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Der Wert des Waldes – Deutsche Forstwirtschaft im Klimawandel

Der Wert des Waldes – Deutsche Forstwirtschaft im Klimawandel

Der WDR-Beitrag „Der Wert des Waldes – Deutsche Forstwirtschaft im Klimawandel“ schildert, wie sich die deutsche Forstwirtschaft im Klimawandel grundlegend wandeln muss. Die Zeit großflächiger Fichten- und Kiefernmonokulturen geht zu Ende, weil diese Bestände durch Stürme, Dürre und Borkenkäfer besonders anfällig sind. Als zukunftsfähiger Weg wird der Umbau hin zu artenreichen Mischwäldern dargestellt, die stabiler gegenüber Extremwetter sind, mehr Grundwasserbildung ermöglichen, Waldbrände besser bremsen und insgesamt resilienter auf Klimaveränderungen reagieren.

Zugleich macht der Beitrag deutlich, dass Wald heute nicht mehr nur als Holzlieferant gesehen werden kann. Neben Holzproduktion gewinnen andere Leistungen stark an Bedeutung: Wasserspeicherung, Kühlung, Biodiversität, Erholung und Klimaschutz. Dabei prallen unterschiedliche Sichtweisen aufeinander: Naturschützer fordern teils, den Wald weitgehend sich selbst zu überlassen, während viele Förster und Waldbesitzer auf einen aktiven, aber vorsichtigen Waldumbau setzen, bei dem einheimische Baumarten gefördert und monotone Bestände schrittweise in vielfältigere Strukturen überführt werden.

Auch wirtschaftlich befindet sich der Wald im Umbruch. Künftig wird es voraussichtlich weniger Nadelholz und mehr Buche und Eiche geben. Gleichzeitig entstehen neue Geschäftsmodelle rund um den Wald, etwa über Holzbau, Windkraft, Begräbniswälder oder die mögliche Vergütung von Ökosystemleistungen.

Die zentrale Botschaft des Features lautet: Nicht die Monokultur, sondern der vielfältige Mischwald ist das tragfähige Modell der Zukunft – ökologisch wie ökonomisch.

–> Und warum der Waldumbau wichtiger denn je ist, und wie das gehen kann, zeigen wir bei unserem 1. Aufbauende WaldSymposium, welches vom 8.-10.5.2026 bei uns in Schloss Tempelhof statt finden wird.

https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/dok5/dok5-wert-des-waldes-100.html
https://aufbauende-landwirtschaft.de/symposium-aufbauende-waldwirtschaft-2026/

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Dichte, dunkle Wälder in Europa sind ein modernes Phänomen

Dichte, dunkle Wälder in Europa sind ein modernes Phänomen

Eine neue, umfassende Studie zeigt, dass die Landschaft Europas über die letzten 20 Millionen Jahre hinweg kein dichter Urwald, sondern ein offenes Mosaik aus Grasland, Gebüsch und lichten Wäldern mit vielen Wildblumen war. Diese Erkenntnis widerspricht der gängigen Vorstellung, dass Europa ursprünglich von geschlossenen, dunklen Wäldern dominiert wurde – ein Bild, das eher modernen Forstplantagen entspricht.
Wichtige Punkte:

  • Historische Realität: Vor der Industrialisierung prägten große Pflanzenfresser wie Elefanten, Nashörner, Auerochsen und Wisente die Landschaft, indem sie durch Beweidung halboffene, artenreiche Lebensräume schufen.
  • Moderne Fehlentwicklung: Die heutigen dichten Wälder sind ein relativ neues Phänomen, das durch das Verschwinden natürlicher Beweidung und menschliche Aufforstung entstanden ist.
  • Kritik an Aufforstungsstrategien: Aktuelle Aufforstungsprojekte (z. B. in Dänemark) fördern dichte Wälder, die weder der historischen Ökologie Europas entsprechen noch der Biodiversität nutzen.
  • Folgen für den Artenschutz: Viele heute als „Kulturfolger“ geltende Arten (z. B. Lerche, Dohle, Feldhamster) haben ihre Wurzeln in diesen offenen Landschaften. Auch Wildblumen wie Mohn gediehen in gestörten Bereichen der alten Wälder.
  • Empfehlung: Statt dichter Wälder sollten Mosaiklandschaften aus Lichtungen, Wäldern und Grasland gefördert werden – idealerweise durch die Rückkehr großer Pflanzenfresser.

Fazit: Die Studie widerlegt das „Dunkle-Urwald-Paradigma“ und zeigt, dass Europas Ökosysteme historisch offener, dynamischer und artenreicher waren als bisher angenommen. Dies hat direkte Konsequenzen für Naturschutz und Renaturierung.

