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Von der Rhizosphäre zur Detritusphäre – Bodenstrukturbildung durch Pflanzenwurzeln und die Wechselwirkungen mit der Bodenflora

Von der Rhizosphäre zur Detritusphäre – Bodenstrukturbildung durch Pflanzenwurzeln und die Wechselwirkungen mit der Bodenflora

Immer wieder faszinierend zu lernen, wie Boden und Bodenstruktur entsteht: Es braucht das Lebendige, die Wurzeln, die Wurzelspitzen, die feinen Wurzelhärchen; dazu die Wurzelexsudate der Pflanze und die unglaubliche Vielfalt an Bakterien, Pilzen und anderen Lebensformen im Wurzelbereich (Rhizosphäre). Und, wenn die Wurzel weiter gewachsen ist, die Hinterlassenschaften, die Ausscheidungen, die toten Lebewesen, klebrige Stoffe die zurück bleiben – und damit Bodenpartikel aufgebaut und gebildet haben. Das bringt die Aggregate, die Aggregatstabilität, die Luft in den Boden, die Wasserinfiltrations- und -speicherfähigkeit. Got it!?

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0038071724000853

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Stefan Schwarzer & Burkhard Kayser // Dauerhaftes integrieren: Die Vorteile von mehrjährigen Gemüsekulturen // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2024

Stefan Schwarzer & Burkhard Kayser // Dauerhaftes integrieren: Die Vorteile von mehrjährigen Gemüsekulturen // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2024

Ein Vortrag von Stefan Schwarzer und Burkhard Kayser zum Thema „Neue Wege im großflächigen Gemüse- und Kartoffelanbau„.

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2024
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitete 21 Jahre lang für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigt. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er ist Co-Autor der Bücher “Die Humusrevolution” und „Aufbäumen gegen die Dürre“ und Initiator des Symposiums “Aufbauende Landwirtschaft” und des Netzwerks „Klima-Landschaften“. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof, wo er auch rein praktisch aufbauende Methoden der Landwirtschaft mit gestaltet.

Burkhard Kayser ist freiberuflicher Berater für nachhaltige Landnutzung, Agroforstsysteme und Permakultur-Designer. Er arbeitet seit 1988 praktisch und konzeptionell an Themen zur aufbauenden Landwirtschaft, die er in anschaulicher Form in Beratungen, Planungen und Fortbildungen vermittelt.

https://www.youtube.com/watch?v=79vIitxU8iQ

Aufbauende Landwirtschaft: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/
Symposium »Aufbauende Landwirtschaft«: https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
Webinar-Reihen »Aufbauende Landwirtschaft«: https://webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/
Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de
Klima-Landschaften: https://www.klima-landschaften.de/
Climate Landscapes: https://climate-landscapes.org

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Umbruch von Grasbeständen im Ackerbau nach 5 Jahren möglich

Umbruch von Grasbeständen im Ackerbau nach 5 Jahren möglich

Wichtige Information: In der landwirtschaftlichen Praxis wurden in den letzten Jahren (Klee-)Grasbestände auch im Ackerbau spätestens nach 5 Jahren umgebrochen, damit sie nicht als Dauergrünland zählen – auch wenn die Nutzungsdauer länger noch möglich war. Diese Praxis können wir uns nun sparen, da die betreffende Gesetze geändert wurden. Ein Umbruch von Grasbeständen (ab 2021) im Ackerbau auch länger als nach 5 Jahren ist mit einer Anzeige im Sammelantrag in der Regel problemlos möglich (außer ggf. in Schutzgebieten). Aus Sicht des Förderrechts wird das in *§6 GAPKondG*  in Verbindung mit *§9 GAPKondV* geregelt.

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Bäume ziehen überraschend Methan aus der Atmosphäre

Bäume ziehen überraschend Methan aus der Atmosphäre

Interessante Untersuchung:

In Baumrinden lebende Mikroben können das besonders klimaschädliche Gas Methan „auffressen“ – so viel war in der Forschung schon bekannt. Doch eine neue Studie zeigt jetzt: Der Methan-Hunger der Mikroben ist weitaus gewaltiger als angenommen.

