Stefan

9. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen“, 24.-26.1.2025 – mit Jan Große-Kleimann zur regenerativen Landwirtschaft

9. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen“, 24.-26.1.2025 – mit Jan Große-Kleimann zur regenerativen Landwirtschaft

Mit dabei auf unserem 9. Symposium »Aufbauende Landwirtschaft«, 24. – 26. Januar 2025, Jan Große-Kleimann mit dem Thema »Zwischen Pioniergewinn und Lehrgeld – Einblicke aus 3 Jahren Transformation zur Regenerativen Landwirtschaft«.

Jan Große-Kleimann (Facebook, Instagram) ist gelernter Landwirt und hat in Bonn sowie Göttingen Landwirtschaft studiert. Neben dem Studium begann er sich zunehmend mit der regenerativen Bodenbewirtschaftung zu beschäftigen, belegte einen Bodenkurs und widmet sich seitdem intensiv dem Bodenaufbau. Seit der Übernahme des Familienhofs 2022 praktiziert er Direktsaat und hat auf 10 ha ein Agroforstsystem mit Apfelbäumen angelegt. Bei allen Projekten und Maßnahmen ist Jan stets um die Kommunikation und Aufklärung über Landwirtschaft bemüht.

Unser Ziel ist es, Menschen und Themen zusammenzubringen, um gemeinsam aus verschiedenen Perspektiven auf Lösungen und Methoden einer aufbauenden, regenerativen Landwirtschaft zu blicken – und dabei sowohl große als auch kleine und neue Entwicklungen zu erkunden.

Themen & Referent:innen

Dieses Jahr steht der Boden im Mittelpunkt: Von der Minimal-Bodenbearbeitung über die Dammkultur bis hin zur Direktsaat. Wir beleuchten Methoden der regenerativen Landwirtschaft, wie Untersaaten, Zwischenfrüchte, Fermente und die Nutzung von Komposten. Weitere Themen umfassen Agroforstwirtschaft, Tierhaltung, Boden-Pflanze-Tier-Mensch-Mikrobiome, Gemüseanbau, Mulch, Wasserretention und mehr.

Freue Dich auf spannende Beiträge von:

  • Jan Große-Kleimann, Bodenaufbau, Direktsaat, Agroforst, Kommunikation
  • David Turiel mit Rico Platzdasch, Dammkultur
  • Maik Freitag, Direktsaat
  • Urban Dörig, Regenerative Landwirtschaft in der Schweiz
  • Birgit Schwagerick, Mikrobiome Boden, Pflanze, Tier, Mensch
  • David Jacobsen, neue Ideen im Acker- und Gemüsebau
  • Thomas Corbeck, boden:ständig, Wasserretention
  • Max Fahrendorf, Wasserretention
  • Friederike Schierholz, Bäume, Hühner & Kühe

Vorträge, Austausch, Beratung

Neben den Keynotes erwarten Dich kurze Impulsvorträge und – ganz neu – zwei gemeinsame Beratungssessions. Es wird immer wieder Zeit für moderierte Austauschrunden mit Kollegen und Fachberatern geben. Zudem bieten wir einen OpenSpace-Abend, bei dem jeder seine Themen vorstellen und sich darüber austauschen kann.

Wir beginnen am Freitag Nachmittag mit einer Führung über unseren eigenen Betrieb, mit Themen wie Marktgarten, Mulch-Gemüseanbau, Agroforstwirtschaft und Keyline-Design.

Gemeinsam mit Freunden und Kolleginnen

Freu Dich auf ein Wochenende voller spannender Themen für die Praxis, inspirierende Referent und begeisterte Teilnehmerinnen.
Der persönliche Austausch ist durch Online-Videos nicht zu ersetzen – daher freuen wir uns ganz besonders auf die gemeinsame Zeit mit Dir!

Die Agenda findest du auf der Webseite.

Hier kannst du dich direkt anmelden.

https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de

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Pflanzen absorbieren 31 % mehr CO2 als bisher angenommen

Pflanzen absorbieren 31 % mehr CO2 als bisher angenommen

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass Pflanzen 31 % mehr CO2 absorbieren als bisher geschätzt, wodurch die globale terrestrische Bruttoprimärproduktion (GPP) auf 157 Petagramm* pro Jahr steigt. Diese Studie verwendet Carbonylsulfid als Proxy für die Photosynthese und unterstreicht die entscheidende Rolle der tropischen Regenwälder als Kohlenstoffsenken und betont die Bedeutung einer genauen Photosynthesemodellierung für Klimavorhersagen.

* Ein Petagramm entspricht 1 Milliarde Tonnen, was ungefähr der Menge an CO2 entspricht, die jedes Jahr von 238 Millionen benzinbetriebenen Personenkraftwagen ausgestoßen wird.

https://www.nature.com/articles/s41586-024-08050-3

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Naturähnliche Verbauungen verzögern und reduzieren erheblich die Hochwasserspitze

Naturähnliche Verbauungen verzögern und reduzieren erheblich die Hochwasserspitze

Spannendes Ergebnis der Masterarbeit von Sabina Käppeli-Wyss:

Diese Masterarbeit untersucht die Möglichkeit, die Abflussmenge im Oberlauf eines Flusssystems durch Verbauungen [im Stile von Analogen Biberdämmen] zu beeinflussen, um Überschwemmungen flussabwärts zu mindern. … Zur Analyse der Auswirkungen auf den Abfluss im Hauptfluss wurden Hochwasserereignisse mit einer Wiederkehrwahrscheinlichkeit von 2, 5, 10, 20 und 30 Jahren simuliert. Anschliessend wurden in die Zuflüsse jeweils drei Verbauungen implementiert und die daraus resultierenden Ergebnisse ausgewertet. …

Die Ergebnisse der Simulationen zeigen, dass die Kaskaden von Verbauungen im oberen Einzugsgebiet des Untersuchungsgebiets einen Einfluss auf die Abflussmenge haben. Die Resultate der Simulationen ergaben eine Verzögerung von durchschnittlich 27 Stunden und eine Absenkung der Hochwasserspitze um durchschnittlich 34.7 %. Dies stützt die These anderer Studien, wonach natürliche Massnahmen in kleinen Gebirgsbächen einen Beitrag zur Hochwasserminderung leisten können, sei es anstelle oder als Ergänzung von grossen anthropogenen Schutzbauwerken.

http://mainwp.aufbauende-landwirtschaft.de/wp-content/uploads/2024/10/Masterarbeit_Sabina_Kaeppeli.pdf

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Einführungskurs Permakultur am Schloss Tempelhof: Vernetzen, Verknüpfen, Verbinden

Einführungskurs Permakultur am Schloss Tempelhof: Vernetzen, Verknüpfen, Verbinden

Unsere über die letzten Jahrzehnte entwickelten Lebensweisen sind alles andere als zukunftsfähig. Zu groß ist der Verbrauch natürlicher Ressourcen und der Verlust lebendiger, wilder Natur, zu unsozial sind die Auswüchse des Wirtschaftssystems. Doch: Wie kann eine andere Welt aussehen? Was muss bedacht werden, um langfristig lebendige ökonomische, ökologische und soziale Systeme zu entwickeln?

Permakultur kann hierauf vielfältige Antworten geben. Aber besser noch: Sie bietet uns eine Vielzahl an Gestaltungswerkzeugen, um Systeme so zu verändern und zu entwickeln, dass sich selbst erhaltende, organische Kreisläufe entstehen. Ursprünglich für die Landwirtschaft entwickelt, ist sie inzwischen ein Denkprinzip, welches Brücken schlägt zu Bereichen wie Hausbau, Energieversorgung, Landschaftsplanung und der Gestaltung sozialer Räume.

In unserem Grundlagenkurs werden wir euch mit der Ethik der Permakultur sowie mit ihren Gestaltungsprinzipien vertraut machen und Euch an Beispielen in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof eine Vorstellung von der Vielfalt permakultureller Anwendungsfelder vermitteln. Diese reichen von kleinen Elementen wie Hügelbeeten über einen Waldrandgarten bis hin zu einer permakulturell orientierten Landwirtschaft und dem sozialen Leben in Gemeinschaft.

Datum: 15. – 17.11.2024

Kosten: 210-280 €
Verpflegung: Biologische Vollwertkost, die größtenteils aus eigenem Anbau stammt (Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Pausenverpflegung): 34 € pro Tag
Unterkunft: je nach Unterbringung
Anmeldung: Schloss Tempelhof

Referenten:
Stefan Schwarzer ist Physischer Geograf und Permakultur-Designer. Er arbeitete über 20 Jahre lang für das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) in Genf, wo er sich mit globalen Umweltthemen beschäftigte. Die Verbindung globaler Interessen und Ziele mit lokalen Handlungen, vor allem in Form von einer aufbauenden Landwirtschaft in Anlehnung an die Permakultur, ist eines seiner Hauptanliegen. Er ist Co-Autor des Buches “Die Humusrevolution” (2017) und “Aufbäumen gegen die Dürre” (2023) und Initiator des Symposiums und der Webinar-Reihe “Aufbauende Landwirtschaft” und des Netzwerkes “Klima-Landschaften“. Er lebt seit Ende 2012 in der Lebensgemeinschaft Schloss Tempelhof, wo er auch rein praktisch aufbauende Methoden der Landwirtschaft mit gestaltet.

Géraldine Sommer ist Sozialpädagogin (Schwerpunkt Gesundheitswesen) und Permakultur-Wirkende. Seit ihrer Jugend engagiert sie sich in sozialen und ökologischen Bewegungen und setzt sich für enkeltaugliche Lebensweisen ein. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Schnittstelle zwischen sozialer und grüner Permakultur. Ihre große Leidenschaft ist es, Menschen dabei zu begleiten, ihre eigenen Potentiale zu entfalten und diese in Einklang mit unserer Erde zu leben. Zudem ist sie seit 2023 Teil des Teams für den essbaren Waldgarten am Schloss Tempelhof.

https://booking.seminardesk.de/en/schloss-tempelhof/ea3ffd9d3df347eb85e59e611b340c85/einfuhrungskurs-permakultur-vernetzen-verknupfen-verbinden

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9. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen“, 24.-26.1.2025 – mit David Turiel, Rico Platzdasch, Jan Große-Kleimann, Maik Freitag, u.v.a.

9. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen“, 24.-26.1.2025 – mit David Turiel, Rico Platzdasch, Jan Große-Kleimann, Maik Freitag, u.v.a.

Wir laden Dich herzlich zu unserem 9. Symposium »Aufbauende Landwirtschaft«, das vom 24. – 26. Januar 2025 wieder am Schloss Tempelhof statt findet.