Künstlerische paläoökologische Rekonstruktionen von Ökosystemen in Mitteleuropa über die letzten 23 Millionen Jahre. Die Illustrationen zeigen typische Landschaften und wichtige große Pflanzenfresser aus sechs Zeitabschnitten: Neogen (Entstehungszeit vieler heutiger Arten), Pleistozän (Grundzustand vor dem Einfluss von Homo sapiens), Holozän (vom Menschen geprägte Ökosysteme). In den meisten Epochen werden die Landschaften als baum- und blumenreiche Mosaike dargestellt, die durch zahlreiche große Pflanzenfresser offen gehalten wurden. Erst im späten Holozän entstanden entweder dichte Wälder (durch das Verschwinden der Pflanzenfresser) oder stark vom Menschen überprägte Systeme mit Nutztieren und Landwirtschaft. Quelle

https://www.eurekalert.org/news-releases/1118276
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0006320726000571

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Die Zukunft des Waldes beginnt im Boden

Die Zukunft des Waldes beginnt im Boden

Zum „Tag des Waldes“ hier eine Pressemitteilung der IG Gesunder Boden: „Hoher Handlungsdruck: Die Zukunft des Waldes beginnt im Boden“

Kurzform: Wälder mit einer hohen Vielfalt an Baumarten, Altersstufen und Strukturen sind deutlich widerstandsfähiger gegenüber Stürmen, Schädlingen und Trockenperioden. Unterschiedliche Wurzeltiefen und Kronenformen ergänzen sich, wodurch Wasser, Licht und Nährstoffe effizienter genutzt werden und das Gesamtsystem stabiler bleibt.

Im Mischwald fördern insbesondere Edellaubhölzer wie Ahorn, Linde, Kirsche oder Hainbuche ein ausgeglicheneres Mikroklima. Ihre nährstoffreiche Laubstreu unterstützt eine aktive Bodenbiologie, verbessert die Humusbildung und erhöht die Wasseraufnahme- und Speicherfähigkeit des Bodens. So entsteht ein stabiler Wasserhaushalt, der sowohl Starkregen besser puffert als auch Trockenphasen abmildert.
Strukturelle Vielfalt – also ein Nebeneinander verschiedener Altersphasen sowie stehendes und liegendes Totholz – wirkt zusätzlich stabilisierend. Sie verhindert, dass Störungen wie Stürme oder Schädlingsbefall ganze Bestände gleichzeitig erfassen, und stärkt die Selbstregulationsfähigkeit des Waldes.

Monotone, gleichaltrige Bestände sind dagegen anfälliger für extreme Wetterereignisse, da ihnen ökologische Puffermechanismen fehlen. Naturnah entwickelte Dauerwälder mit lebendigen, humusreichen Böden können zudem große Mengen Kohlenstoff langfristig in Biomasse und Boden speichern und tragen gleichzeitig zur Kühlung und Stabilisierung regionaler Wasser- und Klimasysteme bei.

–> siehe dazu unser 1. Symposium „Aufbauende Waldwirtschaft“

https://aufbauende-landwirtschaft.de/wp-content/uploads/2026/03/PM_Tag-des-Waldes_Dauerwald.pdf
https://aufbauende-landwirtschaft.de/symposium-aufbauende-waldwirtschaft-2026/

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Die Fichte ist Geschichte

Die Fichte ist Geschichte

Dem deutschen Wald geht es schlecht. Der Klimawandel sorgt in Verbindung mit Monokulturen für Probleme. Die Forstwirtschaft muss Fehler der Vergangenheit ausbügeln und den Wald der Zukunft gestalten. –> Deswegen organisieren wir das 1. Symposium Aufbauende WaldWirtschaft.

Der Klimawandel verändert die Wälder in Deutschland tiefgreifend. Häufigere Extremwetterereignisse wie Dürren, Stürme und Schädlingsbefall setzen den Wäldern zu und gefährden ihre Gesundheit und Stabilität. Diese Entwicklungen stellen die Forstwirtschaft vor enorme Herausforderungen, die eine Anpassung der Bewirtschaftungsmethoden erfordern.

Eine wichtige Strategie ist die Förderung von Mischwäldern, die widerstandsfähiger gegen Klimastress sind. Zudem müssen neue Ansätze entwickelt werden, um die Wälder nachhaltig zu bewirtschaften und ihre Funktionen als Kohlenstoffspeicher zu erhalten. Die Wälder spielen eine entscheidende Rolle im Klimaschutz, da sie CO2 binden und somit einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten.

Die Forstwirtschaft steht vor der Aufgabe, diese ökologischen Funktionen zu bewahren und gleichzeitig die wirtschaftliche Nutzung der Wälder zu sichern. Der Klimawandel erfordert somit eine Neuausrichtung der Forstwirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit und Anpassungsfähigkeit.

–> Auch im Wald kommt es auf den Boden an. Und der hat in den letzten Jahrzehnten durch die Fichten- und auch Buchenmonokultur ziemlich gelitten. Es gilt ihn wieder über ein Vielfalt-System à la Dauerwald wieder aufzubauen, damit er mehr Wasser speichern kann in diesen Zeiten des Klimawandels.