In der Studie untersuchten die Forscher verschiedene Bäume in tropischen, gemäßigten und borealen Hochlandwäldern. Die Messungen erfolgten in tropischen Wäldern im Amazonasgebiet und in Panama, in Wäldern der gemäßigten Zonen in Wytham Woods im englischen Oxfordshire und in borealen Nadelwäldern in Schweden. Die Methanabsorption war in den tropischen Wäldern am stärksten.

Den Berechnungen der Studienautoren zufolge sind Bäume durch den neu entdeckten Prozess insgesamt um noch mal zehn Prozent vorteilhafter für das Klima als bisher angenommen. „Auf einer globalen Ebene ist das eine große Sache“, sagt Studienautor Gauci.

Indem die Forschenden den Methanaustausch zwischen der Atmosphäre und der Baumrinde in verschiedenen Höhen untersuchten, konnten sie zeigen, dass die Bäume in Bodennähe wahrscheinlich eine geringe Menge Methan emittieren, während sie in größerer Höhe Methan aus der Atmosphäre verbrauchen. „Bewaldete Flächen fügen der Art und Weise, wie das Leben auf der Erde mit der Atmosphäre interagiert, eine dritte Dimension hinzu, und in dieser dritten Dimension wimmelt es von Leben und Überraschungen“, sagt Mitautor Yadvinder Malhi von der University of Oxford.

https://www.spektrum.de/news/baeume-ziehen-methan-aus-der-atmosphaere/2225695

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Mehr als die Hälfte der globalen Biodiversität lebt im Boden

Mehr als die Hälfte der globalen Biodiversität lebt im Boden

So langsam wird klar, welche Vielfalt an Leben im Boden lebt. Vorher „dunkle Materie“, fast leblos erscheinend, wird immer klarer wie lebendig der Boden ist. Jetzt eine neue Untersuchung, die aufzeigt dass ~60% der aller Arten auf dem Planeten im Boden beheimatet sind. Wow!!!

Der Boden ist ein riesiger Lebensraum für verschiedenste Organismen aus dem gesamten Baum des Lebens, aber wie viele Organismen tatsächlich im Boden leben, ist überraschend unbekannt. Frühere Bemühungen, die Bodenbiodiversität zu erfassen, berücksichtigten nur bestimmte Organismentypen (z. B. Tiere) oder geben Werte für diverse Gruppen an, ohne die im Boden lebenden Arten von anderen Lebensräumen zu unterscheiden. Hier haben wir die Literatur zur Biodiversität durchgesehen und gezeigt, dass der Boden wahrscheinlich 59 ± 15 % aller Arten auf der Erde beheimatet. Wir gehen daher von einer etwa doppelt so hohen Bodenbiodiversität aus wie frühere Schätzungen und schließen Vertreter von den einfachsten (mikrobiellen) bis zu den komplexesten (Säugetiere) Organismen ein. Enchytraeidae haben den größten Artenanteil im Boden (98,6 %), gefolgt von Pilzen (90 %), Plantae (85,5 %) und Isoptera (84,2 %). Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Boden der Lebensraum mit der größten Artenvielfalt ist. Mithilfe dieser Schätzung der Bodenbiodiversität können wir uns präziser und quantitativer für die Erhaltung und Wiederherstellung von Bodenorganismen als zentrales Ziel des Anthropozäns einsetzen.

https://www.pnas.org/doi/full/10.1073/pnas.2304663120

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Einführungskurs Permakultur: Vernetzen, Verknüpfen, Verbinden

Einführungskurs Permakultur: Vernetzen, Verknüpfen, Verbinden

Unsere über die letzten Jahrzehnte entwickelten Lebensweisen sind alles andere als zukunftsfähig. Zu groß ist der Verbrauch natürlicher Ressourcen und der Verlust lebendiger, wilder Natur, zu unsozial sind die Auswüchse des Wirtschaftssystems. Doch: Wie kann eine andere Welt aussehen? Was muss bedacht werden, um langfristig lebendige ökonomische, ökologische und soziale Systeme zu entwickeln?