Unser Ziel ist es, Menschen und Themen zusammenzubringen, um gemeinsam aus verschiedenen Perspektiven auf Lösungen und Methoden einer aufbauenden, regenerativen Landwirtschaft zu blicken – und dabei sowohl große als auch kleine und neue Entwicklungen zu erkunden.

Themen & Referent:innen

Dieses Jahr steht der Boden im Mittelpunkt: Von der Minimal-Bodenbearbeitung über die Dammkultur bis hin zur Direktsaat. Wir beleuchten Methoden der regenerativen Landwirtschaft, wie Untersaaten, Zwischenfrüchte, Fermente und die Nutzung von Komposten. Weitere Themen umfassen Agroforstwirtschaft, Tierhaltung, Boden-Pflanze-Tier-Mensch-Mikrobiome, Gemüseanbau, Mulch, Wasserretention und mehr.

Freue Dich auf spannende Beiträge von:

  • Jan Große-Kleimann, Bodenaufbau, Direktsaat, Agroforst, Kommunikation
  • David Turiel mit Rico Platzdasch, Dammkultur
  • Maik Freitag, Direktsaat
  • Urban Dörig, Regenerative Landwirtschaft in der Schweiz
  • Birgit Schwagerick, Mikrobiome Boden, Pflanze, Tier, Mensch
  • David Jacobsen, neue Ideen im Acker- und Gemüsebau
  • Thomas Corbeck, boden:ständig, Wasserretention
  • Max Fahrendorf, Wasserretention
  • Friederike Schierholz, Bäume, Hühner & Kühe

Vorträge, Austausch, Beratung

Neben den Keynotes erwarten Dich kurze Impulsvorträge und – ganz neu – zwei gemeinsame Beratungssessions. Es wird immer wieder Zeit für moderierte Austauschrunden mit Kollegen und Fachberatern geben. Zudem bieten wir einen OpenSpace-Abend, bei dem jeder seine Themen vorstellen und sich darüber austauschen kann.

Wir beginnen am Freitag Nachmittag mit einer Führung über unseren eigenen Betrieb, mit Themen wie Marktgarten, Mulch-Gemüseanbau, Agroforstwirtschaft und Keyline-Design.

Gemeinsam mit Freunden und Kolleginnen

Freu Dich auf ein Wochenende voller spannender Themen für die Praxis, inspirierende Referent und begeisterte Teilnehmerinnen.
Der persönliche Austausch ist durch Online-Videos nicht zu ersetzen – daher freuen wir uns ganz besonders auf die gemeinsame Zeit mit Dir!

Die Agenda findest du auf der Webseite.

Hier kannst du dich direkt anmelden.

https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de

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Bodentag der IG Gesunder Boden, 20./21.11.2024

Bodentag der IG Gesunder Boden, 20./21.11.2024

Die Interessengemeinschaft gesunder Boden e. V. veranstaltet dieses Jahr wieder ihren großen Bodentag am Donnerstag, den 21.11.2024! Er findet als Hybrid-Veranstaltung (Präsenz und
Online) statt. Veranstaltungsort ist wieder die Schwarzachtalhalle in Neunburg v. Wald. Zahlreiche und kompetente Referenten vermitteln wertvolles Wissen rund um das diesjährige Thema „Lebendige Böden – Stabile Systeme im Klimawandel“.

Nach einer erfolgreichen Premiere im letzten Jahr wird auch dieses Jahr am Tag zuvor – Mittwoch, den 20.11.2024 – der Praxis- und Vernetzungstag stattfinden. Hier wird Raum und Zeit für besonders intensive Austauschmöglichkeiten geschaffen. Nachmittags können Bodeninteressierte über verschiedene Schwerpunktthemen an Praxisstandorten diskutieren, Handlungswege erörtern und sich über Lösungen beraten. Nach diesem anregenden Tag kann man den Abend in der Schwarzachtalhalle ausklingen lassen und die besondere Chance nutzen, mit den Vorständen, Fachbeiräten, Referenten, Fachexperten und Praktikern ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme ist kostenlos, keine Anmeldung erforderlich.

Das ausführliche Programm für die Veranstaltungen könnt Ihr dem Flyer auf der Webseite der Interessengemeinschaft gesunder Boden e. V. entnehmen: https://www.ig-gesunder-boden.de/Veranstaltungen/Bodentag-2024

Anmeldung unter: https://www.ig-gesunder-boden.de/buchen2024

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Miriam Bräuer // Der Einfluss des Mikrobioms in den ersten 1000 Lebenstagen // Mikrobiom-Symposium 2024

Miriam Bräuer // Der Einfluss des Mikrobioms in den ersten 1000 Lebenstagen // Mikrobiom-Symposium 2024

Ein Vortrag von Miriam Bräuer zum Thema „Der Einfluss des inneren und äußeren Mikrobioms in den ersten 1000 Lebenstagen auf die Entwicklung der menschlichen Gesundheit„.