Deutschlandfunk

 

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Vortrag „Zu viel Wasser Zu wenig Wasser. – Wie Böden, Vegetation und Landwirtschaft unsere Gemeinden schützen können“, Stefan Schwarzer

Vortrag „Zu viel Wasser Zu wenig Wasser. – Wie Böden, Vegetation und Landwirtschaft unsere Gemeinden schützen können“, Stefan Schwarzer

Vortrag von Stefan Schwarzer: „Zu viel Wasser Zu wenig Wasser. Wie Böden, Vegetation und Landwirtschaft unsere Gemeinden schützen können“ anlässlich des 1. BürgerForums Zukunftlandschaft im Deggenhauser Tal, 27.2.2026

Zwei Seiten einer Medaille – das zu viel und das zu wenig an Wasser, Überflutungen und Dürren. Das betrifft direkt die Landwirtschaft, auch die Waldwirtschaft und dann letzten Endes auch die Wasserwirtschaft. Und damit uns alle. Betroffene Landwirt:innen, reduzierte Ernten, sterbende Wälder, Schäden in den Kommunen, austrocknende Bäche, sinkende Grundwasserspiegel.

Daran Schuld ist aber nicht allein der menschengemachte Klimawandel – sondern eben auch sehr stark wie wir das Land managen. Das bisherige vorherrschende Paradigma war das, Wasser möglichst schnell abzuführen: Drainagen, Gräben, Kanalisation, dazu – nicht unbedingt gewollt – oberflächlicher Abfluss auf den Äckern und auch Wiesen, und auch teilweise im Wald. Kein Wunder dass es dann immer wieder irgendwo „zu viel“ wird. Und ja dann auch irgendwo fehlt.

Dazu die (fehlende) Klima-kühlende Funktion von Vegetation, wenn im Sommer viele Äcker wochenlang brach liegen und sonst auch nicht unbedingt in voller grüner Pracht sind.

Und der Einfluss der Bewirtschaftung auf das Mikrobiom Boden, Pflanze, Tier und Mensch.

Ein paar Aspekte, die hier in einem kurzen Vortrag beleuchtet werden, und Lösungen für alle diese Probleme (kurz) vorgeschlagen werden.

https://youtu.be/1Ago0CaRM-M

Regenerate Forum: https://de.regenerateforum.org

 

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Pilze im Klimawandel – und ihre Bedeutung für Wald und Acker

Pilze im Klimawandel – und ihre Bedeutung für Wald und Acker

Interessante (kurze) Doku („Pilze im Klimawandel“): „Für Pilzfreunde ist es eine gute Nachricht: Viele Pilzarten sind jetzt früher im Jahr zu finden und später im Herbst bis in den Winter hinein – dem Klimawandel sei Dank. Aber ist das ein Grund zur Freude? Denn es breiten sich auch schädliche Pilze aus, die heimische Pflanzen bedrohen. Allerdings können Pilze im Klimawandel auch helfen: Forschende haben herausgefunden, dass bestimmte Arten unseren Wald widerstandsfähiger machen können.“

https://www.ardmediathek.de/video/alles-wissen/pilze-im-klimawandel/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8yMDUzNzY

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Wassermanagement im Wald – Bewirtschaftung in der Praxis

Wassermanagement im Wald – Bewirtschaftung in der Praxis

Der Wald ist eine der wichtigsten Ressourcen im Kampf gegen die Klimakrise. Er schützt das Klima, fördert die Biodiversität, mindert Bodenerosion und hilft bei der Anpassung an klimatische Veränderungen.

Doch auch der Wald leidet – wie die Landwirtschaft – unter den Folgen einseitiger Kultivierung und dem zunehmendem Trockenstress.

Doch wie können wir den Wald so bewirtschaften, dass er seine wertvollen Funktionen langfristig erfüllt?

In diesem Webinar wurde diskutiert, wie durch waldbauliche Maßnahmen Wasser im Wald gehalten und gleichzeitig eine wirtschaftliche und nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder sichergestellt werden kann.

https://www.youtube.com/watch?v=wIPmhOgRmIc

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Försterin will Wasser im Wald halten

Försterin will Wasser im Wald halten

Nicht nur „braucht das Moor nass“, und die Landwirtschaft zunehmend auch feucht(er), auch dem Wald wird es zu trocken. Aber auch hier haben wir es darauf ausgelegt, das Wasser rasch aus dem Wald zu entfernen, beabsichtigt (immer wieder mit Drainagen und Gräben) oder auch nicht (tiefe Fahrspuren, senkrechte Bearbeitung, Wege die Wasser ableiten).