Permakultur kann hierauf vielfältige Antworten geben. Aber besser noch: Sie bietet uns eine Vielzahl an Gestaltungswerkzeugen, um Systeme so zu verändern und zu entwickeln, dass sich selbst erhaltende, organische Kreisläufe entstehen. Ursprünglich für die Landwirtschaft entwickelt, ist sie inzwischen ein Denkprinzip, welches Brücken schlägt zu Bereichen wie Hausbau, Energieversorgung, Landschaftsplanung und der Gestaltung sozialer Räume.

In unserem Grundlagenkurs werden wir euch mit der Ethik der Permakultur sowie mit ihren Gestaltungsprinzipien vertraut machen und Euch an Beispielen in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof eine Vorstellung von der Vielfalt permakultureller Anwendungsfelder vermitteln. Diese reichen von kleinen Elementen wie Hügelbeeten über einen Waldrandgarten bis hin zu einer permakulturell orientierten Landwirtschaft und dem sozialen Leben in Gemeinschaft.

Datum: 15. – 17.11.2024

Kosten: 210-280 €
Verpflegung: Biologische Vollwertkost, die größtenteils aus eigenem Anbau stammt (Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Pausenverpflegung): 34 € pro Tag
Unterkunft: je nach Unterbringung
Anmeldung: Schloss Tempelhof

Referenten:
Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitete über 20 Jahre lang für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigte. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er ist Co-Autor des Buches “Die Humusrevolution” (2017) und “Aufbäumen gegen die Dürre” (2023) und Initiator des Symposiums und der Webinar-Reihe “Aufbauende Landwirtschaft” und des Netzwerkes “Klima-Landschaften“. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof, wo er auch rein praktisch aufbauende Methoden der Landwirtschaft mit gestaltet.

Géraldine Sommer ist Sozialpädagogin (Schwerpunkt Gesundheitswesen) und Permakultur-Wirkende. Seit ihrer Jugend engagiert sie sich in sozialen und ökologischen Bewegungen und setzt sich für enkeltaugliche Lebensweisen ein. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Schnittstelle zwischen sozialer und grüner Permakultur. Ihre große Leidenschaft ist es, Menschen dabei zu begleiten, ihre eigenen Potentiale zu entfalten und diese in Einklang mit unserer Erde zu leben. Zudem ist sie seit 2023 Teil des Teams für den essbaren Waldgarten am Schloss Tempelhof.

https://booking.seminardesk.de/en/schloss-tempelhof/ea3ffd9d3df347eb85e59e611b340c85/einfuhrungskurs-permakultur-vernetzen-verknupfen-verbinden

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Florian Reyer //  Neue Wege im großflächigen Gemüse- und Kartoffelanbau // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2024

Florian Reyer // Neue Wege im großflächigen Gemüse- und Kartoffelanbau // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2024

Ein Vortrag von Florian Reyer zum Thema „Neue Wege im großflächigen Gemüse- und Kartoffelanbau„.

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2024
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

Florian Reyer ist gelernter Gemüsegärtner und Landwirtschaftsmeister, seit 2008 Teil der Hofgemeinschaft Heggelbach GbR. Hier ist er verantwortlich für die Bereiche Gemüseanbau, Kartoffeln und Zwischenfrüchte, daneben im Bereich Regenerative Energien zuständig und seit 2016 die Forschungs-Agri-Photovoltaikanlage des Fraunhofer ISE und der Uni Hohenheim betreuend. Leidenschaft für Bodenfruchtbarkeit, Zwischenfrüchte und Kreisläufe. Seit 2010 auch im Bereich regionaler Vermarktung mit Biohandel und LEH engagiert um gemeinsam immer wieder den Versuch tragfähiger Wertschöpfungsketten zu gestalten. Er arbeitet in der Erzeugergemeinschaft mit um die Zusammenarbeit in der Region weiter zu bringen und ist Dozent in der Freien Landbauschule Bodensee.

https://youtu.be/CTx90yLiyh8

Aufbauende Landwirtschaft: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/
Symposium »Aufbauende Landwirtschaft«: https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
Webinar-Reihen »Aufbauende Landwirtschaft«: https://webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/
Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de
Klima-Landschaften: https://www.klima-landschaften.de/
Climate Landscapes: https://climate-landscapes.org

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Die zerrissene Gesellschaft: So überwinden wir gesellschaftliche Spaltung im neuen Krisenzeitalter

