den letzten 150 Jahren die Naturerscheinungen bis in ihre letzten Elementarteilchen auseinandergenommen und wir drohen gerade, in einem Meer zusammenhangloser Daten und Fakten unterzugehen. «Wir haben die Welt komplett zerlegt und jetzt haben wir das Problem, dass wir sie nicht mehr zusammenbekommen», bemerkte der Physiker Hans-Peter Dürr einmal. Trotz eines exponentiell steigenden Wissens und der Anhäufung gigantischer Datenmassen werden unsere ökologischen und gesundheitlichen Probleme nicht kleiner, im Gegenteil: Weltweit steigende Zahlen von Krebs, Allergien, Autoimmunerkrankungen, Diabetes, Stoffwechselstörungen sowie psychischen und neurodegenerativen Erkrankungen erfordern ein neues, systemisches Denken. All diese Erkrankungen hängen mit einem dramatischen Rückgang der mikrobiellen Diversität zusammen. Laut dem Konzept der planetaren Grenzen ist der Verlust der genetischen Integrität und Vielfalt das schwerwiegendste und riskanteste unserer gegenwärtigen globalen Probleme. Die Biodiversität ist der entscheidende Faktor für die Gesundheit und die Resilienz von Ökosystemen, ob in der Makroökologie der Natur oder in der Mikroökologie unseres Darmes. Die Naturzerstörung im Großen schlägt über die Verarmung der Darm-Mikrobiome auf uns zurück. Hauptverantwortlich neben all den toxischen Umweltchemikalien ist vor allem die industrialisierte Landwirtschaft: Pestizide, Kunstdünger, Antibiotika und Einheits-Saatgut sind maßgeblich für den kontinuierlichen Rückgang der mikrobiellen Diversität und damit auch für den Verlust der Vitalität und Robustheit unserer landwirtschaftlichen Böden verantwortlich, aus denen wir 95 Prozent unserer Nahrungsmittel beziehen.

Die Böden sind die größte Ressource für den Erhalt mikrobieller Vielfalt. Über die Nahrungskette setzt sie sich bis in unsere Gedärme fort. Aber nicht nur die landwirtschaftlichen Monokulturen bedrohen das lebenserhaltende Diversitätsprinzip unserer Erde. Auch in der Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Medienlandschaft machen sich global immer mehr, nur noch an der ökonomischen Logik orientierte Monokulturen breit, für die die stetig steigenden Krebszahlen wie eine Art Metapher stehen – für die Utopie, ja Ideologie des unbegrenzten Wachstums. Wenn uns die Transformation zum qualitativen Wachstum nicht gelingt, wird das «leise Sterben» (Martin Grassberger 2022) weitergehen. Man kann nur wünschen, dass die in dem Buch behandelten Inhalte auch Einzug in die Lehrpläne von Schulen und Universitäten finden. Es geht um mehr als nur Bakterien.

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Sind Flüsse Lebewesen?

Sind Flüsse Lebewesen?

Für alle von uns ist es sicherlich nachvollziehbar dass Tiere und Pflanzen Lebewesen sind. Aber Flüsse?! Das ist nochmal ein ganz anderer Gedanke. Immerhin: In einigen Ländern der Welt haben Flüsse in der Verfassung verankerte Rechte erhalten – ein riesiger Schritt, der einer starken Verbundenheit und Identifikation mit Fluss und Region, mit Herz und Seele, zu verdanken ist.

Robert Macfarlane reist in seine Buch „Sind Flüsse Lebewesen?“ zu verschiedenen Flüssen – in Südamerika, in Indien, in Nordamerika -, und trifft dort auf Menschen, die, eben, mit Herz und Seele ihrem Land verbunden sind, die Natur lesen, den Geist atmen können. Locker und leicht erzählt, lebendig, verbunden erzählt Macfarlane von den Begegnungen mit Menschen und Flüssen, von den Erfahrungen anderer aber auch seiner selbst. Persönlich, bewegend, nachdenklich machend. Manchmal humorvoll, manchmal überrumpelnd, wenn neben der Schönheit der Natur auf einmal die „bösen“ Fakten eingeschoben werden über Menschen die gerade woanders Verträge zum Raubbau der Natur unterschreiben.

Ein wunderbares Buch, was uns die Natur wieder näher bringen kann und uns berührbar macht, auch nachdenklich wie auch hoffnungsvoll.

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Männer, die die Welt verbrennen: Der entscheidende Kampf um die Zukunft der Menschheit

Männer, die die Welt verbrennen: Der entscheidende Kampf um die Zukunft der Menschheit

Manche Dinge will man vielleicht auch nicht wissen… und doch ist es notwendig und sinnvoll, sich darüber zu informieren. Dass unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft, und in weiten Teilen auch unsere Politik – lokal, national, international – von Männern dominiert wird, ist nicht wirklich etwas Neues. Aber wie stark Männer dazu beitragen, dass trotz weitreichendem Wissen über den Klimawandel seit den 80er Jahren die Produktion und damit ja auch das Verbrennen von Erdöl weiter geht als wenn nichts wäre, und einige wenige Männer und Unternehmen damit massiv viel Geld verdienen, das ist schon erschreckend.

Der wohl eindrücklichste Satz aus dem Buch „Männer, die die Welt verbrennen: Der entscheidende Kampf um die Zukunft der Menschheit“ (Amazon, Buch7) von Christian Stöcker ist wohl dieser:

Die Ölkonzerne und Petrostaaten haben seit 1970 im Schnitt drei Milliarden Dollar pro Tag verdient.

Drei Milliarden Dollar, pro Tag. Seit 1970. Wahnsinn!

Und mit diesem Geld kann man viel organisieren, leiten, bestärken, manipulieren, lobbyieren, negieren, Strippen ziehen, Politiker und Wissenschaftler kaufen, Think Tanks finanzieren, usw.