1. Mikrobiom-Symposium „Das (un)sichtbare Netz des Lebens – Landwirtschaft trifft Medizin, Gesundheit und Ernährung“ 2024
Neueste molekularbiologische Verfahren machen für uns eine bisher unbekannte Welt der Mikroorganismen sichtbar, die uns staunen lässt: Wir Menschen bestehen aus mehr Bakterien- als eigenen Körperzellen; in einem Teelöffel fruchtbarer Erde befinden sich mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde.
Bei genauerem Hinschauen wird das Individuum zum vernetzten „Holobionten“ – einem Viellebewesen. Pflanzen, Tiere und Menschen haben sich von Beginn an in Ko-Evolution mit der mikrobiellen Gemeinschaft entwickelt und speziell angepasste Mikrobiome entwickelt.
Mit dieser Tagung bringen wir WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus der Landwirtschaft, der Medizin und dem Ernährungsbereich zusammen und gehen der Frage nach: Wie hängen Mikrobiom des Bodens und Mikrobiom des Menschen zusammen und was bedeuten die neuesten Erkenntnisse für die landwirtschaftliche Praxis und unsere menschliche Ernährung?

Prof. Dr. Dr. Martin Grassberger studierte Medizin sowie Biologie in Wien und ist Facharzt für Gerichtsmedizin. Er lehrt unter anderem an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und an der Medizinischen Fakultät der Sigmund Freud Universität Wien in den Fachgebieten Human- und Gesundheitsökologie, Evolutionäre Medizin, Forensische Medizin und Pathologie. Er ist Autor zahlreicher Publikationen. Sein Buch „Das leise Sterben“ wurde Wissenschaftsbuch des Jahres 2020 in der Kategorie Naturwissenschaft/Technik. 2021 erschien sein Buch „Das unsichtbare Netz des Lebens“ und 2024 „Regenerativ: Aufbruch in ein neues ökologisches Zeitalter“.

https://www.youtube.com/watch?v=BasTsKTdE7g

Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de
Aufbauende Landwirtschaft: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/
Symposium »Aufbauende Landwirtschaft«: https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
Webinar-Reihen »Aufbauende Landwirtschaft«: https://webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/
Klima-Landschaften: https://www.klima-landschaften.de/
Climate Landscapes: https://www.climate-landscapes.org

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Reduzierter Verdunstung über den Kontinenten führt zu negativen atmosphärischen Rückkopplungen

Reduzierter Verdunstung über den Kontinenten führt zu negativen atmosphärischen Rückkopplungen

Spannende Modellierung, die sehr gut rein passt in das, was wir immer wieder erzählen – Vegetation kühlt das Klima, füttert die kleinen Wasserkreisläufe, fördert die Wolkenbildung, was wiederum die Temperaturen senkt, usw.: Kontinente als Schwammlandschaften versus Wüsten. Was passiert in der Folge klimatisch und atmosphärisch, wenn über den Kontinenten kein Wasser mehr für die Verdunstung zur Verfügung steht?

  • die Temperaturen steigen (aufgrund reduzierter Verdunstungskühle)
  • die Niederschläge nehmen ab (da die Verdunstung stark reduziert ist)
  • die kontinentale Wolkenbedeckung nimmt ab (aufgrund geringer Verdunstung)
  • dadurch erhitzt sich die Landoberfläche stärker
  • die Verweilzeit des atmosphärischen Wasserdampfs erhöht sich um etwa 50 Prozent (vermutlich weil zu wenig Wasser zur regelmässigen Wolkenbildung zur Verfügung steht?)

Der Abstract:

Wenn wir die Verdunstung unterdrücken, um einen wüstenähnlichen Planeten zu schaffen, stellen wir fest, dass die Temperaturen steigen und die Niederschläge im globalen Mittel abnehmen. In der DesertLand-Simulation stellen wir eine Zunahme des atmosphärischen Wasserdampfs sowohl über Land als auch über Ozean fest. Die Unterdrückung der Verdunstungskühlung über den Kontinenten reduziert die kontinentale Wolkenbedeckung, wodurch mehr Energie auf die Oberfläche gelangt und die statische Energie der Oberflächenfeuchtigkeit über Land zunimmt. Die Verweilzeit des atmosphärischen Wasserdampfs erhöht sich um etwa 50 Prozent. Atmosphärische Rückkopplungen wie Änderungen der Lufttemperaturen und der Wolkenbedeckung tragen zu größeren Änderungen des Energiehaushalts der terrestrischen Oberfläche bei als die direkte Wirkung der unterdrückten Verdunstung allein. Ohne die Wolkenrückkopplung erwärmt sich die Landoberfläche bei unterdrückter Landverdunstung immer noch, aber der gesamte atmosphärische Wasserdampf nimmt ab und die anomalen Luftzirkulationen über den Kontinenten sind viel flacher als in Simulationen mit Wolkenänderungen; das heißt, die Wolkenrückkopplung ändert das Vorzeichen der Wasserdampfreaktion. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, atmosphärische Rückkopplungen zu berücksichtigen, wenn man die Auswirkungen von Veränderungen der Landoberfläche auf das Klimasystem untersucht.

https://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/acdbe1

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Entwässerung überall

Entwässerung überall

Aus nachvollziehbarer Gründen haben die Menschen in den letzten Jahrhunderten Deutschland’s Landschaften entwässert. Wie massiv das in manchen Regionen „gelang“, zeigt diese Karte aus Mecklenburg-Vorpommern. Die Flächen, die in den neuen Bundesländern, melioriert worden sind, sind schon enorm – kein Wunder dass wir bei der zunehmenden Trockenheit auch deutlich mehr Probleme mit Trockenheit haben. Der Grund dafür ist nicht ausschliesslich im Klimawandel zu suchen! Wie Prof. Dietrich Borchardt in einem Interview mit mir für unser Buch „Aufbäumen gegen die Dürre“ schätzte, ist „nur“ 50% der Trockenheitsproblematik in Ostdeutschland auf den Klimawandel, aber stolze 50% auf „falsche Landnutzungsmaßnahmen“, wie Drainagen, Gräben aber natürlich auch offener Boden und fehlende Hecken- und Baumstrukturen zurück zu führen.