Die zerrissene Gesellschaft: So überwinden wir gesellschaftliche Spaltung im neuen Krisenzeitalter

Was ist los in bzw. mit unserer Gesellschaft? Gestern habe ich einen bezeichnenden Spruch gehört: „Die Erde wir immer heißer, die Herzen immer kälter.“ Die Fronten werden stärker, die Gräben tiefer, Schwarz & Weiß-Denken, Schubladen werden ganz schnell auf- und wieder zugemacht, Unverständnis und Verschlossenheit… Corona war da sicherlich nicht der Auslöser aber eine Art Brandbeschleuniger: Entweder du bist für mich (und mein Verständnis der Situation) oder gegen mich. Hmm…

In ihrem Buch „Die zerrissene Gesellschaft: So überwinden wir gesellschaftliche Spaltung im neuen Krisenzeitalter“ (Amazon, Buch7) versuchen Claudine Nierth und Roman Huber, die seit Jahrzehnten mit dem Verein „Mehr Demokratie“ für – eben: mehr Demokratie – unterwegs sind, aufzuzeigen, was gerade schief läuft, und wie wir einen Schatz heben könn(t)en, der uns zu mehr Begegnung, Verständigung, Offenheit und Verständigung führen könnte, im Kleinen, Persönlichen wie auch im Großen, Gesellschaftlich-Politischen. Dazu gehört ein deutliches Mehr an Bewußtheit – zu der Frage der Geschichte der Gesellschaft (Wo kommen wir her?), und damit verbunden zu einem zentralen Thema – Trauma-Sensibilität, auf persönlicher wie auch gesellschaftlicher Ebene. Wir brauchen eine neue Form der Beziehungs- und Kommunikationskultur, wie sie in vielen kleineren Projekten ja auch schon geübt und gelebt wird! Dem anderen wirklich zuhören, Dinge stehen lassen können, offen sein, Vielfalt annehmen, sich selbst beobachten, sich seiner Traumata bewußt(er) werden. Wie wäre es wenn im Bundestag auf diese Weise miteinander um Lösungen gerungen werden würde? 🙂

Ein spannendes Buch, was die Probleme und Herausfoderungen der gegenwärtigen Situation gut aufzeigt, und spannende – und, für unsere Gesellschaft gerade, ungewöhnlich anmutende – Lösungen vorschlägt.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Fuchstaler Gemeinde setzt auf Dauerwald-Zertifikate

Fuchstaler Gemeinde setzt auf Dauerwald-Zertifikate

Es geht voran, wenn auch in kleinen Schritten: Die Gemeinde Fuchstal setzt sich seit langer Zeit für den Umbau des Waldes in einen Dauerwald um, und hat nun auch das Zertifizierungssystem des „LIFE Future Forest“ Projektes rund um die Arbeit von Ludwig Pertl angenommen zur Bewertung und auch Bezahlung des Waldumbaus. Spannend!

Hier der Link zum „Handbuch für nachhaltigen Waldumbau“ und hier zum „Der Zukunftswald – Praxisanleitung für nachhaltigen Waldumbau„.

https://www.hswt.de/fileadmin/Redaktion/Forschung/ZFW_Downloads/Forschung/2024/FUTURE_FOREST_Handbuch_Webmaster.pdf
https://www.hswt.de/fileadmin/Redaktion/Forschung/ZFW_Downloads/Forschung/2024/Praxisanleitung_fuer_nachhaltigen_Waldumbau_Life-Future-Forest_HSWT.pdf

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Im Deutschlandfunk Buchkritik zu unserem Buch „Aufbäumen gegen die Dürre“

Im Deutschlandfunk Buchkritik zu unserem Buch „Aufbäumen gegen die Dürre“

Zufällig drüber gestolpert, und wie ich finde, eine schöne Buchkritik zu unserem Buch „Aufbäumen gegen die Dürre“. Natürlich immer noch höchst aktuell, auch wenn es die letzten Monate tendenziell eher um Überschwemmungen ging. Aber unsere im Buch vorgeschlagenen Maßnahmen wirken in beide Richtungen – Dürre und Flut. Letzteres hat es als Wort leider nicht  in den Titel geschafft.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/buchkritik-aufbaeumen-gegen-die-duerre-von-stefan-schwarzer-und-ute-scheub-dlf-kultur-309d1e28-100.html
https://www.oekom.de/buch/aufbaeumen-gegen-die-duerre-9783987260209