Das Buch gibt Einblick in das Wirken der großen Player hinter dem schwarzen Gold, dem Erdöl (und Erdgas). Von manchen Namen hat man schon mal gehört, von manchen nicht. Und, eben: Es sind quasi ausschließlich Männer, die in diesen Positionen dafür sorgen, dass sich nichts ändert, dass das Geld weiter fließt auf Teufel komm raus, und sich ein paar wenige, wie Dagobert Duck, ihren Tresor mit immer größeren Reichtümern füllen. Verrückte Welt, leider, und so schwer es auch zu lesen ist, so wichtig sind doch auch diese Informationen.

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Unser neues Buch „Gesundheit beginnt im Boden – Warum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“ erscheint heute

Unser neues Buch „Gesundheit beginnt im Boden – Warum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“ erscheint heute

Heute erscheint Ute Scheub’s und mein neues Buch „Gesundheit beginnt im BodenWarum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“! Trommelwirbel, täterätä!  –> oekom, Buch7, Amazon

Vom Boden her denken war unsere Idee. Mit dem ganzen Wissen über das Bodenleben bzw. das Bodenmikrobiom, und wie es mit der Pflanzengesundheit wiederum verbunden ist, und diese wiederum mit der Tiergesundheit – und alle drei „Domänen“ wiederum einen Einfluss auf unser menschliches Mikrobiom haben – das war unser Idee, und das ist die Geschichte des Buches.

Ist doch Wahnsinn dass unser menschlicher Körper zu 30 Billionen menschlicher Zellen besteht, aber in und auf uns 38 Billionen mikrobieller Zellen siedeln! Dass in einem Gram Darminhalt 1 Milliarde Bakterien zu finden sind!

Warum hat die Natur das gemacht!

„Was, wenn nicht nur unser Bauch, sondern der ganze Planet ein Verdauungssystem hat? Willkommen in der geheimen Welt der Mikroben! Sie sind die unsichtbaren Held*innen unserer Erde: Sie recyceln Nährstoffe, bauen Plastik und Methan ab, schützen Pflanzen vor Schädlingen und speichern Kohlenstoff im Boden. Das Spannendste dabei: Sie sind nicht nur für gesunde Böden unverzichtbar, sondern auch für unsere eigene Gesundheit.

Bestsellerautorin Ute Scheub und Geograph Stefan Schwarzer zeigen unterhaltsam, dass Mikroben in unseren Böden und in unserem Darm enger zusammenhängen, als wir ahnen. Denn die Bodenbakterien, die unsere Lebensmittel gedeihen lassen, beeinflussen auch unsere Darmflora – und damit unser Immunsystem und unsere psychische Gesundheit. Sie verringern sogar das Risiko für Krankheiten wie Krebs. Von probiotischem Joghurt bis planetarer Verdauung – wer verstehen will, wie alles zusammenhängt, kommt an diesem Buch nicht vorbei!“

Stimmen zum Buch:

»In der Medizin hat sich endlich etabliert, dass wir nur gesund sind, wenn wir ein guter Gastgeber sind für viele verschiedene Arten. Dieses Buch zeigt: Das gilt auch für die Erde! Absolut faszinierend: Wenn wir Boden wieder gut machen, geht es uns selbst besser!«
Dr. Eckart v. Hirschhausen, Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde-Gesunde Menschen

»Eine mitreißende Reise in die Welt der Mikroben, die unser Leben bestimmen – in uns und um uns herum.«
Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Landwirt

»Das lesenswerte Buch bietet nicht nur einen faszinierenden Einblick in die erstaunliche Welt der Mikroorganismen, es ist auch unverzichtbar für alle, die mit dem Thema Ökologie und Gesundheit befasst sind.«
Dr. med. Thomas Hardtmuth

»Dieses Buch beleuchtet die Funktionen von Mikroben für Pflanze, Tier und Mensch und regt zum Nachdenken an über die ansteigende Zahl an Lifestyle-Erkrankungen. Leseempfehlung für alle, denen ein gesundes Leben wichtig ist!«
Prof. Dr. Thomas C G. Bosch

https://www.oekom.de/buch/gesundheit-beginnt-im-boden-9783987261602

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Unser neues Buch „Gesundheit beginnt im Boden – Warum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“ ist angekommen

Unser neues Buch „Gesundheit beginnt im Boden – Warum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“ ist angekommen

Yeah, unser neues Buch „Gesundheit beginnt im BodenWarum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“ ist angekommen. Sieht super aus – und, da ich es direkt nochmal gelesen habe – kann ich euch nur versprechen: Es steht echt Spannendes und Erhellendes drin!

„Was, wenn nicht nur unser Bauch, sondern der ganze Planet ein Verdauungssystem hat? Willkommen in der geheimen Welt der Mikroben! Sie sind die unsichtbaren Held*innen unserer Erde: Sie recyceln Nährstoffe, bauen Plastik und Methan ab, schützen Pflanzen vor Schädlingen und speichern Kohlenstoff im Boden. Das Spannendste dabei: Sie sind nicht nur für gesunde Böden unverzichtbar, sondern auch für unsere eigene Gesundheit.

Bestsellerautorin Ute Scheub und Geograph Stefan Schwarzer zeigen unterhaltsam, dass Mikroben in unseren Böden und in unserem Darm enger zusammenhängen, als wir ahnen. Denn die Bodenbakterien, die unsere Lebensmittel gedeihen lassen, beeinflussen auch unsere Darmflora – und damit unser Immunsystem und unsere psychische Gesundheit. Sie verringern sogar das Risiko für Krankheiten wie Krebs. Von probiotischem Joghurt bis planetarer Verdauung – wer verstehen will, wie alles zusammenhängt, kommt an diesem Buch nicht vorbei!“

Stimmen zum Buch:

»In der Medizin hat sich endlich etabliert, dass wir nur gesund sind, wenn wir ein guter Gastgeber sind für viele verschiedene Arten. Dieses Buch zeigt: Das gilt auch für die Erde! Absolut faszinierend: Wenn wir Boden wieder gut machen, geht es uns selbst besser!«
Dr. Eckart v. Hirschhausen, Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde-Gesunde Menschen