Deutschland ~4 Mio. ha melioriert Flächen (~ 24% der landwirtschaftliche Fläche)

• Meckpomm: 530.000 ha ~39,5%
• Brandenburg: 91.000 ha ~7%
• Sachsen-Anhalt: 297.000 ha ~22%
• Sachsen: 203.000 ha ~22,5%
• Thüringen: 133.000 ha ~16,6%

Noch zum weiteren Vergleich:
• China ~ 19 Mio. ha
• USA ~ 47 Mio. ha

Quelle: Karte: Riffreporter, Daten: Apus Systems

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Bodenzustandsbericht 2024: Weitere Lebensgrundlage in Gefahr

Bodenzustandsbericht 2024: Weitere Lebensgrundlage in Gefahr

Heute haben das Gemeinsame Forschungszentrum der Europäischen Kommission und die Europäische Umweltagentur den Bodenzustandsbericht 2024 veröffentlicht. Dieser Bericht bewertet den Zustand der Bodendegradation in der Europäischen Union sowie den angrenzenden Ländern wie der Ukraine, Türkei und den Westbalkan-Staaten. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Verschlechterung der Böden wie einer jährlichen Erosion von 1 Milliarde Tonnen Boden allein in der EU. Diese Erosion führt zu einer Abnahme der landwirtschaftlichen Produktivität, beeinträchtigt die Wasserspeicherung und trägt zum Verlust von Biodiversität bei. So sind etwa 24 % der Böden von Wassererosion betroffen, während sich Nährstoffungleichgewichte auf 74 % der landwirtschaftlichen Flächen auswirken. Der Bericht unterstreicht die Dringlichkeit sofortiger Maßnahmen, um die Bodengesundheit zu verbessern und den Klimaschutz zu stärken.

Hierzu erklärt Jutta Paulus, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Europafraktion:

Wie Spitzensportler benötigen auch Böden eine gesunde Grundlage, um Höchstleistungen zu erbringen. Anstelle von kurzfristigen Doping-Methoden zur Maximierung der Produktionsmenge sollten wir uns darauf konzentrieren, die Gesundheit der Böden langfristig zu stärken. Überdüngung, immer schwerere Maschinen, Schadstoffe und zunehmend auch die Auswirkungen der Klimakrise verursachen dramatische Verluste an Humus. Unsere langfristige Ernährungssicherheit hängt am seidenen Faden – wenn wir nicht umsteuern.

Es ist bereits die dritte schlechte Botschaft innerhalb einer Woche für die EU. Zunächst kritisierte die Europäische Umweltagentur das Versagen der Mitgliedsstaaten beim Wasserzustandsbericht, gefolgt von einer scharfen Kritik des Europäischen Rechnungshofs wegen des unkoordinierten Vorgehens im Kampf gegen den Klimawandel. Mit dem ernüchternden Bodenzustandsbericht zeigt sich nun erneut, dass die Politik der kurzfristigen Profitmaximierung langfristige Schäden hervorruft.

Gerade die aktuell in Kolumbien tagende Weltbiodiversitätskonferenz unterstreicht noch einmal, warum es so wichtig ist, unsere Böden zu schützen. Sie spielen eine zentrale Rolle für die Artenvielfalt und den naturbasierten Klimaschutz. Naturbasierte Lösungen wie der gezielte Humusaufbau, nachhaltige Landwirtschaft und Aufforstung bieten effektive Ansätze, um die Bodenqualität zu verbessern und den Verlust der Artenvielfalt einzudämmen. Indem wir die Gesundheit unserer Böden stärken, sichern wir nicht nur die Nahrungsmittelproduktion für zukünftige Generationen, sondern auch ein vielfältiges und resilienteres Ökosystem.

Gestern hat der Umweltausschuss für die Aufnahme von Trilogverhandlungen über das Bodengesundheitsgesetz gestimmt. Ich erwarte, dass die neuen Erkenntnisse Einfluss auf die Verhandlungen haben.

State of Soil 2024: https://joint-research-centre.ec.europa.eu/jrc-news-and-updates/urgent-action-needed-reverse-soil-degradation-europe-2024-10-22_en

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Martin Grassberger // Alles fließt und ist miteinander verbunden // Mikrobiom-Symposium 2024

Martin Grassberger // Alles fließt und ist miteinander verbunden // Mikrobiom-Symposium 2024

Ein Vortrag von Martin Grassberger zum Thema „Alles fließt und ist miteinander verbunden – Boden, Pflanze, Mensch. Was du über komplexe Systeme unbedingt wissen solltest„.