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Unser wildes Erbe: Wie Instinkte uns steuern und was das für unsere Zukunft bedeutet – faszinierende Einsichten für ein Leben im Einklang mit der Natur

Unser wildes Erbe: Wie Instinkte uns steuern und was das für unsere Zukunft bedeutet – faszinierende Einsichten für ein Leben im Einklang mit der Natur

Der Mensch ist eben auch nur ein Tier – sicherlich etwas weiter entwickelt als andere, aber so tierisch geprägt, dass er eben nicht „vernünftig“ und „für die Zukunft Verantwortung übernehmend“ zum Handeln in der Lage ist. Dafür sind die natürlichen Instinkte, was jedes einzelnen Überleben angeht, zu dominant. So oder ähnlich, in meinen Augen, die Argumentation von Peter Wohlleben in seinem neuen Buch „Unser wildes Erbe: Wie Instinkte uns steuern und was das für unsere Zukunft bedeutet – faszinierende Einsichten für ein Leben im Einklang mit der Natur“ (Amazon, Buch7). Peter Wohlleben schaut zurück in die Geschichte – wie hat sich die Natur entwickelt, wo kommen wir Menschen her, was hat sich in den letzten Jahrtausenden und Jahrhunderten verändert? Und was hat das mit den derzeitigen Krisen zu tun? Und warum kriegen wir diese nicht in den Griff? Tja, der Mensch, „die Krone der Schöpfung“ – oder eben auch nicht! Interessant zu lesen, aber ich muss gestehen dass ich seine anderen Bücher deutlich ansprechender zu Lesen fand.

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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95 % der Böden der Erde werden bis 2050 degradiert sein

95 % der Böden der Erde werden bis 2050 degradiert sein

Forscher warnen davor, dass jährlich 24 Mrd. t fruchtbarer Boden verloren gehen, was größtenteils auf nicht nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken zurückzuführen ist.

  • Jede Sekunde wird ein Äquivalent von vier Fußballfeldern gesunden Bodens zerstört – insgesamt 100 Mio. ha pro Jahr.
  • Bis zu 40 % des weltweiten Bodens sind bereits degradiert, wovon fast die Hälfte der Menschheit betroffen ist.

https://consciousplanet.org/en/save-soil/soil-policy/sustainable-soil-management

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3 Degrees More: The Impending Hot Season and How Nature Can Help Us Prevent It

3 Degrees More: The Impending Hot Season and How Nature Can Help Us Prevent It

Ich habe zwei Kapitel zu diesem Buch „3 Degrees more“ beigetragen, welches jetzt auf englisch erschienen ist (hier die deutsche Fassung) – ein Kapitel zum Potential der Kohlenstoffspeicherung in Böden, das andere zum Beitrag der Vegetation zur Kühlung der Atmosphäre:

This open access book describes in detail what life on this planet would be like if its average surface temperature were to rise 3 degrees Celsius above the preindustrial level. On this basis, the book argues that it is imperative to keep this temperature rise below 2 degrees Celsius. It then lays out a detailed plan of what politically feasible, cost-effective measures should now be taken to achieve this goal. In this context, the book provides detailed discussions of climate finance, climate education and nature-based solutions. The book has been translated into English from the original German version published in 2022, and contains an original foreword and preface.

https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-031-58144-1

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Margarete Langerhorst // 40 Jahre Klein-Intensivgartenbau // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2017

Margarete Langerhorst // 40 Jahre Klein-Intensivgartenbau // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2017

Aus aktuellem Anlass möchte ich dieses Video noch einmal posten, denn leider ist Margarete Langerhorst gestorben. Eine wunderbare, liebevolle, verbundene, inspirierende Frau!