»Eine mitreißende Reise in die Welt der Mikroben, die unser Leben bestimmen – in uns und um uns herum.«
Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Landwirt

»Das lesenswerte Buch bietet nicht nur einen faszinierenden Einblick in die erstaunliche Welt der Mikroorganismen, es ist auch unverzichtbar für alle, die mit dem Thema Ökologie und Gesundheit befasst sind.«
Dr. med. Thomas Hardtmuth

»Dieses Buch beleuchtet die Funktionen von Mikroben für Pflanze, Tier und Mensch und regt zum Nachdenken an über die ansteigende Zahl an Lifestyle-Erkrankungen. Leseempfehlung für alle, denen ein gesundes Leben wichtig ist!«
Prof. Dr. Thomas C G. Bosch

Ab dem 6.8.2025 dann im Buchhandel erhältlich – ab jetzt auch vorbestellbar (oekom, Buch7, Amazon).

https://www.oekom.de/buch/gesundheit-beginnt-im-boden-9783987261602

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Unser Buch »Aufbäumen gegen die Dürre. Wie uns die Natur helfen kann, den Wassernotstand zu beenden« – Ute Scheub & Stefan Schwarzer

Unser Buch »Aufbäumen gegen die Dürre. Wie uns die Natur helfen kann, den Wassernotstand zu beenden« – Ute Scheub & Stefan Schwarzer

Aus aktuellem Anlass – Trockenheit und Dürre – möchte ich unser Buch empfehlen: »Aufbäumen gegen die Dürre« (Amazon, Buch7, oekom). Da steht viel dazu drinne, wie wir aktiv die Land(wirt)schaft verändern können, um das Klima zu kühlen und die kleinen Wasserkreisläufe zu stärken.

»Dieses Buch wirft einen völlig neuen Blick auf die Klimakrise: Alle reden nur von CO2, dabei sind Dürre, Hitze und Fluten auch Folgen von massiven Veränderungen der Landschaft, Bodenversiegelungen und gestörten Wasserkreisläufen.

Die gute Nachricht: Daran können wir etwas ändern, ohne darauf warten zu müssen, dass die nächste Klimakonferenz endlich Ergebnisse bringt. Lokale Gruppen und engagierte Kommunen können zwar nicht den CO2-Gehalt der Atmosphäre senken, wohl aber die Temperaturen vor Ort. Wasser und Vegetation sind dabei die Lösung: Gelingt es uns, mehr Wasser in der Landschaft zu speichern sowie Städte und Landschaften zu begrünen, kann es mehr regnen und kühler werden, die Überschwemmungsgefahr sinkt. So bekommen wir drei Lösungen zum Preis von einer: Klima-, Arten- und Gesundheitsschutz.

Das Buch nimmt uns mit in intakte Flusslandschaften, Acker und Flure, zukunftsfähige Wälder sowie Städte, die Wasser wie Schwämme speichern, statt es in die Kanalisation zu leiten. Ein Buch, das Mut macht und zum Nachmachen inspiriert.«

 

„Das Buch zeigt einen ganz neuen Blick auf die Klimakrise. Und eine Handlungsoption: Klimalandschaften!“
Dr. Felix Prinz zu Löwenstein

„Wir können viel tun, um der Klimakatastrophe zu begegnen. Bodenschutz und Pflanzenbau muss dabei in den Fokus, deshalb bin ich den Autoren Stefan Schwarzer und Ute Scheub sehr dankbar, dass sie so viele wertvolle Ansätze liefern.“
Dr. Ophelia Nick, Staatssekretärin BMEL

„Regenerative statt degenerative Landwirtschaft – damit können wir die Erde heilen.”
Sepp Braun, Bio-Bauer, Bioland-Stiftung

„Es ist nicht nur der Klimawandel schuld; wir können unsere Landbewirtschaftung so verändern, dass der Wasserhaushalt sehr viel resilienter wird und die Folgen von Dürren und Fluten beherrschbarer bleiben, wie in diesem Buch wunderbar aufgezeigt wird.”
Dietrich Borchardt, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

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Unser neues Buch: „Gesundheit beginnt im Boden – Warum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“

Unser neues Buch: „Gesundheit beginnt im Boden – Warum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“

Anfang August erscheint Ute Scheub und Stefan Schwarzer’s drittes gemeinsames Buch: „Gesundheit beginnt im Boden – Warum die Gesundheit allen Lebens von winzigen Mikroben abhängt“ (oekom, Buch7, Amazon).

Was, wenn nicht nur unser Bauch, sondern der ganze Planet ein Verdauungssystem hat? Willkommen in der geheimen Welt der Mikroben! Sie sind die unsichtbaren Held*innen unserer Erde: Sie recyceln Nährstoffe, bauen Plastik und Methan ab, schützen Pflanzen vor Schädlingen und speichern Kohlenstoff im Boden. Das Spannendste dabei: Sie sind nicht nur für gesunde Böden unverzichtbar, sondern auch für unsere eigene Gesundheit.

Bestsellerautorin Ute Scheub und Geograph Stefan Schwarzer zeigen unterhaltsam, dass Mikroben in unseren Böden und in unserem Darm enger zusammenhängen, als wir ahnen. Denn die Bodenbakterien, die unsere Lebensmittel gedeihen lassen, beeinflussen auch unsere Darmflora – und damit unser Immunsystem und unsere psychische Gesundheit. Sie verringern sogar das Risiko für Krankheiten wie Krebs. Von probiotischem Joghurt bis planetarer Verdauung – wer verstehen will, wie alles zusammenhängt, kommt an diesem Buch nicht vorbei!