Das muss sich ändern, wenn der Wald noch eine Zukunft haben soll. Zum Glück gibt es die Vorkämpfer, Mitdenker und Visionäre: Seit Jahren ergreift Försterin Monika Runkel Maßnahmen gegen die Trockenheit im Wald. Die katastrophalen Auswirkungen der Dürre werden deutlicher und ihre Ideen finden immer mehr Anklang.

https://www.ardmediathek.de/video/natuerlich/foersterin-will-wasser-im-wald-halten/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE4MzU2MDA

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Ein Appell, die Kohlenstoffkosten der Holznutzung zu senken

Ein Appell, die Kohlenstoffkosten der Holznutzung zu senken

Die „Kohlenstoffkosten“ durch Holzernte werden bisher in der gängigen Forstpraxis übersehen – bis jetzt. Die wahren Kohlenstoffkosten sind über die Holzernte, durch starke Kohlenstoffverluste (Reduktion der Kohlenstoffspeicherung in der Vegetation und den Böden), mit Ausnahme des landwirtschaftlichen Sektors, am höchsten (Peng et al. 2023). Wissenschaftlich-evidenzbasierte Schätzungen zeigen, dass zwischen 2010 und 2050 Emissionen aus der Holzernte mit jährlich 3,5 bis 4,2 Milliarden Tonnen CO2 zu Buche schlagen.

https://www.nature.com/articles/d41586-023-02238-9
https://www.ipcn.nsw.gov.au/sites/default/files/pac/projects/2024/08/independent-forestry-panel/materials-from-the-environment-protection-authority/23-a-call-to-reduce-the-carbon-costs-of-forest-harvest.pdf

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Den Wald klimaresistent machen – Was Forscher und Förster tun

Den Wald klimaresistent machen – Was Forscher und Förster tun

Radio-Beitrag „Den Wald klimaresistent machen – Was Forscher und Förster tun“ zum dringende Waldumbau: „Bundesweit ist nur noch jeder fünfte Baum gesund. Zudem hat die Bundeswaldinventur von Oktober 2024 gezeigt, dass der Wald vom Klimaschützer zur Kohlenstoffquelle geworden ist. Um die Wälder zukunftsfähig zu machen, untersuchen Forscherinnen und Forscher Baumarten, die besser mit Trockenheit, Hitze und Wassermangel klarkommen. Förster bauen Fichten- und Kiefernwälder in naturnahe Mischwälder um oder verzichten auf schwere Traktoren, um das Bodenleben zu schonen. Zertifizierungssysteme für nachhaltige Forstwirtschaft wie PEFC setzen die Standards. Kritikern gehen diese nicht weit genug.“

https://www.swr.de/swrkultur/wissen/den-wald-klimaresistent-machen-was-forscher-und-foerster-tun-das-wissen-2025-03-04-102.html

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Die Douglasie im Klimawandel – eine Neubewertung der Klimasensitivität ist notwendig

Die Douglasie im Klimawandel – eine Neubewertung der Klimasensitivität ist notwendig

Waldumbau ist ein wichtiges Thema, und da heißt es nicht die Fichte durch die Douglasie zu ersetzen, sondern einen humusreichen Boden durch und mit einem vielfältigen und vielschichtigen Dauerwald zu entwickeln. Dass die Douglasie als Lösung oft noch angesehen wird, dem widerspricht diese Untersuchung:

Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass die Douglasie gegenüber Trocken- und Hitzestress anfälliger ist als erwartet. Insbesondere in den wärmeren und trockneren Tiefebenen und unteren Berglagen Mitteleuropas wurden in jüngster Zeit Wachstumsrückgänge und vermehrt Kronenschäden registriert, die auf eine Schwächung der Vitalität durch ansteigende Defizite der klimatischen Wasserbilanz und Hitze sowie dadurch verstärkten Befall mit Schädlingen deuten.

Danach ist die Douglasie nicht trockenstressresistenter als die meisten anderen wirtschaftlich bedeutsamen Baumarten wie Buche und Kiefer, und sie ist offenbar besonders hitze empfindlich. Der verstärkte Douglasienanbau in den wärmeren Tieflagen ist bei fortschreitender Erwärmung riskant und kann zu erhöhten Ausfällen führen

https://www.sauerlaender-verlag.com/download/afjz194-2025-leuschner/

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Der Sturm Wiebke von 1990 hätte 1900 kaum Schäden verursacht

Der Sturm Wiebke von 1990 hätte 1900 kaum Schäden verursacht

Ja, wir haben vermutlich eine zunehmende Anzahl an Naturkatastrophen – Sturm, Hochwasser, Dürre, Waldbrände und anderes. Jedoch, nicht alles ist immer nur „der Klimawandel“. Der stresst die Ökosysteme zunehmend, aber unten drunter liegt oft auch erst einmal schlechtes menschliches Management und damit gestörte und vulnerable Ökosysteme.