1. Mikrobiom-Symposium „Das (un)sichtbare Netz des Lebens – Landwirtschaft trifft Medizin, Gesundheit und Ernährung“ 2024
Neueste molekularbiologische Verfahren machen für uns eine bisher unbekannte Welt der Mikroorganismen sichtbar, die uns staunen lässt: Wir Menschen bestehen aus mehr Bakterien- als eigenen Körperzellen; in einem Teelöffel fruchtbarer Erde befinden sich mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde.
Bei genauerem Hinschauen wird das Individuum zum vernetzten „Holobionten“ – einem Viellebewesen. Pflanzen, Tiere und Menschen haben sich von Beginn an in Ko-Evolution mit der mikrobiellen Gemeinschaft entwickelt und speziell angepasste Mikrobiome entwickelt.
Mit dieser Tagung bringen wir WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus der Landwirtschaft, der Medizin und dem Ernährungsbereich zusammen und gehen der Frage nach: Wie hängen Mikrobiom des Bodens und Mikrobiom des Menschen zusammen und was bedeuten die neuesten Erkenntnisse für die landwirtschaftliche Praxis und unsere menschliche Ernährung?

Prof. Dr. Dr. Martin Grassberger studierte Medizin sowie Biologie in Wien und ist Facharzt für Gerichtsmedizin. Er lehrt unter anderem an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und an der Medizinischen Fakultät der Sigmund Freud Universität Wien in den Fachgebieten Human- und Gesundheitsökologie, Evolutionäre Medizin, Forensische Medizin und Pathologie. Er ist Autor zahlreicher Publikationen. Sein Buch „Das leise Sterben“ wurde Wissenschaftsbuch des Jahres 2020 in der Kategorie Naturwissenschaft/Technik. 2021 erschien sein Buch „Das unsichtbare Netz des Lebens“ und 2024 „Regenerativ: Aufbruch in ein neues ökologisches Zeitalter“.

https://www.youtube.com/watch?v=pMhbkY6978c

Mikrobiom-Symposium: https://mikrobiom.aufbauende-landwirtschaft.de
Aufbauende Landwirtschaft: https://www.aufbauende-landwirtschaft.de/
Symposium »Aufbauende Landwirtschaft«: https://symposium.aufbauende-landwirtschaft.de/
Webinar-Reihen »Aufbauende Landwirtschaft«: https://webinar-aufbauende-landwirtschaft.de/
Klima-Landschaften: https://www.klima-landschaften.de/
Climate Landscapes: https://www.climate-landscapes.org

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UmweltMedienpreis der Deutschen Umwelthilfe für unser Buch "Aufbäumen gegen die Dürre"

UmweltMedienpreis der Deutschen Umwelthilfe für unser Buch "Aufbäumen gegen die Dürre"

Yeah, wir – Ute Scheub und Stefan Schwarzer – haben für unser Buch »Aufbäumen gegen die Dürre« den UmweltMedienpreis der Deutschen Umwelthilfe 2024 gewonnen!

In der Begründung für die Auszeichnung in der Kategorie »Text« heißt es, das Buch zeige »mit großer Klarheit eine wichtige Handlungsoption gegen die Klimakrise und für Klimawandelanpassung auf: Klimalandschaften.« Ute Scheub und Stefan Schwarzer machen »mit ihren Darstellungen […] Mut und inspirieren zum gemeinsamen Aufbäumen gegen Dürre, Flut und Hitze.« Das Buch sei »somit eine Musteranleitung für dringend notwendige Klimaanpassungskonzepte«.

Danke für die Auszeichnung, danke für die wunderbare Abendveranstaltung in Berlin, mit einem begeisterten Publikum, tollen Laudator:innen (für uns die wunderbare Maike Kühl von „Die Anstalt“, mit einer lustigen, pointierten und reichen Ansprache), super Ambiente und spannenden Menschen.

https://www.oekom.de/buch/aufbaeumen-gegen-die-duerre-9783987260209
https://www.duh.de/ump-preistraeger/2024/

Fotos: DUH / Robert Lehmann

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Kirche fordert globale Wende bei der Landnutzung

Kirche fordert globale Wende bei der Landnutzung

Die Sachverständigengruppe Weltwirtschaft und Sozialethik der Deutschen Bischofskonferenz hat letztens ihre Studie „Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Biodiversität: Ethische Perspektiven für die globale Landnutzung“ vorgestellt.

Darin fordern sie eine globale Nutzungswende von Agrarflächen, hin zu einer gemeinwohlorientierten Landnutzung. Das Land und die Böden stellen – genauso wie Gewässer oder die Erdatmosphäre – gesellschaftlich und ethisch betrachtet Gemeingüter dar. Nach dem Grundgesetz gilt auch hier „Eigentum verpflichtet“: Eigentumsrechte sind damit niemals unbegrenzt, sondern stehen unter dem Vorbehalt, den Eigentumsgebrauch mit dem Grundsatz der universalen Bestimmung der Erdengüter zu vereinbaren. Und ja, auch die Kirche muss eine Vorbildfunktion wahrnehmen, und das eigene Kirchenland nach dem Kriterium der Gemeinwohlorientierung bewirtschaften bzw. verpachten.

Ich bin sehr erfreut über diese klare Positionierung – die aber auch wirklich längst nötig war. Letzten Endes geht es um die Bewahrung der Schöpfung. Agrarökologie ist hier der ganz klar richtige Ansatz.