Margarete Langerhorst bewirtschaftet seit 1973 mit Ihrer Familie in Oberösterreich in 500 Meter Seehöhe einen kleinen Hof mit 3,5 ha Grund. Die seit Anbeginn betriebene kleinflächige, intensive Gemüse-Mischkultur zeigt vorbildlich auf, wie sich nur mit Pflanzen, eigenem Pflanzenkompost und minimaler Bodenbearbeitung per Hand ein hochproduktiver, fruchtbarer Boden schaffen lässt. Der Zukauf nur von Saatgut und Gesteinsmehl ist minimal, auf den Einsatz von Maschinen im Gelände wird verzichtet. Für den Erwerb wird das Gemüse über Abokisten, Verkauf ab Hof und Zustellung im Ort verkauft. Das Gelände ist mit Obst- und Nussbäumen sowie Kiwi- und Beerensträucher verschiedener Arten und Sorten bepflanzt. Dies alles bietet unzähligen Vögeln und anderen Kleintieren sehr viel Lebensraum – eine Art Waldgarten.
www.gugerling.at

HINTERGRUND ZUM SYMPOSIUM
Der Öko-Landwirtschaftsbetrieb Schloss Tempelhof war Gastgeber des Symposiums „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen. Wege zu einer regenerativen Agrarkultur“ vom 27.-29. Januar 2017 in Kreßberg. Gärtner und Landwirte aus konventionellem und ökologischem Landbau und Menschen, die sich für einen zukunftsfähigen Acker- und Gemüsebau interessieren, sind zu dieser Bildungs- und Austauschplattform gekommen. Im Mittelpunkt standen praktische Methoden einer Ressourcen-aufbauenden Landwirtschaft.

Referenten wie Sepp Braun, Dietmar Näser und Margarete Langerhorst gaben einen Ein- und Überblick über zukunftsfähige Landwirtschaftstechniken wie z.B. pfluglose und Minimal- Bodenbearbeitung, Untersaaten und Direktsaat, Mischkulturen und Zwischenfrüchte. Auch Themen wie Rotte-Steuerung, Kompostierung und Mulchen, Agroforstwirtschaft und Holistisches Weidemanagement, mehrjährige Gemüsepflanzen, Wassermanagement und Keyline-Design wurden in Vorträgen, Impulsreferaten und offenen Runden diskutiert.

https://www.youtube.com/watch?v=JlzaNM165Zo
https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de

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Seminar: Einen essbaren Waldgarten gestalten. 19.-21.7.2024, Schloss Tempelhof

Seminar: Einen essbaren Waldgarten gestalten. 19.-21.7.2024, Schloss Tempelhof

Der essbare Waldgarten ist ein nach tropischen Vorbildern gestaltetes mehrstufiges Anbausystem im Sinne der Permakultur. Es besteht aus Obstbäumen, Wildobst und Beerensträuchern und ist mit essbaren Gemüse-Stauden, Kräutern und sich versamenden Nutzpflanzen unterpflanzt. Durch extensive Eingriffen benötigt er einen geringen Erhaltungsaufwand. Damit stellt es ein Beispiel für eine neue Art des Gärtnerns dar.

Im Kurs werden Grundlagen, Pflanzenbeispiele und Anwendungsbeispiele in der Praxis gezeigt und anhand eines Grundstückes im Schloss Tempelhof ein Selbstversorger-Waldgarten beispielhaft geplant.

Datum: 19. – 21.7.2024
Kosten: 210-280 €
Verpflegung: Biologische Vollwertkost, die größtenteils aus eigenem Anbau stammt (Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Pausenverpflegung): 34 € pro Tag
Unterkunft: je nach Unterbringung
Anmeldung: Schloss Tempelhof

Referenten:
Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitete über 20 Jahre lang für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigte. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er ist Co-Autor des Buches “Die Humusrevolution” (2017) und “Aufbäumen gegen die Dürre” (2023) und Initiator des Symposiums und der Webinar-Reihe “Aufbauende Landwirtschaft” und des Netzwerkes “Klima-Landschaften“. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof, wo er auch rein praktisch aufbauende Methoden der Landwirtschaft mit gestaltet.

Géraldine Sommer ist Sozialpädagogin (Schwerpunkt Gesundheitswesen) und Permakultur-Wirkende. Seit ihrer Jugend engagiert sie sich in sozialen und ökologischen Bewegungen und setzt sich für enkeltaugliche Lebensweisen ein. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Schnittstelle zwischen sozialer und grüner Permakultur. Ihre große Leidenschaft ist es, Menschen dabei zu begleiten, ihre eigenen Potentiale zu entfalten und diese in Einklang mit unserer Erde zu leben. Zudem ist sie seit 2023 Teil des Teams für den essbaren Waldgarten am Schloss Tempelhof.