Stimmen zum Buch:

»In der Medizin hat sich endlich etabliert, dass wir nur gesund sind, wenn wir ein guter Gastgeber sind für viele verschiedene Arten. Dieses Buch zeigt: Das gilt auch für die Erde! Absolut faszinierend: Wenn wir Boden wieder gut machen, geht es uns selbst besser!«
Dr. Eckart v. Hirschhausen, Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung Gesunde Erde-Gesunde Menschen

»Eine mitreißende Reise in die Welt der Mikroben, die unser Leben bestimmen – in uns und um uns herum.«
Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Landwirt

»Das lesenswerte Buch bietet nicht nur einen faszinierenden Einblick in die erstaunliche Welt der Mikroorganismen, es ist auch unverzichtbar für alle, die mit dem Thema Ökologie und Gesundheit befasst sind.«
Dr. med. Thomas Hardtmuth

»Dieses Buch beleuchtet die Funktionen von Mikroben für Pflanze, Tier und Mensch und regt zum Nachdenken an über die ansteigende Zahl an Lifestyle-Erkrankungen. Leseempfehlung für alle, denen ein gesundes Leben wichtig ist!«
Prof. Dr. Thomas C G. Bosch

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Unser Buch »Aufbäumen gegen die Dürre. Wie uns die Natur helfen kann, den Wassernotstand zu beenden« – Ute Scheub & Stefan Schwarzer

Unser Buch »Aufbäumen gegen die Dürre. Wie uns die Natur helfen kann, den Wassernotstand zu beenden« – Ute Scheub & Stefan Schwarzer

Vor knapp zwei Jahren erschienen, aber immer noch (und sicherlich die nächsten Jahr(zehnt)e ebenso), unser Buch »Aufbäumen gegen die Dürre« (Amazon, Buch7, oekom).

–> Leider haben wir in der langen Diskussion um den Titel verpasst, das Wort „Flut“ in den Titel zu packen. In dieser Zeit wäre das gerade natürlich passender gewesen. Ich fände es durchaus spannend mal auszurechnen, wie viel geringer die Hochwässer gewesen wären, wenn unsere Äcker nicht nur einen bundesweiten Durchschnitt von 1.7% hätten, sondern von, sagen wir mal 3.5% (was keine unrealistische Zahl ist). Bei einer Wasserspeicherfähigkeit von 50.000-400.000 Litern pro Prozent Humus und Hektar, kommen da schon einige Mengen an Wasser zusammen, die zusätzlich gespeichert werden könnten. Was die Hochwässer nicht komplett verhindern wird, aber doch deutlich abschwächen könnte.

Dieses Buch wirft einen völlig neuen Blick auf die Klimakrise: Alle reden nur von CO2, dabei sind Dürre, Hitze und Fluten auch Folgen von massiven Veränderungen der Landschaft, Bodenversiegelungen und gestörten Wasserkreisläufen.

Die gute Nachricht: Daran können wir etwas ändern, ohne darauf warten zu müssen, dass die nächste Klimakonferenz endlich Ergebnisse bringt. Lokale Gruppen und engagierte Kommunen können zwar nicht den CO2-Gehalt der Atmosphäre senken, wohl aber die Temperaturen vor Ort. Wasser und Vegetation sind dabei die Lösung: Gelingt es uns, mehr Wasser in der Landschaft zu speichern sowie Städte und Landschaften zu begrünen, kann es mehr regnen und kühler werden, die Überschwemmungsgefahr sinkt. So bekommen wir drei Lösungen zum Preis von einer: Klima-, Arten- und Gesundheitsschutz.

Das Buch nimmt uns mit in intakte Flusslandschaften, Acker und Flure, zukunftsfähige Wälder sowie Städte, die Wasser wie Schwämme speichern, statt es in die Kanalisation zu leiten. Ein Buch, das Mut macht und zum Nachmachen inspiriert.

„Das Buch zeigt einen ganz neuen Blick auf die Klimakrise. Und eine Handlungsoption: Klimalandschaften!“
Dr. Felix Prinz zu Löwenstein

„Wir können viel tun, um der Klimakatastrophe zu begegnen. Bodenschutz und Pflanzenbau muss dabei in den Fokus, deshalb bin ich den Autoren Stefan Schwarzer und Ute Scheub sehr dankbar, dass sie so viele wertvolle Ansätze liefern.“
Dr. Ophelia Nick, Staatssekretärin BMEL

„Regenerative statt degenerative Landwirtschaft – damit können wir die Erde heilen.”
Sepp Braun, Bio-Bauer, Bioland-Stiftung

„Es ist nicht nur der Klimawandel schuld; wir können unsere Landbewirtschaftung so verändern, dass der Wasserhaushalt sehr viel resilienter wird und die Folgen von Dürren und Fluten beherrschbarer bleiben, wie in diesem Buch wunderbar aufgezeigt wird.”
Dietrich Borchardt, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

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Unser Buch: »Die Humusrevolution. Wie wir die Böden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen können« – Ute Scheub & Stefan Schwarzer

Unser Buch: »Die Humusrevolution. Wie wir die Böden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen können« – Ute Scheub & Stefan Schwarzer

Ist zwar schon eine Weile her dass wir das Buch »Die Humusrevolution« veröffentlicht haben: Nichtsdestotrotz, auch gerade in diesen Zeiten der Überschwemmungen und Bauernproteste, ist es immer noch hochaktuell. Ein „Weiter so“ ist keine zukunftsfähige Option! Wir brauchen eine Transformation in der Gesellschaft und (damit auch) in der Landwirtschaft. In unserem Buch zeigen wir viele (erprobte) Methoden wie eine wirklich enkeltaugliche Landwirtschaft aussehen kann.

BACK TO THE ROOTS

Seit Erfindung der Landwirtschaft und Einführung der Agroindustrie haben Böden einen Großteil ihres Humus’ verloren. In Form von CO2 ist er nun da zu finden, wo er großen Schaden anrichtet: in der Atmosphäre. Für diese Herausforderung existiert eine Lösung: Mit »regenerativer Agrikultur« kann der Kohlenstoff dorthin zurückgebracht werden, wo er nutzt – und dringend gebraucht wird: in den Boden.