Ich habe ChatGPT mal gefragt, welche Schäden der Sturm Wiebke, der extreme Schäden in Deutschland verursachte, in der Landschaft von 1900 verursacht hätte. Die Antwort ist, kurz gesagt: Die Schäden wären deutlich geringer gewesen aufgrund der kleinen Landschaftsstrukturen und noch einigermaßen gesunder und vielfältiger (Wald)Ökosysteme.

„Der Orkan Wiebke wütete Ende Februar 1990 über Mitteleuropa und verursachte extreme Schäden, vor allem in den Wäldern Deutschlandsde.wikipedia.org. In Mittelgebirgsregionen wurden ganze Waldbestände – insbesondere in gleichaltrigen Nadelholz-Forsten aus Fichte und Douglasie – wie Streichhölzer umgeknickt. Hochrechnungen gehen von 60–70 Millionen Festmetern Sturmholz aus, was etwa dem doppelten Jahreseinschlag in Deutschland entsprach. Diese enorme Schadensmenge zeigt, dass die damalige Landschaftsstruktur (großflächige Nadelholz-Monokulturen, wenig Strukturtrennung) sehr verwundbar gegenüber schweren Stürmen war. So erwiesen die Sturmereignisse Vivian und Wiebke 1990 beispielsweise eindrucksvoll, dass reinrassige Fichtenforsteeine geringe Stabilität besitzen: In Bayern fielen diesen beiden Orkanen rund 23 Mio. m³ Holz zum Opfer, wobei 80 % der geworfenen Masse Fichte ware. Fachleute führen dies u.a. darauf zurück, dass viele Wälder damals als monotone, hochgewachsene Nadelholzbestände mit unzureichender Pflege bestanden – eine Struktur, die Stürmen wenig entgegenzusetzen hatte.

Historische Befunde deuten an, dass eine kleinteiligere, diversere Kulturlandschaft um 1900 gegenüber Extremstürmen robuster gewesen sein könnte. Im 19. Jahrhundert dominierten in vielen Regionen laubholzreiche Mischwälder und stark gegliederte Agrarlandschaften mit Hecken und kleinen Parzellen. Beispielsweise zeigte der verheerende März-Orkan 1876 (ein „Jahrhundertsturm“) deutlich geringere Holzmengen an Windwurf als moderne Orkane – geschätzt 7–8 Mio. m³ – obwohl er meteorologisch extrem war. Zeitgenössische Berichte schreiben den relativ begrenzten Schaden der Tatsache zu, dass die Wälder damals erst in geringem Maße mit Nadelholz bestockt warenwaldwissen.net. So wurden bei diesem Sturm fast ausschließlich eingestreute Fichtengruppen entwurzelt, während die umliegenden Laubwaldbestände weitgehend unbeschädigt blieben. In einem Revier mit 84 % Buchenwald brachen “nur Fichten, […] der Schaden in Laubholz [war] nicht erheblich, [der] in Fichten weitaus vorherrschend”. Dies deutet darauf hin, dass strukturreiche Laubmischwälder früherer Zeiten wesentlich sturmfester waren als die später großflächig angepflanzten Nadelholz-Monokulturen.

Auch die feinräumige Landschaftsstruktur um 1900 – etwa mit Feldhecken, Baumreihen und kleineren Schlagflächen – hätte Sturmwirkungen vermutlich gemindert. Hecken und Knicks fungierten als natürliche Windbrecher: Sie können Wind bis zu einer Distanz des 13–15-fachen ihrer Höhe spürbar abschwächen. Eine 5–7 m hohe Feldhecke schützt also noch in 65–100 m Entfernung vor Sturmböen. Durch solche Kleinteiligkeit und räumliche Untergliederung der Landschaft wurde der Wind effektiv gebrochen und konnte weniger ungehindert große Angriffsflächen finden. Zwar liegen keine expliziten Modellrechnungen vor, die Wiebkes Verlauf in einem Jahr-1900-Szenario quantitativ simulieren. Verschiedene Studien und historische Analysen sprechen jedoch übereinstimmend dafür, dass die historische Kulturlandschaft – mit artenreichen, mehrschichtigen Wäldern und strukturierenden Landschaftselementen – resilienter gegenüber Orkanen war. Es ist daher plausibel, dass Wiebke unter den Landschaftsbedingungen um 1900 deutlich weniger Schäden angerichtet hätte als in der ausgeräumten Landschaft von 1990.

Fazit: Die Landschaftsstruktur um 1900 – geprägt von kleinparzellierter Nutzung, hoher Durchmischung von Baumarten und zahlreichem Landschaftsgrün – besaß eine natürliche Pufferwirkung gegen Sturmextreme. Moderne, uniforme Landschaften des 20. Jahrhunderts hingegen steigerten durch ausgedehnte Monokulturen und fehlende Windbarrieren die Anfälligkeit gegenüber Orkanen wie Wiebke. Die historische Struktur erwies sich damit als robuster gegenüber Sturmwurf, was sowohl zeitgenössische Quellen als auch forstwissenschaftliche Erkenntnisse nahelegen.