Dass nun natürlich von Seiten des Bauernverbandes oder Alt-Denkenden von „Bauern-Bashing“, „Bauern unter Generalverdacht“, „Bauern als Sündenböcke“ usw. gesprochen wird, überrascht natürlich nicht. Dabei ist das Papier recht neutral gehalten, wirft „den Bauern“ nichts vor, spaltet nicht, belastet nicht – und wenn, dann nur uns als Gesellschaft. Ich persönlich finde das Papier einen sehr wichtigen Beitrag in der doch so klar sichtbaren, nötigen Transformation in eine Ressourcen aufbauende Landwirtschaft.

Am 22.10. findet eine Hybrid-Veranstaltung zur Publikation statt. Anmeldung hier.

https://www.dbk-shop.de/media/files_public/231a930108ff812f56e82f2f83e50e03/DBK_1523.pdf
https://www.ig-gesunder-boden.de/Portals/0/doc/Veranstaltungen/Flyer-Umweltforum-Agrarstudie_1510.pdf

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Mikrobiom und Mensch. Die Bedeutung der Mikroorganismen und Viren in Medizin, Evolution und Ökologie – Wege zu einer systemischen Perspektive. Thomas Hardmuth

Mikrobiom und Mensch. Die Bedeutung der Mikroorganismen und Viren in Medizin, Evolution und Ökologie – Wege zu einer systemischen Perspektive. Thomas Hardmuth

Thomas Hardmuth ist Arzt mit anthroposophischem Hintergrund, und bei unserem letzten Mikrobiom-Symposium mit einem spannenden Vortrag dabei. Im Sommer kam ein großes Update seines Buches „Mikrobiom und Mensch. Die Bedeutung der Mikroorganismen und Viren in Medizin, Evolution und Ökologie“ (Amazon, Buch7) heraus. Eine wahre Fundgrube an Informationen, Erkenntnissen, Zahlen, Referenzen rund um das große Themenkomplex Mikroorganismen & Gesundheit des Menschen. Dabei spielen natürlich auch die Böden – eine für mich sehr wichtige Perspektive – eine wichtige Rolle. Viele spannende Informationen sind in diesem Buch zu finden. Für einen Nicht-Mediziner und Nicht-Biologen ist es in manchen Passagen etwas härtere Kost, aber doch zum größten Teil wirklich gut lesbar, verständlich und inhaltsvoll. Einfach unglaublich, wie die Mikroben unser Leben bestimmen und beeinflussen, wie eng alles miteinander in Beziehung steht, und wir als Menschen untrennbar mit den Bakterien und Pilze (und, ja auch die Viren) über symbiotische Beziehungen verbunden sind. Faszinierend!

PS: Das Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten.

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Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Erde. Ein Blick auf und in den Boden

Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Erde. Ein Blick auf und in den Boden

Für die neue Ausgabe der ZDF-Dokureihe „Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Erde“ erforschte der Schauspieler und Umwelt-Aktivist, wie sich der schlechte Zustand unserer Böden auf die menschliche Gesundheit auswirkt. Bio, konventionell; Bodenbearbeitung oder eher nicht; aber auch was in jedem Fall schon so alles im Boden und damit auch zunehmend in unserem Körper an anthropogen erzeugten Fremdstoffen („Chemie“) gelandet ist.

Der Link zur Doku und hier der Link zu einem Interview mit ihm.

https://www.focus.de/earth/experten/im-einsatz-fuer-die-erde-hannes-jaenicke-erklaert-warum-fuer-neue-doku-keiner-mit-ihm-sprechen-wollte_id_260353943.html
https://www.zdf.de/dokumentation/hannes-jaenicke-im-einsatz/hannes-jaenicke-im-einsatz-fuer-erde-100.html

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9. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen“, 24.-26.1.2025 – mit David Turiel, Rico Platzdasch, Jan Große-Kleimann, Maik Freitag, u.v.a.

9. Symposium „Aufbauende Landwirtschaft – Boden wieder gut machen“, 24.-26.1.2025 – mit David Turiel, Rico Platzdasch, Jan Große-Kleimann, Maik Freitag, u.v.a.

Eine herzliche Einladung für das 9. Symposium »Aufbauende Landwirtschaft«, das vom 24. – 26. Januar 2025 wieder am Schloss Tempelhof statt finden wird.

Wir möchten Themen und Menschen miteinander verbinden, aus ganzheitlicher Perspektive auf Potentiale und Methoden der Transformation in der Landwirtschaft schauen, und uns die großen – aber auch manchmal kleinen und neuen – Themen anschauen.

Neben den Keynotes gibt es einige kleinere Impulsvorträge und – neu hinzugekommen – zwei Beratungssessions. Dazwischen immer wieder Zeit, teilweise moderiert, um mit Kollegen und Fachberatierinnen in den Austausch zu gehen, für die eigenen, mitgebrachten Fragen Antworten zu finden, sowie einen OpenSpace-Abend, an dem jeder die Möglichkeit hat seine Themen vorzustellen und sich dazu auszutauschen. Und es gibt die Möglichkeit einen Einblick in die Arbeit der Landwirte im ökologisch und innovativ arbeitenden Betrieb Schloss Tempelhof zu erhalten.

Schwerpunkt-Thema in diesem Jahr ist der Boden – von der Minimal-Bodenbearbeitung über die Dammkultur zur Direktsaat, und den dazu gehörenden Methoden einer aufbauenden, regenerativen Landwirtschaft wie Untersaaten, Zwischenfrüchte, Fermente, die Nutzung von Komposten. Dazu kommen Agroforstwirtschaft, Tierhaltung, die Mikrobiome Boden-Pflanze-Tier-Mensch, Gemüseanbau, Mulch, Wasserretention und mehr.