Endlose Monokulturen beherrschen heute die Weltäcker – zum Nachteil für Boden, Luft, Wasser, Menschen, Tiere und Pflanzen. Die Agroindustrie verursacht auf direkte und indirekte Weise ungefähr die Hälfte aller Treibhausgase, ist also ein Großteil des Megaproblems Klimawandel. Sollten dadurch die Ernährungssysteme zusammenbrechen, blutige Kriege um die letzten Ressourcen geführt und weitere Flüchtlingswellen ausgelöst werden, würde es hochdramatisch. Doch so weit muss es nicht kommen. Der Klimawandel ist umkehrbar, die Ökosysteme heilbar – durch regenerative Agrikultur.

Wie sie funktioniert, zeigt das neue Buch »Die Humusrevolution. Wie wir den Boden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen«. Regenerative Agrikultur ermöglicht eine mehrfache Win-win-Situation: nicht nur, dass der Atmosphäre überschüssiges CO2 entzogen wird; die Wiederanreicherung unserer Böden mit Humus hat ihrerseits positive Auswirkungen – auf Ernährung, Artenvielfalt oder Wasserverfügbarkeit. Denn Humus ist ein wahrer Wunderstoff, der uns verloren zu gehen droht – aufgrund von Entwaldung, Landnutzungsänderungen oder einer weltweit galoppierenden Bodenerosion.

Regenerative Agrikultur ist eine ganzheitliche Praxis, die Böden aufbaut und die Regenerationskräfte der Natur unterstützt. In der Öffentlichkeit ist über ihr Potenzial bislang nur wenig bekannt; selbst im Pariser Klimaabkommen spielt sie keine Rolle. Dabei ist ihre Wirkung mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen, viele ihrer Methoden – pflugloser Anbau, Gründüngung oder der Einsatz von Terra Preta – teils seit Jahrhunderten gängige Praxis unter Indigenen, Klein- und Biobauern oder »Permakulturianern«. Ihr Potenzial ist jedenfalls gewaltig, ist sich der international renommierte »Humuspapst« Rattan Lal sicher; v.a. natürlich auf den großen landwirtschaftlich genutzten Flächen. Aber sie funktioniert auch im Kleinen: in individuellen und gemeinschaftlichen Gärten, in der Stadt und auf dem Land.

Ute Scheub und Stefan Schwarzer beschreiben in ihrem Buch die zahlreichen Vorteile und Möglichkeiten einer regenerativen Agrikultur; wie sie etabliert werden kann, welche Hindernisse es zu bewältigen gilt, wie und wo man politisch aktiv werden kann und welche Methoden im eigenen Umfeld angewendet werden können. Denn jede(r) Einzelne kann mithelfen, unsere planetarischen Öko- und Ernährungssysteme zu heilen und zu schützen.

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WALDENDZEIT –  Wilhelm Bode

WALDENDZEIT – Wilhelm Bode

Buchrezession: Waldendzeit von Wilhelm Bode

Mit seinem neuen Buch „Waldendzeit“ zeichnet Wilhelm Bode eine Verbindung der aktuell drängenden Frage nach der Zukunft des Waldes anhand einer kunsthistorischen Analyse der (Wald-)Malerei der deutschen Romantik, hier vor allem dank der Bilder von Caspar David Friedrich und vollzieht damit eine Art Neudeutung.

Denn damals wie heute stand und steht der Wald vor einer Wendezeit. Die beginnende Epoche der Aufklärung brachte mit der Einführung der „rationalen“ Forstwissenschaft eine kausal-orientierte und den Wald als Acker betrachtende Form der Nutzholzproduktion. Die Folgen dieses Modells des Altersklassenwaldes sehen wir heute eindringlich. Doch blickt C.D. Friedrichs „Wanderer über dem Nebelmeer“ sehnsuchtsvoll zurück, oder doch eher voraus in eine ungewisse Waldzukunft, so wie es der Autor deutet.

Für Wilhelm Bode liegt die Antwort auf die zentrale Frage „Wie weiter?“ eben nicht in einer romantisierenden, sehnsuchtsvollen Waldliebe, ein Zurück zur Natur. Und schon gar nicht in einer Fortführung des Altersklassenwaldes 2.0.
Er plädiert für ein Umdenken in der Waldwirtschaft, hin zu einer systemischen Betrachtung des Organismus Wald, in dem der Mensch – in Kooperation mit der Natur – interagiert. Und hier war es Alfred Möller, der bereits vor 100 Jahren das Dauerwald-Konzept in die Forstwirtschaft einführte (Spannenderweise, nachdem er mehrere Jahre im Amazonas verbrachte, und die Dynamiken des tropischen Waldes studierte).

Denn mehr denn je brauchen wir Holz unter anderem als Bauholz, um CO2-intensive Materialien wie Stahl und Beton zu ersetzen und gleichzeitig um das im Holz aus der Atmosphäre gebundene CO2 in der gebauten Umwelt zu speichern. Interessanterweise vermag der Dauerwald nach Alfred Möller in seinem biologischen Optimum mehr Wertholz zu erzeugen, gerade weil er biologisch gedacht und umgesetzt wird. Das Umdenken besteht darin, den Wald als System höherer Ordnung zu begreifen, in dem die sich hier zeigenden Gesetzmäßigkeiten (wie von Alfred Möller beschrieben) eben andere sind, als würde man den Wald als die Summe seiner Bäume betrachten.
Eine sehr lesenswerte Lektüre, die eine Antwort auf die Zukunftsfrage der Forstwirtschaft zu geben vermag, auch anhand der kunsthistorischen Perspektive.

Rezension von Manuel Nagel, Aufbauende Landwirtschaft e.V.

https://europeanessays.eu/waldendzeit/

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UmweltMedienpreis der Deutschen Umwelthilfe für unser Buch "Aufbäumen gegen die Dürre"

UmweltMedienpreis der Deutschen Umwelthilfe für unser Buch "Aufbäumen gegen die Dürre"

Yeah, wir – Ute Scheub und Stefan Schwarzer – haben für unser Buch »Aufbäumen gegen die Dürre« den UmweltMedienpreis der Deutschen Umwelthilfe 2024 gewonnen!