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Rückegassen in Wäldern erholen sich nur langsam – Bodengesundheit nach fast zwei Jahrzehnten weiter beeinträchtigt

Rückegassen in Wäldern erholen sich nur langsam – Bodengesundheit nach fast zwei Jahrzehnten weiter beeinträchtigt

Schwere Maschinen und der wertvolle Boden, ein dauerhafter Konflikt mit Folgen, wie jetzt eine Untersuchung aus dem Wald zeigt:

Auch nach fast 20 Jahren sind die Folgen von Forstmaschinen noch messbar: Eine aktuelle Studie in Soil Biology and Biochemistry zeigt, dass sich Bodenstruktur und Regenwurmpopulationen in verdichteten Rückegassen – den Fahrspuren von Holzerntemaschinen – nur teilweise erholen. Zwar ist die oberste Bodenschicht nach knapp zwei Jahrzehnten wieder weitgehend intakt, darunter verlaufen die natürlichen Erholungsprozesse jedoch deutlich langsamer.

Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig es ist, die Befahrung von Waldböden auf ein Minimum zu reduzieren und auf dauerhaft festgelegte Rückegassen zu konzentrieren.

Die Ergebnisse zeigen drastische Folgen direkt nach der Befahrung: Auf den Rückegassen waren fast keine Regenwürmer mehr zu finden, und die Bodenstruktur war stark verändert. In 5 Zentimetern Tiefe blieb nur etwa ein Viertel der groben Poren, die in den Röntgenaufnahmen sichtbar sind, erhalten. In 15 Zentimetern Tiefe war es sogar weniger als ein Sechstel. Diese groben Poren sind besonders wichtig für die Wassereinsickerung und die Belüftung des Bodens. Zudem veränderte sich die Ausrichtung der Poren: Aus einem ursprünglich gut vernetzten, ungerichteten System wurde eine horizontal ausgerichtete, nahezu undurchlässige Schicht. Dadurch bleibt dem Bodenleben im wahrsten Sinne des Wortes die Luft weg. In den Bodenflächen, die sich 18 Jahre von der Befahrung erholen konnten, zeigte sich ein gemischtes Bild: Die obersten 5 Zentimeter hatten sich weitgehend erholt, doch in 15 Zentimetern Tiefe waren die negativen Veränderungen noch klar nachweisbar.

„In alten Rückegassen bildet sich zwar eine biologisch sehr aktive Schicht direkt unter der Oberfläche, doch die tieferen Schichten bleiben verdichtet und beeinflussen den Oberboden weiterhin. Das macht deutlich, wie lange die Effekte der Befahrung nachwirken.“ Deshalb empfehlen die Forschenden, die befahrene Fläche so klein wie möglich zu halten, ein festes Netz an Rückegassen zu verwenden und bei nassen Bedingungen besonders vorsichtig zu sein. Wo möglich, sollte der Ernteeinsatz auf Zeiten mit trockenen Bodenverhältnissen verschoben oder auf bodenschonende Seilgeräte zurückgegriffen werden. Nur so lassen sich langfristige Schäden vermeiden, die Bodengesundheit erhalten und die Produktivität sowie ökologischen Funktionen der Wälder sichern.

https://boku.ac.at/universitaetsleitung/rektorat/stabsstellen/oeffentlichkeitsarbeit/themen/presseaussendungen/presseaussendungen-2025/01102025-rueckegassen-in-waeldern-erholen-sich-nur-langsam-bodengesundheit-nach-fast-zwei-jahrzehnten-weiter-beeintraechtigt

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Mehr Wald, weniger Hitze: Aufforstung mildert den Klimawandel in Europa

Mehr Wald, weniger Hitze: Aufforstung mildert den Klimawandel in Europa

Diese Studie untersucht den Einfluss der Aufforstung in Europa (1986–2015) auf das regionale Klima und zeigt deutliche Effekte:

  • Lokale Abkühlung im Sommer: Aufforstung senkt die Temperaturen spürbar, durchschnittlich um −0,3 K in Nordeuropa, −0,5 K in Mitteleuropa und −0,8 K in Südeuropa; während Hitzeperioden sogar bis zu −1,9 K. → Aufforstung wirkt also hitzemindernd und kann Extremereignisse abfedern.

  • Leichte Wintererwärmung: Durch den Albedo-Effekt von Wäldern kommt es in Nord- und Südeuropa zu einer schwachen Erwärmung im Winter, die jedoch nicht signifikant ist.

  • Nicht-lokale Effekte: Mehr Evapotranspiration fördert die Wolkenbildung, was im Winter in windabwärts gelegenen Regionen leichte Erwärmungen begünstigt, besonders bei Kälteperioden.