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Christine Mittermeier // Von der Zwischenfrucht zum Lebendmulch – Chancen und Stolpersteine eines innovativen Anbausystems // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2024

Christine Mittermeier // Von der Zwischenfrucht zum Lebendmulch – Chancen und Stolpersteine eines innovativen Anbausystems // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2024

Ein Vortrag von Christine Mittermeier zum Thema „Von der Zwischenfrucht zum Lebendmulch – Chancen und Stolpersteine eines innovativen Anbausystems„.

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2024
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

Christine Mittermeier stammt aus einer Landwirtsfamilie und ist mit Leib und Seele Landwirtin. Nach einer Landwirtschaftslehre folgte ein Studium der Agrarwissenschaften FH Weihenstephan mit Schwerpunkt Tierproduktion und mehrmonatige Auslandsaufenthalte zum Arbeiten als Landwirtin in Frankreich und Australien. Seit 1992 ist sie stellvertretende Betriebsleiterin vom Gut Westerwald (300 ha Ackerbaubetrieb in RLP, seit 2002 pfluglos und Projektbetrieb für zahlreiche Versuche und Fragestellungen, Fokus Bodenfruchtbarkeit mit eigenen Zwischenfruchtmischungen). Seit 15 Jahren ist zusätzlich selbständig mit einem Agrarbüro mit Schwerpunkten Betriebswirtschaft und Agrarökologie. Der Betrieb ist Lead Partner im EIP Agri Projekt DaLeA Dauerhafter Lebendmulch im Ackerbau. Ihr Credo lautet: Von der Praxis für die Praxis

https://www.youtube.com/watch?v=P3djpwsoZZI

Aufbauende Landwirtschaft: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/
Symposium »Aufbauende Landwirtschaft«: https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
Webinar-Reihen »Aufbauende Landwirtschaft«: https://webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/
Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de
Klima-Landschaften: https://www.klima-landschaften.de/
Climate Landscapes: https://climate-landscapes.org

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Raimund Hofmann // Vorzüge einer artenreichen Dauerwaldbewirtschaftung im Hinblick auf Ökonomie und Ökologie unter der Perspektive des fortschreitenden Klimawandels // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2024

Raimund Hofmann // Vorzüge einer artenreichen Dauerwaldbewirtschaftung im Hinblick auf Ökonomie und Ökologie unter der Perspektive des fortschreitenden Klimawandels // Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2024

Ein Vortrag von Raimung Hofmann zum Thema „Vorzüge einer artenreichen Dauerwaldbewirtschaftung im Hinblick auf Ökonomie und Ökologie unter der Perspektive des fortschreitenden Klimawandels„.

Symposium „Aufbauende Landwirtschaft“ 2024
Treffpunkt für Vordenker und visionäre Praktiker in der Landwirtschaft

Im Fokus des Symposiums standen Erfahrungsberichte von Landwirten, Gärtnerinnen und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die verschiedene Aspekte einer aufbauenden Landwirtschaft umsetzen.

Themen waren u.a.: Mischkulturen, Untersaaten und Zwischenfrüchte; Agroforstwirtschaft; pfluglose und Minimal-Bodenbearbeitung und Direktsaat; Kompostierung und Mulch; Immunsystem der Pflanzen, vitalisierende Blattspritzungen, Rotte-Steuerung und Effektive Mikroorganismen; Solidarische Landwirtschaft, Direkt-Vermarktung, regenerative Landwirtschaft; Gesundheit, Ernährung, Mikrobiom.

Raimund Hofmann ist Jahrgang 1969, Gymnasiallehrer für die Fächer Deutsch, Geschichte und Katholische Religionslehre. Er ist Waldbauer im Nebenerwerb und Gewinner des Deutschen Waldpreises 2022 in der Kategorie Waldbesitzer des Jahres. Er bewirtschaftet einen kleinen Dauerwald im Landkreis Landsberg/Lech.

https://www.youtube.com/watch?v=_VufhgpH_sE

Aufbauende Landwirtschaft: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/
Symposium »Aufbauende Landwirtschaft«: https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
Webinar-Reihen »Aufbauende Landwirtschaft«: https://webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/
Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de
Klima-Landschaften: https://www.klima-landschaften.de/
Climate Landscapes: https://climate-landscapes.org

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Sommerfest der IG gesunder Boden e. V.