In der Begründung für die Auszeichnung in der Kategorie »Text« heißt es, das Buch zeige »mit großer Klarheit eine wichtige Handlungsoption gegen die Klimakrise und für Klimawandelanpassung auf: Klimalandschaften.« Ute Scheub und Stefan Schwarzer machen »mit ihren Darstellungen […] Mut und inspirieren zum gemeinsamen Aufbäumen gegen Dürre, Flut und Hitze.« Das Buch sei »somit eine Musteranleitung für dringend notwendige Klimaanpassungskonzepte«.

Danke für die Auszeichnung, danke für die wunderbare Abendveranstaltung in Berlin, mit einem begeisterten Publikum, tollen Laudator:innen (für uns die wunderbare Maike Kühl von „Die Anstalt“, mit einer lustigen, pointierten und reichen Ansprache), super Ambiente und spannenden Menschen.

https://www.oekom.de/buch/aufbaeumen-gegen-die-duerre-9783987260209
https://www.duh.de/ump-preistraeger/2024/

Fotos: DUH / Robert Lehmann

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Mikrobiom und Mensch. Die Bedeutung der Mikroorganismen und Viren in Medizin, Evolution und Ökologie – Wege zu einer systemischen Perspektive. Thomas Hardmuth

Mikrobiom und Mensch. Die Bedeutung der Mikroorganismen und Viren in Medizin, Evolution und Ökologie – Wege zu einer systemischen Perspektive. Thomas Hardmuth

Thomas Hardmuth ist Arzt mit anthroposophischem Hintergrund, und bei unserem letzten Mikrobiom-Symposium mit einem spannenden Vortrag dabei. Im Sommer kam ein großes Update seines Buches „Mikrobiom und Mensch. Die Bedeutung der Mikroorganismen und Viren in Medizin, Evolution und Ökologie“ (Amazon, Buch7) heraus. Eine wahre Fundgrube an Informationen, Erkenntnissen, Zahlen, Referenzen rund um das große Themenkomplex Mikroorganismen & Gesundheit des Menschen. Dabei spielen natürlich auch die Böden – eine für mich sehr wichtige Perspektive – eine wichtige Rolle. Viele spannende Informationen sind in diesem Buch zu finden. Für einen Nicht-Mediziner und Nicht-Biologen ist es in manchen Passagen etwas härtere Kost, aber doch zum größten Teil wirklich gut lesbar, verständlich und inhaltsvoll. Einfach unglaublich, wie die Mikroben unser Leben bestimmen und beeinflussen, wie eng alles miteinander in Beziehung steht, und wir als Menschen untrennbar mit den Bakterien und Pilze (und, ja auch die Viren) über symbiotische Beziehungen verbunden sind. Faszinierend!

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Vegetation kühlt – offener Boden heizt auf

Vegetation kühlt – offener Boden heizt auf

In diesen Tagen wieder überall zu beobachten und an sich ja nichts Neues: Vegetation, insbesondere ein vielfältiger Mischwald, kühlt. Oder auch schon ein mit Pflanzen bedeckter Acker. Offener Boden heizt sich auf. Die Landschaftszerstörungen („Land use changes“) haben einen bisher sicherlich vernachlässigten Effekt auf die Erwärmung des Planten, wie immer neue Untersuchungen zeigen. Dazu mein (schon etwas älterer) Artikel für UNEP „Working with plants, soils and water to cool the climate and rehydrate Earth’s landscapes“ (hier auf deutsch) und unser Buch »Aufbäumen gegen die Dürre«.

Quelle: Hesslerová, P., et al.: Daily dynamics of radiation surface temperature of different land cover types in a temperate cultural landscape: Consequences for the local climate. Ecological Engineering 54, 2013, S. 145–154 ff.

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Die zerrissene Gesellschaft: So überwinden wir gesellschaftliche Spaltung im neuen Krisenzeitalter

Die zerrissene Gesellschaft: So überwinden wir gesellschaftliche Spaltung im neuen Krisenzeitalter

Was ist los in bzw. mit unserer Gesellschaft? Gestern habe ich einen bezeichnenden Spruch gehört: „Die Erde wir immer heißer, die Herzen immer kälter.“ Die Fronten werden stärker, die Gräben tiefer, Schwarz & Weiß-Denken, Schubladen werden ganz schnell auf- und wieder zugemacht, Unverständnis und Verschlossenheit… Corona war da sicherlich nicht der Auslöser aber eine Art Brandbeschleuniger: Entweder du bist für mich (und mein Verständnis der Situation) oder gegen mich. Hmm…

In ihrem Buch „Die zerrissene Gesellschaft: So überwinden wir gesellschaftliche Spaltung im neuen Krisenzeitalter“ (Amazon, Buch7) versuchen Claudine Nierth und Roman Huber, die seit Jahrzehnten mit dem Verein „Mehr Demokratie“ für – eben: mehr Demokratie – unterwegs sind, aufzuzeigen, was gerade schief läuft, und wie wir einen Schatz heben könn(t)en, der uns zu mehr Begegnung, Verständigung, Offenheit und Verständigung führen könnte, im Kleinen, Persönlichen wie auch im Großen, Gesellschaftlich-Politischen. Dazu gehört ein deutliches Mehr an Bewußtheit – zu der Frage der Geschichte der Gesellschaft (Wo kommen wir her?), und damit verbunden zu einem zentralen Thema – Trauma-Sensibilität, auf persönlicher wie auch gesellschaftlicher Ebene. Wir brauchen eine neue Form der Beziehungs- und Kommunikationskultur, wie sie in vielen kleineren Projekten ja auch schon geübt und gelebt wird! Dem anderen wirklich zuhören, Dinge stehen lassen können, offen sein, Vielfalt annehmen, sich selbst beobachten, sich seiner Traumata bewußt(er) werden. Wie wäre es wenn im Bundestag auf diese Weise miteinander um Lösungen gerungen werden würde? 🙂