Schlussfolgerung: Aufforstung hat das regionale Klimasignal in Europa nachweisbar verändert. Sie mildert vor allem im Sommer den Erwärmungstrend, besonders lokal, und leistet damit einen Beitrag zur Klimaanpassung. Allerdings sind die Effekte komplex: Neben Abkühlung im Sommer gibt es geringfügige Erwärmungseffekte im Winter.

👉 Quintessenz: Aufforstung ist ein wirksames Instrument zur regionalen Hitzeminderung und kann Klimaresilienz steigern, ersetzt aber nicht andere Klimaschutzmaßnahmen.

https://bg.copernicus.org/articles/21/811/2024/bg-21-811-2024.pdf

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Wiederaufforstung in den USA kühlt eine ganze Region

Wiederaufforstung in den USA kühlt eine ganze Region

Ich hatte sie schon mal hier erwähnt, aber weil sie so faszinierend ist, hier nochmal der Verweis drauf:

Eine neue Studie zeigt, dass die großflächige Wiederaufforstung im Osten der USA im vergangenen Jahrhundert maßgeblich zur Abkühlung der Region beigetragen hat. Auf den Kahlschlag der Kolonialzeit folgten seit den 1920er-Jahren Landaufgaben, staatliche Aufforstungsprogramme und eine Rückkehr von insgesamt rund 15 Millionen Hektar Wald – eine Fläche größer als England.

Die wiederaufgeforsteten Wälder senken durch Transpiration die Temperaturen deutlich:

  • 1–2 °C Abkühlung im Jahresmittel
  • 2–5 °C an den heißesten Tagen
  • mit dem stärksten Effekt innerhalb von 400 Metern um die Bäume.

Damit liefern Bäume eine natürliche Kühlleistung, die besonders in städtischen Räumen wichtig ist. Das mysteriöse „warming hole“ im Südosten der USA – ein Gebiet, das sich trotz globaler Erwärmung kaum aufheizte – wird so teilweise erklärt. Allerdings spielen auch andere Faktoren wie Luftverschmutzung und landwirtschaftliche Bewässerung eine Rolle.

Die Forschenden betonen: Wiederaufforstung ist ein wirksames, naturbasiertes Klimaschutzinstrument, aber kein Ersatz für die drastische Reduktion fossiler Emissionen. Sie kann die Anpassung an den Klimawandel unterstützen, muss jedoch zusätzlich zu Emissionsminderungen erfolgen.

https://www.theguardian.com/environment/2024/feb/17/us-east-trees-warming-hole-study-climate-crisis

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Deutsche Wälder in Not – 900.000 Hektar seit 2017 verloren

Deutsche Wälder in Not – 900.000 Hektar seit 2017 verloren

Besorgnis-erregende Daten vom DLR: „Der Baumbestand in Deutschland schrumpft weiter dramatisch: Mehr als 900.000 Hektar Fläche gingen seit Herbst 2017 verloren. Das entspricht 8,5 Prozent der gesamten deutschen Waldfläche. Die Verluste haben sich seit 2021 somit fast verdoppelt, als über 500.000 Hektar in nur drei Jahren verloren gingen, wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) damals nachwies. Ein besorgniserregender Trend, der sich in den kommenden Jahren höchstwahrscheinlich fortsetzen wird. “

Und: „Die bisherigen Daten machen deutlich, dass Reinkulturen von Fichten, Kiefern und Buchen besonders gefährdet sind. Mischwälder hingegen sind resilienter und weisen eine bessere Risiko-Verteilung auf. Biodiversität und eine gemischte Waldstruktur mit jungen wie auch alten Bäumen sind also ein Schlüssel für gesunde Wälder.“

https://www.dlr.de/de/aktuelles/nachrichten/2025/satellitendaten-fuer-deutsche-waelder-in-not

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Die Ausweitung von Ackerflächen verringert die Bildung biogener sekundärer organischer Aerosole und den damit verbundenen strahlungskühlenden Effekt.

Die Ausweitung von Ackerflächen verringert die Bildung biogener sekundärer organischer Aerosole und den damit verbundenen strahlungskühlenden Effekt.

Immer wieder betone ich den Verlust biogener Aerosole, die v.a. für die Wolkenbildung essentiell wichtig sind. Hier ein interessanter Artikel dazu:

„Die globale Ausweitung von Ackerflächen seit der Industrialisierung hat die Bildung biogener sekundärer organischer Aerosole (SOA) deutlich reduziert – ein bisher kaum berücksichtigter Effekt im Klimakontext. Modellanalysen zeigen, dass dadurch der kühlende Strahlungseffekt um etwa 146 mW/m² gesunken ist, was 8 % des CO₂-bedingten Erwärmungseffekts entspricht. Hauptursache ist die Umwandlung von Laubwäldern in Ackerflächen. Zukünftig könnte sich dieser Effekt unter Klimawandelbedingungen weiter verstärken. Politik und Klimastrategien sollten diesen bislang vernachlässigten Einflussfaktor in Maßnahmen zu Ernährungssicherheit und Klimaschutz einbeziehen.“

https://www.nature.com/articles/s41561-025-01718-z

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Einfluss von Landbedeckungsänderungen auf organische Gase, Aerosole und Strahlungseffekte in der Atmosphäre