Sommerfest der IG gesunder Boden e. V.

Sommerfest der IG Gesunder Boden am Samstag, 22. Juni 2024, auf dem Ökonomiehof Klosterlangheim, Abteistr. 18 in 96215 Lichtenfels

Herzliche Einladung an alle Bodenfreunde zum Sommerfest der IG Gesunder Boden!

Lasst uns gemeinsam einen ereignisreichen Tag auf dem malerischen Ökonomiehof Klosterlangheim der Familie Gieger in Lichtenfels erleben. Optional besteht die Möglichkeit, den Tag schon um 10 Uhr mit einer individuellen Bodenanalyse durch unseren Fachexperten Stephan Junge zu starten. Wer teilnehmen möchte: Vergesst nicht, eine trockene Bodenprobe (20x20x30 cm) mitzubringen.

Ab 14 Uhr freut Euch auf ein geselliges Beisammensein, inspirierende Gespräche und die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen. Das Sommerfest bietet die ideale Gelegenheit, sich über das wichtige Thema lebendigen Boden auszutauschen.

https://www.ig-gesunder-boden.de/Portals/0/doc/Sommerfeste/2024_SoFe_Einladung_A5.pdf?ver=2024-05-27-043339-590

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EU-Staaten beschließen Renaturierungsgesetz

EU-Staaten beschließen Renaturierungsgesetz

Das ist dann doch mal auch hier eine Erwähnung wert: Die Vernunft hat dann doch obsiegt, wenn auch sehr knapp. Gestern ist das (abgeschwächte) EU Gesetz zur Wiederherstellung der Natur verabschiedet worden. Wow, das ist echt ein Meilenstein! Herzlichen Glückwunsch zu einer zukunftsweisenden Entscheidung an all jene, die so lange beharrlich daran gearbeitet haben und dafür gestimmt haben.

Meine Überzeugung: Ohne Artenvielfalt gibt es weder fruchtbare Böden, noch saubere Luft oder trinkbares Wasser. Wir müssen die natürlichen Ressourcen wieder stärken, um unseren Kindern eine Zukunft zu ermöglichen. Weiter so wie bisher, wie von der Bauernlobby angepriesen, ist keine – wirklich keine! – Option!

Aber, was sagt der Bauernverband dazu? Sorry, lieber Bauernverband, aber ihr lebt echt in einer anderen Welt, die nichts mit der Realität zu tun hat:

„Der Grundansatz des Naturwiederherstellungsgesetzes bleibt eher rückwärtsgewandt und ordnungspolitisch mit weitreichenden Vorgaben und pauschalen Zielen für die Mitgliedsstaaten“, sagt Generalsekretär Bernhard Krüsken. „Das Naturwiederherstellungsgesetz ist der völlig falsche Weg für den Schutz der Biodiversität und stellt eine Abkehr vom kooperativen Naturschutz dar. Dieser Ansatz ignoriert, was Land- und Forstwirtschaft mit der heimischen Nahrungsmittelerzeugung, nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien bereits leisten.“

Demgegenüber sagen Wissenschaftler:

„Das Gesetz ist von entscheidender Bedeutung für Ernährungssicherheit, biologische Vielfalt und das Klima.“ Man habe bewiesen, dass die Ernährungssicherheit durch mehr Umwelt- und Naturschutz nicht gefährdet sei – im Gegenteil, sie werde durch das Gesetz sogar gefördert. Anderes zu behaupten sei „falsch“, so Professor Michael Norton von EASAC. „Was jedoch durch die Implementierung dieser Maßnahmen gefährdet wird, sind die Geschäftsinteressen einiger weniger in der Agrarindustrie – zum Beispiel der Vertrieb von Pestiziden und Düngemitteln – weshalb es so eine starke Kampagne gegen das Gesetz gegeben hat“, so die Einschätzung von Norton.

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