Ein spannendes Buch, was die Probleme und Herausfoderungen der gegenwärtigen Situation gut aufzeigt, und spannende – und, für unsere Gesellschaft gerade, ungewöhnlich anmutende – Lösungen vorschlägt.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Im Deutschlandfunk Buchkritik zu unserem Buch „Aufbäumen gegen die Dürre“

Im Deutschlandfunk Buchkritik zu unserem Buch „Aufbäumen gegen die Dürre“

Zufällig drüber gestolpert, und wie ich finde, eine schöne Buchkritik zu unserem Buch „Aufbäumen gegen die Dürre“. Natürlich immer noch höchst aktuell, auch wenn es die letzten Monate tendenziell eher um Überschwemmungen ging. Aber unsere im Buch vorgeschlagenen Maßnahmen wirken in beide Richtungen – Dürre und Flut. Letzteres hat es als Wort leider nicht  in den Titel geschafft.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/buchkritik-aufbaeumen-gegen-die-duerre-von-stefan-schwarzer-und-ute-scheub-dlf-kultur-309d1e28-100.html
https://www.oekom.de/buch/aufbaeumen-gegen-die-duerre-9783987260209

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Unser wildes Erbe: Wie Instinkte uns steuern und was das für unsere Zukunft bedeutet – faszinierende Einsichten für ein Leben im Einklang mit der Natur

Unser wildes Erbe: Wie Instinkte uns steuern und was das für unsere Zukunft bedeutet – faszinierende Einsichten für ein Leben im Einklang mit der Natur

Der Mensch ist eben auch nur ein Tier – sicherlich etwas weiter entwickelt als andere, aber so tierisch geprägt, dass er eben nicht „vernünftig“ und „für die Zukunft Verantwortung übernehmend“ zum Handeln in der Lage ist. Dafür sind die natürlichen Instinkte, was jedes einzelnen Überleben angeht, zu dominant. So oder ähnlich, in meinen Augen, die Argumentation von Peter Wohlleben in seinem neuen Buch „Unser wildes Erbe: Wie Instinkte uns steuern und was das für unsere Zukunft bedeutet – faszinierende Einsichten für ein Leben im Einklang mit der Natur“ (Amazon, Buch7). Peter Wohlleben schaut zurück in die Geschichte – wie hat sich die Natur entwickelt, wo kommen wir Menschen her, was hat sich in den letzten Jahrtausenden und Jahrhunderten verändert? Und was hat das mit den derzeitigen Krisen zu tun? Und warum kriegen wir diese nicht in den Griff? Tja, der Mensch, „die Krone der Schöpfung“ – oder eben auch nicht! Interessant zu lesen, aber ich muss gestehen dass ich seine anderen Bücher deutlich ansprechender zu Lesen fand.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Vor einem Jahr erschien unser Buch »Aufbäumen gegen die Dürre«

Vor einem Jahr erschien unser Buch »Aufbäumen gegen die Dürre«

Vor genau einem Jahr erschien unser Buch »Aufbäumen gegen die Dürre« (Amazon, Buch7, oekom).

–> Leider haben wir in der langen Diskussion um den Titel verpasst, das Wort „Flut“ in den Titel zu packen. In dieser Zeit wäre das gerade natürlich passender gewesen. Ich fände es durchaus spannend mal auszurechnen, wie viel geringer die Hochwässer gewesen wären, wenn unsere Äcker nicht nur einen bundesweiten Durchschnitt von 1.7% hätten, sondern von, sagen wir mal 3.5% (was keine unrealistische Zahl ist). Bei einer Wasserspeicherfähigkeit von 50.000-400.000 Litern pro Prozent Humus und Hektar, kommen da schon einige Mengen an Wasser zusammen, die zusätzlich gespeichert werden könnten. Was die Hochwässer nicht komplett verhindern wird, aber doch deutlich abschwächen könnte.

Dieses Buch wirft einen völlig neuen Blick auf die Klimakrise: Alle reden nur von CO2, dabei sind Dürre, Hitze und Fluten auch Folgen von massiven Veränderungen der Landschaft, Bodenversiegelungen und gestörten Wasserkreisläufen.

Die gute Nachricht: Daran können wir etwas ändern, ohne darauf warten zu müssen, dass die nächste Klimakonferenz endlich Ergebnisse bringt. Lokale Gruppen und engagierte Kommunen können zwar nicht den CO2-Gehalt der Atmosphäre senken, wohl aber die Temperaturen vor Ort. Wasser und Vegetation sind dabei die Lösung: Gelingt es uns, mehr Wasser in der Landschaft zu speichern sowie Städte und Landschaften zu begrünen, kann es mehr regnen und kühler werden, die Überschwemmungsgefahr sinkt. So bekommen wir drei Lösungen zum Preis von einer: Klima-, Arten- und Gesundheitsschutz.

Das Buch nimmt uns mit in intakte Flusslandschaften, Acker und Flure, zukunftsfähige Wälder sowie Städte, die Wasser wie Schwämme speichern, statt es in die Kanalisation zu leiten. Ein Buch, das Mut macht und zum Nachmachen inspiriert.