Das Zielpublikum sind Praktiker – Ackerbauer, Gärtnerinnen, Tierhalter – wie auch Menschen, die eng in diesem Themenbereich einer aufbauenden Landwirtschaft arbeiten.

Auch dieses Mal wieder sind spannende Vortragende dabei, die aus verschiedensten Perspektiven auf die Möglichkeiten, Ressourcen, Potentiale einer aufbauenden Landwirtschaft blicken und von ihren Erfahrungen berichten. Und natürlich haben wir wieder viel Raum für Begegnung, Austausch und Vernetzung untereinander.

Mit dabei:

  • Jan Große-Kleimann, Bodenaufbau, Direktsaat, Agroforst, Kommunikation
  • David Turiel mit Rico Platzdasch, Dammkultur
  • Maik Freitag, Direktsaat
  • Urban Dörig, Regenerative Landwirtschaft in der Schweiz
  • Birgit Schwagerick, Mikrobiome Boden, Pflanze, Tier, Mensch
  • David Jacobsen, neue Ideen im Acker- und Gemüsebau
  • Friederike Schierholz, Bäume, Hühner & Kühe
  • Thomas Corbeck, boden:ständig, Wasserretention
  • Max Fahrendorf, Wasserretention

Am Freitag starten wir am Nachmittag mit einer Führung über unseren eigenen Betrieb, mit Themen wie Marktgarten, Mulch-Gemüseanbau, Agroforstwirtschaft, Keyline-Design. Am Samstag Abend gibt es ein OpenSpace, um eigene Projekte, Ideen, Themen anzubieten und zu diskutieren. Zwischen den Vorträgen haben wir bewusst immer wieder Raum zum Austausch reserviert. Die Agenda findest du auf der Webseite. Hier kannst du dich direkt anmelden.

Also, wieder viele spannenden Themen für die Praxis, inspirierende ReferentInnen und begeisternde TeilnehmerInnen, die für ein besonderes Wochenende die Garantie sind. Der persönliche Austausch ist durch Online-Videos nicht zu ersetzen, weswegen wir uns ganz besonders auf diese gemeinsame Zeit freuen!

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Projektleitung regenerative Landwirtschaft gesucht

Projektleitung regenerative Landwirtschaft gesucht

Auf dem Hofgut Stefansreute, einem gemischt regenerativen Landwirtschaftsbetrieb, in einer landschaftlich attraktiven Lage in Oberschwaben, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Stelle als Projektleitung regenerative Landwirtschaft (m/w/d) neu zu besetzen.

„Wir sind ein Familienbetrieb mit Ackerbau und Viehzucht, der sich in der Entwicklung befindet und durch einen Flächenzuwachs die Möglichkeit hat, einen Projektleiter einzustellen. Unsere Vision ist es, eine innovative, regenerative Landwirtschaft zu entwickeln, bei der gesunde Böden, Biodiversität und die Produktion hochwertiger Lebensmittel im Vordergrund stehen. Wir möchten in der Region beispielhaft vorangehen und benötigen dazu teamfähige Mitarbeiter(innen).“

https://aufbauende-landwirtschaft.de/wp-content/uploads/2024/10/20240801-Projektleiter-regenerativer-Ackerbau-Stellenanzeige.pdf

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In Süddeutschland ist es für Weizen schon sehr warm

In Süddeutschland ist es für Weizen schon sehr warm

Interessanter Artikel „In Süddeutschland ist es für Weizen schon sehr warm“ – wir müssen über Methoden der aufbauenden Landwirtschaft die Bodenfruchtbarkeit erhöhen:

„Die beiden Hauptprobleme sind die Temperatur und das verfügbare Wasser“, sagt Tobias Weber von der Uni Kassel im Gespräch mit ntv.de. Er ist dort Professor und Fachgebietsleiter für Bodenkunde. […] „Der Punkt ist, dass Pflanzen wie Weizen in Süddeutschland schon jetzt in einem Klimaraum stehen, der für sie sehr warm ist.

Was also können Landwirte machen? „Es gibt ein paar Stellschrauben. Das Ziel muss sein, dass man die Böden regeneriert. Das ist gleichzeitig auch Erosionsschutz“, so Weber, der darauf hinweist, dass die Böden vielerorts in keinem guten Zustand sind. „Sie sind verdichtet, sie sind arm an Bodenkohlenstoff. Kohlenstoff ist aber wichtig. Der Boden wird mit Kohlenstoff lockerer und erhöht seine so notwendige Wasserspeicherfähigkeit“, erklärt der Bodenhydrologe.

Eine andere Stellschraube seien Zwischenkulturen, die tiefer wurzeln können, um den Unterboden stärker anzuzapfen. […]

„Eine weitere Möglichkeit, den Böden zu helfen, ist die Fruchtfolge weiter zu fassen.“ So könne man Kleegraskulturen das ganze Jahr über anbauen, auch Luzerne eigne sich dafür hervorragend. Damit werde der Boden auch in größerer Tiefe locker, das vergrößert den durchwurzelbaren Bereich.

Wichtig ist es für die Landwirte, den Boden immer bedeckt zu halten.

https://www.n-tv.de/wissen/In-Sueddeutschland-ist-es-fuer-Weizen-schon-sehr-warm-article25241166.html

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