Einfluss von Landbedeckungsänderungen auf organische Gase, Aerosole und Strahlungseffekte in der Atmosphäre

Diese Studie untersucht die Auswirkungen menschlicher Landnutzungsänderungen – insbesondere der Entwaldung zugunsten von Acker- und Weideland – auf die Emissionen biogener flüchtiger organischer Verbindungen (BVOCs) und die Bildung sekundärer organischer Aerosole (SOAs), die das Strahlungsbudget der Erde beeinflussen.

Zentrale Ergebnisse:

  • Entwaldung im Vergleich zur potenziellen natürlichen Vegetation (PNV):

    • BVOC-Emissionen: −26 %

    • Biogene SOA-Belastung: −0,16 Teragramm (−29 %)

    • Gesamtbelastung durch organische Aerosole (OA): −0,17 Teragramm (−9 %)

    • Strahlungswirkung: +60,4 mW/m² → Erwärmungseffekt

  • Extremes Wiederaufforstungsszenario gegenüber heutiger Landnutzung:

    • BVOC-Emissionen: +22 %

    • Biogene SOA-Belastung: +0,11 Teragramm (+26 %)

    • Gesamtbelastung durch OA: +0,12 Teragramm (+6 %)

    • Strahlungswirkung: −38,2 mW/m² → Abkühlungseffekt

Fazit:
Landnutzungsänderungen beeinflussen maßgeblich die Bildung klimarelevanter Aerosole. Entwaldung reduziert BVOC-Emissionen und damit auch die strahlungskühlende Wirkung biogener SOAs, während Wiederaufforstung gegenteilige Effekte zeigt. Diese Prozesse sollten in politischen Strategien zu Klima- und Landnutzung stärker berücksichtigt werden.

https://www.researchgate.net/publication/387824489_Influence_of_land_cover_change_on_atmospheric_organic_gases_aerosols_and_radiative_effects

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Handbuch für nachhaltigen Waldumbau

Handbuch für nachhaltigen Waldumbau

Der Umbau des Waldes in Richtung Dauerwald ist immens wichtig für Wald und Land(wirt)schaft. Auch eben diesen Umbau im Wald müssen wir vom Boden her denken, wie die Transformation in der Landwirtschaft auch. Dazu braucht es eine ganz andere Denke, es ist wirklich ein Paradigmenwechsel, auch wenn Alfred Möller diese Idee schon vor rund 100 Jahre formulierte.

Innerhalb der teilweise verkopften Diskussion um die Inwertsetzung der Gemeinwohlleistungen von Wald, kommt hier ein gut untermauertes Modell, auf das man mit etwas gutem Willen vielerorts aufbauen kann. Eben ein gutes Fundament für einen tragfähigen Zukunftswald!
– Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender Bund Deutscher Forstleute (BDF)

Zu diesem Thema gibt es zwei wertvolle Handbücher:

»Handbuch für nachhaltigen Waldumbau. Grundlage für Waldbesitzende, Städte, Gemeinden und Entscheidungsträger«

»Der Zukunftswald – Praxisanleitung für nachhaltigen Waldumbau«

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Rezenter Waldverlust im brasilianischen Amazonas führt zu erheblichen Rückgängen der Niederschläge in der Trockenzeit

Rezenter Waldverlust im brasilianischen Amazonas führt zu erheblichen Rückgängen der Niederschläge in der Trockenzeit

Das Postulat hier ist ja immer wieder: Eine Reduktion von Vegetation führt zu einer Verringerung der Niederschläge. Dafür gibt es schon viele Nachweise hier auf dem Blog. Hier ist nun eine weitere spannende Publikation mit dem Titel »Recent Forest Loss in the Brazilian Amazon Causes Substantial Reductions in Dry Season Precipitation«

Wir zeigen, dass ein Waldverlust von 3,2 % zu einem Rückgang der Niederschläge in der Trockenzeit um 5,4 % führte – ein Hinweis auf die hohe Sensitivität des Niederschlags gegenüber der Landbedeckung im Amazonasgebiet. Der Waldverlust verringerte die Evapotranspiration, was zu einer Abschwächung der Konvektion und damit verbundenen Niederschlägen führte. Diese Veränderungen beeinflussten wiederum die atmosphärische Zirkulation und reduzierten den Zustrom von Feuchtigkeit aus anderen Regionen. Der Rückgang der Konvektion war der dominierende Faktor für die abnehmenden Niederschläge und erklärt 84,5 % des Rückgangs während der Trockenzeit.

https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1029/2025AV001670

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