„Das Buch zeigt einen ganz neuen Blick auf die Klimakrise. Und eine Handlungsoption: Klimalandschaften!“
Dr. Felix Prinz zu Löwenstein

„Wir können viel tun, um der Klimakatastrophe zu begegnen. Bodenschutz und Pflanzenbau muss dabei in den Fokus, deshalb bin ich den Autoren Stefan Schwarzer und Ute Scheub sehr dankbar, dass sie so viele wertvolle Ansätze liefern.“
Dr. Ophelia Nick, Staatssekretärin BMEL

„Regenerative statt degenerative Landwirtschaft – damit können wir die Erde heilen.”
Sepp Braun, Bio-Bauer, Bioland-Stiftung

„Es ist nicht nur der Klimawandel schuld; wir können unsere Landbewirtschaftung so verändern, dass der Wasserhaushalt sehr viel resilienter wird und die Folgen von Dürren und Fluten beherrschbarer bleiben, wie in diesem Buch wunderbar aufgezeigt wird.”
Dietrich Borchardt, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

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Waldwissen: Vom Wald her die Welt verstehen. Erstaunliche Erkenntnisse über den Wald, den Menschen und unsere Zukunft

Waldwissen: Vom Wald her die Welt verstehen. Erstaunliche Erkenntnisse über den Wald, den Menschen und unsere Zukunft

Da haben sich zwei Wald-Spezialisten zusammen getan: Peter Wohlleben, (fast) allen Menschen bekannt, und Pierre Ibisch, Wald-Forscher an der Uni Eberswalde haben zusammen ein ziemlich dickes Buch geschrieben: „Waldwissen: Vom Wald her die Welt verstehen. Erstaunliche Erkenntnisse über den Wald, den Menschen und unsere Zukunft“ (Amazon, Buch7), das wohl so ziemlich alles enthält, was man über Wälder wissen möchte. Verbreitung, Entwicklung, Management, Probleme und Herausforderungen, Lösungen – und das alles auch im zeitlichen Kontext dargestellt, denn die Geschichte verändert ja immer wieder wie unsere Beziehung und damit auch das Management des Waldes ist. Ein Wermutstropfen ist sicherlich, dass das Buch so dick und umfassend ist – man muss schon Zeit mitbringen. Aber das ist ja gerade das Schöne an diesem Werk – dass es das durchaus auch komplexe Thema Wald aus so vielen Perspektiven betrachtet und analysiert. Absolut lesenswert, und sicherlich ein Buch, wo man immer wieder reinschauen wird.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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»Die Humusrevolution. Wie wir die Böden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen können« – Ute Scheub & Stefan Schwarzer

»Die Humusrevolution. Wie wir die Böden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen können« – Ute Scheub & Stefan Schwarzer

Ist zwar schon eine Weile her dass wir das Buch »Die Humusrevolution« veröffentlicht haben: Nichtsdestotrotz, auch gerade in diesen Zeiten der Überschwemmungen und Bauernproteste, ist es immer noch hochaktuell. Ein „Weiter so“ ist keine zukunftsfähige Option! Wir brauchen eine Transformation in der Gesellschaft und (damit auch) in der Landwirtschaft. In unserem Buch zeigen wir viele (erprobte) Methoden wie eine wirklich enkeltaugliche Landwirtschaft aussehen kann.

BACK TO THE ROOTS

Seit Erfindung der Landwirtschaft und Einführung der Agroindustrie haben Böden einen Großteil ihres Humus’ verloren. In Form von CO2 ist er nun da zu finden, wo er großen Schaden anrichtet: in der Atmosphäre. Für diese Herausforderung existiert eine Lösung: Mit »regenerativer Agrikultur« kann der Kohlenstoff dorthin zurückgebracht werden, wo er nutzt – und dringend gebraucht wird: in den Boden.

Endlose Monokulturen beherrschen heute die Weltäcker – zum Nachteil für Boden, Luft, Wasser, Menschen, Tiere und Pflanzen. Die Agroindustrie verursacht auf direkte und indirekte Weise ungefähr die Hälfte aller Treibhausgase, ist also ein Großteil des Megaproblems Klimawandel. Sollten dadurch die Ernährungssysteme zusammenbrechen, blutige Kriege um die letzten Ressourcen geführt und weitere Flüchtlingswellen ausgelöst werden, würde es hochdramatisch. Doch so weit muss es nicht kommen. Der Klimawandel ist umkehrbar, die Ökosysteme heilbar – durch regenerative Agrikultur.

Wie sie funktioniert, zeigt das neue Buch »Die Humusrevolution. Wie wir den Boden heilen, das Klima retten und die Ernährungswende schaffen«. Regenerative Agrikultur ermöglicht eine mehrfache Win-win-Situation: nicht nur, dass der Atmosphäre überschüssiges CO2 entzogen wird; die Wiederanreicherung unserer Böden mit Humus hat ihrerseits positive Auswirkungen – auf Ernährung, Artenvielfalt oder Wasserverfügbarkeit. Denn Humus ist ein wahrer Wunderstoff, der uns verloren zu gehen droht – aufgrund von Entwaldung, Landnutzungsänderungen oder einer weltweit galoppierenden Bodenerosion.

Regenerative Agrikultur ist eine ganzheitliche Praxis, die Böden aufbaut und die Regenerationskräfte der Natur unterstützt. In der Öffentlichkeit ist über ihr Potenzial bislang nur wenig bekannt; selbst im Pariser Klimaabkommen spielt sie keine Rolle. Dabei ist ihre Wirkung mittlerweile wissenschaftlich nachgewiesen, viele ihrer Methoden – pflugloser Anbau, Gründüngung oder der Einsatz von Terra Preta – teils seit Jahrhunderten gängige Praxis unter Indigenen, Klein- und Biobauern oder »Permakulturianern«. Ihr Potenzial ist jedenfalls gewaltig, ist sich der international renommierte »Humuspapst« Rattan Lal sicher; v.a. natürlich auf den großen landwirtschaftlich genutzten Flächen. Aber sie funktioniert auch im Kleinen: in individuellen und gemeinschaftlichen Gärten, in der Stadt und auf dem Land.

Ute Scheub und Stefan Schwarzer beschreiben in ihrem Buch die zahlreichen Vorteile und Möglichkeiten einer regenerativen Agrikultur; wie sie etabliert werden kann, welche Hindernisse es zu bewältigen gilt, wie und wo man politisch aktiv werden kann und welche Methoden im eigenen Umfeld angewendet werden können. Denn jede(r) Einzelne kann mithelfen, unsere planetarischen Öko- und Ernährungssysteme zu heilen und zu schützen.

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